Photoshop CS6: Retusche & Restaurierung

Konturen gestalten

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Verflüssigen ist das Mittel der Wahl, wenn Sie Konturen in Porträts verändern wollen. Mehr dazu in diesem Film.
09:26

Transkript

Verflüssigen ist das Mittel der Wahl, wenn Sie Konturen in Porträts verändern wollen. Konturen sind für mich sehr wichtig in Porträts. Ich möchte hier klare Konturen haben, die nicht vom Ausdruck der fotografierten Person ablenken. Und bei einem klassischen Porträt, wie diesem Fashion-Porträt hier, da habe ich es ganz gerne, wenn es hier alles sehr geradlinig verläuft. Das ideale Werkzeug hierfür ist das sogenannte "Verflüssigen"-Tool. Das finden Sie hier oben unter den Filtern. Hier haben Sie den Punkt "Verflüssigen". Ich mache mir hier jetzt keine Ebenenkopie. Ich möchte das jetzt nicht auf das ganze Bild anwenden, sondern ich nutze hier immer das rechteckige Auswahlwerkzeug, und damit werde ich mir also dann Bereiche hier rausholen. Aber zuerst mache ich mir noch so eine kleine Skizze mit weißer Farbe, was ich denn hier überhaupt alles verändern möchte. Dazu schaue ich mir das Bild ganz genau an. Ich zoome hier etwas näher an den Kopf heran. Und dann fällt mir als erstes auf, dass das rechte Ohr hier etwas mehr angelegt ist als das linke - also werde ich mir das hier mal markieren, dass das hier reingeschoben werden soll. Dann die Kopfform, die könnte man hier noch etwas anpassen, dass es hier noch etwas reingeschoben wird, hier sieht's etwas steiler aus. Die Wangenpartie, auch die würde ich noch etwas hier reinschieben. Dann hab ich hier unten diese Rundung, das fänd ich schöner, wenn das hier so langläuft, und auch diese kleine schwarze Ecke, die würde ich noch korrigieren. Hier unten, denke ich, lasse ich alles so, wie es ist. Und das sind die paar Sachen, die möchte ich jetzt hier auf jeden Fall machen. Mit dieser Farbplanebene, da habe ich immer einen Überblick, wenn ich dann mit meiner Retusche ferig bin, ob ich auch nichts vergessen habe. Das sind jetzt die Dinge, die ich mir hier vorgenommen habe. Und dann geht es auch schon los: Blenden das ganze hier mal aus, fangen mit dem Ohr an. Ich markiere mir das ganze mal relativ großzügig und geh dann her auf den Filter Verflüssigen. Hier haben Sie jetzt viele Werkzeuge zur Auswahl, Sie können mit dem Mitziehen-Werkzeug hier in jede beliebige Richtung die Bildinformation verschieben. Ebenfalls sehr interessant, gerade wenn es um Augen oder Lippen geht, sind diese zwei Werkzeuge, die Bildinformation zusammenziehen oder aufblasen. Und das Lieblingswerkzeug hier im Verflüssigen-Filter von mir, das ist eigentlich das Werkzeug mit dem seltsamen Namen Nach-links-verschieben-Werkzeug. Wenn ich Ihnen das mal kurz zeige, ich ziehe jetzt hier mal von oben nach unten, dann verschiebt es Bildinformationen von links nach rechts. Und wenn ich von unten nach oben ziehe, dann verschiebt es Bildinformationen von rechts nach links. Ich kann das hier auch waagerecht machen, dann schiebt es die Information von unten nach oben - oder in die entgegengesetzte Richtung, dann verschiebt es die Bildinformation von oben nach unten. Ich kann hier also praktisch einmal um ein Objekt, oder um eine Stelle, hier herumfahren, und es wird immer kleiner. Oder ich kann im Uhrzeigersinn hier um eine bestimmte Bildinformation herumfahren, und sie wird immer größer. Das ist also sehr praktisch. Mit den anderen Werkzeugen kann man in bestimmten Fällen auch sehr gut arbeiten, aber mit diesem Nach-links-verschieben-Werkzeug, da kann ich eigentlich ganz gut in alle Richtungen gleichmäßig arbeiten. Jetzt sieht das hier natürlich nicht mehr ganz so gut aus, drum gehen wir hier auf "Alles wieder herstellen". Und schon ist wie durch Zauberhand das Ohr hier wieder ganz. Die Pinselgröße, die können Sie entweder hier über die kleine Schaltfläche anpassen, oder Sie nutzen einfach den Shortcut Ctrl+Alt (Mac wie PC), mit links oder rechts können Sie dann hier die Pinselgröße ziehen, ganz ähnlich wie bei den anderen Werkzeugen in Photoshop. Die Pinselgröße müssen Sie immer anpassen. Das wär jetzt hier in dem Fall viel zu groß, ich würde immer sagen, so ein Drittel der Fläche, die Sie hier korrigieren wollen, das ist so das richtige Werkzeug. Den Pinseldruck, den setze ich immer ganz, ganz gering an. Ich zeige Ihnen mal, was passiert, wenn man den hier 71 setzt - dann flutscht das ganze hier nur noch so, und Sie haben überhaupt keine Kontrollmöglichkeit mehr. Also stellen Sie den Pinseldruck hier eher sehr, sehr gering ein, denn dann funktioniert das Werkzeug langsam, und dann können Sie hier durch ganz