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CompTia Linux+ LX0-103 (Teil 4) Geräte, Linux-Dateisysteme, Filesystem Hierarchy Standard

Mit verschiedenen mkfs-Befehlen unterschiedliche Dateisysteme erstellen

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In diesem Video erläutert Tom Wechsler die Grundlagen von Dateisystemen und zeigt, wie sich unter Linux verschiedene Dateisysteme wie z.B. Ext3, Ext4 oder XFS erstellen lassen.
10:54

Transkript

Wie ein Dateisystem erstellt werden kann, erfahren Sie in diesem Video. Nachdem Sie eine Partition mit "fdisk" erstellt haben, muss diese noch formatiert werden. Hierbei vollzieht sich die eigentliche Erstellung des Dateisystems. Denn "fdisk" modifiziert lediglich die Partitionstabelle. Das wichtigste Formatierungswerkzeug unter Linux ist "mkfs". Mit "mkfs" können verschiedene Dateisysteme erstellt werden. Zuerst einmal verschaffen wir uns einen Überblick über die verschiedenen Partitionen. "lsblk" - diesen Befehl kennen Sie sicher bereits schon, zeigt die Festplatten und die dazugehörigen Partitionen an. Ich kann mir die Partitionen auch anzeigen lassen mit "fdisk", dann wähle ich die Option "-l", um eine Liste zu erstellen und ich navigiere in das Verzeichnis "/dev/" und ich suche die Festplatte "sdb" und Sie sehen, ich erhalte hier eine Übersicht zu den Partitionen die auf "sdb" verfügbar sind. Das ist das gleiche Resultat wie oben, aber nur im Bezug auf die Festplatte "sdb". Wir sehen das Device, wir sehen die Start- und Endgröße, die Gesamtgröße in Gigabyte und wir sehen die ID63 und "type" Linux. jetzt denken Sie vielleicht: "Das ist ja schon eine Linux Partition". Diese ID oder dieser Typ, das ist nur eine Bezeichnung. Schauen wir uns das gleich an, was ich damit meine. Ich verwende dazu wieder den Befehl "fdisk" ohne die Option "- l" und ich navigiere also direkt mit dem "fdisk"-Tool ins eigentliche Programm. Mit "m" erhalte ich die Hilfe, und mit dem Buchstaben "l", sehen Sie, steht hier: "list known partition types". Ich drücke also auf "I" und ENTER. Hier sehen wir eine Übersicht über Labels, Bezeichnungen, die wir einer Partition hinzufügen können. Sie sehen die Option 83, das ist Linux. Das bedeutet also, unsere Partition hat ein Label, eine Bezeichnung erhalten, dass es eine Linux Partition ist. Das hat aber nichts mit dem eigentlichen Dateisystem zu tun. Sie können eine beliebige Bezeichnung festlegen und dann das Dateisystem, zum Beispiel NTFS auswählen. Das wäre möglich, ist nicht sinnvoll, aber es ist machbar. Genau das Gleiche kann ich auch bei "gdisk" einsehen. Ich verwende "gdisk", ich navigiere ins Verzeichnis "/dev/", dann auf die Festplatte "sdc", und ich wähle wiederum, mit dem Fragezeichen, die Hilfe aus, und ich sehe hier auch wieder den Buchstaben "l", "list known partition types", drücke also "l" und ENTER und wir sehen auch hier die verschiedenen Codierungen über die verschiedenen Partitionstypen und wir haben hier zum Beispiel auch "8302 Linux /home" oder "Linux swap". Sie sehen also, wir haben hier die verschiedenen Bezeichner, ebenfalls hier "8300 Linux Filesystem". Das ist also nur eine Bezeichnung, hat nichts direkt mit dem eigentlichen Dateisystem zu tun. Das ist ganz wichtig, dass Sie das verstehen. Wenn Sie also wieder einmal eine Partition anlegen und Sie erhalten die Information, dass der Typ "8300 Linux filesystem" angewendet wurde. Es ist der Bezeichner, das Dateisystem muss nachträglich erstellt werden. Wie das nun funktioniert, das zeige ich Ihnen gleich jetzt. Ich verwende dazu "mkfs", "make filesystem". Und nun wende ich die Option "-t" an. Ich möchte den Typ des Dateisystems bestimmen. Das ist "ext4", ich navigiere ins Verzeichnis "/dev/" und dann auf meine Partition "sdb1". Ich möchte dieser Partition ein Dateisystem zuweisen. Sie sehen nun die entsprechenden Informationen und es wurde erfolgreich ein Dateisystem angelegt. Ich hätte auch "mkfs" wie folgt einsetzen können, "mkfs", dann wähle ich direkt mit Punkt ".ext4", das entsprechende System aus, ich navigiere ins Verzeichnis "/dev/", dann "sdb1" und so kann ich ebenfalls direkt ein Dateisystem erzeugen. "mkfs" hat entdeckt, dass bereits ein Dateisystem vorhanden ist. "Möchten Sie es trotzdem erzeugen?" Ja, das möchte ich in diesem Fall, das ist kein Problem. Und auch da wurde nun dieses Dateisystem erfolgreich erstellt. Ein weiteres Tool, das Sie einsetzen können, das ist "mke2fs", das ist ebenfalls ein Tool, um ein Dateisystem zu erstellen. Ich verwende wieder die Option "-t", dann möchte ich ein "ext4"-Dateisystem erstellen, auch wieder im Verzeichnis "/dev/" auf die Partition "sdb1", drücke