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Mit dem Installations-Assistenten von Magento ist das Setup in wenigen Minuten abgeschlossen und Magento ist einsatzbereit. Vergessen Sie nicht, den Encryption-Key an einem sicheren Ort aufzubewahren!
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Transkript

Es wird Zeit, dass wir endlich unser Magento installieren, damit wir auch tatsächlich in unserem Browser das Magento-Frontend aufrufen und ein bisschen durch die Funktionen stöbern können. Das Magento-Installationspaket enthält bereits alle notwendigen Dateien. Neben den hier im Finder sichtbaren Dateien, sind auch hier noch ein paar versteckte Dateien mit dabei und damit wir nun alles in unser Magento-root-Verzeichnis unseres Webservers kopieren können, benutze ich dafür die Kommandozeile. Die Kommandozeile finden Sie auf dem Mac durch Starten des Terminals. Warum ist das Kopieren mit der Kommandozeile notwendig? Zum einen sind Sie nicht in der Lage, die versteckten Dateien hier am Mac direkt zu sehen, zum anderen wäre durch ein Drag-and-drop der Dateien und Ordner eventuell der Inhalt der Beispieldaten, die ich hier in meinem Ordner bereits installiert habe, überschrieben worden. Das Ganze können wir verhindern, indem wir einfach die Kommandozeile zum Kopieren der Daten benutzen. Das ist ein Einzeiler, der die ganzen Dateien nun herüberkopiert in mein Magento-Verzeichnis. Wir können es bereits im Hintergrund sehen, wenn der Prozess abgeschlossen ist, habe ich nun eine Kopie aller Dateien aus meinem Magento-Verzeichnis hier in meinem root-Verzeichnis meines Webservers. Im nächsten Schritt können wir nun die Startseite unseres Magento-Shops aufrufen und Magento erkennt dabei automatisch, dass es noch gar nicht installiert ist. Also kommen wir jetzt hier zu unserem Installationsassistenten, bei dem wir zuallererst die Lizenzbedingungen akzeptieren werden und im nächsten Schritt die Lokalisierungsoptionen einstellen. Meine erste Option ist die Auswahl des deutschen Sprachpakets, die allerdings hier in unserem Installationsassistenten keinerlei Effekt zeigt, denn die deutschen Sprachdateien sind noch gar nicht vorhanden, Somit kann natürlich auch kein deutscher Text angezeigt werden. Im späteren Verlauf werden Sie aber wahrscheinlich das deutsche Sprachpaket installieren und im Zuge dessen wird auch Ihr Backend dann automatisch auf Deutsch erscheinen. Damit die zeitgesteuerten Funktionen von Magento auch wirklich das tun, was sie sollen, und vor allem zum Zeitpunkt, an dem sie es tun sollen, müssen wir die Zeitzone für unseren Shop festlegen. Und Berlin, Europa, finden wir ziemlich weit am Ende unter "West Europe Standard Time". Die letzte Einstellung hier ist unsere Währung, der Euro, und wir können dann das Formular bestätigen. Im nächsten Schritt müssen wir unsere Datenbank festlegen. Damit sagen wir dem Magento-Installationswizard, wo denn eigentlich die ganzen Tabellen gespeichert werden sollen. Für den Fall, dass Sie die Magento-Beispieldaten installiert haben, sollten Sie sicherstellen, dass die Datenbank, die Sie jetzt für den Installationsassistenten verwenden, natürlich dieselbe ist, in die Sie auch die Beispieldaten importiert haben. Normalerweise für eine lokale Installation auf Ihrem eigenen Rechner ist der Host für den MySQL-Server "localhost" und in unserem Fall hier habe ich als Datenbanknamen "Magento" gewählt. Ich gebe jetzt noch meine Zugangsdaten ein, die je nachdem, wie Ihre Installation aufgesetzt worden ist, unterschiedlich sein können, und möchte ganz kurz auf das Feld "Tables Prefix" eingehen. Die Tabellenpräfixe sind ein Sicherheitsfeature, das dafür sorgt, wenn Ihr Skript von automatisierten Skripten angegriffen wird, das Schwierigkeitslevel für den Angriff etwas erhöht wird. Was bedeutet das nun im Detail? Normalerweise gibt es in Magento bestimmte Tabellennamen, zum Beispiel "admin_users". Diese Tabelle enthält die Administratoren in Ihrem Shop. So ein Angriff auf diese Tabelle ist nun relativ simpel, indem man einfach diesen Tabellennamen verwendet. Man kann es dem Angreifer etwas schwerer machen, indem man einen anderen Tabellennamen verwendet. Das geht in Magento relativ einfach dadurch dass ich einen Tabellenpräfix verwende, der dann vor jeden Tabellennamen einfach vorne drangesetzt wird. So wird aus "admin_users" zum Beispiel "linkedin_users". Ich würde dazu einfach "linkedin" als Tabellenpräfix festlegen. In meinem Fall, weil ich die Beispieldaten bereits installiert habe und diese keinen Tabellenpräfix verwendet, kann ich das Feld nicht benutzen, denn ansonsten würde mein Magento die ganzen Beispieldaten nicht finden. Oder anders herum, ich müsste erst alle Beispieldaten händisch umwandeln und die Tabellen anpassen, damit das wieder funktioniert. Das würde allerdings den Rahmen hier sprengen, deswegen bleibt das Feld für die lokale Installation einfach leer. Im nächsten Abschnitt kann ich festlegen, unter welcher Adresse der Shop aufzurufen ist. Die Base URL wird vom Installationsassistenten direkt schon aus meiner Adresszeile aus meinem Browser ausgelesen und ist insofern hier für mich