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Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
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Transkript

Das Wichtigste bei der Bildbearbeitung ist das Bild selbst. Damit Sie möglichst viel von diesen Bild sehen können, bietet Ihnen Photoshop einige praktische Funktionen. Von diesen stelle ich Ihnen im Folgenden jene vor, die Sie unbedingt kennen sollten. Was ist das Wichtigste an der Bildbearbeitung? Haben Sie sich das schon mal gefragt? Und die Antwort ist eigentlich ganz einfach -- das Bild selbst. Und damit Sie möglichst viel von diesem Bild sehen bzw. das Bild sehr gut einschätzen können, möchte ich Ihnen hier mal einige Möglichkeiten zeigen, wie Sie möglichst viel von dem Bild auf Ihrem Bildschirm sichtbar machen können. Zum einen haben Sie natürlich viele Paletten hier jeweils in Photoshop, die geöffnet sein können und da kommt es sehr schnell dazu, dass hier das Bild überdeckt werden kann, zum Beispiel hier, wenn ich mal diese ganzen Leisten mal abdocke. Und hier das Bild mit "Cmd+0" anpasse oder etwas vergrößere, dann überdecken diese Paletten natürlich hier das Bild. Was muss man also machen? Die alles ausblenden. Soll das nur vorübergehend sein, ist das kein Problem. Sie drücken einfach die Tabulatortaste und sehen dann sofort das gesamte Bild. Oder wenn Sie alles ausblenden möchten, außer der Werkzeugoptionsleiste und den Werkzeugen, dann drücken Sie die Shift+Tabulatortaste. Dann sind Sie alle Paletten los, außer die zwei genannten, also die Werkzeugoptionsleiste und die Werkzeugleiste. So, aber natürlich sollte das Ganze etwas aufgeräumter sein, also werde ich hier mal das schließen. Und auch das Eigenschaftenbedienfeld schließen. Und ich würde Ihnen empfehlen, nicht so zu arbeiten, wie es jetzt hier der Fall ist, also mit Paletten, die im Bild schweben, weil wenn Sie zum Beispiel "Cmd+0" drücken, um das Bild einzupassen, dann schwebt die Palette immer über irgendeinem Bildteil, das heißt, Sie kriegen das nicht, dass Sie das gesamte Bild mit einem einzigen Shortcut einfach sehen können. Also nehmen Sie am besten die Paletten und docken die am Bildschirmrand an. Das geht ganz einfach, Sie fassen diese geriffelte Linie an und ziehen die an den Bildschirmrand bis Sie eine blaue Linie sehen und dann lassen Sie los. Jetzt ist das hier angedockt. Genau das Gleiche mache ich hier mal für die Ebenenpalette. Ich nehme hier, weil wir hier drei Paletten in einer Registergruppe zusammengefasst haben, fasse ich hier diesen leeren Bereich an und ziehe den hier an die Seite bis die blaue Linie erscheint und die Korrekturen die docke ich ebenfalls an. Könnte ich natürlich hier eine extra Spalte aufmachen, aber das will ich natürlich nicht, sondern ich docke das hier oben an. Und das Ganze läuft immer so, dass Sie eine blaue Linie sehen müssen, wenn Sie loslassen. So, und jetzt sehe ich im Prinzip jedes Mal, wenn ich "Cmd+0" drücke, das gesamte Bild, ohne dass eine Palette dieses verdeckt. Ja, noch mehr vom Bild sehen Sie natürlich im Vollbildmodus, denn jetzt befinden wir uns im Standardansichtmodus. Diese Ansichten finden Sie alle hier, ich nutze eigentlich immer nur die Shortcuts, deswegen muss ich da mal schauen, hier "Bildschirmmodus" "Standardmodus"; in dem befinden wir uns jetzt grade. Das heißt, bei aktiven Anwendungsrahmen, den Sie hier im Fenstermenü finden, haben wir hier oben noch eine zusätzliche Leiste. Diesen Anwendungsrahmen gibt es so nur auf dem Mac. Das heißt, hier haben Sie die Option, den noch auszuschalten. Auf Windows geht das nicht, aber hier können Sie z. B. den Anwendungsrahmen