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Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
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Transkript

Wenn Sie einzelne Bildbereiche quick-and-dirty aufhellen oder abdunkeln möchten, dann können Sie das beispielsweise mit dem Pinsel-Werkzeug auf einer neutralen grauen Ebene im Modus Weiches Licht oder Ineinanderkopieren tun. Wenn es genauer sein soll, dann nehmen Sie vielleicht Gradationskurven. Und wenn es ganz genau sein soll, könnten Sie natürlich weit reinzoomen und mit sehr kleinen Pinselspitzen malen. Aber das Ganze ist dann natürlich sehr aufwändig, also sehr zeitraubend, und deswegen zeige ich Ihnen hier einfach mal einen Weg, wie das Ganze schneller geht und wie Sie Kanten und Helligkeitsbereiche bewahren, ohne wirklich mit einer sehr kleinen Pinselspitze arbeiten zu müssen. Die Technik mit Dodge & Burn-Ebene, also mit einer neutral grauen Ebene im Modus Ineinanderkopieren oder Weiches Licht, die kennt sicherlich mittlerweile jeder von Ihnen. Ich möchte Ihnen noch mal kurz zeigen, und zwar geht es ganz einfach. Sie halten die Alt-Taste gedrückt und klicken dann hier auf das Symbol für neue Ebene. Und dann stellen Sie hier im Dialog die gewünschte Füllmethode ein. Also beispielsweise Ineinanderkopieren und dann mit neutraler Farbe für den Modus entsprechend füllen. Also bei Weichem Licht und bei Ineinanderkopieren ist das beides hier 50 Prozent. Ich lasse mal hier, weil der etwas stärker wirkt als Weiches Licht den Modus Ineinaderkopieren aktiv und aktiviere hier diese Checkbox. Dann klicke ich auf OK und habe jetzt hier meine Ebene auf der ich zum Beispiel mit einem weißen oder schwarzen Pinsel malen kann. Also mir hier mal einen Pinsel schnell genommen, die Pinselgröße entsprechend eingestellt. Dann nehme ich mir eine geringe Deckkraft, sagen wir mal zehn Prozent, und kann jetzt hier einzelne Bereiche wie zum Beispiel die Mütze aufhellen, das Gesicht etwas aufhellen oder ich kann auch hier etwas formend eingreifen, indem ich zum Beispiel hier einige Bereiche -- und ich mache das hier wirklich nur ganz grob mit einer Maus -- aufhelle und andere abdunkle. Also hier in der Mitte vielleicht etwas aufgehellt. Dann nehme ich mir schwarze Farbe und dunkle diese Bereiche hier wieder etwas ab. Das sieht jetzt hier bei diesem Arm ganz furchtbar aus, aber Sie haben das Prinzip verstanden. Sie können hier Bereiche aufhellen und abdunkeln. Also damit hier die Form verändern. Möchten Sie das Ganze rückgängig machen, nehmen Sie hier einfach wieder ein Neutralgrau und übermalen diese Bereich hier bei voller Deckkraft, um das Original wiederherzustellen. Sagen wir mal so. Und dann kann man ganz schnell hier die Lichtsituation etwas anpassen. Der Nachteil bei dem Ganzen ist, Sie müssen sehr genau arbeiten, wenn Sie kleine Teile verändern möchten. Beispielsweise möchte ich jetzt hier diese einzelnen Streifen vielleicht nur aufhellen. Und wenn ich darüber male jetzt hier mit einer großen Pinselspitze bei 100 Prozent, was natürlich zu viel des Guten ist, dann wird hier das Gesamte aufgehellt. Natürlich nur, wenn ich hier Weiß auch eingestellt habe und nicht Grau. Also wenn ich hier drübermale, wird alles aufgehellt, also die weißen Streifen und auch die dunklen Streifen. Und das möchte ich nicht. Was bleibt mir also als Alternative? Ja, ich persönlich würde da sehr häufig mit Gradationskurven arbeiten, die einfach nur die hellsten Stellen hier aufhellen. Und dann wiederum eine schwarze Maske anhängen und dann in der Maske mit Weiß malen. Aber das dauert wieder etwas länger. Schneller und genauer geht das, wenn Sie Nachbelichter und Abwedler wählen. Und die funktionieren leider nicht auf einer leeren Ebene, das heißt, hier bleibt es Ihnen nicht erspart, die Ebenen zu duplizieren und die Änderung der Dateigröße zu akzeptieren. Also die verdoppelt sich dadurch. Ich dupliziere hier also mal die Hintergrundebene und zoome mal hier wieder auf die weißen Streifen. Und wechsle