Projektmanagement: Kosten und Nutzen

Konzepte der Kostenrechung

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In diesem Film gibt Bernhard Schloß eine Übersicht über verschiedene Werkzeuge und Konzepte der Kostenrechnung und liefert eine kritische Würdigung dieser Konzepte.

Transkript

Die elementaren Grundlagen der Kostenrechnung haben Sie bereits kennengelernt. In diesem Film möchte ich Ihnen nun darauf aufbauend, verschiedene Konzepte und Werkzeuge der Kostenrechnung zeigen und eine kritische Würdigung und Einordnung der Kostenrechnung vornehmen. Bea, Scheuerer und Hesselmann verweisen Ihrem stark betriebswirtschaftlich angehauchten Projektmanagement-Buch auf drei Konzepte der Kostenrechnung. Zunächst wäre da die Prozesskostenrechnung. Gemeint sind Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträgerrechnungen für den gesamten Projektmanagementprozess. Das "Life Cycle Costing" beginnt nicht bei den Einzelprozessen des Projektmanagements, sondern setzt auf dem Lebenszyklus Ihres Projekts auf. Ziel der Lebenszyklusrechnung ist es über den Projekt Lebenszyklus, also die gesamte Laufzeit Ihres Projekts hinweg, die damit verbundenen wirtschaftlichen Wirkungen transparent zu machen, also einschließlich aller Vorlauf- und Nachlaufkosten. "Target Costing" ist ein betriebswirtschaftliches Konzept, dass quasi retrograd die Kostenplanung vornimmt. Die Idee ist es, frühzeitig Marktanforderungen zu berücksichtigen. Ausgehend von einer Kostenobergrenze, also den Kosten, die maximal vom späteren Markt-Kunden akzeptiert werden, erfolgt die Kostenplanung in einer Rückwärtsrechnung. Wenn Sie von Ihren künftig geplanten Umsatz Ihre geplante Gewinnmarge abziehen, erhalten Sie eine Kostenobergrenze, die "Allowable Costs". Der Kostenobergrenze gegenüber steht die gegenwärtige Kostenstruktur in Ihrem Unternehmen, die "Drifting Costs". Drifting Costs sind die aktuellen Standardkosten in Ihrem Unternehmen. Die Zielkosten sind nun die geplanten Kosten, auf die Sie sich als Projektleitung mit Ihrem Auftraggeber einigen. Die Zielkosten können sich nur im Korridor zwischen Kostenobergrenze und Standardkosten bewegen. Niemand wird bereit sein zu akzeptieren, dass Sie schlechter wirtschaften als Ihr Unternehmen heute. Und auf der anderen Seite, wenn die Zielkosten am Markt nicht durchsetzbar sind, ist der Projekt bereits gescheitert. Nach diesen drei generellen Kostenrechnungskonzepten, möchte ich Ihnen noch die Werkzeuge etwas erläutern, die Ihnen im Rahmen der Kostenrechnung zur Verfügung stehen. Dazu gehört die Projektkalkulation, wobei wir unterscheiden können zwischen der ursprünglichen Planung, also der Vorkalkulation, der projektbegleitenen Mitkalkulation und der Nachkalkulation. Schließlich wollen Sie auch für künftige Projekte lernen. Auch wenn Ihr aktuelles Projekt vielleicht nicht erfolgreich endet, liefert es möglicherweise einen Beitrag für künftige Projekte und sei es, dass Sie mit der gewonnen Erfahrung Ihre Kosten künftig besser abschätzen können. Der klassische Soll-Ist-Vergleich ist ein weiteres Werkzeug. Und schließlich wäre noch die Kostentrendanalyse zu nennen Quasi der Blick in die Glaskugel, wie sich die Kosten in Ihrem Projekt aufgrund des bisherigen Kostenauflaufs in absehbarer Zeit entwickeln werden. Das war im Wesentlichen unser Paforceritt, durch die betriebswirtschaftliche Kostenrechnung für Ihr Projekt. Sie haben die Konzepte von Prozesskostenrechnungen, "Life Cycle Costing" und "Traget Costing" kennengelernt, dazu noch verschiedene Werkzeuge der Kostenrechnung. Fehlt nur noch eine kurze kritische Würdigung der Kostenrechnung im Projektkontext. Zum einen werden Sie bei der Kostenrechnung vermutlich von den Anforderungen Ihrer Regelorganisation getrieben. Bedeutung, Ausprägung und Granularität Ihrer Projektkostenrechnung hängt zu einem Gutteil von Ihrem Projektgegenstand ab, der damit verbundenen Kostenintensität und der Kostenentwicklung. So wertvoll und wichtig die Kostenrechnung einerseits ist, darf sie anderseits nicht zu einem Selbstzweck verkommen. Der Verwaltungsaufwand, für Planung und Erfassung der Kosten muss in einem vertretbaren Verhältnis zu dem damit verbundenen Erkenntnisgewinn stehen. Gerade die Einmaligkeit von Projekten und die Dynamik von Projekt und Projektplanung, machen dies nicht immer einfach. Aber mit unserer kurzen Einführung in die Kostenrechnung haben Sie eine erste Orientierung bekommen, um in entsprechenden Diskussionen mit Ihrem Team und Ihrem Auftraggeber zu bestehen. Hierfür wünsche ich Ihnen alles Gute.

Projektmanagement: Kosten und Nutzen

Erfahren Sie, wie Sie eine Kosten-Nutzen-Analyse für Ihr Projekt durchführen und dann zu einer Projektentscheidung kommen.

1 Std. 6 min (12 Videos)
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Erscheinungsdatum:20.04.2017

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