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Nahtlose Muster erstellen

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Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
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Transkript

Nahtlose Muster benötigen Fotografen, wenn Sie gleichmäßige Hintergründe retuschieren oder Hintergründe austauschen wollen. Designer nutzen Muster, um Hintergünde für das Web oder den Printbereich zu erzeugen und nicht zuletzt sind kachelbare Texturen für die Oberflächengestaltung von 3D Modellen sehr wichtig. In allen Fällen kann es bei der Wiederholung der Musterelemente zu auffälligen Kanten kommen. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie genau diese vermeiden. Hier habe ich ein Foto einer Steinoberfläche gemacht und aus dieser Steinoberfläche würde ich gerne eine kachelbare Textur erzeugen und kachelbar heißt nicht anderes als dass ich hier eine Art Ausschnitt erzeugen möchte, die man so nebeneinander legen kann, dass die Übergänge nicht auffallen. Und damit Sie gleich mal sehen, wie das jetzt aussehen würde, wenn ich das als Muster festlege, erstelle ich mir zunächst mal eine Datei, die 3 mal so groß ist wie das Muster und ich schau mal zunächst, wie groß ist diese Datei, 2000 Pixel, Also brauchen wir eine Datei, die 3 mal so groß ist. 2000 mal drei sind 6000, also Command und N, 6000 mal 6000 Pixel trage ich dann hier ein, beziehungsweise sind schon eingetragen, klicke auf Okay, habe jetzt hier meine Datei und muss natürlich zunächst mal das hier als Muster festlegen. Das geht ganz einfach, wählen Sie alles aus mit Command + A, dann gehen Sie auf bearbeiten Muster festlegen und ich nenne das Ganze mal Primärmuster, weil das wahrscheinlich nichts wird, klicke auf Okay und dann ist das festgelegt und jetzt kann ich hier reingehen in die Datei und mir eine Musterebene anlegen und da ist das Muster bereits vorausgewählt und da sehen Sie deutlich, hier sind Übergänge, hier ist ein deutlich wiederkehrendes Muster und hier würde sogar jeder Laie auf den ersten Blick sagen: ja das ist aber hier keine einheitliche Fläche. Da wurde ein Teilstück einfach 9 mal wiederholt, also das ist nicht im Sinne des Erfinders und deshalb müssen wir hier ein wenig retuschieren. So, wie geht man da am besten vor? Na, als allererstes sollten Sie die sehr auffälligen Stellen hier retuschieren, die wirklich sofort ins Auge stechen, die von der allgemeinen Struktur des Musters abweichen und das sind hier diese Erhebungen, das ist dieser Krater hier und dieser kleine. Und am einfachsten geht sowas mit dem ausbessern Werkzeug und zwar im Modus "Inhaltsbasiert" und da sollten Sie in solchen Fällen die Struktur auf den höchsten Wert setzen. Sie sehen, das ist hier sieben und die Farbe auf einen kleinen Wert und warum das so ist, das kann ich Ihnen gleich mal zeigen. Ich nehme hier mal diesen größten Krater und umrunde den einmal mit diesem Lasso und gehe dann hier auf eine Fläche, die dort ganz gut hinpassen könnte, lass dann los und sehe jetzt hier das Verrechnungsergebis. Ich blende mal die Auswahl aus mit Command und H und dann sehen Sie hier die Übergänge und wenn ich jetzt die Struktur mal auf 1 setze, also den geringsten Wert, das können Sie also nachträglich machen, dann sieht es eigentlich in diesem Fall ein bisschen besser aus, das heißt Sie können hier immer mal, ein bisschen probieren, welcher Wert denn hier am besten aussieht. Auch mit der Farbe können Sie experimentieren. Wenn Sie hier einen Helligkeitsverlauf drinnen hätten, dann würde die Farbe sich hier sehr gut machen. In dem Fall