Ideation: Visuelles Denken und Ideenfindung

Menschen zeichnen – Storyboards

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Bei allen Anwendungen geht es letztlich um die Menschen. Wollen wir zeigen, wie diese damit arbeiten, müssen wir sie zeichnen. Das klappt mit ein paar Tricks ganz einfach – und ist eindrucksvoller als Strichmännchen und einfach nur ein Kreis mit Bogen darunter.
06:23

Transkript

Sogenannte Storyboard, wie dieses hier, kommen aus dem Film. Da verwendet man sie um den Ablauf von Szenen zu visualisieren. Sie sind normalerweise handgezeichnet und dienen vor allem dazu, dass Regisseur und Kameramann sich über den Ablauf der Dreharbeiten abstimmen können. In der User Experience, da kommen auch solche Storyboards zum Einsatz. Hier dienen sie dazu zu zeigen, wie Nutzer mit einer geplanten Anwendung umgehen. Wir halten darauf also Nutzungssituationen fest. Es geht darum, wie Menschen mit unseren Anwendungen oder Geräten umgehen. Wir wollen erkunden und demonstrieren, was die Nutzer wirklich tun. Das heißt, eine der wichtigsten Fähigkeiten ist, Menschen zeichnen zu können. Das hilft Ihnen auch bei Anschriften auf Flipchart oder Whiteboard. Leider ist das aber natürlich nicht ganz einfach. Menschen zeichnen, damit haben die meisten Menschen Probleme. Ein Trick ist, keine ganzen Menschen zu zeichnen. Je weniger Sie zeichnen, desto weniger kann schief aussehen. Promotionen richtig hinbekommen, das ist sehr schwierig. Je kleiner der Ausschnitt, desto weniger kann man falsch machen. Ich zeige Ihnen jetzt aber ein paar Methoden, wie Sie Menschen gut genug hinbekommen. Denn wir wollen ja wieder keine Kunst machen, sondern nur unsere Ideen kommunizieren. Es geht also um die sieben Möglichkeiten, Menschen zu zeichnen. Die erste Möglichkeit ist das klassische Strichmännchen. Das kann jeder, sieht so aus, ist ziemlich langweilig, wenig ausdrucksvoll uns sehr steif. Die zweite Methode ist das, von mir sogenannte, Moderator-Kegelmännchen. Das kennen Sie sicher von irgendwelchen Flipchart-Anschriften. So sehen die Leute danach aus, kann man gerne auch mehrere nebeneinander setzen, wird auch nicht schöner. Das geht super schnell, ist aber ein bisschen fade. Die dritte Möglichkeit ist das sogenannte Sternmännchen. Das Sternmännchen heißt deshalb so, Sie ahnen es, weil da ein Stern drinsteckt. Und wenn Sie immer an einem Stern denken, dann kriegen Sie dieses Männchen gut hin. Das ist dynamisch, es ist aber leider wenig Variation im Ausdruck möglich. Das sieht eigentlich fast immer so aus, auch wenn Sie den einen Haken hier ein bisschen weiter unten setzen, das ist trotzdem immer dasselbe Prinzip. Nummer vier ist das Kastenmännchen. Das Kastenmännchen ist einfach und effektiv. Das hat hier einfach so einen Kasten, oben drauf sitzt ein Kreis und dann kriegt sie noch Arme und fertig ist das Männchen. Das ist einfach, effektiv, aber auch ein bisschen langweilig natürlich. Sehr gerne mag ich Nummer fünf, das ist das Doppel-Strichmännchen. Es geht genauso einfach, wie ein Strichmännchen, aber es hat vielmehr Ausdruck. Ich krieg mit dem, mit ganz wenigen, also mit einem Strich mehr eigentlich nur, als bei dem normalen Strichmännchen, kriege ich hier schon so eine gewisse Tiefe. Das hat auch schon fast schon so ein Ausdruck. Also wir Menschen, wir interpretieren ja in Linien immer viel rein und da interpretieren wir richtig schon so einen kleinen Menschen rein. Und da gibt es auch noch einen zusätzlichen Trick. Ich kann dem auch jetzt Tiefe geben, indem ich hier dem einen kleinen Schatten einsetzen, und zwar in den Körper. Und der hat jetzt hier fast schon so einen kleinen Körper. Wenn ich