Lightroom Classic CC / Lightroom 6 lernen

Lokale Korrekturen durchführen

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Die globalen Anpassungen des Entwickeln-Moduls sind nicht immer für das ganze Bild geeignet. An diesem Punkt setzen die lokalen Entwicklungswerkzeuge an. Mit diesen wenden Sie die Korrekturmöglichkeiten von Lightroom gezielt auf einzelne Bildzonen an.
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Transkript

Nach den globalen Anpassungen Ihres Bildes stellen Sie vielleicht irgendwann fest, dass die globalen Anpassungen auf das gesamte Bild nicht immer passend sind. Etwas, was sich für den oberen Bereich des Bildes ganz gut darstellt, ist im unteren Bereich vielleicht nicht so optimal. Hier sehen wir, dass die Brillianz, die wir einfach brauchen für diesen weiß-blau Kontrast, dem Sand hier überhaupt nicht gut tut. Das wir hier von einer leichten Unterbelichtung, oder einem größeren Kontrast, durchaus profitieren können. Das ist der Punkt. wo die lokalen Korrekturen einsetzten. Sie haben in Lightroom auch die Möglichkeit nicht nur auf das ganze Bild zu korrigieren, sondern auch mit lokalen Entwicklungswerkzeugen zu arbeiten. Dazu haben Sie drei Entwicklungswerkzeuge, die alle hier oben in der Werkzeugleiste zur Verfügung stehen. Sie haben einen linearen Verlaufsfilter, Sie haben einen radialen Verlaufsfilter, und einen individuell anzuwendenden Korrekturpinsel. Das Verhalten dieser Werkzeuge ist sehr, sehr ähnlich. In allen haben Sie ein Set von Entwicklungseinstellungen, was Sie dann auf die verschiedensten Arten und Weisen auf das Bild übertragen können. Entweder, indem Sie das mit dem Pinsel einfach aufziehen, oder indem Sie halt mit dem radialen Verlaufsfilter einen radialen Verlauf aufziehen, oder indem Sie mit dem linearen Verlaufsfilter einen linearen Verlauf aufziehen. Den möchte ich jetzt mal benutzen, um ihn hier im Entwicklungsbeispiel zu zeigen. Ich lösche dazu die bisherigen Korrekturen und gehe in den linearen Verlaufsfilter. Ich möchte die untere linke Ecke des Bildes jetzt anders entwickeln als den Rest des Bildes. Also wähle ich den linearen Verlaufsfilter. Sie sehen, hier sind schon Entwicklungseinstellungen drin. Das sind die zuletzt angewählten. Die kann ich ganz einfach zurücksetzen. Drücken Sie die "Alt-Taste" und klicken Sie auf einen der Regler oder auf den Knopf "zurücksetzen" hier, und schon ist alles genullt. Jetzt überlege ich mir, was der Sand im unteren linken Bereich vertragen könnte. Wahrscheinlich eine leichte Unterbelichtung, das ist schon mal klar. Vielleicht eine erhöhte Klarheitseinstellung, das weiß ich aber alles noch nicht so genau, und deshalb werde ich mal mit diesen groben Einstellungen einen Verlauf aufziehen, um zu gucken, ob mich das zu Ziel führt. Ich setze irgendwo an, wo ich gleiche Entwicklungseinstellungen voraussetze, also z.B. vom Rand von der Ecke bis zu diesem Punkt hier. Und dann ziehe ich von hier aus den Verlauf z.B. bis zum Horizont. hier oben auf, so. Ich glaube, Sie sehen sehr deutlich, dass hier an diesem Strich der Verlauf angefangen hat, vom Rand bis hier her ist die 100%-ige Entwicklungseinstellung meiner Einstellung hier aufgetragen. Und dann läuft das langsam über die Mitte aus, bis zur Linie, die hier ist. Diese Linien können Sie jederzeit noch bearbeiten, und ziehen und drehen. Zum Drehen gehen Sie einfach auf die Mittellinie und drehen diese Entwicklungseinstellung hier um. Auch nachdem ich jetzt die Entwicklungseinstellung lokal aufgetragen habe, kann ich noch an den Einstellungen arbeiten. Ich kann mir angucken, was passiert, wenn ich die Belichtung noch weiter runtersenke. Vielleicht sollte ich auch nur die Lichter absenken und die Tiefen nicht. Dann wird mir das aber ein bisschen zu weich, deshalb setze ich diese Entwicklungseinstellung mal zurück, und erhöhe lieber die Klarheit, damit ich hier noch etwas mehr Dampf bekomme. Wenn das meine Entwicklungseinstellung sein soll, stelle ich hier fest, dass es für diesen Bereich zwar ganz gut ist, aber dieser Verlauf auch über den rechten Bildbereich geht, aber dort möchte ich ihn nicht haben. Jetzt