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Composing-Techniken mit Photoshop: Perspektive, Strukturebenen, Spezialeffekte

Montage über Ebenenmasken

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Die Montage erfolgt über eine Ebenenmaske. Doch das Auge des Bearbeiters ist mindestens ebenso wichtig wie die Technik. Man sollte stets die Bildlogik im Blick haben, um ein möglichst realistisch wirkendes Ergebnis zu erhalten.
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Transkript

Der nächste Schritt im Composen dieser beiden Aufnahmen liegt darin, dass wir die Horizonte für beide Ebenen, sprich beide Aufnahmen, erstmal in etwa übereinander legen müssen. Bevor ich das aber mache, Sie sehen, ich habe hier jede Menge Werkzeuge beziehungsweise Bedienfelder, die ich wirklich nicht alle brauche, bevor ich das also mache, gehe ich mal in einen anderen Arbeitsbereich, nicht "3D", sondern ich brauche jetzt nur noch die "Fotografie". Das ist deutlich einfacher und man kann sicherlich auch besser damit arbeiten. So, jetzt müssen wir die Horizonte zusammenlegen. Eigentlich müsste ich die untere Aufnahme schlicht nach unten schieben. Wenn ich das nämlich mache, dann bin ich eigentlich schon da, denn ich muss ja nur den Horizont hierhin legen. Jetzt haben wir aber vorhin festgestellt, dass das hier, die untere Aufnahme, mit einer etwas längeren Brennweite fotografiert ist. Um die weitwinkliger zu machen, muss quasi mehr von diesem Meer sichtbar sein, ohne dass ich das Bild vergrößere, weil größer darf es ja nicht werden. Das ist im Prinzip das, was ein Weitwinkel getan hätte. Wenn ich es mit einem Weitwinkel fotografiert hätte, es wäre mehr von dem Meer zu sehen. Und in dem Fall, wo ich sowieso nach unten rausschieben muss, diese Datei hier, damit die Horizonte zusammenpassen, mache ich was anderes. Ich klicke hier auf das Schloss, mache diese obere Datei halbdurchsichtig, gehe also auf etwa 50% und anstelle die untere jetzt mit dem "Verschieben"-Werkzeug einfach nach unten wegzuschieben, bis die Horizonte passen, mache ich was ganz fieses. Ich gehe zu "Bearbeiten" "Transformieren" "Skalieren" und skaliere einfach so lange, bis der Horizont der Meeresaufnahme ungefähr auf der der Landschaftsaufnahme liegt. Das dürfte so ziemlich genau jetzt schon hinkommen. Also, ich hatte hier so ungefähr einen guten Zentimeter, unterhalb der Bildkante war der Horizont. Der sollte nun auf dem Horizont der Landschaftsaufnahme liegen Mehr oder weniger passt es so. Wenn es nicht passen sollte, könnte man es natürlich nochmal skalieren. Wenn Sie sich da unsicher sind, machen Sie, bevor Sie skalieren, aus dieser "Ebene 0" ein Smartobjekt, aber im Großen und Ganzen würde ich sagen: "Jawohl, das passt. Das nehmen wir so." Natürlich ist das eigentlich ein übler Trick, aber trotzdem, ich kann Sie da beruhigen; beim Composen ist das "Tricksen" etwas, was Sie andauernd tun müssen, weil viele von den Dingen, die man gerne hätte, gibt es nicht. Man muss sie entweder malen, man muss sich 3D-Objekte besorgen, man muss Dateien spiegeln, obwohl die Spiegelung so gar nicht sein kann. Es sind ganz viele Dinge, die man sich zurecht bauen muss und das Verkürzen einer Aufnahme, das einseitige Skalieren, gehört noch zu den ganz harmlosen Dingen. Das darf man tun. Sie dürfen es natürlich nicht tun, wenn wir jetzt auf dieser Wasseroberfläche, ich schalte das nochmal aus, ein Schiff hätten, wenn man da ein Schiff sehen würde. Das würde gedrungen aussehen, zusammengestaucht. Dann dürfen wir das natürlich nicht machen, aber in diesem Fall, wo wir einfach nur eine Wasseraufnahme haben, klar, da geht es auf jeden Fall. So, jetzt haben wir unsere obere Aufnahme und die untere skaliert beziehungsweise die untere ist skaliert. Die obere kann ich wieder auf eine Deckkraft von 100% setzen. Und jetzt können wir anfangen zu maskieren. Dazu braucht man eine Ebenenmaske für diese "Ebene 1", klicke die an, hole mir jetzt einen Pinsel und, müssen wir erstmal schauen, was für einen Pinsel wir da verwenden. Ich klicke also hier auf die Pinsel drauf, klicke jetzt zu den "Pinselvorgaben" und hole mir einen der letzten, die hier oben drin sind. Wenn hier oben bei Ihnen andere Pinsel stehen, was sehr wahrscheinlich ist, dann können Sie ganz schlicht und ergreifend hier über dieses kleine Menü die allgemeinen Pinsel wählen, nicht "Anfügen", sondern einfach nur "OK" klicken. Und jetzt haben wir hier die ganz normalen, runden Pinsel. So einen brauche ich. Welchen genau, weiß ich nicht. Ich nehme einfach mal den hier, klicke hier wieder zu und gucke mal, was hier passiert. Ein bisschen größer darf er natürlich noch sein. So, dann mache ich diesen Pinsel mal ganz scharf, also ganz hart, Kantenschärfe 0%. Das sieht natürlich noch nicht gut aus, reicht im Moment aber vollkommen aus. Ja, und jetzt versuche ich hier, meine Linien zu finden. Natürlich brauche ich dafür, mal schauen, nicht weiß, sondern schwarz. Ich brauche eine Deckkraft von 100%, also drücke ich die Taste "0", vergewissere mich nochmal, dass ich auch wirklich die Ebenenmaske aktiv habe. Und jetzt kann ich anfangen, hier Meer einzuzeichnen. Ja, so ungefähr so was hier. Ich versuche mir dabei vorzustellen, wie könnte hier dieser Landschaftsverlauf sein. Und wahrscheinlich wird es ungefähr so tatsächlich aussehen. Hier kann man entlanggehen, dann könnte man hier so eine kleine Insel bauen oder, besser gesagt, eine Halbinsel, so, ungefähr bis hier, so. Je weiter wir jetzt nach hinten kommen, desto kleiner sollte unsere Pinselspitze natürlich werden. So, baue ich das erstmal hier rein. Das ist jetzt reine Willkür, was ich hier mache. Ich meine, natürlich baue ich das Meer nicht hier oben ein, das macht ja keinen Sinn, aber an der Stelle, wo ich jetzt gerade bin, kann man durchaus bis dort hinten hingehen mit einer immer kleineren Pinselspitze und dafür sorgen, dass wir hier hinten vielleicht noch einen etwas breiteren Stausee sehen. So, vielleicht gehen wir auch mal ein bisschen dichter ran, dann kann man noch besser arbeiten, so, und setze diesen Stausee mal so ein. Dann geht er hier vielleicht noch in diese Berglandschaft ein bisschen rein vor dieser Felsnase, die wieder eine Halbinsel sein könnte. Und da ist Ihrer Phantasie tatsächlich keine Grenze gesetzt. Da können Sie wirklich arbeiten, wie Sie wollen. Gehen Sie nicht zu weit. Ich denke mal, dass spätestens hinter diesen Bergen, die wir jetzt gerade sehen, höchstwahrscheinlich Wasser sein kann, doch wahrscheinlich wäre es eben von diesen Bergen verdeckt, wenn wir hier also eine konsistente Wasseroberfläche zeichnen wollen, dann wird Sie nicht wesentlich weiter an den Horizont heranreichen als das, was ich bisher gemacht habe. So, wirklich schön ist diese Kante noch nicht, aber das ist nicht dramatisch. Wir müssen erstmal das Meer überhaupt grundsätzlich festlegen. Was kann man hier machen? Ja, da kann man vielleicht auch noch ein wenig verteilen, ein wenig mehr Wasser reinbringen, hier zum Beispiel. Dann könnte man dafür sorgen, dass wir hier vielleicht noch eine kleine Halbinsel einbauen. Die sieht dann ungefähr so aus. Wunderbar. Und hier, ja, das müssen wir nachher noch schön machen, diese Kante hier. Die hier sieht im Prinzip schon mal ganz ordentlich aus. Und alles, was wir jetzt noch sehen, kann eigentlich weg. Das möchte ich alles nicht mehr sehen. Im Vordergrund möchte ich wirklich nur Wasser haben. Ich nehme also eine deutlich größere Pinselspitze und entferne all das hier einfach durch einen schwarzen Pinselstrich, den ich hier anfüge. Natürlich können Sie auch noch was hier vorne stehenlassen, wenn Sie wollen. Also, wenn Ihnen das gefällt, machen Sie einfach so was. Es gibt hier kein Richtig und kein Falsch, es ist wie beim Jazz; es gibt keine falschen Noten, höchstens schlechte Auswahl. Ich finde es nicht so toll, mir gefällt es nicht, ich nehme das alles weg, aber Sie können das wirklich machen, wie Sie wollen. So, jetzt haben wir natürlich noch keine wirklich endgültig überzeugende Wasserlandschaft geschaffen, aber ich glaube, man sieht jetzt schon ganz gut, wie das funktionieren kann. Ich schalte die Maske mal aus. So sah es vorher aus, so sieht es jetzt aus. Und es könnte durchaus sein, dass wenn diese Landschaft tatsächlich geflutet würde, dass sich das Wasser ziemlich genau so verteilt, wie ich es jetzt eingezeichnet habe.

Composing-Techniken mit Photoshop: Perspektive, Strukturebenen, Spezialeffekte

Lernen Sie kreative Funktionen für Ihre Bildmontagen in Photoshop kennen. Erfahren Sie, wie Regen und Rost entsteht, wie man Transparenz erzeugt und perspektivisch arbeitet.

2 Std. 47 min (27 Videos)
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Erscheinungsdatum:21.04.2017

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