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Photoshop CC für Profis

Konditionale Aktionen

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Durch das Einfügen von Bedingungen in Aktionen können Sie - zum Beispiel in einer Stapelverarbeitung hunderter Bilder - Photoshop entscheiden lassen, wann welche Aktion zum Einsatz kommen soll.

Transkript

Eine Änderung für Leute, die wenig Zeit haben, ist die neue Möglichkeit, in Photoshop konditionale Aktionen einzufügen. D.h., dass man in Aktionen nun Bedingungen einfügen kann, die bestimmen, wann welche Aktion ausgeführt werden soll. Also Sie können eine bestimmte Bedingung abfragen, und dann Photoshop entscheiden lassen, ob die eine oder die andere Aktion ausgeführt werden soll. Und das machen Sie über den Menü-Befehl "Bedingung einfügen". Und das Ganze ist hier recht übersichtlich, Sie können also direkt beim Aufzeichnen oder auch nachträglich, einfach diese Funktion aufrufen und dann hier die Bedingungen wählen - und da gibt es einige. Und der Vorteil ist, dass das wirklich sehr einfach ist. Sie müssen weder Scripten können, noch Programmiersprachen beherrschen noch irgendwie kompliziert denken. Denn Sie stellen hier die Bedingungen ein, z.B.: Wenn das Dokument im Querformat vorliegt, dann bitte diese Aktion ausführen. Können Sie dann eine wählen, die Sie vorher aufzeichnen müssen oder aus den Standard-Aktionen wählen. Andernfalls soll die Aktion ausgeführt werden, die Sie dann hier auswählen: Also, wenn die Datei im Querformat vorliegt, dann diese Aktion, wenn sie im Hochformat vorliegt, dann diese Aktion. Genau so funktioniert das für alle anderen Optionen. Sie können hier unterscheiden, ob das Dokument quadratisch ist, ob es in RGB, CMYK-Graustufen vorliegt, oder in SRGB. Die Bit-Tiefe können Sie hier ebenfalls wählen, falls Sie irgendwelche aufwendigen HDR-Geschichten und dergleichen machen, dann können Sie hier entsprechend wählen, ob in 8-Bit, oder 16-Bit, oder 32-Bit eine Aktion ausgeführt werden soll. Dann sehen Sie hier, ob das Dokument ungespeicherte Änderungen enthält oder nicht, dann können Sie bestimmen, dass bspw. die Aktion die Datei vorher speichert oder nicht speichert, je nachdem, was Sie hier in den Folgeaktionen aufgezeichnet haben. Und all die anderen Optionen sind genau so praktisch, z.B. wenn Sie Ebenen-Effekte haben und einen Filter anwenden, wirkt sich das vielleicht anders aus, als wenn Sie diese nicht hätten. Dann können Sie wählen, dass wenn die Ebene Ebenen-Effekte enthält, dass dann diese zunächst gerastert werden sollen, und dann ein Filter angewendet werden soll. Oder aber, dass direkt die Effekte angepasst werden, mit einer anderen Aktion. Eine praktische Geschichte, doch ich möchte es nicht bei dieser Theorie belassen, sondern ein Anwendungsbeispiel zeigen. Z.B. habe ich hier eine Aktion aufgezeichnet, die die Mikro-Kontraste im Bild verstärkt, die also eine Art HDR-Look erzeugt, den man dann sanft hier einmalen kann im Bild. Und Sie sehen, ich habe jetzt eine Smart-Objekt-Ebene mit dem Verflüssigen-Filter als non-destruktiven Smart-Filter angewendet. Und die Aktion ist jetzt so aufgezeichnet, dass sie eine leere Ebene erstellt oben drüber, dann die sichtbaren auf eine Ebene reduziert, in ein Smart-Objekt konvertiert, dann wird der Inhalt bearbeitet und ganz zum Schluss kommt irgendwann der Befehl "Bildkorrekturen HDR-Tonung" zum Einsatz. Und der geht natürlich nicht hier auf einer Smart-Objekt-Ebene, und deshalb wird das auf einer neuen Ebene durchgeführt, in ein Smart-Objekt gepackt und im Smart-Objekt dann bearbeitet. Das Problem bei HDR-Tonung ist nicht nur, dass es nicht auf eine einzelne Ebene anwendbar ist, sondern auch, dass dieser Filter ausschließlich im RGB-Modus funktioniert. Ich habe eine RGB-Datei, und ich habe die gleiche Datei in CMYK vorliegen. Wenn ich hier diese Aktion durchführe, dann kommt: "HDR-Tonung funktioniert nur im RGB-Farbmodus. Möchten Sie das Dokument in RGB konvertieren?" Und das möchte ich nicht jedesmal anklicken müssen, denn stellen Sie sich vor, Sie machen das als Stapelverarbeitung in der Bridge mit dem Bildprozessor, dann müssten Sie jedesmal klicken und das bestätigen. Das soll natürlich nicht sein. Also soll in dem Fall, wo das Dokument in CMYK vorliegt, bitteschön diese Datei in RGB konvertiert werden. Also klicke ich hier auf "Nein", wir brechen damit die Aktion ab. Sie sehen, die Ebene wird erstellt, mit der schwarzen Maske; ich lösche das mal. Schauen wir uns an, wie das in der normalen Datei aussieht, der RGB-Datei. Wenn ich die Aktion starte, läuft das Ganze gut durch, bis ich hier bei HDR-Tonung bin. Dann kann ich entsprechend meine Werte anpassen, z.B. die Details-Extreme erhöhen, um mehr Zeichnung ins Kleid zu bringen. Dann klicke ich auf "OK" und habe dann hier meine Ebene mit der schwarzen Maske, denn so kann sich das Bild nicht verkaufen. Sondern mit einer schwarzen Maske, wo ich den Pinsel nehme, hier reinklicke, und dann bei geringem Fluss hier den Effekt einmale. Dass das gut zur Geltung kommt, dass etwas Struktur reinkommt in das Kleid, und sich die Person schön vom Hintergrund abhebt. So kann man das Ganze ein bisschen plastischer gestalten, vorher/nachher. Jetzt möchte ich das Ganze so haben, dass es automatisch bei CMYK-Bildern ebenfalls funktioniert. D.h., wir brauchen zunächst eine Abfrage. Und hierzu werde ich die Aktion duplizieren, werde also einfach die Aktion nehmen und hier auf den Abreißblock ziehen und dann nenne ich dieses "Mikrokontraste CMYK". Hier zeichne ich den entsprechenden Schritt mit auf, dass das Dokument bitte in RGB konvertiert werden soll, an einer bestimmten Stelle. Und das mache ich hier, hinter dem Schritt "Auf Hintergrundebene reduzieren". Und ich gehe dazu in die CMYK-Datei, wähle jetzt den Befehl aus, den entsprechenden, wähle "Aufnehmen" und gehe dann über "Bild - Modus - RGB". Ok, dann habe ich das hier aufgezeichnet. Der Inhalt des Smart-Objekts wird bearbeitet, es wird auf die Hintergrundebene reduziert, der Modus wird konvertiert und dann wird automatisch die HDR-Tonung aufgerufen über diesen Scripten-Befehl. Dann kann ich die Aufnahme beenden und wir können direkt probieren, ob wir dieses Bild jetzt nicht ebenfalls mit dieser Aktion bearbeiten können. Zunächst mal mache ich das rückgängig, dass wir hier RGB haben, "Bearbeiten - Rückgängig - RGB-Farbe". Dann sind wir wieder bei CMYK, und ich lasse die Aktion durchlaufen. Dann habe ich hier wiederum meinen HDR-Tonungsbefehl, mit dem ich die Einstellungen treffen kann. Sage ich "OK", dann wird es wieder zurück konvertiert und ich habe jetzt hier meine funktionierende Mikro-Kontrast-Ebene in der CMYK-Datei. Funktioniert also. Jetzt möchte ich nur noch gerne, dass automatisch zwischen diesen beiden Aktionen unterschieden wird. Und dazu brauche ich eine weitere Aktion, und die nenne ich "Mikro-Kontraste RGB CMYK" und zeichne die auf. Und alles was mach ich machen muss, ist hier eine Bedingung einzufügen, und das mache ich über dieses kleine Paletten-Menü; wähle "Bedingung einfügen" und sage, wenn das Dokument in RGB vorliegt, dann bitte die Aktion "Mikro-Kontraste"; wenn das Dokument nicht in RGB vorliegt, dann die Aktion "Mikro-Kontraste CMYK". Das war es schon. Ich sage "OK", und beende die Aufzeichnung. Und jetzt können wir das mal probieren, einmal an dieser Datei, eine RGB-Datei. Und da brauche ich mich jetzt nicht entscheiden, nehme ich die Mikro-Kontraste für RGB oder nehme ich die RGB-Kontraste für CMYK, sondern ich nehme immer diese Aktion; ich lasse die mal durchlaufen. Und voilà, da haben wir unsere eigene Ebene in der Datei. Dort drüber, in der RGB-Datei, probieren wir das Ganze in CMYK aus, und lassen die Aktion starten - also genau die gleiche Aktion - dann haben wir ebenfalls eine funktionierende Aktion. Diese konditionalen Aktionen sind wirklich eine tolle Bereicherung für Photoshop, wenn Sie zwischen Hochformat und Querformat unterscheiden, z.B. um ein Logo entsprechend links unten, rechts unten oder wo auch immer zu platzieren; dann ist das mit konditionalen Aktionen so einfach wie noch nie zuvor. Da mussten Sie früher zwei Aktionen schreiben und sich dann manuell - je nachdem ob Sie ein Hochformat oder ein Querformat hatten - entscheiden. Diese Entscheidung nimmt jetzt Photoshop Ihnen ab, und so können Sie in Stapelverarbeitung selbst große Bildermengen ganz problemlos entsprechend bearbeiten.

Photoshop CC für Profis

Erleben Sie live, wie Sie die aktuellen Möglichkeiten der Bildbearbeitung und Optimierung in Photoshop CC nutzen und mit gewitzten Techniken eine bessere Bildqualität erreichen.

7 Std. 40 min (73 Videos)
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