Logic Pro X Grundkurs

MIDI-Region aufnehmen und editieren

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Eine MIDI-Region kann in Logic Pro X sowohl mit einem Keyboard als auch mit der Computertastatur aufgenommen und anschließend editiert werden. Dafür muss man zuerst eine Spur mit integriertem Software-Instrument anlegen.

Transkript

Um innerhalb von Logic Pro eine MIDI-Region aufzuzeichnen, müssen Sie zunächst natürlich eine Spur mit einem Software-Instrument versehen haben. Das habe ich in diesem Projekt jetzt schon mal angelegt und hier handelt es sich um einen Track Stack also hier sind zwei Softwaresynthesizer zusammengefasst in einem solchen Stack. Wenn ich den Spurkopf aktiviert habe, kann ich zum Beispiel auf meinem angeschlossenen MIDI-Keyboard den Sound einmal testen. Ich könnte also jetzt mit einem MIDI-Keyboard weiterarbeiten oder aber andere Eingabemethoden verwenden, zum Beispiel über Fenster die Musiktastatur. Hier werden jetzt einzelne Noten auf dem Klavier auf meiner Tastatur gemapped, das heißt, wenn ich hier die A-Taste drücke, dann spiele ich hier einen Notenwert C. Oder mit S ein D. Möchte ich auf meiner Klaviatur jetzt oktaveweise nach oben oder unten springen, so kann ich dies einfach mit der X- und Y-Taste erreichen. Und wenn ich zusätzlich die Tabulator-Taste gedrückt halte, dann erzeuge ein Sustain, also praktisch ein Haltepedal, wie auf einem Klavier. Ich drücke also einmal die A-Taste, halte die Tabulator-Taste gedrückt und Sie sehen, dass dieser Ton jetzt so lange gespielt wird, bis ich Tabulator wirklich auslasse. Für die Aufzeichnung bevorzuge ich jetzt den Komfort einer MIDI-Tastatur und werde deswegen auf dieser arbeiten. Sie könnten von hier übrigens auch auf eine Klaviatur, die per Maus bedienbar ist, umschalten. Legen wir also jetzt mit der Aufnahme unserer MIDI-Region los. Alles, was ich dazu tun muss, ist, sicherzustellen, dass diese Spur auf Record enabled geschaltet ist und ich habe jetzt hier als Sonderform auch noch eine Cycle-Region definiert, also diese vier Takte lang und hier zusätzlich auch noch das Einzählen, also einen Takt Vorlauf für meine Aufnahme eingestellt. Beginnen wir also mit der Taste R oder einem Klick hier auf Aufnahme das Recording. Ich kann das Ganze natürlich auch einmal durchlaufen lassen und erst jetzt beginnen. Und sobald ich wieder anhalte, wird diese MIDI-Region jetzt auch auf ihrer vollen Länge geschrieben. In der MIDI-Region selbst, sehe ich auch schon eine erste Andeutung dieser Notenwerte, allerdings liegen diese so nahe bei einander, dass ich hier kaum eine gute Unterscheidung finde. Es gibt hier die Möglichkeit, zum Beispiel über Ansicht, die Funktion Auto-Spuren-Zoom einzustellen, da haben wir schon ein wenig mehr Ahnung, was hier enthalten ist. Aber auch das ist noch unzureichend und deswegen doppelklicke ich einfach mal auf diese MIDI-Region, um Sie in der Pianorolle, also in dieser Ansicht hier unten zu öffnen. Hier sehen wir jetzt also unseren Synthesizer-Sound in Form einer Klaviatur und einer zeitlichen Zuordnung. Und ganz ähnlich wie im Hauptfenster kann ich auch hier sehr praktisch navigieren, zum Beispiel den vertikalen Zoom hier noch weiter einstellen, sodass wir größere Balken an dieser Stelle sehen oder auch hier hereinzoomen oder herauszoomen in der Länge. Sie sehen, dass Sie hier automatisch auch einen Raster eingeblendet bekommen, was sehr hilfreich ist, um bestimmte Noten genau auf den Takt auszurichten. MIDI arbeitet ja wirklich sehr sehr genau und deswegen werden die Zuordnungen wirklich genau zu dem Zeitpunkt abgespeichert, wo Sie zum Beispiel den Druck auf eine Taste beginnen. Hier habe ich beispielsweise nicht ganz genau diesen Takt 2 getroffen, den ich aber eigentlich als Start einstellen möchte, deswegen kann ich ganz einfach mit dem Zeigewerkzeug diesen Balken jetzt anklicken, dann höre ich den Sound auch in dieser Tonhöhe und den hier an die richtige Stelle schieben, dies rastet dann automatisch auf diesem Raster ein. Wenn ich die Länge zum Beispiel genau einen Takt lang hören möchte, so klicke ich hier hinten drauf, halte die Maustaste gedrückt und mit diesem Pfeil passe ich die Länge an. Außerdem ist Ihnen wahrscheinlich aufgefallen, dass diese Balkendarstellung auch noch einen dünnen Streifen in der Mitte enthält. Dieser gibt die sogenannte Velocity an, also die Anschlagdynamik einer MIDI-Note. Wenn Sie ein Keyboard benutzen, das eine solche Anschlagdynamik unterstützt, so werden diese Daten beim Eingeben von MIDI-Noten ebenso aufgezeichnet. Ein gutes Beispiel, wo sich die Anschlagdynamik sehr deutlich bemerkbar macht , ist der Einsatz eines Pianos. Ich lege mal hier im Hauptfenster über Command+Alt+S eine neue Software-Instrumentspur an, dann rufe ich die Bibliothek auf und navigiere zu meinen Pianos und wähle das Steinway Grand Piano. Jetzt kann ich dieBibliothek auch wieder ausblenden und wir können hier jetzt einfach nochmal auf unserer Tastatur spielen. Wenn ich also erstmal ganz stark einen Ton anschlage, hören Sie, dass er sehr deutlich kommt, und drücke ich die Taste nur ganz leicht, und dann mit zunehmender Intensität merken Sie schon einfach, wie dieser simulierte Hammerschlag auf die Seite innerhalb des Klaviers sich eben bemerkbar macht im Sound. Schalten wir diese Spur mal auf Solo und nehmen wir nochmal ein kleines Stück auf; dann sehen wir jetzt für diese einzelnen Notenwerte auch diese entsprechenden Velocity-Angaben. Also hier zum Beispiel habe ich eine sehr starke Anschlagdynamik, hier bei diesem Balken eine sehr geringe. Das sehe ich auch hier am Velocity-Wert. Bei einem Wert von 1 ist diese Note praktisch nicht hörbar. