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DaVinci Resolve Grundkurs

Manuelle Masken mit Keyframes erstellen

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Masken können in DaVinci Resolve mit Hilfe von Keyframes manuell bewegt werden. Zusätzlich besteht hiermit die Möglichkeit, eine Farbkorrektur über die Dauer eines Clips wie gewünscht vorzunehmen.
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Transkript

Neben der Möglichkeit des Trackings, die wie gesagt relativ mächtig ist, haben Sie auch die Möglichkeit via Keyframes Masken manuell zu bewegen. Es müssen aber auch nicht nur Masken sein, sondern es können auch Farbkorrekturen sein, die Sie über die Dauer von einem Clip, bzw. auch über Teile der Dauer eines Clips mittels Keyframe verändern können wenn beispielsweise etwas im Laufe der Zeit heller oder dunkler werden soll. Wir haben ein Beispiel, ebenfalls aus einem NDR-Trailer. Und zwar haben wir hier einen Darsteller, der eine Kiste aufmacht und diese Kiste erleuchtet sein Gesicht. Diese Szene ist ein bisschen angelehnt an den bekannten Film Pulp Fiction, wo Samuel L. Jackson und John Travolta in der Küche stehen, John Travolta den mysteriösen Koffer aufmacht und auf einmal in einem goldenen Glanz erstarrt. Wir haben versucht, das bei dem NDR-Trailer nachzubauen, indem wir eine Lampe in die Kiste gelegt haben. Allerdings möchten wir in DaVinci diesen Effekt noch ein wenig verstärken. Dafür ziehe ich den Clip zunächst einmal in mein Medienpool hinein, gehe in mein Edit-Fenster, suche mir einen In-Punkt, z. B. hier, und einen Out-Punkt, der wäre ungefähr hier weil ungefähr ab diesem Frame setzt die Overshoulder-Kamera ein, d. h. ab hier guckt die Kamera direkt in die Kiste. Deswegen setze ich hier ein Out-Punkt. Wir brauchen keinen allzu langen Clip. Dann wechsle ich in meinen Farbraum und hier sehen Sie bereits den geöffneten Keyframe-Bereich. Der Keyframe-Bereich ist normalerweise irgendwo unten rechts, Sie können diesen öffnen und wieder schließen, in diesem Fall werden wir ihn brauchen, deswegen öffne ich ihn. Bevor ich jetzt allerdings anfange mit meinen Masken zu arbeiten, d. h. eine manuelle Maske zu ziehen und zu tracken, wechsle ich natürlich wieder in meine Node-Ansicht und gebe über "Command" + "S" den Befehl eines neuen seriellen Nodes ein. Den nenne ich einfach mal salopp "Kiste". Jetzt wechsle ich wieder in meinen Clipansicht-Bereich und jetzt sehen Sie, dass Sie hier innerhalb des Keyframe-Fensters zwei Korrekturen haben. Korrektur Nr. 1 ist der Node, der immer angelegt ist, Korrektur Nr. 2 ist entsprechend der zweite Node, den ich angelegt habe, das können Sie auch im Node-Fenster verfolgen. Hier ist Korrektur 1, hier ist Korrektur 2. In diesem Korrektur 2 lege ich jetzt einen Keyframe an, über einen Rechtsklick, indem ich sage Add Dynamic Keyframe. Ab diesem Moment speichert DaVinci Resolve alle Änderungen, die ich innerhalb dieses einen Korrektors, also innerhalb dieses einen Nodes durchführe. Dementsprechend fange ich jetzt an und wähle mir hier die manuelle Maske. Das ist eine Maskenform, die ich selber definieren kann und beginne damit diese Maske in meinem Bild zu malen bzw. festzulegen. Da wir ja einen Schein von vorne haben wird das Gesicht nur zur einen Hälfte angestrahlt, d. h. ich ziehe meine Maske nur über die eine Gesichtshälfte, über seine Schulter, über Teile von seiner Hand bis hier zu seiner zweiten Schulter. Die Gardine und die hintere Wand spare ich aus, weil wir die natürlich nicht erleuchten wollen. Dann ziehe ich eine grobe Maske um seinen Kopf, einen Garbadge Mat, und habe jetzt hier meine erste Maske definiert, die ungefähr so aussieht. Jetzt schauen wir mal, was innerhalb des Clips passiert. Die Kiste geht auf, er beugt sich nach vorne und