Unsere Datenschutzrichtlinie wird in Kürze aktualisiert. Bitte sehen Sie sich die Vorschau an.

Windows Server 2012 R2: Hochverfügbarkeit von Infrastrukturservern

Livemigration ohne Cluster durchführen

Testen Sie unsere 2015 Kurse

10 Tage kostenlos!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Virtuelle Server lassen sich in Hyper-V im laufenden Betrieb ohne Unterbrechung der Dienste von einem Hyper-V-Host auf einen anderen Hyper-V-Host übertragen. Wie Sie dazu vorgehen, erfahren Sie in diesem Film.
14:00

Transkript

In Hyper-V von Windows Server 2012 R2 haben Sie die Möglichkeit, virtuelle Server im laufenden Betrieb von einem Hyper-V-Host auf den anderen Hyper-V-Host zu übertragen. Das heißt, Sie machen Ihre Infrastrukturserver komplett unabhängig von der Hardware und können bei der Verwaltung beziehungsweise der Aktualisierung eines Hyper-V-Hosts sehr einfach und kostengünstig auch ohne Cluster virtuelle Server verschieben. Die Vorgänge dazu sind relativ einfach. Sie müssen zunächst in der Domaine Einstellungen für die Computerkonten ändern. Ich verbinde mich jetzt dazu mit dem Remote Desktop meines Domain Controllers. Hier finden Sie in Active Directory, Benutzer und Computer die Organisationseinheit für Ihre Computer und Server und hier müssen Sie für die Hyper-V-Hosts im Netzwerk, also hier den Server S1 und S2, die Eigenschaften anpassen, und auf der Registerkarte "Delegierung" die Option aktivieren: Computer bei Delegierungen angegebener Dienste vertrauen. Die Option: Nur Kerberos verwenden. Danach integrieren Sie die Dienste "cifs", "Microsoft Virtual Console Service" und "Microsoft Virtual System Migration Service" für alle beteiligten Hyper-V-Hosts. Das machen Sie nicht nur auf dem einen Hyper-V-Host, sondern eben auch auf dem anderen Hyper-V-Host. Ebenfalls wieder auf die Registerkarte "Delegierung" und starten danach den Server neu. Ich wechsle jetzt wieder zum Remote Desktop meines Hyper-V-Hosts. Danach nehmen Sie auf den einzelnen Hyper-V-Hosts in den Hyper-V-Einstellungen im Bereich "Livemigrationen" die entsprechende Konfiguration vor. Hier aktivieren Sie zunächst die Livemigration, legen fest, von welchen Netzwerken und IP-Adressen die Livemigration gestartet wird, konfigurieren bei den "Erweiterten Features" auch Kerberos als Authentifizierungsprotokoll sowie die Möglichkeit, die Daten zu komprimieren. Danach haben Sie die Möglichkeit, Server im laufenden Betrieb zu verschieben. Ich zeige Ihnen das an diesem Beispiel. Es gibt jetzt hier den Server infr02. Dieser wird ausgeführt. Ich öffne jetzt im Hintergrund eine Befehlszeile, und lasse den Server anpingen. Ich verwende dazu die Option -t, so wird der Ping dauerhaft durchgeführt. Der Server kann jetzt hier nicht mit seinem Namen gefunden werden, da ich ihn umbenannt habe in dc2.contoso.int. Ich lasse jetzt diesen wieder mit der Option -t pingen. Sie sehen, der Server steht jetzt im Netzwerk zur Verfügung mit der IP-Adresse 61. Ich kann auch hier im Hyper-V-Manager im unteren Bereich "Netzwerk" die Daten überprüfen. Sie sehen: Es handelt sich jetzt hier um den Server 61. Ich habe auch die Möglichkeit, mit dem Remote Konsolenfenster eine Verbindung aufzubauen, das mache ich jetzt hier und authentifiziere mich an der Domaine. So kann ich jetzt vor dem Übertragen auf den anderen Hyper-V-Host