sorgt das aber dafür, dass diese Struktur etwas weich gezeichnet wird und das ist natürlich nicht im Sinne des Erfinders, beziehungsweise unserer Wünsche, und deshalb würde ich Ihnen empfehlen, hier die Farbe auf einen möglichst geringen Wert zu setzen. Aber ich muss sagen, in diesem Fall gefällt mir das mit der Struktur von 2 und der Farbe von 3 ganz gut. Zum Vergleich nochmal eine Struktur von 7. Nochmal auf 7, ja und das ist dann doch schon ein bisschen auffälliger. Also hier würde ich direkt mal auf 2 zurückgehen, also hier ist experimentieren angesagt und ja, so gefällt es mir gut. Das ist jetzt verschwunden und genau das Gleiche machen wir jetzt hier für diese anderen aufälligen Strukturen. So ziehen wir da mal einen Bereich rein, mach mir diesen hier weg, wähle dann diesen Krater aus und hebe mal die Auswahl auf und denke ja, vielleicht das hier noch, das ist noch sehr auffällig, da ist noch eine Stelle und immer wenn so Übergänge irgendwo sind, die nicht schön aussehen, dann nehmen Sie die einfach weg. Und das Schöne ist bei diesem ausbessern Werkzeug, dass Sie direkt sehen, wie sich die Struktur hier einpassen könnte. Also fahren Sie einfach mal durchs Bild und schauen Sie dann, was da ganz gut hinpassen könnte und ich denke diese Stelle hier, die passt fast perfekt. So und jetzt haben wir aber immer noch die Ränder nicht retuschiert. Das heißt, wenn diese Kante auf diese Kante stößt, dann kommt es da zu einem Übergang der einfach nicht passt. Was Sie also machen müssen, ist diese Ränder zu retuschieren und das ist natürlich schwierig, wenn wir die Datei so lassen, wie Sie jetzt ist. Sie müssen die Bildränder nach innen verschieben und dafür gibts einen Filter, der unter den sonstigen Filtern versteckt ist und der nennt sich Verschiebungseffekt. So und hier müssen Sie einfach die Hälfte Ihrer Bildgröße eintragen. Sie wissen ja, wir haben jetzt hier ein Bild von 2000 mal 2000 Pixeln, also verschiebe ich das Ganze horizontal einmal in 1000 Pixel nach rechts und vertikal in 1000 Pixel nach unten und dadurch kommt die oberste Kante in die Mitte und die linke Kante in die Mitte und das was vorher hier rechts die Kante war, das wird hier rausgeschoben und hier wieder reingeschoben, weil wir hier diese Option aktiv haben: "Durch verschobenen Teil ersetzen". So und dann klicke ich auf Okay und jetzt sehen Sie auch schon die Kanten, die enstehen würden und die müssen wir jetzt eigentlich nur noch entfernen. Das machen wir und mal ganz einfach. Wir nehmen hier das Rechteck Ausfolgewerkzeug, beziehungsweise Auswahlrechteck Werkzeug und werden einmal hier diese Kanten komplett auswählen und dann mit gehaltener Shifttaste auch diese Kante. So und dann gehen Sie über Bearbeiten Fläche füllen, beziehungsweise Shift- und Rückschritttaste und wählen hier Inhaltsbasiert als Inhalt, um die Fläche zu füllen. So und wenn Sie dann auf Okay klicken, dann wird diese Fläche Inhaltsbasiert gefüllt und wir schauen uns das mal an. Ich hebe die Auswahl auf und ja, auf den ersten Blick sieht das ganz gut aus. Sie sehen, wenn wir das mal so ein bisschen bewegen, deutlich, dass es noch Helligkeitsunterschiede gibt zwischen dem Bereich und dem Bereich. Also da ist noch eine Kante vorhanden und die dürfte später auch entsprechend auffallen, das heißt hier müssen wir noch ein bisschen mehr Störungen rein bringen und das geht wiederum sehr gut mit dem ausbessern Werkzeug. Würde also zunächst mal hier mir die Mitte grob nehmen und vielleicht mal das darüber patchen. Dann würde ich mir hier diesen Bereich nehmen und vielleicht mal den Teil hier darüber bringen und