einfaches Ziehen an der Kante hier das Ohr anlegen. Ich geh hier noch mal etwas an bestimmten Stellen rüber, und hier unten schieb ich's noch mal rein. Und so würde ich mir das jetzt gerne mal anschauen. Mit Strg+D bzw. Apfel+D hebe ich hier die Auswahl auf. Und dann habe ich hier das Ohr schon mal ganz gut verkleinert. Das Ganze ist jetzt auf der Hintergrundebene passiert. Allerdings habe ich nicht das ganze Bild in den Filter geladen, sondern ich habe hier nur den Teil geladen. So können Sie allerdings jetzt nur noch einen Schritt zurückgehen, wenn Sie einen Fehler gemacht haben. Viel, viel schöner ist es, wenn Sie - und ich zeige Ihnen das hier an der nächsten Störung - wenn Sie sich diese Bildinformation über Command+J bzw. Apfel+J hier zurückholen auf eine neue leere Ebene. Denn jetzt - Sie werden es gleich sehen - nimmt der Verflüssigen-Filter nur noch diese kleine ausgeschnittene Bildinformation auf. Mit der Lupe können Sie natürlich entsprechend wieder heranzoomen, damit Sie auch sehen, was Sie hier eigentlich bearbeiten. Die Pinselspitze, die passt eigentlich noch ganz gut. Dann ziehen wir hier von unten nach oben in einem Strich durch. Und das ist das Schöne an diesem Nach-links-verschieben-Werkzeug: Es wird alles ganz gleichmäßig. Solange Sie hier nicht absetzen und das Stück für Stück machen, erhalten Sie immer ein sehr, sehr gutes Ergebnis. Dann ziehe ich hier einfach nochmal lang. Dann habe ich hier noch so kleine Ausbeulungen drin, und auch die korrigier ich, und das leg ich auch so an, bzw. mache mir hier so eine schöne Kante ins Bild. Jetzt ist das alles angelegt, und ich kann es hier mit "OK" bestätigen. Den Ausschnitt, den könnte ich zur Not auch noch verschieben mit dem Verschieben-Werkzeug oder transformieren, aber so ist das hier auf jeden Fall schon mal ganz gut angelegt. Jetzt kann ich auf meiner Fahrplanebene nachschauen, was wollte ich noch machen? Diese zwei Dinge hier habe ich schon korrigiert, das Ohr habe ich korrigiert, genau, hier oben am Kopf wollte ich noch etwas machen. Also nehme ich mir wieder diese Auswahl, leg das auf eine neue leere Ebene, und nutze dann wieder den Verflüssigen-Filter. Auch hier zoome ich mit der Lupe erst mal wieder ran, dass ich hier auch sehe, was ich hier überhaupt bearbeite. Nehme mir dann wieder das Nach-links-verschieben-Werkzeug. Diesmal mache ich die Pinselspitze ruhig ein Stückchen größer, und ziehe hier an der Seite des Kopfes entlang - sehr viel mehr braucht es auch gar nicht - und schon ist auch dieser Schritt hier fertig. Jetzt sind die beiden Seiten des Kopfes, von der Steilheit her und von der Rundung her, relativ identisch. Das gefällt mir sehr viel besser. Als nächstes hatten wir noch hier unten die Wange markiert. Dann schneiden wir uns die hier aus der Hintergrundsebene wieder aus, legen es auf eine neue leere Ebene, und benutzen wieder den Verflüssigen-Filter. Wir zoomen wieder heran - das war etwas zuviel des Guten - Sie können hier unten auch die Schaltfläche zum Zoomen benutzen. Dann machen wir den Pinsel noch ein Stückchen größer, und schieben ganz vorsichtig die Wange hier etwas zurück. Dann wirkt das alles noch harmonischer, als es ohnehin schon ist. Und mit dem Ergebnis, denke ich, haben wir das Bild auf jeden Fall noch etwas verbessert. Es sind Kleinigkeiten, aber wenn Sie auf Konturen achten, dann werden Sie merken, dass es gerade diese Kleinigkeiten sind, die so ein Bild richtig rund machen. Als allerletztes - das hat jetzt zwar nichts mit verflüssigen zu tun, aber es stört mich schon die ganze Zeit - diese kleine Locke hier. Und dazu lege ich mir hier eine leere Ebene an, und werde die auf jeden Fall auch schnell wegretuschieren. Wenn ich jetzt hier mit dem normalen Reparaturpinsel drübergehe, dann muss ich natürlich hier "Aktuelle Ebene und Darunter" anklicken. Aber wenn ich hier zu nahe an den Stoff drankomme, dann bekomme ich hier immer diese unschöne Störung. Man könnte es umgehen, wenn man das Ganze hier über eine kleine Auswahl abgrenzt. Aber in dem Fall kann es auch gern mal schneller gehen. Ich habe hier den Stempel ausgewählt über dem Shortcut "S", und wähle mir hier einfach die gesunde Bildinformation und stemple jetzt hier einfach mal drüber. Das ist alles homogenes Grau. Das wird man später nicht mehr merken. Dann habe ich auch schon diese Härchen hier beseitigt. Jetzt ist das Bild von der Kontur her für mich soweit fertig, und ich kann mit weiteren Bearbeitungsschritten fortfahren.

Photoshop CS6: Retusche & Restaurierung

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5 Std. 3 min (47 Videos)
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