keinen farbigen Stift dabei oder keinen Marker, dann kann ich das auch einfach hier mal so ausschraffieren mit demselben Stift. Das sieht schon auch gar nicht so schlecht aus. Nummer sechs ist das Keilmännchen. Das Keilmännchen heißt so, weil ich hier eben sehr viel mit Keilformen arbeite. Und das ist recht dynamisch. Ja, das kriegt so eine Sportlerfigur, hier mit breiten Schultern. Kann hier noch mal so Striche machen, dann sieht man auch, dass das hier die Arme sein sollen. Das sind ganz wenige Striche. Das ist nicht ganz einfach zu lernen. Am Anfang muss man ein paar mal üben, bis man es raus hat. Aber diese Grundformen, das stehende Männchen mit den Händen in der Hosentasche, das geht ganz leicht. Andere Haltung, die sind ein bisschen schwieriger, aber auch die kriegt man relativ schnell drauf. Und Nummer sieben, das ist mein persönlicher Favorit, das ist das Schattenmännchen. Das Schattenmännchen, das braucht, im Gegensatz zu den anderen, ein bisschen mehr Platz, aus dem Grund, weil ich mit dem Schatten beginne. Ich beginne sozusagen mit den Füllungen des Männchens und kann die jetzt hier ganz entspannt einfach mal so andeuten, und da kommt es gar nicht so drauf an die richtige Position zu finden. Ich mache jetzt hier mal eine aussterbende Gattung, den Zeitungsleser. Der sitzt da und hält eine Zeitung, so hält man eine Zeitung. Sie sehen, das sieht jetzt wahnsinnig langweilig aus, aber man erkennt schon, was es sein soll. Der Witz ist, mit dem Schatten habe ich sozusagen für mich selber meine eigene Zeichenhilfe geschaffen, und kann jetzt mit dem Stift nachher hingehen und die Form nachzeichnen. Und da kann ich alle Fehler, die ich gemacht habe auch relativ leicht korrigieren. Ich kann zum Beispiel dafür sorgen, dass die Arme und Beine ein bisschen spitz zulaufen. Ja, die werden je weiter es weggeht vom eigentlichen Rumpf, werden sie immer schmaler. Und das kann ich hier schön betonen, mit meinen Linien, und ich muss da gar nicht genau diesen Schatten treffen. Ich kann das so einigermaßen hinzittern, das passt dann schon. Und die Zeitung mache ich jetzt auch noch. Und hier male ich so ein paar Finger, die man einfach immer so mit dicken Strichen, sich behelfsmäßig einfach so einzeichen kann. Und damit habe ich relativ schnell jemanden hingezeichnet, der eine etwas besondere Haltung hat. Damit er nicht runterfällt, kriegt er hier auch noch einen kleinen Stuhl von mir spendiert. Und das ist sozusagen alles, was Sie brauchen, um einfache Figuren zu zeichnen. Probieren Sie einfach mal aus, mit welchem Männchen Sie persönlich sich am wohlsten fühlen. Gehen tun alle. Das Strichmännchen Nummer eins ist natürlich die einfachste Lösung, aber ich empfehle Ihnen, nehmen Sie doch mal eine von den anderen. Das wertet Ihre Zeichnungen leicht deutlich auf. Und wer etwas einsteigen will ins realistische Zeichnen, der kann noch den sogenannten griechischen Kanon recherchieren. Das ist eine Achterteilung mit dem Kopf als Grundmaß. Damit erlernen Sie die Grundregeln des realistischen Zeichnens von Menschen, das Spaß macht und nützlich ist. Aber es dauert natürlich eine ganze Weile, bis man das richtig kann nicht. Nicht umsonst ist anatomisch zeichnen etwas, was Kunststudenten wirklich lange betreiben. Und solange Sie noch nicht soweit sind, behelfen Sie sich mit einem der oberen sieben Tricks. Für den Geschäftsalltag reichen die bei weitem aus.

Ideation: Visuelles Denken und Ideenfindung

Lernen Sie, mit visuellem Denken an neue Lösungsansätze zu kommen. Jens Jacobsen zeigt Ihnen dafür die notwendigen Fertigkeiten am Whitboard.

2 Std. 40 min (33 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!