Lightroom 5 lernen

Kontraste ausarbeiten

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Der Bildkontrast gibt dem Bild den entscheidenden Ausdruck. Statt pauschaler Schieberegler sollten Sie hier lieber auf die Gradationskurven vertrauen. Hier lernen Sie beide Alternativen - die parametrische Gradationskurve und die Punktkurve - kennen.
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Transkript

In diesem Beispiel geht es nun darum, einen Bildkontrast auszuarbeiten. Sie sehen, dass die ersten Tonwertkorrekturen, die Grundeinstellungen hier schon gemacht wurden. Am Weißabgleich habe ich erst mal nichts gemacht. Den kann ich so stehen lassen, wie er in der Aufnahme eingestellt wurde. Jetzt soll das Bild aber noch mehr Kontrast bekommen und hier gibt's jetzt mehrere Ansätze. Einen ersten Ansatz für die Kontrastkorrektur haben Sie schon gesehen über den Klarheitsregler. Der ist sehr nützlich für den Detailkontrast, kann aber den Grundkontrast des Bildes nicht beeinflussen, also wirklich die Spannung zwischen den Mitteltönen. Dafür gibt es einen vermeintlichen Kontrastregler, den man benutzen könnte, der aber mit Vorsicht zu genießen ist, da dieser immer pauschal in die Mitteltöne angreift. und deshalb benutze ich diesen Regler eigentlich nie, sondern öffne gleich die Gradationskurven, wenn ich einen Kontrast bearbeiten möchte. Die Gradationskurven in Lightroom stehen mir in zweierlei Formen zur Verfügung. Den Wechsel zwischen diesen zwei Gradationskurven können Sie über dieses kleine Symbol hier rechts unten stattfinden lassen. Sie haben nämlich einerseits die sogenannte parametrische Gradationskurve und andererseits die Punktkurve zur Verfügung. Die Punktkurve, sehen Sie, sieht auf den ersten Blick simple aus, ist aber eigentlich deswegen komplexer, weil man genauer wissen muss, was man auch tut. Die parametrische Gradationskurve ist gerade für Einsteiger meistens besser geeignet, weil sie ähnlich wie die Grundeinstellung mir hier Tonwerte vorgeben und ich die Gradationskurve auch über Schieberegler regeln kann. Ich kann jetzt hier zum Beispiel sagen, pass auf, ich möchte, dass die helle Mitteltöne offener werden, heller werden, also ziehe ich diesen Schieberegler einfach nach oben und Sie sehen es im Bild auch schon, dass die entsprechenden Tonwerte einfach nach oben gezogen werden, heller gemacht werden. Und im Gegenzug dazu kann ich entweder die dunklen Mitteltöne, also die Schatten, oder die Tiefen, also die wirklich ganz dunklen bis schwarzen Töne, nach unten ziehen, um so dem Bild noch mehr Biss zu geben. Ob ich jetzt die Tiefen bewege oder die dunklen Mitteltöne bewege, das ist irgendwann eine Sache der Erfahrung. Am Anfang kann Ihnen Lightroom dabei helfen. Wie, das möchte ich Ihnen kurz zeigen. Dazu setze ich mal beide Regler per Doppelklick wieder zurück und benutze dann ein Werkzeug, das in sehr vielen von den Entwicklungssteuerungen von Lightroom zur Verfügung steht. Das ist nämlich dieser kleine Punkt hier. Den können Sie aktivieren und haben damit ein Werkzeug, was Sie direkt im Bild anfassen und korrigieren lässt. Dieses Werkzeug ziehe ich einfach direkt ins Bild, wähle mir dann die Tonwerte aus, die ich heller machen möchte, klicke einmal -- jetzt nicht verwirrt sein. Jetzt sehen Sie dieses Werkzeug nicht mehr, es ist aber dennoch aktiviert. Das sehen Sie daran, dass ich's jetzt mit gedrückter Maustaste nach oben ziehe, und Sie sehen einerseits dass das Bild in den hellen Tönen heller wird und andererseits dass an der Stelle die Gradationskurve nach