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Calvinize V

Malerischer Look

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Für den malerischen Look sind einige Techniken erforderlich, die ihren Ursprung bereits in der Lichtführung und Motivwahl haben. Retuschetechniken und Filter tragen das Weitere zu diesem markanten Look bei – sehen Sie selbst.

Transkript

Viele meiner Bilder wirken ja manchmal schon fast wie gemalt. Damit dieser Eindruck entsteht, sind einige Techniken notwendig, sowohl in der Retusche als auch schon bereits in der Lichtführung beziehungsweise in der Motivwahl. Was die Retuschetechniken angeht, möchte ich jetzt in diesem Film zwei Filter vorstellen, die diesen Eindruck quasi erwecken, die das Bild etwas malerisch wirken lassen. Und da beginne ich jetzt zuerst einmal ein klein wenig mit der Theorie. Ich habe jetzt hier mal ein Bild geöffnet. Das hat schon ein klein wenig diese Wirkung. Das liegt aber eher an der Lichtführung, an der Tatsache, dass ich die Farben verändert habe und hier mit Licht gemalt habe. Jetzt geht es noch an das Finetuning. Und da fange ich jetzt mal mit einem Filter an, den ihr unter den Rauschfiltern findet. Da gibt es den Filter Rauschen reduzieren. Und bei diesem Filter stellt ihr einfach mal die Stärke auf 10 und alle anderen Regler auf 0. Und wenn ich mich jetzt hier im Bild bewege, dann seht ihr schon am Vorher/nachher-Vergleich, wie plötzlich diese ganzen feinen Strukturen verschwinden, aber das Bild an den Konturen dennoch relativ scharf bleibt. Und das sorgt eben für diesen gemalten Look. Das sieht man jetzt hier im Gesicht sehr gut. Jetzt gehen wir mal an die Jeans, die auch sehr viele Bilddetails enthält. Und da ist quasi die gleiche Wirkung. Bei den feinen Details geht etwas Schärfe verloren. Und wir müssen auch hier aufpassen. Da kann es sein, dass die Konturen, die Säume ein bisschen ausfressen, oder da so Farbabrisse sind. Aber gerade im Gesicht oder an der Location hinten sieht es schon verdammt gut aus. Wichtig sind diese Einstellungen 10, 0, 0, 0. Wir drücken mal auf OK, zoomen dann etwas näher heran und schauen uns das Ganze etwas genauer an. Und dann sehen wir jetzt schon am Hintergrund auf dem Boden. Und das funktioniert eben sehr gut, wenn man ein sehr detailliertes Bild hat. Dann kommt dieser Filter natürlich super zum Tragen. Wie man dann noch wieder ein bisschen Schärfe zurückbringt, oder was man da noch machen kann, nachdem man den Filter angewandt hat, möchte ich im praktischen Teil zeigen. Ich möchte euch jetzt noch einen anderen Filter vorstellen. Dazu dupliziere ich mir nochmal die Ebene. Und dieser Filter kann, glaube ich, mit CS6 irgendwann dazu. Früher konnte man sich den dazuladen. Da müsst ihr mal einfach schauen nach Pixel Bender. Das konnte man sich als Extra-Tool dazuladen von einer Adobe-Seite. Jetzt in der letzten Photoshop-Version ist dieser Filter schon enthalten. Der heißt allerdings Ölfarbe. Und den wenden wir jetzt mal an. Und das schauen wir uns an. Er verzieht die Konturen ein klein wenig. Also es sieht schon extrem gemalt aus, allerdings auch wieder nur mit diesen Einstellungen. Hier ist es wichtig, dass ihr die ersten beiden Regler ganz nach rechts zieht auf 10, und die anderen Regler alle nach links. Der einzige, der so bei 0,1 bleibt, ist der Skalieren-Regler. Und wenn ihr das gemacht habt, bekommt ihr auch einen malerischen Look. Der ist aber sehr, sehr extrem. Das sehen wir dann, wenn wir an die Jeans ranzoomen. Das kann auch ganz cool aussehen. Mir plötzlich wäre es jetzt definitiv zu viel. Also nehme ich hier die Deckkraft ein klein wenig raus. Und ihr seht, wenn man da jetzt auf 60 Prozent geht, dann hat man jetzt also wirklich einen super gemalten Look. Also das hat jetzt schon nicht mehr viel mit einer Fotografie zu tun, zumindest in der Bildwirkung. Man muss hier ein bisschen aufpassen: Da sehen wir jetzt diese Ränder, die da quasi entstehen, diese Spitzen, das müsste man später dann über eine Maske wieder rausnehmen. Okay, aber zur praktischen Anwendung werde ich gleich etwas sagen. Das war erstmal die Theorie, in der ich die zwei Filter vorgestellt habe. Und jetzt gehen wir mal in die Praxis. Ja, die Praxis, die sieht eigentlich nicht viel anders aus, nur dass wir dann noch ein bisschen den Filter nachbereiten müssen. Ich dupliziere mir mal die Ebene und werde mit dem Rauschen-reduzieren-Filter anfangen. Ich gehe also wieder auf Filter wende den mit den genannten Einstellungen an, drücke mal auf OK. Und jetzt kommt der erste Tipp. Solltet ihr ein Bild haben, wo euch dieser gemalte Look noch nicht stark genug ist, dann könnt ihr den gleichen Filter nochmal anwenden, und die Wirkung wirkt verstärkt. Also das ist der