ausschalten, und dann haben Sie jetzt so eine frei schwebende Fensterfläche, die Sie hier hin und her schieben können oder halt auch einpassen können. So, dann sehen Sie hier natürlich auch den Hintergrund und wenn Sie sich dann einmal verklicken, dann sind Sie auch auf dem Desktop. Das können Sie natürlich für den schnelleren Workflow benutzen. In der Regel mag ich es lieber, wenn ich hier das Ganze aufgeräumt habe, mit Anwendungsrahmen. Aber das kostet natürlich Platz durch diese Leiste hier oben. Wenn Sie in die anderen Modi mal umschalten, und zwar in den Vollbildmodus mit oder ohne Menüleiste, dann haben Sie natürlich noch mehr Platz. Und das machen Sie mit der Taste "F". Jetzt bin ich im Vollbildmodus. Hat den Vorteil, ich kann das Bild auch frei verschieben. Hat den Nachteil, wenn ich jetzt mit "Cmd+0" zoome, verschwindet ein Teil des Bildes hier hinter den Paletten. Wenn ich dann nochmal die Taste "F" drücke, bin ich im absoluten Vollbildmodus, das heißt, hier sehe ich jetzt gar nichts von meinen Paletten. Ich kann mit der Tabulatortaste die Paletten aber ein- und ausblenden. Also, das ist auch eine schöne, schnelle Möglichkeit, hier zu arbeiten. Mit "Shift+F" können Sie das Ganze rückwärts schalten. Und dann wieder in den Standardarbeitsmodus zurückgelangen. Und hier haben Sie die Möglichkeit, das Bild auch frei zu bewegen, solange es größergezoomt ist als das eigentliche Fenster. Wenn ich das jetzt mal einpasse mit "Cmd+0" und jetzt mit hier die Leertaste drücke und versuche das Bild zu verschieben, um beispielsweise die Ecke hier oben rechts in der Bildmitte zu haben, um dort besser arbeiten zu können, dann geht das nicht. Es gibt aber in Photoshop CC in der neueren Version eine neue Option, und die finden Sie in den Voreinstellungen. Also "Photoshop CC" "Voreinstellungen" und dann müssen wir mal schauen, wo die jetzt versteckt ist. Die könnte hier sein unter "Benutzeroberfläche", aber auch unter "Arbeitsbereich", könnte aber auch versteckt sein unter "Werkzeuge". Und da ist sie auch. Die nennt sich "Überscrollen". Und was heißt das? Wenn ich das jetzt aktiviere, dann kann ich das machen, was eben noch nicht ging. Ich kann also z. B. das Bild einpassen mit "Cmd+0". Und dadurch kann ich das Bild jetzt so verschieben, dass ich auch die Ecken in die Bildmitte bekomme, ohne, dass ich das Bild erstmal größer verschiebe. Die Option macht nichts anderes, als dass sie die Scrollleisten rechts und unten hier einblendet, und zwar dauerhaft und dadurch können Sie das Bild hier einfach frei bewegen. Im Moment gibt es da noch manchmal einige Probleme, wenn Sie hier zoomen und dann wieder zurück. Oder wenn Sie auf 100 % zoomen, das Ganze verschieben und dann wieder zurück. Dann gibt es manchmal Einpassungsprobleme, aber ich denke über kurz oder lang wird sich das erledigen. Sodass ich gar nicht weiter darauf eingehen möchte und ich würde Ihnen empfehlen, diese Option zu aktivieren. Also "Cmd+K" bzw. "Strg+K", und dann unter "Werkzeuge" "Überscrollen". Und nur wenn Sie da auf irgendwelche Probleme stoßen sollten beim Zoomen oder so weiter, dann deaktivieren Sie das. Auf jeden Fall ist das eine sehr praktische Option, denn das erspart das Aktivieren des Vollbildmodus, allein um sowas zu machen. Ja, mehr Überblick über das gesamte Bild im Großen haben Sie mit der Palette "Navigator". Also wenn ich mal "Fenster" "Navigator" wähle, dann erhalte ich hier meine kleine Vorschau. Und die hat den Vorteil, dass ich hier zoomen kann, also direkt die Zoomstufe festlegen. Und ich kann hier auch direkt das Bild verschieben. Und ich sehe jederzeit, wo ich mich gerade befinde. Wenn ich also