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Windows Server 2012 R2: Hochverfügbarkeit von Infrastrukturservern

Multipath I/O für iSCSI-Zugriff nutzen

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Über Multipath I/O können Sie beim Einsatz mehrerer Netzwerkkarten eine redundante und hochverfügbare Netzwerkverbindung z.B. zu Ihren Datenspeichern mit iSCSI einrichten.
07:34

Transkript

Sie haben die Möglichkeit, in Windows Server 2012 R2 mit dem Serverfeature Multipath I/O beim Einsatz mehrerer Netzwerkkarten eine redundante und hochverfügbare Netzwerkverbindung zum Beispiel zu ihren Datenspeichern mit iSCSI zu schaffen. Dazu müssen Sie das Serverfeature zunächst über den Servermanager installieren und können danach auf Servern mit mpiocpl.exe das Verwaltungstool starten. Das Verwaltungstool lässt sich auf dem gleich Weg auch auf Cross Servern starten. Das heißt, Sie können über diesen Weg auch in der Befehlszeile das Verwaltungswerkzeug für MPIO starten. Auf herkömmlichen Servern haben Sie natürlich auch die Möglichkeit, über den Menüpunkt Tools im Servermanager ebenfalls MPIO zu starten. Die Konfiguration ist im Grunde genommen identisch. Wenn Sie zum Beispiel wie jetzt hier in dieser Testumgebung eine iSCSI-Umgebung hochverfügbar zu Verfügung stellen wollen, wechseln Sie nach dem Start des Tools zunächst auf: Multipfade suchen und aktivieren dann den Datenspeicher, den Sie anbinden wollen. Da ich jetzt hier iSCSI-Geräte hinzufügen will, aktiviere ich diese Option, klicke auf: Hinzufügen. Danach muss ich bestätigen, dass ich den Server neu starten muss, damit ich mit MPIO, also über mehrere Netzwerkkarten mit meinem iSCSI-Speicher kommunizieren kann. Nachdem der Server neu gestartet ist, öffnen Sie erneut über das Menü Tools oder direkt über den ausführbaren Befehl die Verwaltung von MPIO und überprüfen die Konfiguration, also ob alles korrekt konfiguriert ist. Hier ist die Option für iSCSI-Geräte aktiviert. Wenn Sie das DSM eines Hardwareherstellers verwenden wollen, haben Sie hier die Möglichkeit, die INF-Datei zu hinterlegen, sodass diese mit Multipath I/O ebenfalls funktioniert. Wenn Sie jetzt zum Beispiel einen hochverfügbaren iSCSI-Speicher anbinden wollen, funktioniert das bei der Verwendung von Windows Server 2012 R2 mit Multipfad genauso wie ohne Multipfad. Dazu suchen Sie auf der Startseite zunächst nach iSCSI und öffnen dann, sobald das System diesen gefunden hat, den iSCSI-Initiator. Beim ersten Start des Tools erhalten Sie noch die Meldung, dass der Dienst aktuell nicht ausgeführt wird. Das müssen Sie bestätigen. Danach wird der Dienst jetzt gestartet, konfiguriert und die Verwaltungsoberfläche für die Anbindung von iSCSI funktioniert. Hier haben Sie jetzt die Möglichkeit, auf der Registerkarte "Suche" mit "Portal ermitteln" eine Verbindung zu einem iSCSI-Ziel herzustellen. Ich verbinde mich hierzu mit einem anderen Server, mit Windows Server 2012 R2, auf dem ich ein iSCSI-Ziel erstellt habe, das ist der Server infr01. Ich habe jetzt hier über "Erweitert" noch die Möglichkeit, weitere Einstellungen vorzunehmen. Das spielt allerdings hier für diese Anbindung zunächst keine Rolle. Danach wird die Verbindung hergestellt und Sie sehen dann anschließend auf den einzelnen Registerkarten, ob die Verbindung funktioniert hat. Besonders wichtig ist die Registerkarte "Ziele". Hier sehen Sie das eigentliche Ziel auf dem Server, also die iSCSI-Datenspeicher. Wenn Sie jetzt hier einer Verbindung Multipfad hinzufügen wollen, rufen Sie einfach deren Eigenschaften auf und können jetzt über "Sitzung hinzufügen" hier die Multipfad-Funktion aktivieren. Auch hier haben Sie wieder verschiedene Möglichkeiten der Authentifizierungs-Konfiguration. Wenn