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Kontraste ausarbeiten

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Die Kontrastkorrektur gehört zu den wichtigsten Entwicklungsoptionen für ein ausdrucksstarkes Bild. Lightroom bietet hierfür geeignete und weniger geeignete Techniken. Dieses Video demonstriert den persönlichen Workflow der Trainerin.
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Transkript

Nach der ersten Tonwertkorrektur, geht es natürlich auch darum, dem Bild einen gewissen Kontrast zu geben. Dafür gibt es in Lightroom mehrere, manche gute und manche nicht so gute, Möglichkeiten. Über diese möchte ich Ihnen jetzt einen Überblick geben. In den Grundeinstellungen springt einem natürlich sofort der Kontrastregler ins Auge. Der scheint dafür zuständig zu sein, ist aber meiner Meinung nach nicht die idealste Möglichkeit um einen Kontrast zu bearbeiten. Warum? Weil dieser Kontrastregler ja überhaupt nicht auf die eigentlichen Tonwerte des Bildes eingehen kann. Dieser Kontrastregler arbeitet immer auf die gleiche Art und Weise und zwar zieht er von der Mitte der Tonwerte nach außen, also in die dunklen und hellen Bereiche. Das kann bei Standardmotiven ganz in Ordnung sein, wenn ich aber ein Bild habe, wo ich sage; es gibt ganz andere Tonwertbereiche zwischen denen ich einen Kontrast anlegen möchte, dann ist es nicht so ideal. Ich kann das mal probeweise hier machen. Ich ziehe den Kontrast an. Ja, das wird ein bisschen dunkler, aber so richtig gefallen tut´s mir nicht. Es läuft ein bisschen zu in dem Blau. Das ist nicht das was ich möchte. Deshalb Kontrastregler mal wieder zurück gesetzt. Denn es gibt viel bessere Möglichkeiten den Kontrast zu bearbeiten. Einer davon ist der Klarheitsregler. Der macht zugegebenermaßen etwas anderes, auch wenn der ebenfalls ein pauschaler Regler ist, ist es so das dieser Regler dem Bild generell mehr Biss gibt, weil er den Kontrast zwischen den Lichtern und den Tiefen in den Details anhebt. Das kann fast jedes Bild gebrauchen. Sie sehen, dass hier sofort mehr Struktur im ganzen Korbgeflecht haben und so da ganze Bild mehr Biss bekommt. Wenn Sie aber dann tatsächlich einen Kontrast zwischen den allgemeinen Tonwerten im Bild, aufbauen wollen, also z.B. sagen; hier in diesen helleren Tonwerten könnte ich noch heller werden und gleichzeitig sollen die tiefen Tonwerte aber nicht heller werden. Das möchte ich ganz genau steuern. Dann nutzen Sie die Gradationskurven. Die Gradationskurven sind gleich die nächste Einstellung. Diese Gradationskurven gibt´s in zwei Modi. Der eine Modi ist die parametrische Gradationskurve; das ist die welche sich zuerst öffnet, die auch, in erster Linie über Schieberegler bearbeitet wird. Diese hat feste Bearbeitungsbereiche und ist im Prinzip, nicht viel anders, als wenn Sie in den Grundeinstellungen die Tiefenlichter, weiss und schwarz, bearbeiten würden. Deswegen bevorzuge ich die Punktkurve. Das ist nämlich die eine Kurve, die Sie ganz individuell auf das Bild anwenden können. Dabei hilft Ihnen ein Werkzeug, das ist dieses kleine Punktwerkzeug hier. Mit diesem Punktwerkzeug können Sie die Tonwerte im Bild die Sie bearbeiten wollen, direkt messen. Ich gehe jetzt also hier rein und Sie sehen jetzt auf der Gradationskurve oder der Gradationsdiagonale, was es ja noch ist, dass jetzt hier ein Kreis hin und her läuft. Damit sehen Sie, wo sich die Tonwerte befinden, die Sie bearbeiten wollen. Ich klicke jetzt hier einmal und habe damit einen Punkt auf der Gradationskurve gesetzt, den ich gleich bearbeiten kann. Ich könnte auch mit diesem Werkzeug gleich klicken und ziehen, das mache ich aber nicht, da Sie das Werkzeug dann nicht mehr sehen und es nicht so einfach nachzuvollziehen ist. Ich habe einmal geklickt und habe jetzt gesagt: Das ist der Bereich im Bild, nicht vom örtlichen her gesehen, sondern vom Tonwert her gesehen; diese Tonwerte möchte ich heller machen. Ich ziehe die Gradationskurve an der Stelle nach oben. Ich kann andererseits sagen; ja gut, es gibt Bereiche im Bild, wie z.B. dieses Blau, das sollte wieder etwas dunkler werden. Deshalb nehme ich mir nochmals das Werkzeug, klicke auf diese Tonwertbereiche, habe einen zweiten Punkt auf der Gradationskurve gesetzt, und ziehe den wieder nach unten, um es wieder dunkler zu machen. Schauen wir uns mal an, was wir hier gemacht haben. Ich schalte über den kleinen Kippschalter die Gradationskorrektur mal an und aus. Da sehen wir, dass wir einen schönen Kontrast eingebaut haben. Das Bild hat in der Tiefe, nach wie vor seine satten Blautöne, aber es hat deutlich mehr Sonnenlicht in den hellen Bereichen. Und das mit einer ganz individuellen Kurve, die bei jedes Bild anders aussehen kann. Das können Sie nur mit den Gradationskurven erreichen und kommen mit dem Kontrastregler da niemals dran. Deshalb meine Empfehlung: Lassen Sie den Kontrastregler links liegen, benutzen Sie, um etwas Biss ins Bild zu bekommen, den Klarheitsregler und wenn Sie ganz genau die Tonwerte gegeneinander auspendeln wollen, dann benutzen Sie die Gradationskurve, und zwar dort die Punktkurve.

Lightroom Classic CC / Lightroom 6 lernen

Lernen Sie, wie schnell und einfach Sie mit Lightroom CC / Lightroom 6 Ihre Bilder organisieren, entwickeln und weitergeben bzw. präsentieren können.

3 Std. 9 min (32 Videos)
Guter Überblick
Anonym
Manchmal braucht man einen großen, breiten Überblick .. manchmal aber einen kurzen, knappen. Und genau letzteres macht Maike Jaretz hier. In noch nicht einmal 4 Stunden einmal quer durch Lightroom geschossen. Und: Prima, hat geklappt! Zielvorgabe erreicht, Überblick ist da, ohne sich allzu quälend in Bereichen auszubreiten, die einen eigentlich weniger interessieren. Also: Zu empfehlen!
LR CC - Beitrag von Maike J. Kontraste ausarbeiten
Anonym

Die Anwendung wie von Maike J. im Video "Kontrast ausarbeiten" über die Gradationskurve - hier Punktkurve - Linear - funktioniert leider nicht. Die Markierung oben links lässt sich bei mir nicht ins zu bearbeitenden Bild ziehen. Hardware: iMAC i7 - 5 K Retina 27" Was ist zu tun? Viele Grüße Rüdiger Kappenstein

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