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Photoshop-Tipps: Jede Woche neu

Kontrolliertes Beschneiden von Tiefen und Lichtern

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Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
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Transkript

In der Gradationskurve oder in der Tonwertkorrektur können Sie sich vorübergehend eine sogenannte Belichtungswarnung ausgeben lassen, also wie die Tiefen oder die Lichter beschnitten werden. In Camera Raw können Sie es auch dauerhaft machen, also beschnittene Lichter, reinweiße Bereiche einfach in Rot anzeigen lassen oder schwarze Bereiche in Blau und viele fragen sich, ob das nicht auch irgendwie in Photoshop geht. Und wenn Sie mich fragen, klar geht das! Viel Spaß! Zunächst einmal möchte ich Ihnen zeigen, was ich meinte, und zwar geht es um diese beiden Kästchen hier im Histogramm. Da kann man drauf klicken, und dann sehen Sie, erscheint so ein kleiner Rahmen um diese Kästchen drum herum und zeigt, dass hier zum einen die Schattenwarnung und die Lichterwarnung aktiv ist. Die Shortcuts dafür wären "U" für "unterbelichtet" und "O" für "overexposed", also "überbelichtet". Und jetzt können Sie hier im Prinzip mit den verschiedenen Reglern das Histogramm hin- und herschieben. Und Sie erhalten dann, wenn Sie hier Bereiche überbelichten, also wenn diese rein weiß werden, so eine Warnung. Sie sehen, auch hier wird dann das Symbol entsprechend weiß. Das hat manchmal auch andere Farben, und das bedeutet dann nichts Anderes, als dass in den entsprechend gefärbten Kanälen eine Überbelichtung entsteht. Also jetzt in diesem Fall ist es schon im Blaukanal überbelichtet. Wenn ich weitergehe, kommt der Rotkanal dazu. Und wenn ich ganz nach rechts gehe, dann ist jeder Kanal reinweiß. Sie haben also Details verschenkt. Und das ist das Praktische daran, an dieser Funktion. Sie können selbst auf schlechten Bildschirmen, also am Laptop beispielsweise feststellen, dass Sie hier eine korrekte Belichtung eingestellt haben, also dass Sie zumindest keine Details verschenkt haben. Und genauso funktioniert es für die Tiefen, wenn ich einfach mal das Ganze abdunkle und den Kontrast erhöhe und hier mal das Ganze nach links ziehe und anscheinend will er hier mir das gerade nicht anzeigen. Okay, ja irgendwie ist hier der Wurm drin. Natürlich hier das Schwarz, das war weit aufgehellt. Das geht so natürlich nicht. Ich setze also alles mal zurück mit einem Doppelklick auf die Regler. Und wenn natürlich das Schwarz so aufgehellt ist, da kann ich hier das ganze Bild abdunkeln und die sehr dunklen Bereiche bleiben dann grau, also hier das sollte natürlich nicht so sein. Ich ziehe deshalb mal den Regler nach links, und jetzt sehen Sie auch, was passiert, dass hier eine blaue Überlagerung anzeigt, dass diese Bereiche reinschwarz geworden sind. Ja, und so etwas ist doch sehr praktisch, und da fragen sich die Leute oft, ob es so was nicht auch in Photoshop gibt. Und na klar, gibt es da. Damit wir auch dort entsprechend sehen können, setze ich hier wiederum mal die ganzen Regler zurück, so und stelle die Belichtung ein bisschen schicker ein, sagen wir mal so, und öffne das Bild in Photoshop. So jetzt bin ich in Photoshop, und jetzt kann man hierher verschiedene Werkzeuge benutzen beispielsweise die Tonwertkorrektur, um Ähnliches zu machen. Ich kann also hier die Tiefen beschneiden. Und jetzt habe ich hier direkt so keine Warnung, denn die haben Sie nur, wenn Sie die Alt-Taste gedrückt halten. Dann sehen Sie sofort, wann in welchem Kanal beschnitten wird durch die entsprechenden Farben. Also das ist schon ganz toll. Sie brauchen also nicht den Umweg gehen, den man noch in alten Video-Tutorials sieht, wo eine Schwellenwertebene angelegt wird, sondern Sie können hier einfach die Alt-Taste halten und direkt sehen, welche Bereiche Sie sozusagen wegschnippeln, also wo Sie die Details verschenken. Und da müssen Sie jetzt einfach entscheiden, ist Ihnen das so wichtig, dass hier zum Beispiel in einem so kleinen Fensterchen noch irgendwelche Details zu