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LaTeX für Studierende und Wissenschaftler

Literaturverzeichniseinträge erstellen

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Die Verwendung eines externen Programms erleichtert die Erstellung von Literaturverzeichniseinträgen durch die Definition von Beitragstypen sowie die Zuweisung bestimmter Felder.

Transkript

In diesem Video wollen wir uns den Aufbau und die verschiedenen Felder und Eintragstypen für die BibTeX-Datendatei ansehen. Wie im vorherigen Video erwähnt, ist eine BibTeX-Datei auch einfach nur eine Text-Datei. Die können wir uns anschauen, wie folgt: Wir gehen hier in die Liste der zuletzt benutzten Dokumente und öffnen "literatur.bib". Sie sehen, ist ganz normaler Text, ist lesbar und doch haben alle Felder ihren speziellen Namen. Hier zum Beispiel gibt es unseren Faust von Goethe mit dem Autor Johann Wolfgang von Goethe, dem Kürzel "goethe:faust", das wir vorher verwendet haben und auch den Titel. Sie sehen, dass Umlaute speziell kodiert werden, dies kann man machen, muss man aber nicht, wenn man die Einstellung korrekt wählt. Alles in allem, wenn Sie die Datei hier durchsehen, dann sind die einzelnen Feldtypen und Arten von Einträgen schwer zu merken und deswegen empfehle ich Ihnen auf jeden Fall ein Programm wie BibDesk einzusetzen. BibDesk zeigt diese Datei leichter verdaulich an. Wenn Sie einen neuen Eintrag erstellen wollen mit dem Plus hier oben links, dann können Sie hier eben den Typ wählen. Das sind die Eintragstypen, die LaTeX beziehungsweise BibTeX von Haus aus kennt. Sie sehen hier zum Beispiel "article" für einen Artikel, für einen Beitrag in einem Journal oder einem Magazin oder einer Zeitschrift. Klar, dort wird gebraucht: der Autor des Beitrags, der Titel des Beitrags, in welchem Magazin, in welchem Journal und in welchem Jahr. Alle anderen Einträge sind optional und wir werden uns nachher noch ein Beispiel dafür ansehen. Buch haben wir bereits gesehen. Auch oft verwendet "conference" und da zeige ich Ihnen ein Beispiel und zwar nehmen wir den BibTeX-Eintragstyp "inproceedings". Das ist ein Beitrag in einer Konferenz, deswegen "inproceedings". Wiederum Autor, Titel, dann der Titel des Konferenzsbandes oder der Konferenz zusammen mit Jahr. Hier unten geben Sie üblicherweise die Seitenzahl an, dann eventuell noch den Verlag, die Adresse und den Monat. Haben Sie mehrere Autoren zu einem Beitrag, zum Beispiel hier Max Mustermann, dann schreiben Sie den zweiten Autor mit "and", dem englischen "and", zum Beispiel Beate Beispiel. Sie könnten jetzt noch weitere Namen angeben, zum Beispiel "and" Fritz Fiel oder wenn Sie einfach viele Autoren angeben möchten, aber nicht alle ausschreiben, schreiben Sie "and others". Auch oft verwendet ist "manual". Gerade bei Software brauchen Sie oft den "manual guide". Wenn es sich nicht um Bücher handelt, sondern einfach wirklich um Softwarebeschreibungen, die in Datenform daher kommen, ist "manual" oft das Richtige. Hier zum Beispiel das "manual scrguide", die Beschreibung zum KOMA-Script Paket, das wir im Buch hier sehr viel besprechen. Wie gerade besprochen, der Artikel in einer Zeitschrift. In diesem Fall ist es ein Artikel in der Zeitschrift "Die TeXnische Komödie", also der Mitgliederzeitschrift für Dante, die deutsche Anwendervereinigung TeX e.V. Ich habe in dieser - 2007 - einen Artikel mit dem Titel "Große Dokumente mit LaTeX" veröffentlicht und genau dieser Titel taucht hier eben wieder auf zusammen mit der Jahreszahl, das war in der zweiten Ausgabe 2007 auf den Seiten 32 bis 38. Das Kürzel hier oben wählen Sie am besten so, dass es immer eindeutig ist, dass Sie sich zum einen leicht daran erinnern können, wie es wahrscheinlich lautet und dass Sie beim Kürzel lesen noch ungefähr wissen, was es ist. Ich empfehle daher immer eine Kombination aus Hauptautor und einer kurzen Erinnerung, was aus dem Titel es ist. In dem Fall, klar, "schlosser", Autor Doppelpunkt und dann in "Die TeXnische Komödie", "dtk" "_grossedok" für große Dokumente. Alle Eintragstypen haben unterschiedliche Felder, die benötigt werden. Wenn wir zum Beispiel "masterthesis" anklicken, dann wird hier zum Beispiel School, also die Universität verlangt. Bei einer "phdthesis" sieht es genau so aus, sie ist nur von einem anderen Typ. Wenn Sie jetzt eine Website haben, zum Beispiel "schlosser:blog", findet sich auf "http://www.schlosser.info". Für alle Arten von Websiten oder auch Websites empfehle ich Ihnen immer das Datum des letzten Zugriffs anzugeben. Der Grund, Webseiten ändern sich und es ist Usus, dass Sie angeben, wann Sie diese Website angesehen haben. Auf diese Weise ist leichter nachvollziehbar und leichter verständlich, wenn sich der Inhalt geändert hat. Zum Beispiel also 2017-01-28. Was wir jetzt hier noch nicht haben, ist der Titel der Website. Empfehle ich Ihnen auch zu setzen, weil viele Zitierstile den Titel brauchen. Dazu klicke ich in Menü Publikation auf Feld hinzufügen und füge das Feld "Title" hinzu. Und der Titel in dem Fall halt... nennen wir es einfach meinen Blog. Jetzt sehen Sie, gibt es hier die Webpage. Diese Datei können wir jetzt abspeichern und verwenden zwei dieser Zitierungen, zwei dieser Einträge noch in unserem Beispieldokument. Einmal zitieren wir den "{mustermann:conf}", damit Sie sehen, wie das mit mehreren Autoren aussieht. Und dann zitieren wir vielleicht noch die Webseite "{schlosser:blog}". Wir lassen den Kompilierungslauf einmal starten. Wir müssen jetzt auch einmal den BibTeX-Lauf, den Biber-Lauf starten. Und wenn dieser beendet ist, dann eben noch mal setzen. Sie erinnern sich, immer einmal LaTeX, dann Biber, dann nochmal LaTeX laufen lassen. Das Ergebnis sehen Sie hier rechts, zitiert nach wie vor nummerisch und im Literaturverzeichnis entsprechend den Zahlen hier, der Blog, die Faust Tragödie und der Konferenzbeitrag. Sie sehen die zwei Autoren und andere, u. a abgekürzt für und andere.

LaTeX für Studierende und Wissenschaftler

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5 Std. 29 min (54 Videos)
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