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Premiere Pro CS6 Grundkurs

Metadaten hinzufügen

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Wenn Sie einem Clip Dateiinformationen hinzufügen, können Sie später auf die Clipinhalte leichter zugreifen. Wie bei Fotos könnten Metadaten bei der Videosuche im Internet künftig ebenfalls eine immer größere Rolle einnehmen.
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Transkript

In allen Adobe Videoapplikationen gibt es ein Metadatenbedienfeld, über dass sich zusätzliche Informationen in die Clips einspeichern lassen. Öffnen wir mal so einen Clip. Wir können hier sehen, dass sich dieses Fenster in verschiedene Bereiche unterteilt. Zunächst habe ich hier den Abschnitt mit den Clipinformationen. Die Informationen beziehen sich auf den Clip hier im Projekt. Die werden also innerhalb des Premiere-Projektes gespeichert und nicht in den Clip. Wenn ich den Clip woanders importiere, dann habe ich diese Informationen hier nicht. Ich könnte zum Beispiel ein Bandname, Beschreibung, Kommentar und Aufzeichnungshinweise vergeben und diese Information wäre nicht in einem neuen Projekt, wo ich den Clip importiere. Viele können aber die Funktionen in Bilddaten, sogenannte XMP-Metadaten hinzuzufügen, und genau das gibt es hier auch für Video. Der zweite Bereich den ich hier habe, sind Dateieigenschaften. Das sind Informationen, die entweder in die Videodatei mit reingelegt werden, also wirklich in die Datei-Header geschrieben werden, oder sie werden in ein sogenanntes Sidecar-File danebengelegt. Ein Sidecar-File ist eine XMP-Datei, die bis auf die Dateiendung .xmp den gleichen Namen hat wie der Clip und auch im gleichen Verzeichnis liegt. Alle Adobe-Applikationen, die Video-Applikationen, lesen diese Dateiinformationen dann auch wieder aus. Und so kann ich zum Beispiel Dateiinformationen in einen Clip reinschreiben und diese leben ab dem Moment in dem Clip, wenn der zum Beispiel in einem Schnittfenster verwendet wird und ich exportiere diesen Film, dann bleiben Teile dieser Metadaten enthalten und so lassen sich Clips auch später durchsuchen. Es kann zum Beispiel interessant werden, wenn man Online-Clips irgendwo im Internet suchen möchte. Ein Video, das heißt, die Bilder, sagen einer Suchmaschine ja noch nichts, denn sie kann die Bilder noch nicht analysieren. Einige können schon über Spracherkennung ein bisschen was machen, aber wenn ich hier Dateiinformationen ablege, zum Beispiel Dublin Core Informationen, wer wirkt an diesem Clip mit? Eine Beschreibung, Herausgeber, Berechtigung, Quellinformationen, einen Titel, ein Betreff... oder Hinweise, Kennzeichnungsinformationen... wir finden hier Zertifikate, Eigentümer, Webhinweise, wir haben sogar Felder, die hier beschreiben, wo die Position des Sprechers ist, der Bandname, die Dauer der Szene, Szenennamen und Drehnamen, Künstler, Darsteller, Techniker,... Gut, ich hab noch nie gehört, dass im Internet jemand bei einem Film nach dem Lichttechniker gesucht hat, aber egal... Man kann auf jeden Fall eine ganze Menge Informationen hier mit reinnehmen, zum Beispiel Kameramann oder Kameramodell. Was ist das hier für eine Kamerabewegung in dem Clip? Alles das kann in den Clip eingelesen werden. Bei der Ausgabe setzt Premiere Pro jetzt die Informationen aller Clips zusammen und packt sie gebündelt in den exportierten Clip. Und dieser ist dann angereichert mit Metainformationen und Suchmaschinen können diesen Clip unter Umständen besser finden. Wie Suchmaschinen diese Funktion aktuell nutzen, kann ich Ihnen auch nicht sagen, aber schaden kann es nicht, wenn Clips Dateiinformationen haben, wir sehen das heute ja schon im Bereich Bild. Fotos, die mit entsprechenden Stichwörtern und Metadaten versehen sind, werden in Bildsuchmaschinen viel besser gefunden, und die Fotografen verdienen entsprechend mehr Geld, weil sie mehr Bildlizenzen verkaufen können. Ich denke, dass über kurz oder lang hier auch Lösungen im Videobereich machbar sind. Bei manchen Feldern sieht man jetzt hier noch so ein kleines Verkettungssymbol. Wenn ich das aktiviere, dann heißt