würde man sagen: Naja, dann hätte man die Korrektur ja auch mit dem Pinsel auftragen können. Das hätte ich machen können, habe ich aber extra nicht gemacht, weil ich Ihnen zeigen möchte, dass Sie seit Lightroom 6, bzw. Lightroom CC, die Möglichkeit haben, auch Verlaufs- und radiale Filter nachträglich mit dem Pinsel zu bearbeiten. Ich kann also hier auf den Pinsel klicken und dann bekomme ich zusätzlich zu meinen Entwicklungseinstellungen, die Einstellungen, mit denen ich einen Pinsel steuern kann. Und hier kann ich eine bestimmte Größe einstellen für den Pinsel, eine bestimmte weiche Kante für den Pinsel und Sie sehen, dass die weiche Kante des Pinsels offensichtlich diese beiden Linien, diese beiden Radien auseinanderzieht. Das ist die Gesamtgröße des Pinsels und der mittlere Radius zeigt Ihnen, wo Sie mit 100%-iger Einstellung arbeiten. Die weiche Kante läuft hier langsam zum Rand aus. Mit diesem Pinsel können Sie zweierlei Sachen machen. Das eine ist, Sie können mit dem Pinsel einfach auf bestimmte Bereiche gehen und sagen: Hier möchte ich den Verlauf noch ein wenig weiter malen. Was ich jetzt mache, ist die Größe ein wenig kleiner zu machen. Und ich möchte jetzt den Sand, der an dieser Stelle ist, tatsächlich noch mehr in der Form entwickeln, wie ich es im unteren Bereich gemacht habe, möchte aber nicht, dass der Strandkorb hier was abbekommt. Deshalb sage ich: Automatisch maskieren. Dann klicke ich hier drauf und kann hier diese Entwicklungseinstellung noch etwas mehr auftragen. Umgekehrt kann ich über die Option "Löschen" auch sagen, dass ich Entwicklungseinstellungen aus einem Bereich raushalten möchte. Das mache ich jetzt am rechten Strandkorb. Dazu erhöhe ich die Größe mal. Auch hier möchte ich automatisch maskieren, und gehe dann hier rüber um die Entwicklungseinstellung langsam hier rauszumalen, aber nicht besonders vorsichtig hier an der Kante sein zu müssen. Ich achte einfach darauf, dass die Mitte des Pinsels hier nicht über diese Kante hinausgeht. Und mit einem kleineren Pinsel kann ich am Rand nochmal nachbearbeiten, falls hier Kleinigkeiten sind. So können Sie Verlaufsfilter und Korrekturpinsel miteinander kombinieren, um eine lokale Korrektur aufzutragen. Maßgeblich für die Kontrolle dieser lokalen Korrektur ist natürlich das, was Sie sehen, als Entwicklungseinstellung. Sie können jederzeit über die Option, die Sie hier unten haben, die Bearbeitungspunkte ausblenden. Wenn Sie auf "Auto" gehen, ist ein Bearbeitungspunkt immer ausgeblendet, sobald Sie mit der Maus aus dem Bild raus sind. Sobald die Maus wieder reinkommt, sehen Sie den Bearbeitungspunkt wieder. Wenn Sie die Korrektur temporär ausschalten wollen, dann klicken Sie einfach auf dieses kleine Kippschalter-Symbol und damit schalten Sie die Korrektur an und aus. Und können auch kontrollieren, ob das in Ihrem Sinne wirkt. Wenn Sie die Maske kontrollieren wollen, also kontrollieren wollen, wo genau habe ich jetzt gearbeitet, dann gehen Sie einfach mit der Maus zu diesem Bearbeitungspunkt und wenn Sie den Mauszeiger etwas länger darauf lassen wird Ihnen die sog. Bearbeitungsmaske angezeigt, und Sie sehen durch diese farbliche Überlagerung, wo Ihre Maske wirkt und wo sie nicht wirkt. Dadurch sehe ich auch, dass ich in manchen weißen Streifen des Strandkorbs rechts noch eine Überlagerung habe, dort wird also korrigiert. Das ist aber gar nicht schlimm, weil es dem weißen Streifen dort auch gut tut, ein wenig dunkler zu werden. Falls Sie die Maske dauerhaft einblenden wollen, können Sie das über die Option hier unten machen und dann könnten Sie wenn Sie wollen, auch hier noch korrigieren und diese Bereiche aus der Korrektur raushalten. Sie sehen also, lokale Korrekturen ermöglichen es Ihnen Bildteile individuell zu entwickeln, die durch eine globale Entwicklung noch nicht ganz optimal ausgearbeitet wurden.

Lightroom Classic CC / Lightroom 6 lernen

Lernen Sie, wie schnell und einfach Sie mit Lightroom CC / Lightroom 6 Ihre Bilder organisieren, entwickeln und weitergeben bzw. präsentieren können.

3 Std. 9 min (32 Videos)
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