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass diese Balkenlänge mir eben angibt, wie stark diese Note angeschlagen wurde. Und ich kann diese auch nachträglich anpassen. Ziehe ich also den Velocity-Wert hier nach unten, dann wird auch dieser Balken entsprechend kürzer und beim Anklicken der Note, höre ich dann auch direkt die Auswirkung. Löschen wir jetzt diese Spur nochmals heraus, mittels CommandR+Rückschritt-Taste. Rufen wir jetzt diese Synth Ebene nochmals auf und sehen uns an, was wir noch alles in der Pianorolle ausführen können. Es gibt beispielsweise neben dem Zeigewerkzeug noch ein zweites, nämlich das Stiftwerkzeug, das sie von hier aus aufrufen können. Ich habe es jetzt auf meine Befehlstaste-Mausklick gelegt, das heißt, wenn ich mich hier bewege mit dem normalen Zeigewerkzeug und die Command-Taste gedrückt halte, dann bekomme ich diesen Stift und damit kann ich praktisch einzelne Noten hier direkt schreiben, indem ich einfach hierher klicke und sie dann in ihrer Länge nach links und rechts ziehe bei gedrückter Maustaste. Dieser Sound wird dann übernommen, ich kann dies zurecht schieben, in seiner Länge noch anpassen und zum Beispiel die Velocity auch noch definieren. Sobald zwei Noten angeschlagen werden, spricht man von Polyphonie und wenn nur eine Note zu hören ist, ist das eine Monophonie. Mithilfe der Tastatur auf der linken Seite können Sie aber nicht nur sehen, welche Note Sie hier spielen, sondern Sie können diese vor allem auch zum Markieren verwenden. Ich rufe dazu mal diese MIDI-Region hier oben auf und hier hören wir auch nochmal herein, in dem ich das auf Solo schalte Das ist also dieser Synthesizer-Sound mit dieser Verzögerung, und hier sehen wir, dass wir jetzt bei bestimmten Notenwerten immer wieder diesen Ton einsetzen. Wenn ich hier jetzt auf der Klaviatur eine Taste drücke, so werden alle Noten markiert, die in dieser Tonhöhe gespielt wurden. Und in der Pianorolle können Sie auch gleichzeitige Anpassungen durchführen, indem Sie mit dem Zeigewerkzeug jetzt bei markierten Noten diese zum Beispiel einfach nach oben ziehen und in Halbtonschritten einfach nach oben oder unten die Tonhöhe anpassen. Diese kleine Sprechblase gibt mir auch an, welche Tonhöhe hier jetzt resultiert, beziehungsweise was das für eine Änderung bedeutet, von dem ursprünglichen Wert, von dem ich hier ausgehe. Das gilt natürlich nicht nur für Noten, die Sie in einer Tonhöhe hier haben, sondern wenn wir nochmals zurückkehren zu diesem hier, auch über mehrere Noten. Also möchte ich diese drei Noten hier im Verhältnis ihrer Tonhöhen belassen, aber in einer anderen Tonhöhe abspielen, so markiere ich sie und schiebe jetzt einfach nach unten und nach oben. Und Sie sehen, dass alle Notenbalken mitgenommen werden. Der Raster hilft mir wiederum, die Tonlänge ganz genau anzupassen. Also hier zum Beispiel einzurasten und dann auch diese Note genau auf den Schlag 4 in meinem Takt zu beginnen. Da es sich bei MIDI ja um mathematische Werte handelt, also einfache Zahlenzuordnungen zu Noten sowie zum Beispiel Velocity-Informationen, können Sie mit diesen Noten natürlich auch arbeiten. Sie können diese manuell verschieben, also einzeln, aber Sie können zum Beispiel auch Ihr gesamtes Musikstück hier verändern. Das heißt, Sie belassen einfach diese Abfolge von Noten und können jetzt hier über Funktionen den MIDI-Transformer aufrufen. Von hier aus habe ich zum Beispiel die Möglichkeit, die Doppelte Geschwindigkeit abzuspielen. Das heißt, ich verkürze damit die Notenlängen auf die Hälfte ihrer Dauer und ich schiebe diese auch zeitlich ineinander. Wenn ich das manuell ausführen müsste, wäre ich natürlich sehr lang unterwegs, aber mit diesem MIDI-Transformer geht das in einem Schritt. Ich klicke hier zum Beispiel mal auf Auswählen und anwenden und Sie sehen, dass diese Verschiebung und die Verkürzung automatisch stattgefunden hat, gleichzeitig aber die Notenwerte selbst erhalten geblieben sind.

Logic Pro X Grundkurs

Nutzen Sie die Digital Audio Workstation (DAW) Logic Pro von Apple und lernen Sie, wie Sie Ihre Musikproduktion von der Aufnahme bis zur fertig abgemischten Audiodatei umsetzen.

4 Std. 57 min (40 Videos)
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