hier mal zum Abwedler. Mit dem hellen Sie Bereiche auf. Und welchen Bereich Sie aufhellen, das können Sie hier einstellen. Die Tiefen, die Mitteltöne und die Lichter. Und weil das geht, weil Sie das hier einstellen können, lassen sich hier einzelne Bereiche voneinander getrennt bearbeiten. Jetzt könnten Sie sagen, ja, das geht ja auch auf einer grauen Ebene. Aber nein, auf einer grauen Ebene wird nicht berücksichtigt, was hier dunkel, hell oder mittelhell im Bild ist, sondern Sie machen einfach das Grau auf dieser Ebene etwas heller oder etwas dunkler, was je nach Bereich, den Sie hier gewählt haben, länger dauert oder gar nicht möglich ist, grade wenn Sie auch hier diese Option aktiv haben, und zwar Tonwerte schützen. Und um Ihnen die zu erklären, möchte ich zunächst einmal diese deaktivieren. Und ich habe ja jetzt hier helle Streifen. Und ich kann mal hier die Mitteltöne aktiv lassen und mit einem sehr hohen Belichtungswert, also der ist wirklich praxisfremd oder -fern, den sollten Sie nie benutzen, aber damit Sie es hier besser sehen, male ich hier mal über diesen Bereich. Und ja, das kann man so nicht benutzen, da haben Sie den gleichen Effekt. Die weißen Streifen werden aufgehellt und auch die dunklen Streifen. Also, Cmd+Z, um das Ganze rückgängig zu machen. Was haben wir hier? Wir haben helle Streifen, also muss ich hier wahrscheinlich in den Bereich der Lichter gehen. Jetzt male ich hier mit meiner Fadenkreuzspitze über diesen Bereich. Und das funktioniert schon deutlich besser, aber Sie sehen, auch hier werden die dunklen Streifen mit aufgehellt. Und da kommt jetzt diese Option hier ins Spiel, Tonwerte schützen. Denn die schützt die anderen Bereiche, die Sie hier angegeben haben. Also wenn ich die Lichter bearbeite, werden die Mitteltöne und die Tiefen eher nicht beeinflusst, wenn ich diese Aktion aktiviere. Und die ist dann eigentlich immer eine gute Idee. Aber zunächst mal werde ich diese Änderung hier rückgängig machen. Und jetzt könnten Sie natürlich sagen, na ja, Herr Giermann, da sollten Sie aber mit einer kleiner Pinselspitze arbeiten. Ja, das können wir natürlich machen. Ich kann hier reingehen, weit reingezoomt, mir dann eine kleine Pinselspitze nehmen und hier wirklich sehr genau arbeiten und darauf achten, hier die schwarzen Streifen nicht zu erwischen beziehungsweise die dunkelblauen Streifen. Ja, mir wäre das zu aufwändig und deshalb würde ich vorschlagen, hier wirklich die geeignetste Option zu finden. Und die ist hier der Fall, wenn ich wirklich den Lichterbereich ausgewählt habe, hier natürlich nicht so eine hohe Belichtung wähle und dann hier den Bereich Tonwerte schützen aktiviere. Und wenn ich jetzt hier drübermale, dann helle ich wirklich nur die hellen Streifen auf. Und ich habe jetzt die ganze Zeit die Maustaste gedrückt. Ich fahre hier über den dunklen Bereich in den nächsten weißen Streifen und helle auch diesen auf. Das heißt, ich brauche mich hier nicht so genau um eine Auswahl zu kümmern, es sei denn, ich komme wiederum in Bereiche, die ebenfalls hell sind, wie zum Beispiel hier bei den Haaren. Wenn ich da jetzt nicht aufpasse, dann werden die natürlich auch aufgehellt und fressen so aus. Oder hier bei der Haut, da passiert genau das Gleiche. Das heißt, den Großteil, den kann ich mal schnell hier überpinseln, und bin dann sehr schnell fertig mit der Aufhellung, und ich muss mich nur an den Rändern dieser Fläche dann auf diese Kanten konzentrieren. Das funktioniert natürlich auch hier oben bei der Mütze, dass ich hier zum Beispiel die inneren Bereiche sehr schnell extrem aufhellen kann, ohne die anderen Bereiche in Mitleidenschaft zu ziehen. Das funktioniert aber nicht ganz so gut hier an diesen Rändern, weil dieser Bereich eher mittelgrau ist. Also nicht dunkel, sondern wirklich nahe an dem Bereich, den ich aufhelle und deswegen muss ich hier an solchen Bereichen ebenfalls aufpassen. Ja, genau so funktioniert das, wenn Sie den Bereich der Tiefen haben, und zwar nicht hier für den Abwedler, sondern