Unsere Datenschutzrichtlinie wird in Kürze aktualisiert. Bitte sehen Sie sich die Vorschau an.

Photoshop-Tipps: Jede Woche neu

Maskenblitzer schnell kaschieren

Testen Sie unsere 2016 Kurse

10 Tage kostenlos!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
05:19
  Lesezeichen setzen

Transkript

Hallo, hier ist wieder Olaf Gehmann mit einem Quicktipp für Sie. Und zwar möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie schnell, unkompliziert, aber dennoch präzise etwas ungenaue Masken korrigieren können, so dass es zu keinen Massenblitzern kommt. Ja wirklich, so nennt man die. Wenn Sie lokale Korrekturen in einem Bild durchführen möchten, dann brauchen Sie natürlich eins, nämlich eine Auswahl, beziehungsweise eine Auswahl, die Sie dann in eine Maske verwandeln. Und die können Sie natürlich sehr sehr genau herstellen, indem Sie den Zeichenstift beispielsweise nehmen und die Konturen entlangfahren und selbst wenn Sie dabei mit sehr hoher Zoomstufe vorgehen, werden Sie feststellen, wenn Sie später die Gradationskurve beziehungsweise irgendeine Einstellungsebene anwenden, dass dann hier und da noch einige Maskenblitzer vorliegen. Ich kann hier das mal zeigen. Ich habe hier eine sehr extreme Veränderung vorgenommen an dem Bild. Ich habe das Weißkleid in schwarz gefärbt mit einer Gradationskurve. Okay, die ist jetzt sehr extrem und dadurch werden natürlich auch jegliche Maskenfehler extrem angezeigt, beziehungsweise extrem deutlich sichtbar. Wenn ich hier mal reinzoome, dann sehen wir das auch schon. Hier kam es zum Beispiel zu einer Misinterpretation beim Arbeiten in der hohen Zoomstufe. Also dieser Teil gehört anscheinend eher zur Lederjacke als zum Kleid. Hier wird also ein Teil abgedunkelt, der schon dunkel war und dadurch schwarz, und das sieht man natürlich dann sehr deutlich. Wir haben auch andere Stellen noch hier im Bild. Ja, hier am Kleid. Da ist ein kleiner Maskenblitzer, wie ich das so ganz gerne nenne. Hier zum Beispiel haben wir ebenfalls einen Maskenblitzer und der ist auch noch viel zu hart und an der anderen Bildseite, hier haben wir auch noch kleinere Stellen. Ja und jetzt könnten Sie hier natürlich "Maske verbessern" aufrufen, in dieser Maske der Einstellungsebene, aber das gilt zum einen dann für die gesamte Maske, also für alle Kanten, was natürlich ein Nachteil ist. Sie könnten dann natürlich den Schritt rückgängig machen, dann hier in der Protokollpalette einen Schritt zurückgehen und dann mit dem Protokollpinsel die entsprechenden Stellen, wo es denn geklappt hat, wieder einmalen, aber das ist alles so ein bisschen umständlich und deshalb zeige ich Ihnen mal hier eine Möglichkeit, wie das ein bisschen einfacher geht. Und wir gucken uns hier das einfach mal an an der Stelle und ja das Werkzeug, dass ich Ihnen empfehlen würde für so kleine Korrekturen, ist der Wischfinger, also das Smudge Tool auf Englisch und hier würde ich zunächst mal mit einer mittleren Stärke anfangen, sagen wir mal 50 Prozent im Modus normal und dann können Sie das hier auf eine geeignete Pinselgröße einstellen und einfach die Maske an den entsprechenden Stellen nach außen oder innen ziehen, sodass diese sichtbaren Kanten verschwinden. Das Schöne an dem Smudge Tool ist, dass der gleichzeitig diese Kanten etwas weicher macht. Das ist nicht immer gewünscht, wenn Sie also nicht ganz so stark weichzeichnen möchten, dann sollten Sie hier eine höhere Stärke wählen. Bei 100 Prozent verschieben Sie fast die Pixel der Maske, wie mit dem Verflüssigen-Filter, aber in diesem Fall passt das mit der Weichheit ganz gut, gerade hier kann ich das zum Beispiel ein bisschen zurückziehen und durch das Weiche sieht dann diese Maske an der Stelle auch deutlich besser aus. Und genauso würden Sie jetzt hier vorgehen für die einzelnen Bereiche, entsprechend dann mit größeren Pinselspitzen können Sie sich einfach so die Maske zurechtzupfen. Wenn Sie zum Beispiel mal eine Ecke haben, wo hatten wir sowas, hier oben, dann können Sie auch einfach mit einer kleinen Pinselspitze so diese Maske in die Ecke hineinzupfen, also zum Beispiel wenn Sie jetzt irgendwo unter einer Achsel etwas freigestellt hätten und dort noch einen Teil vergessen haben, oder zum Beispiel wenn Sie Speichen eines Motorrads freigestellt haben und da in den Winkeln noch kleine Blitzer drinnen sind und dann ziehen Sie einfach mit dem Smudge Tool diese Stellen in Position. Und genau das kann ich hier auch machen. Also einfach klicken und ziehen bis die Maske gut aussieht, unter Sichtkontrolle. Und wenn Sie vielleicht einfach nur mal eine weichere Kante benötigen, dann müssen Sie jetzt nicht mit dem Smudge Tool hier so hin und her wackeln. Dadurch wird die Maske natürlich auch weicher, sondern Sie können auch hier zum Weichzeichner-Werkzeug wechseln. Und damit würden Sie jetzt einfach die Kanten so übermalen, dass hier die gewünschte Weichheit erzielt wird und das hilft manchmal auch schon bei kleinen Maskenblitzern, dass Sie einfach zum Beispiel auch hier die Maske ein bisschen weicherzeichnen. Das sieht dann aus, als wenn das ein Übergang ist, der so gewollt war. Und Sie sehen schon hier zum Beispiel, wie das dann deutlich besser aussieht als vorher. Also das wären so die schnellen Möglichkeiten, die ich Ihnen empfehlen würde, wenn Sie so kleine Maskenblitzer haben wie hier unten am Rock auch bespielsweise, dann nehmen Sie einfach das Wischfingerwerkzeug mit einer geeigneten Stärke und ziehen hier die Maske nach unten bis Sie diesen Fehler nicht mehr sehen. Und wenn die Maske weicher werden soll, zum Beispiel auch wenn Sie auch einen Schärfetiefenverlauf haben, nehmen wir mal an hier vorne das Gesicht, das wäre scharf, und hier unten haben Sie ebenfalls mit scharfer Kante ausgewählt. Die Hand liegt aber bereits etwas im unscharfen Bereich, dann darf die Kante hier natürlich nicht so scharf sein wie hier oben in dem Bereich. Und in dem Fall wechseln Sie einfach zum Weichzeichnerwerkzeug und übermalen die Kanten solange, bis diese die gewünschte Weichheit haben. Wohl gemerkt in der Maske und nicht auf der Pixelebene oder auf der Gradationskurve, denn da würden diese Werkzeuge eh nicht funktionieren. Also Wischfingerwerkzeug und Weichzeichnerwerkzeug sind keine unnützen Beigaben in Photoshop, sondern sehr praktisch, wenn es um Maskierungsaufgaben geht.