Azure: Basiswissen für Administratoren

Lastenausgleichsmodule (Load Balancer)

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Ein Load Balancer ermöglicht das Koppeln interner und öffentlicher IP-Adressen mittels Network Address Translation (NAT). Möglichkeiten zur Lastenverteilung bieten dabei der Azure Load Balancer, das Application Gateway oder der Azure Traffic Manager.
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Transkript

Sobald ich komplexere Serverinfrastrukturen betreibe, komme ich am Thema "Load Balancing" nicht vorbei, weil ich natürlich einen intelligenten Mechanismus brauche, der mir sagt, welcher Server welche Anfrage übernimmt. Das kann bei einem SharePoint-Server-Szenario in der Azure Cloud folgendermaßen aussehen: Wir haben hier eine virtuelles Netzwerk, grün umrandet, und wir sehen, wie ein Load Balancer die von außen kommenden Requests weitergibt an die entsprechenden beiden Werbserver, die über ein Availability Set gebunden sind. Grundsätzlich würde man in einer produktiven Umgebung die drei Tiers, also das Web Tier, das Application Tier und das Database Tier, in ein entsprechendes Subnet einbinden, um auf diese Art und Weise zusätzlich, was in dieser schematischen Darstellung nicht der Fall ist, auch ein internes Load Balancing durchführen, indem man einen Load Balancer setzt zwischen das Subnet des Web Tier und das Subnet des Application Tiers, um das interne Load Balancing zu steuern. Das ist das, was Load Balancer grundsätzlich bieten innerhalb der Azure-Infrastruktur. Anhand des gerade gezeigten Szenarios kommen wir dann grundsätzlich auf vier Load Balancer, einen externen, der das NAT, also das Network Address Translating vornimmt, und drei interne Load Balancer. Um dieses Szenario zu simulieren, kann ich Ihnen empfehlen, bauen Sie doch einmal eine hochverfügbare SharePoint Farm auf. Dafür gibt es in der Library ein Template. Das heißt, wir suchen jetzt nach "sharepoint ha", das passiert noch auf 2013 und wenn Sie eine Dienstinstanz von dieser Vorlage ausrollen, bekommen Sie eine komplette hochverfügbare SharePoint Farm ausgerollt, die natürlich auch das Thema "Load Balancing" beinhaltet. Hier sehen wir mal nach Typ sortiert vier unterschiedliche Load Balancer, die entsprechenden Netzwerkkarten, die öffentlichen IP-Adressen, die Storage-Accounts, die Verfügbarkeitsgruppen, die virtuellen Computer, sprich all das, was diese SharePoint Farm ausmacht. Das heißt, wir haben mit einem Blick auf unser virtuelles Netzwerk folgende Möglichkeiten: Wir gucken einmal auf die Diagrammfunktion. Wir haben ein Subnet mit den Application-Servern, ein Subnet mit den Webservern, eins Subnet mit den SQLs und ein Subnet mit unseren Domain Controller. Soweit, so gut. Jetzt schauen wir mal als nächstes nach den Load Balancern selbst. Werfen wir also einen Blick auf die Load-Balancing-Dienstinstanzen, vier Stück an der Zahl. Als erstes schauen wir uns die Frontend-IP-Konfiguration an, das heißt, wir sehen, bei unserem RDP Load Balancer haben wir einen Frontend-IP-Konfigurationspunkt basierend auf einer public facing IP. Das sehen wir hier genauso, hier ebenfalls und lediglich der SQL Load Balancer basiert auf einer internen IP-Adresse. Das können wir noch einmal verifizieren, indem wir nach den öffentlichen IP-Adressen schauen und das deckt sich natürlich mit der Übersicht, die wir gerade schon vor Augen hatten. Dann weiter. Der RDP Load Balancer zeigt in Hinsicht auf die Backend Pools auf ein Availability Set. Und hinter dem Availability Set hängen in dem Fall die beiden Domain Controller in den entsprechenden Fault oder Update Domains. Gucken wir weiter. Hier sehen wir den CA Load Balancer. "CA" steht hier für "Central Administration", das ist die Webanwendung für die Administration der SharePoint Farm. Wir gucken hier auf die Backend Pools. Auch hier hängt der Load Balancer an dem Availability Set für die beiden Applikationsserver, die die Zentraladministration vorhalten auf dem Webserver. Dann haben wir den SP Web Load Balancer, der also auf die dedizierten Webserver beziehungsweise WFEs zeigt. Hier schauen wir in den Backend Pool hinein und auch hier hängt ein Web Availability Set dahinter mit den beiden SharePoint-Webservern. Und last, but not least, unseren SQL Load Balancer, der zeigt auf das Availability Set für unser SQL-Cluster. Dann schauen wir weiter. Als nächstes haben wir die sogenannten "Integritätstests", auf Englisch die "Probes". Die definieren, sofern vorhanden, in der Instanz haben wir einen, ab wann der Load Balancer als nicht mehr erreichbar gilt. Das heißt, wenn in einem Intervall von 15 Sekunden fünf aufeinanderfolgende Fehler passieren, dann gilt dieser Load Balancer als "unavailable". Ähnliches haben wir implementiert bei dem SQL Load Balancer mit einem anderen Intervall. Das heißt, diese Probes beziehungsweise Integritätstests können feststellen, ab wann ein Load Balancer als "unavailable" gilt. Als Letztes werfen wir noch einen Blick auf das Thema "NAT-Eingangsregeln" beziehungsweise Network Address Translating. Das heißt, wir mappen eine öffentlich zugängliche IP-Adresse mit einer internen IP-Adresse. Das schaut dann so aus. Gucken wir weiter. Auch hier haben wir eine öffentlich zugängliche IP-Adresse gemappt auf eine interne IP-Adresse, um das NAT zu implementieren. Zum Abschluss noch die kleine Anekdote meinerseits, einen Blick auf die offizielle Dokumentation zu werfen. Hier sieht man einige beispielhafte schematische Schaubilder, was ein Load Balancer grundsätzlich macht. Entweder über NAT das Mapping von einer externen IP mit internen IPs, um dann über Regeln festzulegen, wer die Anfrage bekommt. Das Ganze kann man natürlich auch intern anwenden. Grundsätzlich versteht und lernt man den Load Balancer aber dann, wenn man nach dem Prinzip, wie wir es gerade gesehen habe, eine Infrastruktur auf Basis eines Templates hochzieht und sich dann die Konfiguration anschaut.

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4 Std. 2 min (31 Videos)
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Erscheinungsdatum:07.09.2017

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