das, dass die Projektinformationen mit den Dateiinformationen synchronisiert werden. Gebe ich eine Beschreibung in das Beschreibungsfeld des Projektes ein, so wird auch das Beschreibungsfeld in den Dublin Core Dateieigenschaften ausgefüllt. Hierfür ein Test. Skifahren in Bispingen. Return. Und wir sehen, es wird in die Datei mit reingespeichert. Öffne ich diese MTS-Datei jetzt in einem anderen Projekt, so wird das Beschreibungsfeld der XMP-Metadaten entsprechend ausgelesen. Wenn ich das in meinem Schnittfenster jetzt benutze, hier sehen wir Skifahren in Bispingen, und ich sage Datei, Exportieren, Medien dann kann ich sehen, dass die Metadaten hier entsprechend zusammengesammelt, also in die Ausgabedatei eingebettet werden. Unter anderem die Dublin Core Daten, wo dann später in dem Film die Informationen der einzelnen Clips gespeichert werden. Momentan betrifft das alle Metadaten. Natürlich kann man hier auch Sets anlegen, oder sagen, ich möchte gar keine Regeln beibehalten, ich möchte nur Dublin Core, oder ich lege mir hier ein eigenes Set an, wo ich genau bestimmen kann, welche Metadatenregeln sollen mitgegeben werden. Zum Beispiel, Dublin Core, dynamische Medien, Skriptinformationen wie hier, Informationen zur Aktion, zur Handlung aus dem Drehbuch, Dialog, Szeneneinstellung, vielleicht Informationen aus einer Inhaltsanalyse. Inhaltsanalyse können zum Beispiel der Analyzer sein, sind in dem Clip Gesichter oder die Spracherkennungsdaten, die Premiere einbetten kann. Und das Ganze kann ich jetzt hier als 'Mein Set' speichern, und alle diese angekreuzten Elemente, die werden jetzt bei der Ausgabe als Dateiinformationen in dem Clip gebündelt zusammengepackt und alle anderen werden dann entsprechend ignoriert. So kann ich jetzt bestimmen, welche Informationen ich in die Clips hineinlege, welche Informationen bei der Ausgabe erhalten bleiben, und das Angenehme ist, wenn ich beispielsweise diesen Clip an After Effects weitergebe, dann kann der After Effects Anwender auf meine Metadaten zugreifen und diese beispielsweise für die Suche nutzen. Gebe ich jetzt hier beispielsweise das Thema Bispingen ein, so kann ich sehen, es gibt tatsächlich einen Clip, wo diese Daten verwendet werden. Wenn ich wissen möchte, worauf sich Bispingen jetzt bezieht, gehe ich in mein Metadatenfenster, gebe hier Bispingen ein, ich glaube, ich habe den Clip noch nicht geöffnet, jetzt ist er im Quellmonitor aktiv, gebe hier Bispingen ein und sehe, okay, im Beschreibungsfeld der Dublin Core Eigenschaften, habe ich Bispingen eingeben. Gehen wir noch mal ein bisschen weiter runter, zum Beispiel hier, ich suche mal ganz schnell nach dem Feld Aktion beziehungsweise Handlung. Wo haben wir es denn, hier unten. Machen wir den Abschnitt mal zu. Da unter. Ja, es gibt da Daten viel. Okay, wenn es zu viel werden, man kann auch ein paar abschalten, hier in der Metadatenanzeige kann ich genau definieren, was ich alles sehen möchte. Und Photoshop EXIF interessiert mich momentan nicht. Ich kann die Broadcast Wave Extensions auch ausschalten Und mich interessieren hier die Skripteigenschaften, die waren gar nicht eingeblendet, deswegen konnte ich sie auch nicht finden. Bestätigen wir das Ganze mit OK. Da sehe ich jetzt hier sind auch meine Skriptinformationen. Und hier habe ich jetzt entsprechend auch die Aktion. Wenn ich jetzt also eine Aktion suche, jetzt funktioniert es auch, kann ich hier die Aktion sehen. Und hier sage ich jetzt eben Ski anziehen, das ist die Aktion. Und später ahnt man schon, wenn ich danach suche, anziehen, finde ich hier sehr schnell meinen Clip wieder. Wer sich also die Mühe macht, einmal in seine Clips entsprechende Dateiinformationen aufzunehmen, hat den Vorteil, später in Archivsystemen, die XMP natürlich auch auslesen können, und selbst hier in Premiere, innerhalb seines Schnittprojektes schneller die Clips wiederzufinden.

Premiere Pro CS6 Grundkurs

Lernen Sie in diesem Video-Training Videoschnitt, Audioanpassung und Effekte mit Premiere Pro CS6 kennen und schätzen.

11 Std. 48 min (91 Videos)
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