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Grundlagen der Fotografie: Schwarzweiß

Landschaftsfotografie in Schwarzweiß

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Traditionelle Landschaftsaufnahmen enthalten viel Blau und Grün. So etwas ist in einer Schwarzweiß-Umsetzung schwer zu steuern und benötigt dann hohen Kontrast.

Transkript

Hier haben wir jetzt mal das klassiche Postkartenmotiv in der Landschaftsfotografie. Natürlich auch in einer traumhaften Umgebung fotografiert, traumhaftes Wetter, also man hat wirklich den blauen Himmel, die grünen Bäume mit ganz viel Grünschattierungen, Berge dahinter. Also es ist wirklich so, wie man es sich vorstellt, wie es aussehen muss, wo man sagt: "Wow, da will ich auch mal hin." Und das ist ein Motiv, was im Prinzip so für sich lebt und sehr speziell wird, wenn man es in Schwarzweiß umsetzt. Da muss man nämlich schon sehr genau aufpassen, was man tut und es ist plötzlich gar nicht mehr das Postkartenmotiv. Ja, weil man es sehr schön steuern kann. Die Farben, die uns eben noch diesen Postkartencharakter impliziert haben, sind natürlich in der Schwarzweiß-Umsetzung ganz stark zu steuern. Ich persönlich würde wahrscheinlich den Himmel noch mehr schwärzen, also noch mehr darein gehen. Das Grün in dem Bereich, das Blattgrün ist aufgehellt worden, die Spiegelung ist rausgearbeitet worden. Man kriegt ein klassisches, zeitloses Landschaftsmotiv hin. Also hier ist nun gut, das macht auch die Umgebung, der Yosemite-Park, aber ob das Bild jetzt aufgenommen wurde oder vor 50 Jahren, das ist eigentlich nicht erkennbar. Das ist in der Schwarzweiß-Umsetzung dann wirklich zeitlos und das ist das Schöne an solchen Umsetzungen. Die können wir uns nachher ja auch nochmal ein bisschen genauer angucken, gerade dieses Motiv. Wir haben noch mehr Landschaftsmotive. Auch das ist natürlich sehr klassisch. Ich stelle die mal da nebeneinander. Hier muss man gar nicht so viel umsetzen, denn dieses Bild ist zwar sehr farbig, also es lebt sehr von der Farbe, von den warmen Steinen, aber was das Bild ausmacht, ist das Licht. Dieses feine Licht, nicht nur der Beam, der da so einmal runtergeht, sondern auch die ganz feinen Strukturen hier auf dem Stein. Und die kriegt man auch wirklich ohne viel Mühe mit so einem bisschen Kontrastbearbeitung sehr schön auch in der Schwarzweiß-Umsetzung raus und dieses Bild ist, denke ich, sowohl farbig als auch schwarzweiß ein starkes Motiv, also die nehmen sich beide nichts. Absolut, ja. Also da würde ich auch kein Motiv bevorzugen und sagen: "Das ist doch in Schwarzweiß besser." Nein, also überhaupt nicht. (M. Jarsetz) Ganz interessant ist dieses Motiv. Das ist in der gleichen Umgebung, also auch im [unverständlich] Canyon aufgenommen. Das wirkt jetzt durch ganz andere Sachen. Nämlich durch das Farbspiel, durch das blaue Tageslicht und das warme Licht, was hier vom Canyon wiederkommt. Und das wird schwierig, ich kann es hier mal zeigen, das in Schwarzweiß umzusetzen, denn da haben wir es zu tun mit Farben, die im Prinzip den gleichen Tonwert haben. Jetzt kann ich versuchen das noch ein bisschen auseinanderzuziehen, was da hilft. Man hat hier ein kleines Werkzeug. Man sieht hier, das ist für die Graustufen-Kanalanpassung. Das bedeutet ganz einfach, dass, wenn ich jetzt hier raufgehe, er misst, welcher Farbton das ist. Das heißt ich klicke jetzt und ziehe nach rechts und wenn du jetzt auf die Schieberegler mal achtest, dann siehst du, dass sowohl der Blau- als auch der Lilaton jetzt aufgehellt wird. Also ich kann den halt jetzt hier rausziehen und kann sagen: "Da muss das Licht