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Projektmanagement: Team, Führung, Zusammenarbeit

Motivation

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Zum Abschluss dieses Video-Trainings widmet sich der Trainer dem komplexen Thema Motivation. Er spricht über extrinsische und intrinsische Motivation und erklärt, wie Sie als Projektleiter und Organisator die Motivation fördern können.

Transkript

Lassen Sie uns über Motivation sprechen. Ich hoffe, Sie sind noch motiviert, um sich am Ende dieses Videotrainings diesen Themenkomplex noch anzusehen. Beginnen wir zunächst mit einer Definition von Jörg Zeyeringer Motivation heißt, ein klares, konkretes Ziel vor Augen zu haben, und zu versuchen, es mit sehr hohem Einsatz zu erreichen, und dabei konsequent bei der Sache zu bleiben. Zum Thema Motivation gibt es speziell seit den 60er Jahren eine Vielzahl von Theorien und Modellen. Das Problem daran ist nur, kein Modell kann alle Motive der Menschen erklären, und ist folglich in der heutigen, komplexen Welt wirklich tauglich. Wenn Sie möchten, können Sie an dieser Stelle das Video gerne pausieren, und im Internet nach der Bedürfnispyramide von Maslow und der Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg suchen. Hinterfragen Sie sich selbst, ob die aufgezeigten Modelle Ihren Vorstellungen von Motivation entsprechen. Betrachten wir einen weiteren Aspekt. Reden wir über extrinsische und intrinsische Motivation. Extrinische Motivation wird von außen gesteuert. Stellen Sie sich vor, wie Sie einen störrischen Esel dazu bringen würden, sich vorwärts zu bewegen. Na klar, Sie halten ihm eine Karotte vor die Nase. Übertragen auf Ihre Projekte hieße dies, genau, Sie stellen Ihren Teammitgliedern beim Erreichen von Zielen Prämien in Aussicht. Gerne werden hier auch monetäre Anreize, wie Boni als Leistungstrigger verwendet. Das Problem daran ist, die extrinsische Motivation ist nur von kurzer Dauer. Sobald das Geld auf dem Konto des Mitarbeiters gelandet ist, verfliegt die Motivation wieder. Anders bei der intrinsischen Motivation. Hier rührt die Triebkraft von innen her. Das heißt, die Motivation entspringt den einzelnen Menschen. Ihre Mitarbeiter benötigen folglich keine äußeren Einflüsse, um eine Tätigkeit auszuüben. Entweder, weil sie Spaß daran haben, es als Herausforderung sehen, oder die Handlung als sinnvoll wahrnehmen. Die Motivation bringt die Sache selbst. Wie Sie sich vorstellen können, ist diese Art der Motivation nachhaltiger. Soweit, so gut. Doch wie können Sie als Projektleiter oder Organisator diese intrinsische Motivation fördern. Genau, indem Sie wieder am System arbeiten. Schaffen Sie also möglichst perfekte Rahmenbedingungen, die es Ihren Mitarbeitern erlaubt, sich maximal entfalten zu können. Bevor ich Ihnen ein paar Tipps zur Gestaltung der Rahmenbedingungen gebe, sollten wir uns nochmals vor Augen führen, was Faktoren sind, die Ihre Mitarbeiter antreiben. Da wäre zunächst die Unabhängigkeit. Die Möglichkeit, über Arbeitsinhalte und Arbeitsweise autonom zu entscheiden, ist für Mitarbeiter essentiell. Natürlich kann nicht jeder machen, was er will, aber ein gewisses Maß an Freiraum und Vertrauen ist in erfolgreichen Projekten unerlässlich. Der zweite Faktor, das Erleben von Sinn, ist die stärkste Motivation für einen Menschen. Hierzu ein Beispiel von Olaf Hinz. Ein Projektleiter in der Entwicklungshilfe mag schlechter