oben gezogen wird. Wenn ich wieder loslasse, ist das Werkzeug wieder sichtbar. Warum die Adobe-Entwickler das so gemacht haben, dass man dieses Werkzeug nicht sieht, wenn man's bewegt, das kann ich Ihnen nicht sagen. Es ist auf jeden Fall seit Generationen so und wenn man's weiß, kann man auch gut damit arbeiten. Jetzt nehme ich mir mal einen anderen Bereich vor, den ich in den Tiefen wieder verstärken möchte. Dazu kann ich mir hier einen mittleren bis dunkleren Ton aussuchen oder direkt in die Tiefen gehen und sagen, dass ich hier arbeiten möchte. Jetzt klicke ich wieder, ziehe in diesem Fall nach unten, weil die dunklen Töne noch dunkler werden sollen, um den Kontrast auszuarbeiten, und Sie sehen, dass ich einen entsprechenden ähnlichen Effekt wie eben erreicht habe. Die parametrischen Gradationskurven helfen mir also nicht nur über Schieberegler, sondern auch über die Möglichkeit, mit diesem direkten Werkzeug im Bild zu arbeiten. Natürlich können Sie auch jederzeit diese Kurve anfassen und einfach an der Kurve korrigieren. Das scheint natürlich insbesondere den Anwendern sympathisch, die aus Photoshop schon die Gradationskurven kennen. Diese können aber auch ohne weiteres direkt in die Punktkurve gehen. Dazu setze ich jetzt diese Einstellung mal zurück. Man kann beide Kurven auch kombinieren, das macht meiner Ansicht nach aber keinen Sinn. Ich wähle entweder die eine oder die andere. Die parametrische Gradationskurve hat in diesem Fall schon ein sehr gutes Ergebnis geliefert und das würde dafür auch ausreichen. Trotzdem gehe ich der Vollständigkeit halber einfach nochmal in die Punktkurve. In der Punktkurve kann ich ähnlich arbeiten. Ich habe keine Schieberegler zur Verfügung, das heißt, ich orientiere mich zum Beispiel im Histogramm, das hier abgebildet ist, um zu sehen, wo die hauptsächlichen Tonwerte des Bildes sind, damit ich darin meine Korrektur vornehme. Oder ich arbeite auch mit diesem kleinen Werkzeug, das immer noch aktiviert ist. Ich kann's mal wieder deaktivieren. Hier sehen Sie, auch hier habe ich diesen Kreis zur Verfügung, kann diesen aktivieren und kann an genau den gleichen Stellen oder ähnlichen Stellen ziehen, um hier den Kontrast auszuarbeiten. Sie sehen, das Vorgehen ist genau so einfach. Der Unterschied in der Punktkurve ist, dass ich hier auch mit mehreren Punkten arbeiten kann und auch innerhalb eines Arbeitsbereiches, also zum Beispiel nur der hellen Mitteltöne, mehrere Punkte mit unterschiedlichen Korrekturen durchführen kann. In der Fotografie macht aber eine solche Kurve kaum Sinn, denn Sie brauchen einen natürlichen Kontrastverlauf und den erzeugen Sie bestimmt nicht, wenn Sie den Kontrastverlauf hier auf einmal abflachen und abknicken lassen. Wie kriegen Sie diese Punkte wieder weg? Ganz einfach. Sie können entweder mit rechter Maustaste oder gedrückter Control-Taste einfach auf die Punkte gehen und entweder einzelne Kontrollpunkte löschen oder wie es hier heißt, die Kurve reduzieren, was einfach heißt, dass Sie alle Punkte auf einmal löschen. Die Gradationskurve ist also die beste Möglichkeit, den Bildkontrast bildgerecht zu korrigieren. Die Ergebnisse sprechen dabei meistens für sich.

Lightroom 5 lernen

Machen Sie sich mit dem optimalen Foto-Workflow in Lightroom 5 vertraut und erfahren Sie alles über den Import, die Organisation, Verwaltung und Nachbearbeitung Ihrer Bilder.

3 Std. 32 min (33 Videos)
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Erscheinungsdatum:18.09.2013

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