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Grundlagen der Fotografie: Schwarzweiß

Nachbearbeitung der Aufnahme der alten Scheune

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Die Belichtungsreihe ist Ausgangsbasis hinter der gekonnten Umsetzung von Eberhard Schuys Lieblingsmotiv dieses Video-Trainings. Die Wechselwirkung zwischen Himmel, Strukturen des Holzes und den Tiefen, die im Motiv stecken, macht das komplexe Bild aus.

Transkript

Kommen wir zu meinen absoluten Lieblingsmotiven, die Scheune, unsere Scheune. Ja, und bei den Außenaufnahmen haben wir schon gemerkt, dass es ein bisschen schwierig ist mit dem Himmel und den Kontrasten und den Tiefen, die da an den Schatten liegen. Und aus dem Grund haben wir drei Belichtungen gemacht, also so eine kleine Belichtungsreihe. Ich bin immer um zwei Drittel-Blenden runtergegangen, also habe differiert, also von der ursprünglichen Belichtung zwei Drittel heller, zwei Drittel dunkler, so dass wir einfach nur in den Tiefen und Lichtern ein bisschen schauen können, welches denn die beste Belichtung für die Schwarzweiß-Umsetzung ist. Und du hast sie dir ja... Genau, da sieht man sie. Man sieht auch sehr schön, was da passiert. Und zu meiner Überraschung hast du dich für die mittlere entschieden. Ja, hast du dir die ganze Arbeit umsonst gemacht. Jetzt schon wieder drei Belichtungen umsonst, ja. - Nein, zwei. - Ne. Es ist natürlich so, dass wir in der hellen Belichtung die Strukturen vom Holz deutlich besser sehen und bei der dunklen Angst haben müssten, dass da überhaupt noch was zu sehen ist, obwohl der Himmel da viel besser ist. In der mittleren Bildbelichtung, denke ich aber, haben wir genug Differenzierung im Himmel, um dort was rauszuholen, weil wir ja mit den Farben spielen können. Und wir haben auch in den Schatten, denke ich, genug, weil seit einigen Jahren ist eigentlich der Raw-Konverter so gut geworden, dass er gerade bei der Tiefen/Lichter-Rettung wirklich sehr stark ist und uns die Arbeit, zwei Versionen zu montieren, was sich auf dem ersten Moment ja einfach anhört, so einfach Himmel austauschen. Was aber dann, wenn man wirklich ein gutes Bild haben möchte, gar nicht so einfach ist, hier exakt die Kante längs zu arbeiten, ohne dass sie sichtbar ist. Und deshalb bevorzuge ich immer, erst mal alles aus einer Belichtung zu machen, also das, was ich kenne. Okay. Also das überrascht mich wirklich, weil ich es genau anders gemacht hätte. Die dunkle Belichtung, da bin ich dabei, da hätte ich gesagt: "Okay, das muss man jetzt nicht haben", aber die mittlere Belichtung hätte ich genommen. Und für die Bereiche, für die ganz tiefen Schattenbereiche unten, also an der Scheune, da hätte ich wahrscheinlich die hellere Belichtung genommen, hätte die in Photoshop übereinander gelegt und hätte dann wirklich mit einer Ebenenmaske mir da so ein bisschen -- gar nicht mal mit 100 %, aber mit vielleicht 50--60 % -- diese hellen Bereiche geholt. Drum hat es mich jetzt wirklich sehr gewundert, dass Maike sagt: "Nö, das ist so gut, da kriegen wir genügend raus" und jetzt bin ich gespannt. Ich bin da auch zuversichtlich, dass du mir das nicht gleich zerreißen wirst, denn auch hier können wir lokal arbeiten, also wir können auch hier mit Masken arbeiten, wenn auch im ganz anderen Prinzip. Aber schauen wir uns das erst mal an. Wir gehen mal von der mittleren, also von der eigentlichen Belichtung, aus und schauen, was wir da tun können. Auch hier steuere ich das erst wieder ein bisschen. Was mir hier ein bisschen fehlt, sind tatsächlich die ganz hellen Lichter. Ich gucke mal wieder mit Alt-Taste, ob ich hier, wo ich hier den hellsten Punkt im Bild erreiche und man sieht, der kommt relativ spät dann im Himmel. Dann lasse ich die Alt-Taste mal los und ziehe jetzt einfach zurück innerhalb dieses Spektrums. Und ich finde, man sieht, dass gerade die Holzstrukturen da noch ein bisschen besser rauskommen, wenn man das Weiß noch anhebt. Und das ist genau der Raum, den ich noch habe, ohne dass ich in irgendeinen Beschnitt gehe, Das wäre so die Korrektur, die ich auf jeden Fall machen würde. Klar, natürlich die Klarheit wieder für ein Schwarzweiß-Bild muss nach oben. Da passiert schon eine Menge. Aber ich glaube, wir wollen jetzt auch relativ schnell