Cloud Computing lernen: Anwendungs-Migration

Migration in die öffentliche Cloud

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Nun geht es um die Migration in die öffentliche oder Public Cloud. Welche Vorteile diese hat und dass Sie Ihre Anforderungen keinesfalls an einen bestimmten Anbieter anpassen sollten, erklärt der Film.
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Transkript

Reden wir über die Migration in die öffentliche Cloud oder englisch Public-Cloud. Das ist der größte Bereich beim Cloud-Computing. Die Leute gehen in die öffentlichen Clouds, weil sie am meisten für das Geld bieten. Wenn wir also zu Amazon wechseln, oder zu Google oder einem anderen Anbieter für öffentliche Clouds, können wir im Grunde die gleiche Infrastruktur nutzen, die wir in unserem Rechenzentrum haben, aber zu einem Bruchteil der Kosten. Und nebenbei bemerkt: Wir brauchen die Hardware und Software nicht zu kaufen. Wir müssen uns nicht um die Wartung und Lizenzierung von Software kümmern. Wir outsourcen das, wir wälzen das Risiko auf den Anbieter der öffentlichen Cloud ab. Er muss damit fertig werden. Wir müssen jedoch zuerst den Wert verstehen, dann die richtige Cloud auswählen und schließlich die Migrationen durchführen. Viele Leute gehen sofort zu Amazon Web Services, weil sie 80 Prozent Marktanteil haben. Sie sind der beliebteste Cloud-Anbieter, zumindest bei öffentlichen Clouds. Es gibt aber auch noch Microsoft, das übrigens in letzter Zeit stark im Kommen ist. Und es gibt Google, IBM und einige andere. Natürlich gibt es den Drang, sich in dieselbe Richtung zu bewegen wie die Mehrheit, aber wir müssen verstehen, dass wir ausgehend von den Anforderungen den passenden Anbieter für öffentliches Clouds finden müssen. Wir müssen den richtigen Anbieter für unsere öffentliche Cloud sorgfältig auswählen, nicht einfach eine spontane Entscheidung treffen. Warum das Ganze? Da sind vor allem die Kosten für das Rechenzentrum zu nennen. Ähnlich wie beim Eisberg sehen wir nur rund 10 Prozent der Kosten. 90 Prozent liegen unter der Oberfläche. Rechenzentren sind unglaublich teuer. Sie brauchen Unmengen an Strom, so viel wie eine Kleinstadt. Sie sind sehr wartungsintensiv. Sie erfordern aufwendige Hardware- und Softwarewartung vor Ort. Oft arbeiten dort Hunderte von Menschen, um den Betrieb rund um die Uhr am Laufen zu halten. Sie müssen gekühlt werden, sie müssen bezahlt werden. Und da versuchen wir anzusetzen. Wenn sich Unternehmen oder Behörden vergrößern, können wir nicht einfach jedes Mal neue Rechenzentren kaufen, wenn wir unsere Hardware- und Softwareausstattung erweitern müssen. Wir brauchen andere Ansätze. Die wichtigsten Anbieter für öffentliche Cloud sind AWS und Azure. Die Grafik zeigt das. Und natürlich gibt es eine Infrastructure-as-a-Service- und eine PaaS-Komponente von Azure. Dann VMware vCloud Air, ein Anbieter für private Clouds. Google App Engine ist ein PaaS; IBM SoftLayer, ein Anbieter für öffentliche Clouds; die öffentliche Cloud von Google; DigitalOcean; Oracle Cloud. Das waren nur die wichtigsten. AWS führt mit 57% Nutzung, während Azure an Boden gewinnt und stärker wächst. Für die nächsten Jahre sieht es so aus, als ob AWS dominant bleibt, aber Azure stark wächst und ein Stück weit aufholt. Google entwickelt sich nicht so gut wie erwartet und versucht, bestimmte Nischen zu besetzen. Das sind Entwicklungen, die wir für wahrscheinlich halten. IBM wird eher unbedeutend werden. HP und VMware verlassen den Markt ganz, das ist bereits geschehen. Rackspace gewinnt Marktanteile mit einer Ausrichtung auf einen Managed-Service-Anbieter. Sie sehen hier also, wie der Markt momentan aussieht. Wie wird er sich nun wahrscheinlich entwickeln? AWS bleibt dominant, aber Microsoft gewinnt Marktanteile. Google entwickelt sich nicht besonders gut. IBM wird als Anbieter unbedeutend, HP und VMware haben aufgehört. Und dann wird es letztendlich noch eine Reihe von Managed-Service-Anbietern geben, darunter Rackspace. Wenn wir also die Vorgehensweise für unsere Infrastructure-as-a-Service-Cloud planen, müssen wir die Anbieter miteinander vergleichen. Wir müssen bei jedem Anbieter untersuchen, welche Leistungen er in den Bereichen liefert, die für uns wichtig sind, also Dinge wie Speicher, Bereitstellung, Verwaltung, Governance, Netzwerk, Rechenleistung oder Sicherheit. Wir müssen uns diese Bereiche nacheinander ansehen, weil unsere Anforderungen in jedem Bereich anders aussehen und die Anbieter unsere Anforderungen unterschiedlich gut erfüllen. Vielleicht erfüllt ein Anbieter wichtige Anforderungen beim Speicher. Oder bestimmte Sicherheitsanforderungen müssen erfüllt werden. Genauso können Bereiche wie Rechenleistung, Netzwerk, Governance, Verwaltung oder Bereitstellung besonders wichtig sein. Ich will damit sagen, dass wir beim Vergleich der Anbieter herausfinden müssen, wie gut jeder Anbieter zu unseren Anforderungen passt. Wir müssen unbedingt vermeiden, unsere Anforderungen an einen bestimmten Anbieter anzupassen. Wir müssen also verstehen, was wir brauchen, welche Eigenschaften wir benötigen, welche Dinge für uns besonders wichtig sind und wie gut ein Anbieter für öffentliche Clouds diese Anforderungen erfüllt.

Cloud Computing lernen: Anwendungs-Migration

Lernen Sie die Grundlagen der Anwendungsmigration in die Cloud.

1 Std. 43 min (23 Videos)
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Erscheinungsdatum:27.07.2018

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