wieder kommen." Aber damit das Bild irgendwie gut wird, muss ich eigentlich auch die Orange-Rottöne auch ein bisschen aufhellen. Das wird schwierig, also das ist wirklich kein einfaches Motiv. Hier müsste ich sehr stark noch mit einer Gradationskurve oder auf jeden Fall noch mit einem Klarheitsregler nachbessern, damit da irgendwas rauskommt. Und es wird wahrscheinlich auf jeden Fall nicht so gut. Ja, ist schwierig, weil einfach die Töne sehr nah beieinander liegen, die Tonwerte. Also da kann man nicht anders, als dann wirklich mit einer Gradationskurve reinzugehen und zu sagen: "Hier muss ich zwischen bestimmten Tönen einfach einen satten Kontrast ausarbeiten." Aber auch dann würde ich immer noch in Frage stellen, ob es besser ist, als das Farbmotiv. Also meiner Ansicht nach nicht. Also das sehe ich ähnlich und das, finde ich auch, ist ein Motiv, da muss man fragen: "Muss man das in Schwarzweiß umsetzen?" Wenn das nicht unbedingt nötig ist, dann sollte man es einfach mal bleiben lassen. Genau, also so wirkt das einfach viel schöner. (E. Schuy) Weil das ist wirklich ein Motiv, was ich fotografiert habe, wo ich auch nicht sicher bin. Also ich habe das mal in Schwarzweiß gewandelt. Ich kann es ja jetzt sagen, ich habe es dir gestern mal gezeigt und gesagt, das ist so ein Ding, wo ich gar nicht mehr so glücklich war, aber da hast du mir einen ganz guten Tipp gegeben und das können wir, glaube ich, auch ganz gut auch nochmal zeigen. (M. Jarsetz) Ja, ich gehe hier mal in den Camera Raw-Filter in Photoshop. Das war jetzt ein TIFF-Bild, was du mir gegeben hast. Und wir haben da eigentlich genau die gleiche Situation. Wenn wir mit Farben rumjustieren, um ein Schwarzweiß-Bild zu erzeugen, denkt man in diesem Beispiel natürlich: "Ja das ist Grün. Also was will Sie da machen? Heller oder dunkler? Aber das ist es auch." Bei Grün ist es aber eine besondere Sache, da sich das Grün immer sehr stark ins Gelb einmischt. Und wenn ich jetzt hier die Gelbtöne verändere, sehen wir, wie sehr wir ins Blattgrün reingehen im vorderen Bereich. Wenn ich jetzt in die Grüntöne gehe, ziehen wir ganz andere Sachen zurück und da kannst du ein bisschen ausloten und ausjustieren, ob es dann zu dem Ergebnis kommt, das dir gefällt. Das müssen wir sehen. Wir können halt immer das eine gegen das andere ausloten. Wir müssen aber diese Töne halt einfach so ein bisschen hochbringen. (E. Schuy) Vielleicht kann man sogar in den Blautönen den Hintergrund noch ein bisschen dunkler machen. (M. Jarsetz) Genau, das ist ein bisschen drin, da kommt der Schatten raus. (E. Schuy) Da sieh man, dass man schon den Unterschied sieht zwischen Tonwerten mit unterschiedlichen Farben und den Tonwerten, die in einer Farbe drin sind. Die man dann wiederrum splitten kann und in einer Farbe an Grüntönen, die schon wieder unterschiedlich behandeln kann. Das finde ich bei dem Bild, ist das wirklich gut zu machen, weil wir wirklich sehr unterschiedliche Grüntöne haben. Also Landschaftsbilder leben von Farben. Wir können die Farben, wenn sie komplementär sind, wenn sie viel vorkommen, natürlich sehr einfach in einem Schwarzweiß-Bild umsetzen. Wichtig ist, dass der Farbkontrast sozusagen den Lichtkontrast nicht überlagert und dann kann man eigentlich aus jedem Bild, was man irgendwie schwarzweiß sieht, auch eine gute Schwarzweiß- Umsetzung machen.

Grundlagen der Fotografie: Schwarzweiß

Lernen Sie, was die Schwarz-Weiß-Fotografie ausmacht – von der Bildgestaltung über die richtige Motivsuche und Aufnahme bis hin zur Bildbearbeitung.

2 Std. 15 min (25 Videos)
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