erste Tipp, den ich euch geben möchte für die Praxis. Bei diesem Bild wäre es mir jetzt fast schon ein klein wenig zu extrem. Hier langt also, wenn man das Ganze einmal anwendet. Der zweite Punkt ist der, dass dieses Bild jetzt sehr glatt wird. Und die feinen Details gehen etwas verloren. Was man hier machen kann, ist, nachdem man den Filter angewandt hat, kann man jetzt diese Aufnahme noch ein bisschen nachschärfen. Da nehme ich jetzt bei voller Auflösung gern einen Radius von knapp 1 Pixel. Die Stärke, die muss man jetzt ein bisschen anpassen. Ich würde auf 50, 60 Prozent gehen. Und ihr seht, da kommt jetzt nur ein klein wenig Schärfe zurück. Ein weiterer Tipp, den man nutzen kann, das ist ähnlich wie Schärfen, ist, dass man sich die Ebene nimmt, die nicht diesen malerischen Look hat, einfach mal dupliziert und nach oben setzt, und darauf dann den Hochpass-Filter anwendet mit einer sehr geringen Konturstärke, vielleicht auch etwas unter 1 Pixel. Und dann könnt ihr hier die Füllmethode auf Weiches Licht setzen. Da habt ihr auch ein bisschen mehr Konturen. Beziehungsweise wenn ihr noch mehr haben wollt, dann vielleicht sogar auf Ineinanderkopieren. Und dann kommen quasi diese Bilddetails wieder zurück. Ich schärfe meistens nur ein klein wenig nach, nehme dann die Deckkraft von dem Filter zurück und dann passt es eigentlich. Jetzt gehen wir nochmal in den Ölfarbe-Filter. Hier habe ich noch einen anderen Tipp für euch. Den wende ich auch, wie gesagt, sehr gern extrem an. Und was ich hier gern mache, ist, ein Rauschen hinzufügen. Das bedeutet, dass es nicht ganz so clean ist, füge ich hier gern ein Rauschen hinzu. Das kann man jetzt auch über den Camera Raw-Filter machen. Das ist noch ein bisschen besser. Den erkläre ich aber in einem anderen Video. Und jetzt wähle ich hier Dann nehme ich hier meistens ein paar Prozent, 2-3 Prozent, oder mal 4, nehmen wir mal 3 Prozent. Und denkt immer dran, dass dieses Rauschen jetzt zwar sehr stark aussieht, aber der Filter wird ja eh nicht mit voller Deckkraft angewandt. Das heißt, wenn ich jetzt den Filter hier mit etwas weniger Deckkraft anwende, vielleicht mit 50 Prozent, dann ist das Ganze einfach ein bisschen rauer mit dem Rauschen. Das ist eine Kleinigkeit, die ich gern hinzufüge. Ihr könnt auch gern erstmal den Filter anwenden und dann immer noch extra separat ein Rauschen hinzufügen. Ich lege mir hier aber definitiv eine Maske an und werde jetzt die Konturen überarbeiten. Das sind jetzt so Kleinigkeiten die muss man eigentlich nicht korrigieren, denn das fällt eigentlich den wenigsten auf. Ihr könnt es korrigieren. Aber wenn man bedenkt: Wir wissen ja, was hier gemacht wurde. Jemand, der nicht weiß, was an dem Bild gemacht wurde, dem würde das nie auffallen, dass hier noch ein bisschen was übersteht. Aber ihr könnt das natürlich mit einer Maske jederzeit korrigieren. Hier haben wir auch noch ein bisschen Bereiche, die man korrigieren muss. Und ich würde natürlich den Effekt definitiv im Gesicht rausnehmen. Jedenfalls will ich ihn nicht so stark haben. Also nehme ich den Effekt hier im Gesicht mal mit etwa 30, 40 Prozent zurück. Und kann dann noch den ganzen Effekt ein bisschen in der Deckkraft reduzieren. Und dann passt das eigentlich. So, und dann haben wir das Bild viel malerischer. Hier ist nochmal der Vorher/nachher-Vergleich. Es muss, wie gesagt, zum Bild passen. Ich habe noch ein anderes Bild für euch, wo dieser Effekt auch gut kommt. Ich habe mal in einem Park ein Affenbild gemacht. Und hier kommen diese Effekte wunderbar. Völlig egal, ob es Rauschen reduzieren ist oder der Ölfarbe-Filter. Also jedes Mal wenn ihr eben ein Bild habt mit vielen Details, mit vielen Strukturen, sind diese Filter einfach unglaublich gut, wenn man sich jetzt gerade dieses Fell anschaut. Und jetzt kann man auch wieder die Deckkraft reduzieren. Und dann sieht das Fell und alles drumherum also wirklich wunderbar schön gemalt aus. Und das Ganze geht auch sehr gut mit Landschaftsbildern. Bedenkt ein klein wenig, dass dieser gemalte Look in Webgröße natürlich noch extremer aussieht wie in voller Auflösung. Also je kleiner das Bild ist, um so weicher und fast schon, für viele matschiger sieht es aus, in voller Auflösung aber meistens sehr gut. Okay, das war so meine Tipps. Probiert das einfach mal aus mit verschiedenen Bildern und findet dann für euch heraus, wie stark ihr diese Filter anwenden wollt, und vor allen Dingen auch auf welche Art von Bildern

Calvinize V

Lassen Sie sich die 50 besten Tipps und Photoshop-Techniken von Calvin Hollywood rund um die Themen Body- und Porträtretusche, Looks, Lichteffekte, Farbspiele uvm. erklären.

6 Std. 57 min (50 Videos)
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