vielleicht hier den Teil auch mal ein bisschen großflächiger und das da reinkopieren und dann haben wir natürlich wieder hier eine Wiederholung drin und zwar diesen, diesen und diesen und diesen Fleck also und diese müssen natürlich auf jeden Fall weg. Und deswegen heißt das ja auch Fleck, weil sich das auf weg reimt und ja, wie gesagt, solche auffälligen Wiederholungen sollten Sie auf jeden Fall retuschieren und immer wenn Sie auch so Helligkeitssprünge sehen, dann können Sie das direkt hier mit dem Werkzeug entfernen. Ja und hier sehen Sie jetzt aber auch den Effekt, dass das Ganze weicher wird. Und das liegt an dieser Farboption, deshalb mache ich mal ein paar Schritte rückgängig. So und da müssen Sie immer aufpassen, dass sowas nicht passiert und ich probiere zunächst mal hier die Struktur auf 7 und die Farbe auf 0, ob das dann besser wird, aber so richtig gefällt es mir noch nicht. Ich machs mal ein bisschen großflächiger und lasse das hier ruhig mal ein bisschen überlappen und blende mal die Auswahl aus mit Command und H und spiele dann hier mal ein bisschen mit der Struktur herum. Das können Sie immer direkt machen, nachdem Sie so einen Schritt durchgeführt haben, also einmal die Quelle verschoben haben, können Sie hier oben die Werte verändern, so dass Sie nachträglich noch sehen, wie sich diese Option hier einpasst und ich denke Farbe 2 könnte passen. Schauen wir mal, ja das passt ganz gut und jetzt kann ich hier, verschieben wollte ich es eigentlich nicht nochmal, muss nochmal loslassen und das dann rückgängig machen, Command und Z. So und die Auswahl aufheben und dann die restlichen Bereiche machen. Also hier haben wir noch eine Helligkeitsabweichung, hier das ist noch sehr auffällig. So und ich nehme nach Möglichkeit immer Bereiche, die noch scharf sind. Hier habe ich jetzt wieder eine Wiederholung drin und hier ist eine Wiederholung. So, aber das könnte sich vielleicht schon sehen lassen, wenn ich diese Wiederholung hier nochmal rausnehme. Und es ist natürlich immer so, dass Sie durch das Retuschieren der einen Widerholung eine neue hineinbringen, aber so ist die Natur der Sache und wir verschieben das jetzt mal zurück und das Schöne ist, der Filter hängt hier oben noch und da wir um den gleichen Betrag verschieben müssen, können Sie einfach hier oben draufklicken und das wäre jetzt das Muster. Wir schauen nochmal, ob hier jetzt auffällige Kanten sind. Ja, hier ist noch eine, die würde ich also wegziehen. Hier ist auch noch eine Kante, die deutlich sichtbar ist. Und wenn Sie mit dem Werkzeug, also mit dem ausbessern Werkzeug nicht weiterkommen und Ihnen das Ganze zu weich wird, dann bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als wirklich von Hand mit dem Stempel das Ganze zu machen. Und den sollten Sie dann so verwenden, dass Sie hier eine möglichst harte Kante wählen, dann auch nicht mit einer zu geringen Deckkraft, sondern so wie sie schon ist und dann wählen Sie hier eine entsprechende Stelle aus und würden dann hier am Besten mit einer kleinen Stempelspitze Bereiche reinstempeln. Sie sehen, das bleibt dann auch scharf. Nur natürlich geht Ihnen dann der Komfort der automatischen Füllung verloren. Also dann müssen Sie abwägen, was ist Ihnen wichtig, wo sieht man diese Textur, sieht man die im Vordergrund, sieht man die eher nur im Hintergrung, spielt sie eine große Rolle im Bild oder eben eine kleine nur. Und ja mit dem Stempel haben Sie die volle Kontrolle, müssen dann aber jeweils genau schauen, was Sie tun und wo Sie stempeln. So und zur Sicherheit kontrollieren wir nochmal den Verschiebungseffekt, ob wir