Premiere Pro CS6 Grundkurs

Material über den Media Browser importieren

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Dateien und Rohdaten der verschiedenen bandlosen Aufzeichnungsformate lassen sich am besten über den Media-Browser importieren.
09:52

Transkript

Da mittlerweile die meisten Videoformate bandlos, also auf Speicherkarten aufgezeichnet werden, ist der MediaBrowser die erste Wahl, wenn es darum geht, Videodaten zu importieren. Natürlich lassen sich im MediaBrowser auch Standbilder oder Audiodaten importieren. Aber seine wirklichen Vorteile gegenüber dem normalen Dateiimportieren spielt er aus, wenn es um bandlose Formate geht. Das möchte ich kurz zeigen. Gehen wir mal hier in unser "Projektverzeichnis" in das "Clips"-Verzeichnis und wählen mal so eine XDCAM-Kamera aus. Die Struktur auf der XDCAM-Karte sieht so aus, dass ich hier einen "PRIVATE"-Ordner habe, darunter "JVC", "BPAV". Ich habe immer noch keine Videoclips. Ich muss erst in einen "Clip"-Ordner gehen. Und hier liegen jetzt die einzelnen Clips jeweils in einzelnen Ordnern. Das heißt, mehrere Clips hier importieren, kann schon ein Haufen Arbeit bedeuten. Im MediaBrowser sieht das Ganze schon etwas einfacherer aus. Nehmen wir hier meine Datenfestplatte, auf die ich meine Medien kopiert habe, und wir suchen uns hier das Projektverzeichnis. Die Navigation könnte auch einfacher sein, wenn ich zunächst dafür in die Listenansicht gehe. Wir gehen in das gleiche Verzeichnis mit den Projektdaten und schauen hier mal in den "Clips"-Ordner. Unter "XDCAM", "Private", "JVC", werden mir plötzlich sofort die fünf Videoclips angezeigt. Der Media Encoder kennt dieses Dateiverzeichnis, was wir hier noch sehen, als das Verzeichnis einer XDCAM-EX-Kamera und zeigt mir dementsprechend sofort die einzelnen Clips. Wenn ich möchte, kann ich jetzt von der Listenansicht umschalten in die Miniaturansicht und kann mir hier einen Überblick über die Clips verschaffen. Fährt man mit der Maus über einzelne Clips, werden diese nun hier dargestellt. Der Media Encoder kann das nicht nur mit XDCAM-Clips machen, sondern er erkennt auch die Strukturen verschiedener anderer Kameraformate. Darunter "ARRIRAW", "AVCHD", "Canon XF", "Panasonic P2", "RED", "Sony HDV" und "XDCAM-HD". Ein Beispiel dafür, wir gehen mal in die Struktur einer AVCHD-Kamera. Wir sehen hier auch, als Dateiverzeichnis hätte ich hier eine ganze Menge Unterverzeichnisse. Ich müsste wissen, ob meine Clips in "AVCHDTN"- im "BDMV"- oder im "CANON"-Ordner liegen. Da ich das schon öfter gemacht habe weiß ich, dass sie hier irgendwo versteckt unter dem "STREAM"-Ordner sind. Einfacher geht es, wenn ich hier wieder umschalte in das AVCHD-Verzeichnis. Ich muss dafür das übergeordnete Verzeichnis anwählen, denn dann brauche ich nicht mehr in die Unterverzeichnisse zu navigieren, sondern der Media Encoder zeigt mir die Clips sofort an. Wir machen ihn mal etwas größer, indem wir die Taste "Ü" drücken. Die Vorschauberechnung bei AVCHD, gerade wenn es viele Clips sind, kann schon einen Moment in Anspruch nehmen. Bei XDCAM und anderen Formaten geht das teilweise etwas schneller. Auch sehen wir hier, wenn ich über AVCHD-Clips fahre, eine ziemliche Verzögerung. Das liegt daran, dass dieses Format sehr stark komprimiert ist und der