Photoshop CC für Profis

Lokale Optimierungen mit Camera Raw

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Lokale Optimierungen sind in Camera Raw mitunter etwas hakelig. Dann ist genau der richtige Moment, um zu Photoshop zu wechseln!

Transkript

Bei einem Bild wie diesem sieht man sofort einige Tonwertprobleme. Der Hintergrund, der frisst hier aus. Der ist hier rein weiß. Das stört nicht, der kann ausfressen, der ist unwichtig. Ich habe hier Unschärfebereiche. Auch das soll so sein, weil im Fokus sollen ja diese beiden Vögel liegen, die beiden Tauben. Die sollten schon eine schöne Zeichnung haben. Die sollten Strukturen aufzeigen, und nicht so ausgefressene Beine und ausgefressene Flügel wie hier in diesem Fall. Was wir zunächst versuchen könnten ist es, das Bild global zu bearbeiten. Also wenn ich hier die Belichtung runterfahre, dann sieht man:  Mensch, da ist ja sogar noch Zeichnung in all diesen kritischen Bereichen. Also das passt ganz gut. Ich kann das so weit zurückfahren, bis diese kritischen Bereiche wieder sichtbar sind. Wenn mir das Bild so gefällt, dann ist alles gut. Aber in diesem Fall wird das insgesamt dann doch zu dunkel. Also muss ich hier wieder irgendwo gegensteuern, z.B. die Tiefen wieder etwas aufhellen. Sann könnte man, wenn man das gut findet, das Ergebnis so lassen. Es wirkt aber schnell wie eine Art Ton-Mapping. Wenn man den ursprünglichen Bildeindruck behalten möchte, dann ist das natürlich keine Option. Hier müssten Sie also lokal arbeiten. Im Prinzip, ich setze zunächst mal zurück hier, geht das ja in Camera Raw, dass Sie hier mit dem Anpassungspinsel lokal die Helligkeit, die Belichtung und alles, was Sie einstellen können, bearbeiten können. Sie können dann die Größe ändern. Das Ganze ist dann etwas hakelig, die Automatisch-Maskieren-Funktion, die sorgt mitunter an einigen Kanten für unschöne Artefakte. Mich stört schon, dass man nicht mit den normalen Standard-Shortcuts die Pinselgröße verändern kann. Mag auf Windows der Fall sein - auf dem Mac funktioniert das nicht. Ich muss die Shift- und rechte Maustaste drücken, ändert sich aber nur der Fokus und nicht die Pinselgröße, und alle anderen Tastenkombinationen funktionieren für mich nicht. ich habe da eigentlich keine Lust drauf. Sie können aber diese Maskierungsarbeiten in Photoshop vornehmen. Das geht wesentlich einfacher. Deshalb klicke ich hier mit gehaltener Shift-Taste auf "Objekt öffnen", habe dann mein Originalbild hier einmal vorliegen. Mache einen Rechtsklick hier drauf und wähle "Neues Smart-Objekt durch Kopie", damit ich eine echte Kopie und keine Instanz dieses Smart-Objekts erschaffe, und mache dann einen Doppelklick hier drauf, um wieder in Camera Raw zurückzukehren. Jetzt hole ich die Bereiche, die kritisch sind, so zurück, dass ich hier Zeichnung habe. Ich würde auch gleichzeitig die Tiefen, und zwar für diesen Bereich nur, etwas anheben. Ich achte nur auf die Vögel, nicht auf die ganze Umgebung, und würde den Bereich ein wenig aufhellen, sodass wir auch hier wieder Zeichnung haben. Dann würde ich die Klarheit etwas erhöhen, damit das Gefieder einen bestimmten Glanz bekommt. So, und das war es auch schon! Ich klicke auf "OK", habe in Photoshop mein Ergebnis, und das kann ich jetzt mit dem Hintergrund entweder verrechnen, mit verschiedenen Füllmethoden, oder ich nehme mir einfach eine schwarze Maske, und male dann dort die Korrekturen ein, wo sie hingehören. Hier eine Maske dran mit gehaltener Alt-Taste, hier einmal draufklicken, dann nehme ich den Pinsel oder das Schnellauswahl-Werkzeug, was in diesem Fall auch ganz gut funktionieren sollte. Schauen wir mal - genau, da ist der Vogel auch schon ausgewählt. Das machen wir unten ganz grob, hier ebenfalls. Je kleiner die Pinselspitze ist bei dem Schnellauswahl-Werkzeug, umso genauer arbeitet die. Ich muss Bereiche abziehen, die irrtümlich ausgewählt wurden - das mache ich mit gehaltener Alt-Taste. Die Kantenerkennung funktioniert ganz gut. Ich habe nur eine Maus an Rechner hängen, deswegen funktioniert sie nicht so gut, weil mit einem Stift können Sie wesentlich genauer arbeiten, weil nämlich das