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Wirksam führen

Merkmale verschiedener Reifegrade

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Eine erfolgreiche Führungskraft erkennt den Reifegrad eines Mitarbeiters anhand der Körpersprache sowie der Sprechweise bei der Übergabe einer Aufgabe sowie anhand eines etwaigen vorgeschlagenen Lösungsansatzes.
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Transkript

Was genau müssen Sie tun, um bei der Übergabe der Aufgabe zu erkennen, welchen Reifegrad der Mitarbeiter zeigt und welchen Führungsstil Sie anwenden müssen? Sie haben zwei Möglichkeiten, das beobachtbare Verhalten einzuschätzen. Erstens: Durch den Gesichtsausdruck und die Körpersprache bekommen Sie erste Hinweise. Zweitens: müssen Sie diese durch die richtige Fragestellung weiter verifizieren. Wenn Ihr Mitarbeiter überrascht und verschüchtert wirkt, deutet das eher auf einen situativen Reifegrad 1 bzw. Reifegrad 3 hin. Wenn Sie Ihren Mitarbeiter fragen, ob er die Aufgabenstellung verstanden hat, werden Sie oft ein ‚ja’ hören und sich nicht sicher sein können, ob das auchso ist. Fragen Sie besser: ‚Wie gehen Sie vor?’ oder ‚Was machen Sie als Nächstes?’. Dadurch muss der Mitarbeiter konkret Stellung beziehen. Lassen Sie uns die einzelnen Reaktionen in den unterschiedlichen Mitarbeiterreifegraden betrachten. Erste Hinweise erhalten Sie durch Körpersprache und Sprechweise. Für Unsicherheit oder Unwilligkeit sprechen folgende Merkmale in Gestik und Mimik. Ihr Mitarbeiter blickt Ihnen nicht in die Augen oder wenn er es tut, hält er Ihrem Blick nur sehr kurz stand. Eine auffallend leise Stimme. Ihr Mitarbeiter kann seine Hände nicht still halten, er spielt beispielsweise ständig mit seinem Stift. Eine verschlossene Körperhaltung: verschränkte Arme, übergeschlagene Beine. Zusammengezogene Augenbrauen, fehlende mimische Reaktionen, eine versteinerte Mimik. Außerdem sind fehlende Rückmeldungen ein Zeichen: Ihr Mitarbeiter gibt Ihnen nicht oder nur sehr selten durch Nicken, Lächeln oder die Laute „Mhm“ oder ähnlich zu verstehen, dass er Ihren Ausführungen folgt. Umgekehrt sprechen folgende Merkmale tendenziell für Willigkeit: Ihr Mitarbeiter zeigt eine Ihnen zugewandte und offene Körperhaltung. Er verschränkt seine Arme nicht, sein Oberkörper ist Ihnen zugewandt. Er blickt Sie offen an und hält Ihrem Blick stand. Er gibt Ihnen Rückmeldungen in Form von „Mhm“, „Ja“ oder Kopfnicken. Ihr Mitarbeiter redet angemessen laut und ohne Stottern und Stocken. Natürlich sind diese Merkmale mit Vorsicht zu betrachten: Wenn Sie zum Beispiel einen Mitarbeiter haben, der immer leise spricht, müssen Sie das in Ihre Einschätzung mit einbeziehen. Auch ein sprachliches Stocken könnte leicht überinterpretiert werden. Achten Sie also vor allem auf Abweichungen vom „Verhaltensstandard“ Ihres Mitarbeiters. Deuten Sie außerdem die Körpersprache und die Sprechweise immer als Ganzes; ein Merkmal allein kann nie Grundlage Ihrer Diagnose sein. Besondere Vorsicht gilt bei Mitarbeitern aus anderen Kulturkreisen, denn diese Mitarbeiter sind andere Normen der Körpersprache gewohnt. Da Körpersprache weitgehend unterbewusst ist, wird sie meist erst sehr spät an neue Umgebungen angepasst. Es wäre also verfehlt, beispielsweise einen Mitarbeiter aus Asien, der weniger Blickkontakt hält, als Sie es gewohnt sind, als unsicher einzustufen. Verifizieren Sie im zweiten Schritt die Aussage Ihres Mitarbeiters durch die Frage nach dem Wie. Ein Mitarbeiter, der bei der Übergabe der Aufgabe den situativen Reifegrad 4 zeigt, wird Ihnen auf die ‚Wie-Frage’ kurz, präzise und richtig seine Vorgehensweise sagen. Er sagt Ihnen die sachlich richtige Lösung bzw. den Lösungsweg. Daher ist die Frage nach dem Wie nur dann angebracht, wenn Sie nicht wissen, dass Ihr Mitarbeiter sich im situativen Reifegrad 4 befindet. Denn ansonsten würden Sie den Mitarbeiter auf Dauer verunsichern mit dieser Frage. Ein Mitarbeiter, der sich bei der Übergabe der Aufgabe im Reifegrad 3 befindet, wird etwas zögerlich sein. Eventuell sagt er, ‚ich bin mir nicht sicher, aber ich habe mir Folgendes überlegt’. Dann wird er Ihnen zwei, drei Lösungsvorschläge unterbreiten. Erst wenn Sie ihn fragen, was er denn als die beste Lösung favorisiert, wird er Ihnen die beste Lösung nennen. Der Mitarbeiter braucht Zeit, um die richtige Lösung zu finden, obwohl er diese schon in sich trägt. Ein Mitarbeiter, der sich im Reifegrad 2 befindet, wird Ihnen voller Motivation seine Ideen zur Lösung sagen, die aber über das Stadium eines gut gemeinten Versuchs nicht hinauskommen. Die Herausforderung in Ihrem Führungsstil liegt jetzt darin, den Mitarbeiter davon zu überzeugen, dass dieser Vorschlag so nicht realisierbar ist. Er übersieht den Zeitaufwand, die Komplexität und verschätzt sich, ohne es zu bemerken. Von einem Mitarbeiter, der sich im situativen Reifegrad 1 befindet, werden Sie auf die ‚Wie-Frage’ ein verdutztes Gesicht mit der Aussage: ‚ ,das kenne ich nicht’ oder ‚diese Aufgabe habe ich noch nie gemacht’ hören. Mit den folgenden fünf Tipps werden Sie den Reifegrad in jeder Situation erkennen. Konzentrieren Sie sich auf das demonstrierte Verhalten, also die gezeigte Fähigkeit, die zu Leistung und somit zu Ergebnis führt. Die Frage ist: ‚Kann es Ihr Mitarbeiter jetzt im Moment?’, und nicht: ‚Könnte er es unter anderen Umständen?’. Denken Sie immer situativ und von Aufgabe zu Aufgabe. Verwechseln Sie nicht Enthusiasmus des Mitarbeiters mit Fähigkeit und vermeiden Sie es, ‚Unsicherheiten’ als ‚nicht motiviert’ zu bewerten. Ein überzeugender Eindruck ist keine Garantie für Können und Reifegrad 4 bedeutet nicht perfekt. Fragen Sie besser noch einmal nach, wenn Sie sich über den Reifegrad nicht sicher sind. Betrachten Sie den Mitarbeiter immer ganzheitlich, wenn Sie die Aufgabe übergeben. Also wie ist die Willigkeit und wie ist die Fähigkeit ausgeprägt.

Wirksam führen

Führen Sie situativ, passen Sie Ihren Führungsstil an den Reifegrad Ihrer Mitarbeiter an, um so zur wirksamen Führungskraft zu werden.

1 Std. 2 min (15 Videos)
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Erscheinungsdatum:13.08.2015

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