Computer schon einiges leisten muss, um die Clips jetzt sozusagen direkt hier in der Vorschau abzuspielen. Was ich aber auch machen kann, ist in einen solchen Clip einmal reinklicken und dann sehe ich hier unten so einen kleinen Slider. Mit diesem kann ich jetzt über den Clip fahren oder ich kann Teile des Clips abspielen. Drücke ich dafür die Leertaste, (Video spielt) wird dieser Clip kurz abgespielt. Wir nehmen uns noch einmal einen der XDCAM-Clips vor, die laufen nämlich etwas flüssiger. Gehen wir hier auf das "JVC"-Verzeichnis und hier sieht man, ich kann wesentlich schneller über den Clip fahren, da das XDCAM-EX-Format nicht ganz so stark komprimiert ist und der Computer nicht so viel leisten muss bei der Wiedergabe. Jetzt möchte ich mir diese Szene in echter Geschwindigkeit anschauen, dafür klicke ich jetzt einmal in den Clip, drücke die Leertaste (Video spielt) und drücke die Leertaste erneut, um es wieder anzuhalten. Man kann auch die sogenannte "JKL"-Steuerung benutzen hier im MediaBrowser. Mit "J" spiele ich rückwärts ab, (Video spielt rückwärts ab) mit "K" halte ich an, mit "L" spiele ich vorwärts ab. (Video spielt vorwärts ab) Drücke ich mehrmals die Taste "J", spiele ich schneller rückwärts ab. (Video spielt schneller ab) Drücke ich mehrfach die Taste "L", spiele ich schneller vorwärts ab. (Video spielt schneller ab) So sollte es mir ganz gut möglich sein, über die Clips mal eine Übersicht zu bekommen. Wenn mir die Bilder zu klein erscheinen, kann ich die hier auch beliebig in der Größe anpassen. Es gibt noch ein paar weitere praktische Funktionen des MediaBrowsers. Hier oben habe ich eine Liste, wo er sich die zuletzt verwendeten Verzeichnisse gemerkt hat. Das heißt, ich sehe zum Beispiel hier mein Projektdatenverzeichnis. Wir können jetzt hier in der Ansicht navigieren und sehen zum Beispiel hier habe ich auch Audioinformationen. Öffnen wir den Ordner mal. Hier sehen wir mehrere Audioclips. Der Media Encoder kann eine ganze Menge an Daten anzeigen. Dazu gehören natürlich hier verschiedene Videoformate, aber auch Grafikdateien, Bilddateien, wir haben hier unten Sounddateien, wie MP3, und teilweise sogar animierte Vektorgrafiken über das Flash-Format. Alle diese Formate kann ich hier im MediaBrowser anzeigen lassen und mit einem Rechtsklick kann ich sie in mein Projekt importieren. Gehen wir jetzt einmal in das Projektfenster, so kann ich sehen, dass die Datei "Comeback-Soundtrack" jetzt Bestandteil meines Projektes ist. Möchte ich allerdings erstmal nur eine Vorschau haben, so kann ich hier auch einen Doppelklick auf einen Clip machen. Die Datei wird jetzt nur im "Quellmonitor" geöffnet, in dem Fall ist es eine Audiodatei, und sie wird nicht meinem Projekt hinzugefügt. Das hat den Vorteil, dass ich hier mein Material zunächst einmal sichten kann, ich gehe hier mit der Taste "Ü" nochmal hin und vergrößere das, ohne es gleich in mein Projekt zu importieren. Das ist besonders praktisch, wenn man mit externen Karten arbeitet. Ich habe hier zum Beispiel ein Wechsellaufwerk. Und auf diesem Wechsellaufwerk habe ich die Daten meiner DSLR-Kamera. Möchte ich erstmal die Clips sichten, die mir gefallen, bevor ich sie dann später auf den Computer übertrage. Die Clips werden mir hier wieder in der Vorschau angezeigt und