Schnellauswahl-Werkzeug Gebrauch von dem Stiftdruck macht. Je stärker ich aufdrücke, umso mehr wird ausgewählt. Je geringer ich aufdrücke, umso weniger wird ausgewählt, also umso feinfühliger ist dann dieses Werkzeug. So, das war die eine Taube. Dann korrigieren wir noch schnell die andere. So, einmal hier, die Bereiche weg mal hier. Mit der Maus ist es wirklich fummelig. Ich werde nachher mal das Grafik-Tablet auspacken. Ich müsste die Pinselspitze etwas vergrößern, dann geht es auch schneller. Ich denke, für diesen Zweck sollte das reichen. Ich kann ja nachträglich die Maske jederzeit noch entsprechend anpassen. Und jetzt fülle ich diesen Bereich hier mit Weiß, also Command- und Rückschritt-Taste, weil ich hier Weiß als Hintergrund habe, und stelle fest - das ist etwas dunkel geworden. Ich hebe die Auswahl auf mit Strg+D. Ich habe jetzt hier meine Tauben mit einer schönen Zeichnung, aber die Kante ist natürlich noch viel zu hart. Also brauche ich hier entweder eine weiche Kante, die kann ich einfach hier hinzufügen mit dem "Eigenschaften-Bedienfeld" und dem "Weiche-Kante-Regler". ich muss schauen, ob dabei keine unschönen Säume, jetzt hier in diesem Fall oder hier in diesem Fall, entstehen. Das ist in der Regel nicht die Methode der Wahl. In der Regel sollten Sie hier einfach wählen "Maske verbessern". Dann den Radius ein bisschen nach rechts ziehen, und dann sieht die Maske gleich schicker aus. Schauen Sie mal, vorher - nachher. Hat sich gleich ein bisschen angepasst. Die Übergänge sind besser. Auch wenn sie so ganz furchtbar aussehen, im späteren Bild sieht man das dann nicht mehr, denn wir werden diese Korrektur auch nicht mit voller Deckkraft anwenden. Und jetzt zoome ich raus, und schaue mir das mal an, ob das passt. Die Beine sind etwas dunkel geworden. Hier haben wir zwischen den Beinen zu starken Abdunklungseffekt, also nehme ich mir einen Pinsel, mache den ein bisschen kleiner, nehme mir schwarze Farbe, und male hier zwischen, um diesen Effekt wieder abzumildern. Sie könnten Sie auch über diese Maske malen, oder Sie können mit der Deckkraft spielen. Bei null, sehen Sie das "Vorher-Ergebnis". Wenn Sie dann langsam nach rechts fahren, können Sie diesen Effekt zurückholen, bis er ausreichend stark ist, wir den Glanz im Gefieder haben, und auch hier die Beine wieder mit Zeichnung versehen sind. Was ich erreicht habe, ist Folgendes: dass die Gesamtsituation des Bildes unverändert geblieben ist, ich aber hier in den kritischen Bereichen die Zeichnung wieder zurückgeholt habe. Sie können hier die Maske auch noch jederzeit anpassen, und dort, wo es zu dunkel geworden ist, zurückmalen. Wenn Sie die Originalmaske, also von den beiden Vögeln, bewahren wollen, dann packen Sie einfach diese Ebene in eine Gruppe mit Command+G, und hängen da eine weitere Maske dran. Jetzt nehme ich mir den Pinsel mit schwarzer Farbe und einem ganz geringen Fluss, und male jetzt über die sehr dunklen Bereiche hier an dieser Stelle, um dort diese Abdunkelung wieder etwas zurückzunehmen. Die war ja vorher schon ganz gut zu sehen, hier die Seite. Auch hier unter muss das nicht so dunkel sein. Das ist also im Prinzip auch eine Art von manuellem Ton-Mapping, wo Sie bestimmen, mit dem Pinsel, wo etwas abgedunkelt und aufgehellt wird. So können Sie im Prinzip lokal arbeiten, mit Camera Raw und Photoshop. Und zwar haben Sie dann das Beste aus beiden Welten. In Camera Raw haben Sie die hohe Qualität der Entwicklung, weil auf die Raw-Daten zugegriffen wird. Dann haben Sie die ganzen Möglichkeiten in Camera Raw, z.B. die Klarheit zu erhöhen, um mehr Glanz in Ihre Bilder zu bekommen. Und dann haben Sie zum Zweiten hier die Vorteile in Photoshop, dass Sie hier wesentlich besser, schneller und genauer maskieren können. Also machen Sie Gebrauch davon, mit Smart-Objektkopien zu arbeiten, um Ihre Bilder lokal zu optimieren.

Photoshop CC für Profis

Erleben Sie live, wie Sie die aktuellen Möglichkeiten der Bildbearbeitung und Optimierung in Photoshop CC nutzen und mit gewitzten Techniken eine bessere Bildqualität erreichen.

7 Std. 40 min (73 Videos)
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