jetzt irgendwo noch hier Stellen sehen, die uns nicht gefallen. Da ist noch eine Kante, sieht man jetzt deutlich, würde ich jetzt hier ebenfalls überstempeln und im Zweifel nehmen Sie da eine kleinere Pinselspitze für den Stempel, denn diese überblenden sich dann an den entsprechenden Stellen deutlich unauffälliger. Sie können die Pinselspitze auch ein bisschen quetschen, indem Sie zum Beispiel sowas machen hier und die ein bisschen drehen und damit können Sie auch kaschieren, dass Sie an einer bestimmten Stelle gestempelt haben, weil eine kreisrunde Form, die sieht jeder Mensch sofort. So eine kleine, irgendwo reingequetschte ellipsenförmige Form, die ist da nicht ganz so auffällig. Ok, ich denke mal wir lassen das jetzt so. Sie haben das Prinzip denke ich verstanden. Ich wähle nochmal Verschiebungseffekt, kontrolliere nochmal diese Kanten, ja, das sollte jetzt gut aussehen, und leg das jetzt als Muster fest. Also Command und A, Bearbeiten Muster festlegen, "Muster Test". Ich nenne es mal 30 und sage Okay und wechsle dann hier in die große Datei, die 6000 Pixel lang ist und lege hier eine neue Musterebene an. also das war das erste Ergebnis und mit der Musterebene und der letzten Musterfüllung haben wir jetzt das hier. Es ist schon deutlich unauffälliger. In dieser Zoomstufe sieht man natürlich jetzt deutlich auch noch Wiederholung. Sie können hier das Ganze natürlich auch skalieren, wenn Sie da einen Doppelklick drauf machen und das kleiner skalieren und dann haben Sie bei dieser kleinen Anzeige so eine Art Tapetenmuster. Das fällt dann in bestimmten Größen schon wieder nicht so auf. Sie können dann auch natürlich das kombinieren und diese Musterebene einmal drehen und mit verschiedenen Füllmethoden miteinander kombinieren. Damit es dann richtig nahtlos wird, müssen Sie natürlich ein bisschen mehr Arbeit investieren und wie gesagt, am Besten ist da die Handarbeit, um solche Fehlstellen hier dirket zu reparieren. Also ich würde jetzt direkt hier in diese Datei zurückgehen und mir das mal klein anschauen. Und hier können Sie jetzt ja direkt vergleichen, wenn Sie sich mal diese Fenster nebeneinander stellen, Fenster anordnen 2 übereinander, dann sehen Sie direkt hier unten in der Musterdatei, welche Strukturen deutlich erkennbar sind, also hier oben müssten Sie dann jetzt zum Beispiel diesen Bogen, den Sie hier jeweils sehen, rausretuschieren, dann haben wir hier einmal den Bogen, der sehr deutlich und sehr weich ist, den könnten Sie nochmal rausretuschieren und das Schöne ist bei so einem Muster, das sieht dann einfach auch von der Hintergrundebene, wenn Sie jetzt auf einer eigenen Ebene gestempelt hätten, dann können Sie von der Hintergrundebene direkt immer wieder Strukturen auf die oberste Ebene bringen. Und dann können Sie diese Wiederholung auch ganz einfach loswerden. Also Sie sehen auch hier diese hellen Flecken, das wären dann dieser und dieser und im direkten Vergleich mit dem Muster und der Musterebene erkennen Sie zum einen diese Störungen und können diese dann auch effektiv entfernen. Also so ist das Prinzip der Erzeugung eines nahtlosen Musters. Es gibt natürlich auch Mustergeneratoren, die das Ganze etwas komfortabler gestalten. So ist der Weg jedenfalls in Photoshop, wenn Sie so einen Mustergenerator nicht haben und ja, da bleibt Ihnen Handarbeit nicht ersparrt. Auf jeden Fall ist Ihr Freund der Filterveschiebungseffekt, mit dem Sie die Bildkanten in die Mitte bringen, diese rausretuschieren, dann wieder die Bildkanten an die eigentlichen Kanten des Bildes bringen und das Ganze dann als Muster festlegen und einsetzen.