das Schwarzweiß-Bild sehen. Wobei ich jetzt eigentlich schon sehen kann, dass ich natürlich die Tiefen hier aufhellen muss, um genau das zu erreichen, was du sagst. Und die Tiefen ziehe ich jetzt mal hoch und da haben wir natürlich eine Menge Vorteile dadurch schon, dass wir die Klarheit eben hochgezogen haben. Wäre die noch unten gewesen, wäre das jetzt schon sehr matschig, ne? Aber jetzt bin ich im Bereich, wo ich hier Zeichnungen habe und kann jetzt mit der Klarheit mir wieder ein ordentlich knackiges Basisbild schaffen. - Alles da. - Ne? So sind wir erst mal in dem Bereich drin und jetzt mache ich einfach die Schwarzweiß-Umsetzung, also Klick, "In Graustufen konvertieren". Übrigens ein Hinweis: Meine Regler nach der Graustufen- Konvertierung bleiben immer auf Null. Das ist etwas, was Sie in den Vorgaben einstellen können. Da gibt es so was wie eine automatische Schwarzweiß-Mischung, das heißt, die Regler explodieren dann irgendwohin, wie Photoshop meint, dass [es] die beste Umsetzung wäre; die mir meistens nicht gefällt, man regelt da eigentlich nur zurück, das kann man einfach ausschalten und dann kann man hier selber vom Neutralpunkt einfach seine Schwarzweiß-Umsetzung steuern. Jetzt kommt natürlich mein Lieblingspunkt wieder. Der Himmel soll knackig werden, das heißt, ich ziehe halt hier die Blautöne ordentlich nach unten und bei so einem Motiv, denke ich, können wir da auch mutiger sein, ne? Also ordentlich was machen. Man muss immer aufpassen, dass sich nicht irgendwann Bereiche so ein bisschen zu sehr abgrenzen, dass hier zu starke Lichtkanten entstehen. Dann zieht man das ein bisschen zurück und ein weiterer Tipp hierzu: Die benachbarten Bereiche müssen auch ein bisschen nachgezogen werden. Damit erspart man sich irgendwelche Abrisse, die sonst eventuell im Bild kommen können. Die Scheune könnte noch ein bisschen mehr leuchten. Das sind ja Brauntöne, also gehe ich mal in die Orangetöne rein und ziehe hier auch nochmal ein bisschen was raus. Und das geht auch in die Tiefe rein, die wir gesehen haben. Und wenn uns das jetzt noch nicht reicht, ich glaube, das Blau könnte doch noch ein Tick dunkler sein, oder? - Ja. - Ja. Wenn uns das jetzt noch nicht reichen würde, dann könnten wir auch hier nochmal reingehen und mit einer lokalen Korrektur einfach ganz wenig, vielleicht auch nur die Tiefen aufhellen, vielleicht so eine ganz kleine, noch nicht mal eine Viertel-Blende, Belichtungskorrektur, ein bisschen Tiefenaufhellung und damit halt ganz klein bisschen hier reinmalen. Ich habe, glaube ich, den "Fluss" noch runtergeregelt, den brauche ich hier nicht. Und dann einfach hier ein bisschen heller machen. Das Schöne an der lokalen Korrektur ist ja, man kann es vorsteuern, dann erst mal malen und dann immer noch entscheiden ich bin nämlich hier in Minus-Bereich gegangen, das war ein Fehler, wie stark man das haben möchte. Das wollen wir ja wirklich nur ein ganz kleines bisschen haben. Das ist jetzt eine Zehntel-Blende, ich glaube, das reicht. (E. Schuy) Aber so ist es genau so, dass man den Effekt hat, den man auch mit dem Auge hat, wenn man eine solche Scheune sich anschaut, man schaut ins Tiefe und hellt sich das ja dann praktisch persönlich wieder so ein bisschen auf. Und das ist jetzt so, dass man überall was sieht, also es ist kein wirklich schwarzer Bereich mehr da. Ja, ich denke, das ist wunderbar umgesetzt. Das Schöne daran, finde ich, bei diesem Motiv ist, es ist ja auch eines unser Lieblingsmotive, dass sich die Arbeit da auch gelohnt hat, die wir gemacht haben, also dass wir die Sachen noch nach draußen gestellt haben, ein bisschen rumgearbeitet haben, dass sich vor den dunklen Flächen noch so ein bisschen helle Details rausarbeiten, dass die Wolken zum richtigen Zeitpunkt da waren. Das passte alles sehr gut, und ich denke, wir haben hier genau das rausgeholt, was wir in der Schwarzweiß-Umsetzung auch machen wollten. Erstens bei der Aufnahme und zweitens bei der Umsetzung nachher bei der Bildbearbeitung.

Grundlagen der Fotografie: Schwarzweiß

Lernen Sie, was die Schwarz-Weiß-Fotografie ausmacht – von der Bildgestaltung über die richtige Motivsuche und Aufnahme bis hin zur Bildbearbeitung.

2 Std. 15 min (25 Videos)
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