bezahlt sein als einer in der Industrie. Zudem arbeitet er möglicherweise in einem Umfeld, das Maslows Grund- und Sicherheitsbedürfnisse kaum erfüllt. Wenn er etwa ein Brunnenbauprojekt in der afrikanischen Steppe leitet. Dennoch ist er hochmotiviert und erfüllt seine Aufgabe, mit hohem persönlichem Einsatz. Solche Mitarbeiter erleben Sinn in ihrer Tätigkeit. Sie handeln aus innerer Überzeugung und arbeiten überdurchschnittlich erfolgreich. Als dritten Faktor möchte ich noch den Punkt Streben nach Perfektion anfügen. Menschen wollen ihre Fähigkeiten verbessern, weil das Spaß macht und befriedigt. Denken Sie nur an Sportler oder Musiker, die danach streben, ihr Talent stetig zu verbessern. Betrachten Sie in diesem Kontext auch das Thema Lernen. Menschen möchten lernen und ihr Wissen erweitern, da sie von Natur aus neugierig sind. Achten Sie als Projektleiter auf eine Umgebung, die diese vier Faktoren begünstigt. Wie versprochen, möchte ich auch in diesem Film mit ein paar Tipps für Ihren Alltag abschließen. Mein erster Tipp lautet: Stellen Sie den Projektnutzen heraus. Wie Sie gelernt haben, ist der Sinn einer Aufgabe essentiell. Betonen Sie daher immer wieder den Nutzen für die Organisation, und für den einzelnen Mitarbeiter im Projekt. Nehmen Sie sich realistische Ziele vor. Sie werden auch nicht auf die Idee kommen, aus dem Stand heraus beim Iron Man Triathlon auf Hawaii teilzunehmen. Denken Sie daran, dass kaum oder unerreichbare Ziele demotivierend wirken. Achten Sie also bei der Zieldefinition auf das richtige Maß. Frei nach dem Motto, ambitioniert, aber realistisch. Mein dritter Punkt wäre das Thema Wertschätzung. Im Allgäu gibt es ja den Spruch: Net gschimpft isch globt gnug, auf Hochdeutsch: Nicht geschimpft ist genug des Lobes. Vergessen Sie diesen Spruch. Gute Leistungen sind nicht selbstverständlich. und jeder Mensch freut sich über eine kleine Anerkennung oder Wertschätzung. Daher loben und wertschätzen Sie Ihre Kollegen, aber bitte ehrlich. Beobachten Sie, welche Talente Ihre Projektmitglieder haben, und fördern Sie diese. Selbstverständlich gibt es auch Aufgaben, die niemand gerne macht, aber achten Sie darauf, was Ihren Teammitgliedern Spaß macht, und versuchen Sie gemeinsam passende Aufgaben zu finden. Ein Beispiel: Ich bin alles andere als ein Zahlenmensch. Abrechnung und Buchhaltung sind daher für mich ein Graus. Es gibt aber Menschen, die daran Spaß haben, und denen es total leicht von der Hand geht. Dies ist ein Talent dieser Personen. Fördern Sie also dieses. Mein letzter Tipp: Machen Sie Ihre Handlungen nachvollziehbar. Sehr demotivierend kann es sein, wenn Sie als Führungskraft wie ein Fähnchen im Wind handeln. Heute so, morgen so. Handeln Sie transparent und nachvollziehbar, und stehen Sie dazu. Ich hoffe, das Videotraining hat Ihre Motivation für das Thema Führung und Zusammenarbeit in Projekten gesteigert. Ich freue mich über Rückmeldungen und Anmerkungen, und möchte mit einem Zitat von Mark Twain dieses Training abschließen: ... vielleicht ist es ja Arbeit. Vielleicht auch nicht. Hauptsache, ich mache es gerne.

Projektmanagement: Team, Führung, Zusammenarbeit

Lernen Sie die Rollen, Organisationsformen und Erfolgsfaktoren in und für Projektteams kennen.

1 Std. 22 min (16 Videos)
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Erscheinungsdatum:24.03.2017

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