sicherstellen, ob der Server grundsätzlich funktioniert. Sie sehen: Der Server ist jetzt hier verfügbar. Ich öffne jetzt eine Befehlszeile auf dem Server Mit dem Befehl "hostname" überprüfe ich den Namen. Sie sehen, der Server hat jetzt hier die Bezeichnung dc2. Es handelt sich also um einen virtuellen Domaincontroller, der gleichzeitig auch noch DHCP Server und DNS Server ist. Ich habe jetzt die Möglichkeit, hier diesen Server im laufenden Betrieb zu übertragen. Sie sehen, hier im Hintergrund läuft die Pingabfrage weiter, das heißt, der Server steht ganz regulär zur Verfügung. Ich habe jetzt hier die Möglichkeit, über das Kontextmenü die Option "Verschieben" auszuwählen. Hier kann ich jetzt über den Assistenten auswählen, dass ich den virtuellen Computer verschieben möchte. Als Name für den Zielcomputer, also den Hyper-V-Host, verwende ich den Server S2, denn jetzt ist der Server Infrastruktur 02 auf dem Hyper-V-Host S2 gespeichert. Ich möchte also jetzt den Server auf den Hyper-V-Host S1 übertragen. Also überprüfe ich zunächst, ob der Name gefunden wird. Das ist der Fall. Danach wird jetzt überprüft, ob die Verbindung aufgebaut werden kann. Ich kann jetzt hier festlegen, dass ich den virtuellen Computer in einen einzelnen Speicherort auf dem Zielhost verschieben möchte. Ich könnte hier natürlich noch auswählen, dass ich verschiedene Verzeichnisse verwenden möchte, wenn z.B. das Verzeichnis, in dem aktuell die Daten der VM gespeichert sind, auf dem Zielhost nicht zur Verfügung stehen. Ich kann natürlich auch den virtuellen Computer verschieben und die virtuellen Festplatten weiterhin auf dem Verzeichnis lassen, auf dem sie sich aktuell befinden. Das macht aber nur dann Sinn, wenn Sie die virtuellen Festplatten auch im Netzwerk speichern. Ich möchte aber, so wie in den meisten Fällen, den kompletten Server mit allen seinen Daten und Konfigurationsdateien auf den anderen Hyper-V-Host verschieben. Als Speicherort auf dem anderen Host kann ich jetzt hier auf den Server zugreifen. Ich verwende jetzt hier den Ordner "vm" auf dem neuen Hyper-V-Host. Danach erscheint eine Zusammenfassung und ich lege jetzt fest, dass ich den virtuellen Computer infr02 vom Hyper-V-Host S2, komplett mit Konfiguration und seinen Festplatten, auf den Zielcomputer S1 verschiebe. Es handelt sich dabei um keinen Cluster, sondern die Livemigration wird wirklich von zwei alleinstehenden Servern durchgeführt. Die Speicherung erfolgt im Verzeichnis "cvm". Als Verschiebungsmethode wird Komprimierung verwendet, das heißt, die Daten werden komprimiert. Im Hintergrund sehen Sie, läuft weiter der Pingvorgang. Ich klicke auf Fertigstellen. Der Assistent überprüft jetzt, ob die Verschiebung durchgeführt werden kann. Es wird jetzt hier zum Beispiel überprüft, ob das virtuelle Netzwerk, das ich auf dem Hyper-V-Host konfiguriert habe, in identischer Form auch auf dem Zielhost zur Verfügung steht. Das hat der Assistent jetzt erfolgreich überprüft und festgestellt, dass die virtuelle Switch, die aktuell vom Hyper-V-Host verwendet wird, nicht auf dem Zielhost zur Verfügung steht. Sie sehen, im Hintergrund laufen die Pingvorgänge unproblematisch weiter. Ich kann jetzt festlegen, dass auf dem neuen Server S1 aber eine virtuelle Switch verbunden wird. Nämlich die virtuelle Netzwerkkarte meines Servers infr02 