Sie zum Beispiel auf Ihrem iSCSI-Server die CHAP-Anmeldung aktiviert haben, dann können Sie hier die Anmeldedaten hinterlegen, aber für Multipfad reicht es zunächst aus, wenn Sie das Serverfeature installieren und die Sitzung dann hier mit "Multipfad aktivieren" hinzufügen. Danach wird die Sitzung hier schon angezeigt. Sie können das Ganze auch bestätigen. Der Client wird als "verbunden" aktiviert und Sie können jetzt im Endeffekt die Verbindung zwischen den beiden Servern hochverfügbar nutzen, das heißt, die Verbindung zum iSCSI-Speicher funktioniert auch dann, wenn eine der Netzwerkkarten nicht mehr funktionieren sollte. An dieser Stelle können Sie jetzt die Verbindung mit OK beenden. Wenn die Verbindung erfolgreich hergestellt wurde, können Sie auf der Startseite des Servers dann mit "diskmgmt.msc" die Festplattenverwaltung auf dem Gastserver öffnen. In dieser müssen jetzt die iSCSI-Datenträger erscheinen, die auf dem iSCSI-Ziel erstellt wurden. Sie sehen: Hier kommt bereits eine Datenträgerinitialisierung. Diese lasse ich jetzt hier mit einem MBR durchführen. Im unteren Bereich gibt es jetzt hier eine neue Basisfestplatte, die dem iSCSI-Ziel entspricht. Hier habe ich jetzt eben die Möglichkeit, ein neues, einfaches Volume zu erstellen, genauso wie auf einer lokalen Festplatte. Der einzige Unterschied dabei ist, dass es sich um ein iSCSI-Ziel handelt. Sobald die Festplatte hier erstellt wurde, sehen Sie im Explorer die Datenverbindung, die als lokaler Speicher angezeigt wird, die aber über das Netzwerk mit dem iSCSI-Server verbunden ist. In diesem Fall habe ich hier eine hochverfügbare Umgebung geschaffen, da die Verbindung auch hier über die zweite Netzwerkkarte in Multipath I/O funktioniert. Sie können diese Einstellung jederzeit nachträglich überprüfen und auch kontrollieren, indem Sie über den Menüpunkt Tools zum einen MPIO aufrufen. Hier sehen Sie die verschiedenen Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen, können auch wie gesagt von einem Hersteller eines DSM-Moduls ein Drittherstellertool installieren. Sie sehen in der Konfiguration von iSCSI, dass Sie ebenfalls am einfachsten über die Startseite starten, indem Sie iSCSI eingeben. Ob die Verbindung mit Multipath funktioniert, dieses sehen Sie über das Kontextmenü in den Eigenschaften. Hier sehen Sie dann auf der Registerkarte "Ziele" das Ziel. In den Eigenschaften können Sie über MCSS die Mehrfachverbindungen überprüfen. Hier haben Sie zum Beispiel jetzt die Möglichkeit, die MCSS-Richtlinie so zu konfigurieren, dass ein Failover verwendet wird, also nur die Ausfallsicherheit der verbundenen Systeme und Sie können hier über die Bearbeitung der MCS-Richtlinie noch weitere Einstellungen vornehmen, wenn diese erlaubt sind. Ebenfalls wichtig in diesem Bereich ist die Schaltfläche "Geräte", denn hier sehen Sie, welche Speichergeräte aktuell über diesen iSCSI-Initiator zur Verfügung gestellt werden. Auch hier gibt es die Schaltfläche MPIO, mit der Sie Einstellungen vornehmen können bezüglich der Verbindung von MPIO. Auch hier können Sie zum Beispiel Failover aktivieren, damit die Verbindung ausfallsicher zur Verfügung gestellt wird. Ich fasse noch einmal zusammen. Mit MPIO oder Multipath I/O haben Sie die Möglichkeit, die Datenverbindung Ihrer Infrastrukturserver zu verschiedenen Datensystemen auf Basis von iSCSI hochverfügbar zur Verfügung zu stellen.

Windows Server 2012 R2: Hochverfügbarkeit von Infrastrukturservern

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Die meisten Vorgänge in diesem Training funktionieren auch mit Windows Server 2008 R2 und Windows Server 2012, wurden aber für Windows Server 2012 R2 erstellt.

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