für den Nachbelichter. Das ist dieses Werkzeug. Den finden Sie darunter versteckt. Und hier sollten Sie wie gesagt den Bereich der Tiefen nehmen. Ebenfalls Tonwerte schützen aktivieren und dann können Sie hier zum Beispiel dunkle Streifen weiter abdunkeln. Und ebenfalls hier zum Beispiel an der Pfeife den dunklen Bereich dunkler gestalten und so weiter. Aber hier ist jetzt einiges schief gegangen, also diese Ebene mal schnell gelöscht und dupliziert. Das Ganze geht nur auf einer Pixel-Ebene. Sie können auch nicht mit einem Smartobjekt arbeiten, aber der Vorteil ist, dass Sie damit wirklich sehr schnell Korrekturen vornehmen können. Ich wechsle also mal wieder zum Abwedler im Bereich Lichter Tonwerte schützen, helle mal schnell hier diese Streifen auf, wähle dann hier eine Belichtung von sagen wir mal 30 Prozent. Denn hier ist es so, wenn Sie öfter über eine Stelle malen, dann wird diese graduell leicht aufgehellt. Also je häufiger Sie über diese Stelle malen. Und dann haben Sie sehr schnell hier, wie ich jetzt, zum Beispiel diese Steifen aufgehellt. Dann wechsle ich zum Nachbelichter. Der wirkt häufig etwas kräftiger, also nehme ich hier eine nicht ganz so hohe Stärke und male über die dunklen Streifen, um diese ebenfalls weiter abzudunkeln. Dann kann ich noch mal diesen Bereich etwas im Kontrast steigern, zum Beispiel hier die Haare auch etwas strähniger gestalten, wenn ich das möchte, indem ich hier mal drübermale. Und Sie sehen, da werden hauptsächlich die dunklen Stellen jetzt weiter abgedunkelt. Dann wechsle ich wieder zum Abwedler im Bereich der Lichter und male hier drüber, mit dieser relativ hohen Stärke, und habe damit den Kontrast dieser Haare verstärkt. Hier sehen Sie, da habe ich nicht aufgepasst. Da bin ich etwas über den Rand geraten. Das macht aber nichts, denn wir sind ja hier auf einer eigenen Ebene. Und solche Bereiche kann ich dann später einfach hier mit einer Maske ausblenden. Ja, auf dieser Art und Weise können Sie dann sehr schnell hier den Kontrast verändern. Ich kann also hier einfach mal einige Bereiche aufhellen, dann wiederum mit der Taste O wechsle ich zum Nachbelichter und mache hier zum Beispiel den Kontrast etwas höher, mache den Schirm etwas dunkler, wechsle wiederum zum Abwedler, um hier die Mütze etwas heller zu gestalten. Und wie gesagt, hier an den Rändern muss ich aufpassen, dass ich da nicht den falschen Bereich erwische. Aber ich kann hier zum Beispiel über das Logo einfach malen und in diesem wird dann nur die Stickerei aufgehellt, weil das Schwarz viel zu dunkel ist. Und jetzt habe ich hier diesen Effekt. So kräftig und rustikal der jetzt auch ausgefallen ist durch dieses schnelle Übermalen, so sehen Sie doch, wie schnell hier so etwas möglich ist. Und dann geht es natürlich daran, dass Sie Korrekturen vornehmen. Zum Beispiel ist jetzt die Sättigung hier viel zu kräftig geworden. Dagegen können Sie die zum Beispiel die Füllmethode der Ebene ändern auf Luminanz, dann bleibt die originale Sättigung erhalten. Ist der Effekt zu kräftig, dann senken Sie einfach die Deckkraft ein wenig und wenn Sie solche Stellen haben wie hier, wo Sie über den Rand gemalt haben, da hängen Sie eine Maske dran. Und dann gehen Sie hier weit rein, das könnte natürlich auch vorher eine genau Auswahl des Models vornehmen mit der Schnellauswahl und Kante verbessern und so weiter, aber ich werde jetzt hier mal nur diese eine Stelle schnell korrigieren, mir eine geeignete Pinselgröße wählen mit einer geeigneten Härte und hier diesen Bereich einfach maskieren. Das war es auch schon. Und dann habe ich hier sehr schnell die Lichtstimmung und vor allem die Kontraste im Bild geändert, ohne im Detail mit sehr kleinen Pinselspitzen arbeiten zu müssen. Ja, und das wird ermöglicht durch diese Option, und zwar dem Bereich, und zwar für die Lichter, die Mitteltöne und die Tiefen, und Sie haben die Möglichkeit hier die Tonwerte zu schützen. Und Sie sehen, das geht nicht in einer Maske, sondern das geht nur direkt auf der Ebene.