sehen sind. Und ich denke, wenn der Gesamteindruck des Bildes besser wird durch eine Korrektur, dann kann man auf die Kleinigkeiten ruhig mal verzichten. Das können Sie hier mit gehaltener Alt-Taste so wunderbar entscheiden. Und ich würde sagen hier weiter, als so würde ich nicht gehen, denn wenn ich jetzt das nach rechts ziehe, dann verschenke ich hier in diesem Windmelder rechts, in dieser Windhose oder wie das Ding heißt, doch sehr viele Details. Und auch im Turm oben, da geht dann viel verloren, aber hier bis zu diesem Punkt, würde ich sagen, kann man ruhig das Bild beschneiden. Ja, da ist der Kontrast schon mal deutlich besser geworden, und hier auf der rechten Seite können wir genau das Gleiche für die Lichter machen. Zunächst mal unter "Sichtkontrolle" würde ich sagen, das passt. Und wenn ich jetzt mal die Alt-Taste dabei halte und hier diesen Regler anklicke, dann sehe ich auch, wo ich schon mehr verschenkt habe, als gut ist, also dort, wo die Bereiche reinweiß sind, da sind alle Kanäle überbelichtet. Und hier in diesen Masken, da passiert das sehr schnell. Aber ich denke mal, da ist es auch nicht so wichtig, irgendwelche Details zu haben, weil es doch eher eine reinweiße beschiedene Fläche ist. Aber hier beim Dach, da muss man schon aufpassen, keine Details zu verschenken. So, dann schauen wir mal, diese Tonwertkorrektur hat dem Bild deutlich gut getan. Ja, und das Gleiche können Sie auch machen mit der Gradationskurve. Und ja da funktioniert sie genauso. Das funktioniert jedoch nicht, wenn Sie hier diese Punkte anfassen, also jetzt hier diesen Punkt unten oder den Punkt oben. Da können Sie Alt-Taste drücken, da passiert gar nichts. Auch wenn Sie hier diesen Punkt nehmen, da passiert ebenfalls nichts, wenn Sie die Alt-Taste drücken. Sie können aber eine Beschneidung für Schwarz- und Weißpunkt anzeigen, indem Sie hier diese Option aktivieren oder indem Sie den Anfasser darunter benutzen. Und das ist genau das Gleiche wie in der Tonwertkorrektur, also hier kann ich ebenfalls die Alt-Taste gedrückt halten und hier ebenfalls mit diesem Anfasser und kann hier den Lichterbeschnitt unter Sichtkontrolle festlegen. Ja, und die Gradationskurve hat jetzt zudem den Vorteil, dass Sie nicht wie in der Tonwertkorrektur nur das hier noch machen können, sondern Sie können hier den Mitteltonkontrast wesentlich feiner und mehr Punkten abstimmen, so dass ich im Prinzip die Tonwertkorrektur ja eigentlich gar nicht benutze, sondern immer nur die Gradationskurve. Vorher/ Nachher. Wunderbar. Ja aber was, wenn Sie jetzt andere Funktionen benutzen. Beispielsweise Sie erhöhen den Kontrast durch eine heftige Scharfzeichnung. Sie erhöhen den Kontrast mit verschiedenen anderen Einstellungsebenen, die ebenfalls zu einer Kontrasterhöhung führen können, also zum Beispiel hier die Farbbalance oder die Verlaufsumsetzung, die selektive Farbkorrektur, den Kanalmixer und so weiter. Da wäre das doch sinnvoll, ebenfalls eine Belichtungswarnung zu haben oder? Und wenn diese dann auch noch so aussehe wie in Camera Raw, wäre das noch toller. Und das möchte ich Ihnen mal zeigen, wie das geht. Und alles, was Sie dazu machen müssen, ist es eine Verlaufsumsetzung anzulegen. Und da klicken Sie einmal drauf haben dann hier diese Verlaufsumsetzung und die nützt erst mal so noch nicht viel und wir wollen jetzt eine Belichtungswarnung haben, die in den Tiefen blau zeigt und in den Lichtern rot. Also klicke ich hier mal rein und schaue mal hier. Da habe ich doch schon so was, Blau-Rot-Gelb. Okay, das nehme ich jetzt einfach. Die Tiefen, die sind schon blau. Die Lichter sollen nicht gelb werden, also ziehe ich diesen gelben Regler hier raus und ziehe den roten Regler auf Anschlag nach rechts. So, jetzt habe ich hier die Lichter rot, die Tiefen blau. So weit, so gut. Also das kann ich jetzt schon mal schließen. Aber ich möchte jetzt diese Ebene nur dort angezeigt haben, wo die Bereiche reinschwarz beziehungsweise reinweiß sind. Und da könnte man natürlich mit Luminanz-Masken arbeiten und so weiter. Aber das wäre da nicht live, das würde dann nur auf