korrekt. Interessant ist hingegen die Angabe des Adminpfades. Der Adminpfad ist die URL, unter der Sie sich dann später in Ihre Verwaltungsoberfläche anmelden. "Admin" ist aus sicherheitstechnischen Gründen ja fragwürdig, denn jeder Shop wird normalerweise in einer Standardinstallation "Admin" verwenden, ein Angreifer wird also zuallererst "Admin" als Administrations-URL versuchen. Wir verwenden hier einmal etwas ganz eigenes, "eingang_zum_kaninchenbau". Vielleicht kennt ja der eine oder andere noch "Alice im Wunderland". Ich habe nun noch die Möglichkeit, vier verschiedene Checkboxen zu setzen. Die erste Checkbox ist standardmäßig aktiviert und in meinem Fall schalte ich sie aus, denn "Enable Charts" sorgt dafür, dass nach einem Login im Backend automatisch ein Diagramm geladen wird, das mir auf einem grafischen Verlauf meine Kennzahl des Shops anzeigt. An sich klingt das Feature eigentlich ganz nett, der Nachteil ist aber, dass meine Shop-Kennzahlen zur Erstellung dieses Diagramms an Google geschickt werden, denn Google erstellt das Diagramm für Magento. Das möchte ich natürlich nicht, deswegen schalte ich in meinem Fall diese Funktion hier aus. Die nächste Option sorgt dafür, dass der Installationsassistent unsere eigenen Installation versucht über das Internet aufzurufen, um festzustellen, ob die von uns eingetragene Base URL überhaupt gültig ist. Das wird allerdings in diesem Fall hier fehlschlagen, denn meine lokale Entwicklungsumgebung verwendet natürlich eine Adresse, die von außen nicht aufzurufen ist. Damit der Installationsassistent trotzdem weiterarbeitet und auch meine eigene Base URL benutzt, aktiviere ich hier die zweite Option, die diesen Prüfprozess einfach ausschaltet. Die dritte Option ist für die Suchmaschinenoptimierung sehr wichtig, denn sie sorgt dafür, dass wir sprechende URLs in unserem Shop verwenden können. Wir müssen uns also nicht mit technischen URLs wie "catalogue", "product", "view", "id=15" vergnügen, sondern wir können unsere Adresszeile, unseren Produktnamen und vielleicht das eine oder andere Keyword ".html" benutzen. Mit der letzten Option "Use Secure URLs" können Sie festlegen, dass alle Aufrufe an den Webserver über eine verschlüsselte SSL-Verbindung oder auch HTTPS-Verbindung abgesetzt werden. In meiner lokalen Entwicklungsumgebung habe ich weder HTTPS noch ein gültiges Zertifikat, deswegen lasse ich die Option hier deaktiviert. Bei einem Shop, den Sie im Internet installieren, sollten Sie die Funktion auf jeden Fall aktivieren. Immer daran denken: Bei der Einrichtung von Zertifikaten und einer SSL-Verbindung ist Ihr jeweiliger Hoster sicherlich in der Lage, Ihnen zu helfen. So, wir bestätigen alle gemachten Angaben und kommen im nächsten Schritt zur Erstellung unseres Admin-Accounts. Ich gebe zuerst einmal meine persönlichen Daten an, und als nächstes brauche ich einen Benutzernamen für das Backend sowie ein Passwort. Immer ganz wichtig: Benutzen Sie natürlich nicht "Administrator", "Admin", "Verwaltung" oder sonst irgendetwas. Es ist immer sehr einfach mit einer einfachen, sogenannten "Brute-force-Attacke", also einfach mal ausprobieren, diese Zugänge zu knacken. Deswegen verwende ich in meinem Fall meinen Namen und ein Passwort. Das Passwort sollte mindestens aus sieben Zeichen bestehen, es sollte Buchstaben, Zahlen und auch ein Sonderzeichen enthalten. Den letzten Block für den "Encryption Key" können wir leer lassen, Magento erstellt selbständig solch einen String für uns. Die Zeichenfolge wird von Magento dafür benutzt, sensible Daten in der Datenbank zu verschlüsseln und es benötigt diesen Encryption Key auch, um diese Daten wieder zu entschlüsseln. Das werden wir dann auch gleich im nächsten Schritt sehen, nachdem Magento mit der Installation fertig ist, denn dieser Encryption Key, der jetzt hier einmalig ausgegeben wird, sollte von Ihnen notiert werden. Wenn Sie jetzt Magento mit seinem Datenbestand auf einen neuen Server migrieren und dabei diesen Encryption Key verlieren, wird Magento die verschlüsselten Daten nicht mehr entschlüsseln können. Das bedeutet, eventuell gespeicherte Kreditkarten oder andere Zahlungsinformationsdaten, die in der Datenbank stehen, sind für den Kunden verloren, ebenso die hinterlegten Passwörter. Machen Sie sich also daher eine Kopie von diesem Encryption Key, ausgedruckt in den Safe, irgendwo in einer Akte, dann können Sie bei einem Umzug Ihres Magenta-Shops auch ohne Probleme auf Ihre verschlüsselten Daten wieder zugreifen. Mit einem Klick auf "Go to Frontend" und "Go to Backend" sehen wir jetzt einmal einen kleinen Blick ins Frontend. Also die Beispieldaten sind vorhanden, Magento lädt uns das Frontend und beim Blick in den Backendbereich probieren wir gleich mal unsere Zugangsdaten aus und werden sehen, dass wir uns damit wunderbar in unserem Shop anmelden können. Und damit haben wir schon eine fertige, lauffähige Magento-Instanz inklusive Beispieldaten.

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2 Std. 30 min (27 Videos)
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Erscheinungsdatum:22.05.2017

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