hier weit reinzoome, dann kann ich hier direkt an dem kleinen roten Kästchen sehen, wo ich gerade bin. Kann dann auch sehr schnell zu anderen Bildstellen springen und das ist wirklich sehr praktisch. Und vor allem können Sie auch die Bildwirkung beurteilen, wenn Sie hier Änderungen der Helligkeit vornehmen. Denn es ist manchmal etwas anderes, ob Sie ein Bild in dieser Zoomstufe wahrnehmen oder als Ganzes. Und das fällt oft auf, wenn Sie eine Vignette hinzufügen. Wenn Sie das am großen Bild machen, denken Sie, das ist gerade richtig und am kleinen Bild sehen Sie dann, dass die Vignette, also die Randabdunklung, viel zu kräftig ist. Also empfiehlt es sich, hier wirklich den Navigator offen zu lassen. Ein kleiner Trick ist vielleicht noch folgender. Wenn Sie hier weit reingezoomt arbeiten und an eine andere Bildstelle springen wollen, können Sie das natürlich hier mit dem Navigator machen. Etwas bequemer geht es aber auch mit der Vogelperspektive. Dazu drücken Sie die Taste "H", halten die gedrückt und klicken einmal ins Bild. Dann springen Sie raus, Sie sehen hier den Bildausschnitt. Können an eine andere Bildstelle springen, können da die Maustaste loslassen, und dann sind Sie an der Stelle, und so können Sie sehr schnell hier die Bildschärfe und die Bildbearbeitung an verschiedenen Stellen kontrollieren. Lassen Sie die Taste "H" wieder los, sind Sie wieder beim vorherigen Werkzeug. Ja, wenn Sie jetzt z. B. zwei Monitore haben, dann können Sie auf dem Zweitmonitor z. B. die Navigatorpalette auch maximieren, also z. B. richtig groß machen. Zum Beispiel so und dann können Sie hier deutlich feiner arbeiten. Noch mehr Möglichkeiten haben Sie, wenn Sie für die Datei ein zweites Fenster öffnen. Und das können Sie auch auf den zweiten Monitor ziehen. Und das geht über "Fenster" "Anordnen" und "Neues Fenster für Ihre Datei", also hier erscheint dann der Dateiname. Der ist in diesem Fall "HD". Wenn ich da drauf klicke, hab ich jetzt hier ein zweites Fenster und ich stell mal die beiden Fenster nebeneinander. Und Sie stellen sich jetzt einfach mal vor, dass Sie zwei Monitore sehen. Also das ist der eine Monitor und das ist der andere Monitor. Und Sie sehen schon, ich kann hier verschiedene Zoomstufen wählen. Ich kann hier z. B. im Detail arbeiten, und mir das hier im Ganzen angucken. Oder ich kann hier in der Normalrotation arbeiten. Oder mit dem Ansicht-rotieren-Werkzeug, das Sie mit der Taste "R" erreichen, kann ich hier das Bild auch gedreht mir anschauen. Also wenn Sie mal Nackenschmerzen haben und den Kopf nur schief halten können, können Sie sich das Bild hier entsprechend so hindrehen, mit der "Esc-Taste" können Sie das dann wieder gradestellen. Sie können sogar in Masken arbeiten, unterschiedlich. Also wenn ich hier mal die Ebene entsperre und hier eine Maske dranhänge und mir hier die Maske einblende, dann ist sie hier nicht, und dann kann ich hier einfach mit dem Pinsel z. B. malen und links im Bild dann direkt beurteilen, wie diese Maske sich auswirkt. Also eine ganz tolle Geschichte. Und zwar indem Sie ein neues Fenster machen. Der einzige Nachteil daran ist, dass Sie wirklich den Effekt erst sehen, wenn Sie einen Malstrich oder eine Aktion hier beendet haben, dann aktualisiert sich erst das andere Fenster. Und Sie können auch jederzeit hier dieses Fenster zumachen, ohne etwas zu verlieren von Ihrer Arbeit, denn das war ja nur eine virtuelle zweite Ansicht. Ja, also das sind die wichtigsten Möglichkeiten, wie Sie möglichst viel von Ihrem Bild im Blick haben. Und jetzt kann es losgehen mit der effektiven Bildbearbeitung und der vollen Kontrolle über das gesamte Bild.