ich kann dann einzelne Daten abspielen. Ich kann zwar über Rechtsklick auf "Importieren" gehen, und diese Datei jetzt dem Projekt hinzufügen, aber denken Sie daran, dass diese Datei nach wie vor auf dem externen Speichermedium liegt. Das heißt, ich befinde mich jetzt hier im Projektfenster und ich drücke nochmal die Taste "Ü". Ich mache mal einen Doppelklick, um das Element im "Quellmonitor" zu öffnen und ich ziehe es auch mal in das Schnittfenster. Wir lassen hier einfach die vorhandenen Einstellungen. Jetzt mache ich Folgendes: Ich nehme das Laufwerk, die SDHC-Karte, und ziehe sie einfach raus. In dem Moment sagt Premiere, dass die Mediendatei offline ist. War keine gute Idee, gebe ich zu. Es wäre besser gewesen, ich hätte die Daten erst von der Karte auf den Computer kopiert und dann in Premiere Pro importiert. Beim Sichten hier oben im Quellmonitor ohne es zu importieren ist das keine große Sache, weil ich da sozusagen ja noch kein Material importiert habe, ich schaue es mir erstmal nur an. Aber wenn die Clips hier bereits sich im Projektfenster, also im Projekt befinden, dann habe ich jetzt wirklich ein Problem. Was ich jetzt machen kann, ist das Laufwerk natürlich wieder in den Computer stecken und hier mit einem Rechtsklick sagen, dass ich die Medien wieder verbinden möchte. Er hat jetzt erkannt, dass das Laufwerk wieder da ist und ich soll jetzt die Datei "MVI_3964" auswählen. Das machen wir und jetzt ist die Datei auch wieder da. Es gibt eine gute Möglichkeit, auch im Nachhinein die Daten zu kopieren. Das kann man hier über "Projekt" "Projektmanager" machen. Mit dem "Projektmanager" kann ich jetzt hier eine Sequenz auswählen und ein neues zugeschnittenes Projekt erzeugen. Ich kann auch die "Daten sammeln und in ein neues Verzeichnis kopieren". Wir wählen jetzt hier ein Verzeichnis aus, gehen auf den Desktop und erzeugen einen neuen Ordner. Nennen wir ihn mal "Gesammeltes Projekt". "Ordner auswählen", mit "Okay" bestätigen, das Projekt muss ich dafür einmal speichern. Und jetzt geht Premiere Pro hin und sammelt meine Projektdatei und alle darin enthaltenen Medien. Das können wir uns hier auf dem Desktop mal anschauen, "Gesammeltes Projekt", hier ist mein Premiere-Pro-Projekt und die entsprechende Mediendatei, die ich verwendet habe. Ich habe die Sounddatei noch nicht in der Sequenz verwendet, Deswegen hat er sie auch nicht mit her kopiert. Nur die Clips, die ich tatsächlich in der Sequenz geschnitten habe, sind jetzt diesem Fall kopiert worden. Was ärgerlich ist, ist dass der Projektmanager meine ursprüngliche Projektorganisation, also das Sortieren in den verschiedenen Unterordnern, die ich auf der Festplatte angelegt habe, ignoriert und einfach alles in einen Ordner schmeißt. Insofern meine dringende Bitte: Wenn man nicht einfach nur ein paar Clips von dem externen Laufwerk importieren möchte und die Daten sofort wieder exportieren, während das Laufwerk noch angeschlossen ist, sollte man erst die Daten auf die Festplatte kopieren, und dann in Premiere Pro über den MediaBrowser impotieren.

Premiere Pro CS6 Grundkurs

Lernen Sie in diesem Video-Training Videoschnitt, Audioanpassung und Effekte mit Premiere Pro CS6 kennen und schätzen.

11 Std. 48 min (91 Videos)
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