diese eine Bildsituation zutreffen. Und deshalb machen wir mal einen kleinen Umweg, einen kleinen Trick, der dann immer funktioniert und der auch super schnell geht und den Sie als Ebenenstil speichern können beziehungsweise das Ganze können Sie sich auch als Aktion dann aufzeichnen, so dass diese Ebene automatisch angelegt wird. Und dazu gehen Sie mit einem Doppelklick hier auf die Ebene in die Ebenenstile hinein, und hier ist der Zauberregler, hier versteckt unter "Mischen, wenn" mit "Darunter liegender Ebene". So, und hier kann man ja bestimmte Bereiche ausblenden. Also ich kann sagen: "Wenn die darunter liegende Ebene dunkler ist als dieser Tonwert hier, also dunkler als 37, dann blende bitte hier die Bereiche aus". Und Sie sehen, hier wird das Ganze wieder schwarz. Wenn ich ihn also mal ganz nach rechts ziehe, dann wird alles ausgeblendet von der aktuellen Ebene, also von der Verlaufsumsetzung dort, wo die Bereiche dunkler sind, also hier, zum Beispiel, da wird alles nicht mehr angezeigt. Genau dasselbe kann ich machen mit dem Lichter-Regler hier. Wenn ich den nach links ziehe, wird alles ausgeblendet, was heller ist, alles dieser Lichterposition, also alles was heller ist als Tonwert 126, wird dann hier ausgeblendet. Das kann man natürlich wunderbar für so grafische Effekte benutzen. Aber das ist ja jetzt nicht unsere Zielstellung, sondern wir wollen, dass genau das Gegenteil passiert, dass die Ebene nur dort eingeblendet wird, wo es reinweiß oder reinschwarz ist. Ja, und hier kommt ein kleiner Trick, denn Sie können diesen Regler nicht nur nach rechts oder links ziehen, sondern Sie können den auch überkreuzen. Wenn ich das mache, passiert wirklich genau das Gegenteil. Ich kann also, zum Beispiel, sagen: "Alles, was dunkler ist als Tonwert 2 und hier alles, was heller ist als 253, soll bitte angezeigt werden". Jetzt habe ich noch keine Beschnittwarnung, weil nichts heller oder dunkler ist. So und wenn ich erst mal auf "OK" klicke, dann kann ich jetzt Korrekturen vornehmen im Bild, und zwar muss das immer passieren unter dieser Verlaufsumsetzung. Die nenne ich gleich mal um in "Belichtungswarnung". Könnte man noch "Clipping-Warnung" nennen oder "Beschnittwarnung" und so weiter. Aber wichtig ist, dass Sie alles, was Sie jetzt tun, unter dieser Ebene machen, weil die soll ja dann prüfen, wie das Resultat ist, von dem was Sie durchführen. So, und da nehme ich jetzt mal die Tonwertkorrektur ganz einfach und ziehe mal den Regler nach rechts. Und da sehen Sie, oh, da werden die Bereiche schwarz und die werden dann mit dieser blauen Überlagerung angezeigt. Das Gleiche probieren wir mal auf der anderen Seite mit dem Weiß-Regler. Ja, und auch das funktioniert. Und das ist wirklich eine sehr praktische Geschichte. Und das Schöne ist, das funktioniert jetzt nicht nur für Einstellungsebenen, sondern beispielsweise auch für Filter. Wenn ich also mal die Ebene dupliziere und mir den "Scharfzeichnungsfilter" "Unscharf maskieren" hole und hier mal so eine kräftige Schärfung durchführe, dann sehen Sie, wie auch hier sofort die Belichtungswarnung zuschlägt und sagt: "Aufpassen! Hier könnte es zu einem Reinweiß kommen und hier in diesen blauen Bereichen könnte es zu einem Reinschwarz kommen". Da müsste man also vielleicht ein bisschen zurückfahren, bis man die wichtigen Details dann hier ausgespart hat. Ja, und dann kann man auf "OK" klicken, und dann schauen wir uns das mal an ohne Belichtungswarnung. Vorher/ Nachher. Ich habe also den Kontrast erhöht, und durch diese Belichtungswarnung habe ich sichergestellt, dabei nicht zu viele Details zu verschenken. Natürlich auf einem hochwertigen Monitor können Sie das auch optisch machen. Sie können natürlich auch mit der Info-Palette und Info-Punkten arbeiten. Aber ich denke, das hier ist doch ein sehr bequemer Weg, der es auch ermöglicht, auf einem Notebook-Bildschirm, auch wenn Sie draußen vielleicht mal arbeiten müssen, Ihr Bild sinnvoll zu beurteilen, Ja, und dabei wünsche ich Ihnen viel Spaß und viel Freude mit diesem kleinen Belichtungswarner innerhalb von Photoshop.