die ENTER-Taste, es wurde wiederum erkannt, das ein Dateisystem bereits vorhanden ist, drücke "j" und nun wurde auch da erfolgreich das Dateisystem erstellt. Welche Befehle stehen denn eigentlich zur Verfügung mit "mkfs"? "mkfs" dann zweimal Tabulatortaste und nun sehen Sie die verschiedenen Befehle, die Sie einsetzen können, um ein Dateisystem zu erzeugen. Es gibt "mfks ext2", "ext3", "ext4" usw. Wichtig zu wissen ist, "ext2" ist ein Dateisystem, welches keine Journaling-Optionen zur Verfügung stellt. Wenn Sie ein Dateisystem mit Journal erstellen möchten, dann müssen Sie mindestens "ext3" oder "ext4" dazu verwenden. Ein Journal bedeutet, dass aufgezeichnet wird, was auf dieser Partition ausgeführt wurde. Kommt es zu einem Crash, wird genau dort weiter gearbeitet, wo vorher eine erfolgreiche Information abgelegt werden konnte, bevor der Crash stattgefunden hat. Das bringt eine gewisse Sicherheit, dass mit dem Dateisystem weiter gearbeitet werden kann. Was aber fehlt ist, wir können kein XFS-Dateisystem erstellen. Da fehlen uns die zusätzlichen Tools, um das durchzuführen. Ich verwende "apt-get" und dann die Option "install" und ich wähle aus "xfsprogs", um die zusätzlichen Informationen zu installieren, damit wir auch ein XFS-Dateisystem erstellen können. Wenn ich nun wieder "mkfs" eingebe, zweimal die Tabulator-Taste drücke, dann sehen Sie steht nun auch die Option zur Verfügung: "mkfs.xfs". Wir können nun also auch ein XFS-Dateisystem erzeugen. Dazu verwende ich den Befehl "mkfs.xfs", ich navigiere in das Verzeichnis "/dev/". Ich möchte nun auf der Partition "sdc1" ein Dateisystem XFS erzeugen. Hat es auch tatsächlich funktioniert? Haben wir jetzt ein Dateisystem erstellt? Dazu können wir wieder "lsblk" einsetzen. Dann wähle ich die Option "-- Output" und ich wähle zuerst "NAME", damit wir ein wenig mehr sehen können. Wir sehen den "Output Name" und die verschiedenen Bezeichnungen, und ich wiederhole den Befehl und setze nun ein: "FSTYPE ", "Filesystem Type", und wir sehen sehr schön, wir haben hier XFS, wunderbar, "sdc" ist "XFS ext4", und wir haben hier: "sdb1" ist eine "ext4" Dateisystem-Version. und zum Beispiel das DVD-ROM ist ISO-9660. Wir haben also erfolgreich unsere Dateisysteme erstellt. Ich habe auch die Möglichkeit, eine zusätzliche Swap-Partition zu erstellen. Zuerst einmal brauche ich aber eine zusätzliche Partition. Ich setze diese Partition auf "sdb" auf. Ich verwende also "fdisk", dann navigiere ich in das Verzeichnis "/dev/", ich wähle "sdb" aus, und ich kann mit "m" die Hilfe herausholen, dann mit "n" möchte ich eine neue Partition anlegen. Sie sehen, Default-Wert ist "p", das ist wunderbar. Die zweite Partition, das ist ebenfalls ok. Der erste Sektor, den übernehme ich so, und dann möchte ich die Swap-Partition erstellen, in der Größe, zum Beispiel, zwei Gigabyte, ich wähle da "+2G", nun wird eine zwei Gigabyte große Partition angelegt. Sie sehen auch wieder den Typ, ist Linux der Bezeichner, der wird sich allerdings dann ändern, wenn ich eine Swap-Partition generiere. Ich lasse mit der Taste "w" die Partitionstabelle auf den Datenträger schreiben, und beende damit gleichzeitig das Tool. Nun erstelle ich eine Swap-Partition. Dazu verwende ich den Befehl "mkswap", dann navigiere ich in das Verzeichnis "/dev/" und nun wähle ich die Partition aus: "sdb2", damit ich diese Partition zu eine Swap-Partition ändern kann. Das wurde erfolgreich erstellt. Damit Linux die neu erstellte Swap-Partition verwendet, muss ich diese mit dem Kommando "swapon" aktivieren. Ich verwende also "swapon", dann den Parameter "-v" für "verbose", damit wir mehr sehen, navigiere in das Verzeichnis "/dev/" und dann auf die Partition "sdb3". Da hat sich ein Fehler eingeschlichen, nicht "sdb3", sondern "sdb2", da habe ich mich in der Partitionsnummer vertan. Der gleiche Befehl nochmals: "swapon -v /dev/sdb2" und nun sehen Sie, wurde diese Partition entsprechend erstellt. Wir haben also jetzt eine zusätzliche Swap-Partition. "lsblk", und wir können unsere Informationen verifizieren, und in der Tat: "sdb", die Festplatte, "sdb2", die Partition, diese wurde eingehängt, als zusätzliche Swap-Partition. In diesem Video habe ich Ihnen gezeigt, wie Sie verschiedene Dateisysteme erzeugen können.

CompTia Linux+ LX0-103 (Teil 4) Geräte, Linux-Dateisysteme, Filesystem Hierarchy Standard

Lernen Sie die Einrichtung und Wartung von Dateisystemen und die Verwaltung von Kontingenten und Dateirechten kennen und bereiten Sie sich auf die Comptia Linux+-Zertifizierungsprüfung LX0-103 vor.

2 Std. 8 min (27 Videos)
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