wird jetzt auf dem Zielhost mit diesem virtuellen Switch verbunden. Danach wird festgestellt, dass auf dem virtuellen Server zwei Netzwerkkarten verbunden sind. Dieser Switch wird natürlich auch nicht gefunden, denn wir haben hier bereits festgestellt, dass die virtuelle Switch auf dem anderen Server einen anderen Namen hat. Es wird jetzt noch einmal überprüft: mit Fertigstellen. Im Hintergrund sehen Sie, laufen die Pingvorgänge weiter. Das heißt, der Server steht weiterhin ganz normal zur Verfügung, während der Assistent hier im Hintergrund den Verschiebevorgang auf den anderen Host durchführt. Sie sehen, das Ganze hat hier auch keine nennenswerte Einbußen in der Geschwindigkeit. Natürlich sollten Sie auf produktiven Servern darauf achten, dass zum einen die Netzwerkverbindungen Ihrer Hyper-V-Hosts extrem schnell sind, zum anderen sollten Sie darauf achten, dass Sie identische Bezeichnungen Ihrer virtuellen Switches verwenden und auch möglichst identische Server. In dieser Testumgebung handelt es sich im Übrigen um zwei vollkommen unterschiedliche Server, die auch zwei verschiedene Baujahre haben und von unterschiedlichen Herstellern stammen. Aber dennoch kann ich ohne Probleme im Hintergrund den virtuellen Server verschieben. Der Server bleibt weiterhin ausgeführt. Sie sehen, das hier in den Pingvorgängen, das heißt, für Anwender ergibt sich keinerlei Unterschiede. Ich kann das noch mal darin verdeutlichen. Sie sehen hier den Pingvorgang. Sie sehen hier den Assistenten, der den Verschiebevorgang ausführt. Ich verbinde mich jetzt mal mit dem Remote Desktop meines Servers S1. Sie sehen hier den Verschiebevorgang. Ich verbinde mich jetzt mal mit dem Server S2. Sie sehen, hier wird der virtuelle Computer noch ausgeführt, er wird aber verschoben, das heißt, ich weiß hier als Administrator auch Bescheid: Es findet derzeit eine Aktion statt. Ich kann auch hier eine Verbindung mit dem anderen Hyper-V-Host herstellen. Das heißt, den Hyper-V-Host, auf den der Server verschoben wird. Hier taucht der Server aktuell noch nicht auf. Er wird jetzt hier zunächst generell verschoben. Ich kann mich jetzt auch mit dem Remote Desktop mit meinem virtuellen Server verbinden, hier der Server dc2. Sie sehen, der Remote Desktop wird problemlos aufgebaut. Ich öffne eine Befehlszeile. Mit "hostname" prüfe ich den Namen ab. Sie sehen, es handelt sich hier jetzt um den Server, den ich aktuell verschiebe. Das heißt der Server steht ganz normal zur Verfügung mit all seinen Serverdiensten, während er im Hintergrund verschoben wird. Ich wechsle dazu jetzt noch mal auf den Server, der Verschiebevorgang wird hier weiter ausgeführt. Die Pingvorgänge bleiben hier weiter aktiv. Das heißt, Sie können relativ unproblematisch einen virtuellen Server, bei entsprechender Netzwerkleistung auch mehrere virtuelle Server, im laufenden Betrieb zwischen Hyper-V-Hosts hin und her verschieben. Dadurch machen Sie Ihre Infrastrukturserver komplett unabhängig von der zugrunde liegenden Hardware, da die Hardware ja nur für die Virtualisierung zur Verfügung gestellt wird. Diese Vorteile haben Sie vor allem mit Windows Server 2012 R2 und mit Hyper-V und vor allem mit der komplett kostenlosen Version Hyper-V-Server 2012 R2. Sie können diese Verschiebevorgänge mit dem Hyper-V-Manager auch von einer Arbeitsstation aus