sein Oberkörper ist nicht mehr zu sehen, dafür ist sein Kopf jetzt ein bisschen weiter links. Um jetzt tatsächlich auch die Änderung in der Maske zu speichern, lege ich einen neuen Keyframe an, indem ich über einen Rechtsklick die Funktion Add Keyframe wähle. Jetzt sehen Sie hier, dass diese beiden Keyframes eine dynamische Verbindung bekommen. Ich greife nun die Maske und passe diese entsprechend an, wieder die Hälfte seines Gesichtes aber nur noch ein kleiner Teil seiner Schulter. Wie gesagt, wir müssen das Ganze auch nicht zu genau machen, weil es später ohnehin weichgezeichnet wird. Jetzt schauen wir uns mal die Bewegung an, und zwar haben wir hier unsere ursprüngliche Maske und hier haben wir unsere endgültige Maske, d. h. wir haben einen großen Schein, der dann langsam zu einem kleinen Schein wird. Um die Farbkorrektur jetzt durchzuführen, wähle ich zunächst einmal meinen ersten Keyframe. An diesem Keyframe wird jetzt wie gesagt jede Änderung gespeichert. Hier mache ich den Clip vielleicht ein ganz klein wenig dunkler, damit der Effekt besser hervorkommt, so, dass er ein bisschen im Schatten sitzt. Und anschließend positioniere ich den Playhead wieder auf meinem letzten also auf meinem zweiten Keyframe und ziehe hier entsprechend die Helligkeit hoch, und zwar über das Gamma, über die Schatten und über das Gain. Vielleicht ein bisschen extrem, deswegen ziehe ich das Gamma wieder ein bisschen runter. So. Und was ich auch mache, ich erhöhe die Sättigung. Der Effekt sieh jetzt folgendermaßen aus: hier ist es noch schön dunkel und im Laufe der Zeit verändert sich die Maske, die Maskenform und die Helligkeit. Das Ganze ist natürlich alles andere als schön, weil es noch sehr starr ist. Also wir haben hier ja eine harte Maske, das ist noch besser zu erkennen, indem ich hier mal auf mein Original gehe. Die Maske funktioniert natürlich so erstmal nicht, das macht aber nichts. Wir können sie ja noch nachbearbeiten. Immerhin können wir sehen, dass es vom Timing her stimmt. Neben den Maskeneinstellungen, die Sie jetzt hier, also neben den Maskenpunkten, die Sie jetzt hier im Viewer direkt haben und der Maskenauswahl haben Sie auch die Möglichkeit über Transform und Softness zu arbeiten. Dafür muss ich wieder zurückgehen in meinen ursprünglichen Node. Wechsle wieder in meine Bildansicht und fange einfach an diese Maske weichzuzeichnen. Das Ganze wirkt jetzt ein wenig wie die Kreis- oder die Quadratmaske, weil wir nämlich jetzt einen inneren Bereich und einen äußeren Bereich bekommen, d. h. wir haben jetzt keine harte Maskenkante mehr, sondern einen weichen Maskenverlauf. Und je weicher ich den Maskenverlauf gestalte, umso weniger fällt es auf, dass tatsächlich eine Maske auf dem Clip liegt. Ich wechsle nochmal wieder zurück in meine Farbkorrektur, nehme die Helligkeit noch ein ganz klein wenig runter, weil es doch einen kleinen Tick zu extrem geworden ist und kann jetzt hier sehen, im Verlauf, wie sich die Maks verändert. Da wir ja hier jetzt bereits einen Keyframe gesetzt haben, am Ende und mittels des Keyframes natürlich auch die Weichheit gespeichert wurde, die hier vorne noch gar nicht existiert, müssen wir, und das ist ein bisschen umständlich leider, die Weichheit dann auch am Anfang ein bisschen erhöhen. Und jetzt können wir uns das Ganze einmal anschauen wie jetzt der gesamte Ablauf dieses Clips ist. Der Darsteller macht die Kiste auf, und sein Gesicht strahlt auf. Wir schauen uns das Ganze noch einmal ohne die sichtbare Maske an. Dann würde der ganze Clip so aussehen. Nochmal zum Vergleich das Original. So sieht das Original aus. Und so das Veränderte.

DaVinci Resolve Grundkurs

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3 Std. 27 min (42 Videos)
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