Cloud Computing lernen: Anwendungs-Migration

Migration in die private Cloud

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Beschäftigen Sie sich nun mit der Möglichkeit einer privaten Cloud. Diese hat durchaus Vorteile: Sie gehört Ihnen selbst und läuft auf Ihrer eigenen Hard- und Software. Warum private Clouds dennoch an Beliebtheit verlieren, erfahren Sie hier. 
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Transkript

Sehen wir uns die Möglichkeit an, eine private Cloud einzurichten. Wie Sie sicherlich wissen, gehören private Clouds Ihnen selbst. Sie laufen auf Ihrer eigenen Hard- und Software. Es ist allerdings so, dass private Clouds an Beliebtheit verlieren. Vor drei oder vier Jahren war es vielen Unternehmen wichtig, die Kontrolle über ihre Cloud-Computing-Systeme zu behalten. Das hat sich geändert, vor allem deshalb, weil private Clouds nicht mit der Funktionsvielfalt von öffentlichen Clouds Schritt gehalten haben. Unternehmen entscheiden sich in den meisten Fällen für einen Anbieter für öffentliche Clouds, weil die öffentlichen Clouds die meisten der benötigten Features bereitstellen. Private Clouds sind dagegen eher ein Eigenbauprojekt. Die Grundfunktionen sind da, aber nicht unbedingt alles, was Sie zum Betrieb einer maßgeschneiderten Cloud benötigen. Allerdings gibt es in vielen Fällen strikte Vorgaben. Manchmal habe ich es mit Kunden zu tun, die öffentliche Clouds kategorisch ablehnen. Stattdessen wollen sie eine private Cloud. Das ist in Ordnung, oft gibt es plausible Gründe dafür. Da wären zum Beispiel Compliance-Probleme zu nennen oder Datenschutzprobleme, Probleme bei der Datenmigration und dem Besitz der Daten. Solche Probleme können eine private Cloud verpflichtend machen. Bei den Anbietern für private Clouds haben wir vSphere von VMware und OpenStack, ein Standard, der von vielen Anbietern unterstützt wird. OpenStack wird von einer Dot-Org-Organisation entwickelt, und es gibt kommerzielle Unternehmen, die den Code oder eine eigene Version des Codes verkaufen. Dann haben wir noch Microsoft System Center, Citrix CloudStack und Microsoft Azure Pack, das momentan verfügbar ist. Bald wird Microsoft Stack folgen, die nächste Generation für eine Umgebung mit privater Cloud. Bei einer Umfrage stellte RightScale fest, dass 18% ausschließlich eine öffentliche Cloud und 6% ausschließlich eine private Cloud nutzen, während 71% eine Mischung der beiden verwenden, also eine hybride Cloud. Im Kreis der Global-2000-Organisationen finden Sie meist auch eine private Cloud. Für die Zukunft vermute ich, dass OpenStack langsam, aber sicher stirbt. Es ist schwierig bereitzustellen und zu verwalten, daher scheuen viele Unternehmen die damit verbundenen Kosten. VMware wird die private Cloud aufgeben und sich auf ihr Virtualisierungssystem konzentrieren. Sie bieten einige Fähigkeiten im Bereich der privaten Cloud, aber wir schätzen sie nicht so stark ein wie die öffentlichen Clouds oder die anderen Anbieter für private Clouds. Außerdem muss der Kunde für ihr System bezahlen. Es ist ein proprietäres System. Microsoft zögert die Veröffentlichung seiner privaten Cloud hinaus, sie wird Azure Stack heißen. Eigentlich ist das eher ein Marketingtrick, weil Microsoft weiß, dass sie wenigstens auf dem Papier eine private Cloud anbieten müssen, um in die engere Wahl zu kommen. Das wird ihre Position im Markt stärken, aber letztendlich wird es nicht so häufig genutzt werden wie ihre öffentliche Cloud. Private Clouds wachsen zwar, aber viel langsamer als öffentliche Clouds. Hybride Clouds sind vorhanden, aber die meisten Implementierungen setzen auf die öffentliche Cloud. Unternehmen nutzen also die hybride Cloud, um sich die Wahlmöglichkeit offen zu halten, wo sie bestimmte Workloads ausführen. Aber letztlich lassen sie ihre Workloads in 95% der Fälle in der öffentlichen Cloud laufen, auch wenn sie vorher geschätzt haben, dass es 50% der Fälle wären, oder 20%. Die Gründe sind die flexible Skalierbarkeit, die schnelle Bereitstellung, eigentlich all die Gründe, die ich im letzten Video als Argumente für die öffentliche Cloud genannt habe. Warum also private Clouds? Die Fähigkeit, Cloud-Computing mithilfe von lokalen Systemen betreiben zu können, die direkt von der Unternehmens-IT kontrolliert werden. Und die Fähigkeit, vorhandene Computerressourcen besser auszunutzen und dadurch Kosten zu senken. In einigen Fällen implementieren wir private Clouds auf bereits gekaufter Hardware. Bessere Skalierbarkeit durch Virtualisierung und durch Cloud-Bursting. So können wir eine ausbalancierte Umgebung einrichten, in der ein Teil des Workloads auf einer privaten Cloud läuft, vielleicht aufgrund von Sicherheitserwägungen, und ein anderer Teil in der öffentlichen Cloud. Während bestimmter Zeiten greifen wir auf die öffentliche Cloud zurück, weil wir die zusätzliche Kapazität benötigen, aber meist beschränken wir uns auf die private Cloud. Das nennt man Cloud-Bursting. Dann die Verfügbarkeit von Open-Source-Lösungen, es gibt OpenStack und CloudStack. Das passt gut zur allgemeinen Bewegung hin zu einer dienstorientierten Architektur. Sie wirken weniger bedrohlich als öffentliche Clouds, weil wir im Besitz der Systeme bleiben. Oft werden Sicherheit, Datenschutz und Compliance als Gründe für die Nutzung einer privaten Cloud genannt. Manchmal sind solche Bedenken plausibel, auf jeden Fall müssen sie innerhalb des Unternehmens angesprochen werden; manchmal können die Bedenken dann auch ausgeräumt werden. Sie müssen Ihre eigenen Anforderungen verstehen, bevor Sie sich für eine private Cloud entscheiden. Ihnen muss klar sein, dass sie teurer und riskanter ist, daher kann es sein, dass sie nicht denselben ROI bringt wie eine öffentliche Cloud. Sie müssen also die Lösung finden, die zu den formulierten Anforderungen passt. Es gibt also zwei Arten von privater Cloud. Erstens die interne Cloud, bei der Sie selbst Besitzer von Hardware und Software sind. Sie arbeitet lokal im Unternehmen, zum Beispiel unter VMware, einer proprietären privaten Cloud, die recht gut funktioniert. Der zweite Typ ist die externe private Cloud. Dabei gehören Hardware und Software nicht Ihnen, Sie verwalten die Cloud im Remotezugriff. Ein Beispiel ist die Amazon Virtual Private Cloud. Im Grunde ist das eine etwas merkwürdige Architektur, bei der Amazon, eigentlich ein reiner Anbieter für öffentliche Clouds, Ihnen ein System mit virtueller privater Cloud zur Verfügung stellt. Mit anderen Worten, Sie nutzen eine Instanz einer privaten Cloud und sind im Besitz der Hard- und Software. Sie sehen es nicht, Sie müssen es nicht kaufen, aber es hat alle Merkmale einer privaten Cloud.

Cloud Computing lernen: Anwendungs-Migration

Lernen Sie die Grundlagen der Anwendungsmigration in die Cloud.

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Erscheinungsdatum:27.07.2018

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