starten. Dazu müssen Sie einfach nur auf Ihren Hyper-V-Host den kostenlosen Hyper-V Server 2012 R2 installieren, müssen auf Ihrer Arbeitsstation die Remote Server Verwaltungstools für Hyper-V installieren und können dann Ihre kostenlosen Hyper-V-Server komplett professionell, hochverfügbar zur Verfügung stellen, ohne dass Sie einen Cluster nutzen. Das hat auch für kleine Unternehmen den Vorteil, dass Sie zum Beispiel Small-Business-Server oder kleinere Infrastruktur-Server problemlos auf einem Hyper-V-Host virtualisieren können und einen zweiten Hyper-V-Host, das kann bei kleinen Unternehmen durchaus auch nur ein größerer PC sein, anbinden und bei einer notwendigen Wartung einfach Ihren kompletten Server per Livemigration auf einen anderen Server verschieben. Einer der größten Vorteile dieser Funktion besteht darin, dass sie sehr einfach einrichtbar ist, dass sie sehr einfach verwendbar ist, aber dass sie dennoch dafür sorgt, dass Ihr Server weiterhin unkompliziert und ohne Ausfall im Netzwerk zur Verfügung steht. Das heißt, Sie müssen auf den Clients keinerlei Aktion durchführen, für die einzelnen Clients ist dieser Vorgang vollständig transparent. Das heißt, die Clients arbeiten ganz normal weiter mit der Domaine, auch mit Domaincontrollern, während Sie den Verschiebevorgang hier durchführen. Sobald der Vorgang abgeschlossen ist - Sie sehen hier, die Pingvorgänge laufen ganz normal weiter - sehen Sie, hier benutzt der Infrastruktur- server 02, hier nicht mehr angezeigt. Ich wechsle jetzt auf den Server S1. Hier wird jetzt der Infrastrukturserver 2, also mein Domaincontroller 2, weiterhin ausgeführt. Ich habe jetzt also hier in Echtzeit, im laufenden Betrieb, einen virtuellen Computer von einem Hyper-V-Host auf einen anderen übertragen. Auf diesem Weg können Sie also Ausfälle Ihrer virtuellen Server dahingehend abfangen, dass Sie Ihre Hyper-V-Hosts miteinander verbinden und bei notwendigen Wartungsarbeiten schnell und einfach Ihre virtuellen Server auf den jeweiligen anderen Server auslagern. Natürlich sollten Sie weiterhin mehrere Active Directory Domaincontroller mit mehreren DNS Servern betreiben. Es spricht auch nichts dagegen, auf einem Hyper-V-Host mehrere Domaincontroller zu betreiben. Das liegt schon alleine daran, dass es sinnvoll ist, wenn z.B. das Betriebssystem auf einem virtuellen Domaincontroller nicht mehr funktioniert, denn dann hilft Ihnen auch die Livemigration nichts mehr. Aber Sie können mit der Livemigration in Hyper-V schon einmal einen großen Fehlerpool sozusagen vermeiden, indem Sie Ihre Infrastrukturserver von der Hardware im Unternehmen vollständig unabhängig machen. Alls, was Sie dazu benötigen, sind zwei ganz einfache Server, die Hyper-V-fähig sind, etwas Konfiguration, und anschließend haben Sie die Möglichkeit mit der Livemigration problemlos Ihre virtuellen Server zu verschieben, ganz ohne Cluster.

Windows Server 2012 R2: Hochverfügbarkeit von Infrastrukturservern

Betreiben Sie Ihre Domänencontroller, DNS- und DHCP-Server mit hoher Zuverlässigkeit.

3 Std. 18 min (24 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 

Die meisten Vorgänge in diesem Training funktionieren auch mit Windows Server 2008 R2 und Windows Server 2012, wurden aber für Windows Server 2012 R2 erstellt.

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!