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COBOL Grundkurs

Kodierungsregeln in COBOL

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Die Syntax von COBOL beinhaltet sehr strenge und unflexible Kodierungsregeln, die sich aufgrund der Historie der Sprache ergeben. Es gibt sowohl zwingende Bereiche in einem COBOL-Programm, aber auch starre Regeln in den sogenannten Kodierungsblättern, die sogar die Spalten im Quellcode betreffen. Darüber hinaus ist in COBOL nur eine eingeschränkte Menge an Zeichen erlaubt. Dieses Video beschreibt diese grundsätzlichen Kodierungsregeln, die insbesondere für Umsteiger aus modernen Sprachen recht befremdlich erscheinen.

Transkript

In diesem Video wollen wir uns den Kodierungsregeln von COBOL widmen, das heißt, auf Besonderheiten schauen, die COBOL beispielsweise von vielen modernen Programmiersprachen unterscheiden. Ich habe hier einen typischen COBOL-Code, ein sehr einfaches Programm, aber hieran erkennt man bereits wesentliche Dinge, wie man in COBOL kodiert. Wer jetzt aus modernen Programmiersprachen kommt, dem werden diverse Dinge fremd erscheinen. Beispielsweise ist es in COBOL nicht irrelevant, in welcher Spalte bestimmte Dinge stehen. So was kennt man aus modernen Sprachen gar nicht mehr. Da kann man irgendwo in einer Spalte etwas hinschreiben. Da sind maximal die Zeilen relevant, nicht die Spalten. In COBOL ist das der Fall. Die Spalten haben vorgegebene Bedeutungen, die wir uns gleich ansehen, aber auch syntaktisch unterscheiden sich Dinge. Beispielsweise dieser Punkt hier, der übernimmt die Aufgabe, die normalerweise, also "in modernen Sprachen" wie PAP, Java, C, das Semikolon übernimmt, die Beendigung von einem Statement. Sprachen wie BASIC nutzen das Ende der Zeile zum Beispiel, aber der Punkt als solcher ist in COBOL eine Besonderheit und gerade für Anfänger und Umsteiger "Quelle großer Freude". Das war Ironie, denn das ist einer der klassischen Fehler, dass man hier den Punkt vergisst oder da ein Semikolon hinschreibt. Dann wird ein Compilerfehler entstehen. Diese Nummerierung hier, die Sie bei den Anweisungen sehen, die ist auch historisch bedingt. Früher hat man mit Karten programmiert - Lochkarten. Und diese mussten gekennzeichnet werden, denn wenn man mit so einem Stapel an Lochkarten unterwegs war und die Karten sind hingefallen, dann war es ein großer Spaß, die wieder zu sortieren. Ohne eine Nummerierung war das so gut wie unmöglich. Sie merken, dass die Strukturen von COBOL wirklich extrem historisch sind. Schauen wir uns die Details nun genauer an. Zuerst eine Bemerkung zu der Dateierweiterung der Dateiendung von einem COBOL-Quelltext. Die Dateierweiterung ist entweder .cbl oder .col. Das spielt keine wesentliche Rolle, aber eine dieser beiden Dateierweiterungen werden Sie verwenden. Der Punkt beendet Anweisungen. Das hatte ich gerade erwähnt. Eine Besonderheit, die gerade Umsteiger immer wieder sich vergegenwärtigen müssen. Das Quellprogramm von COBOL, also der Quelltext muss in einem festen Format geschrieben werden. Auch das ist für Umsteiger aus modernen Programmiersprachen sehr, sehr gewöhnungsbedürftig. COBOL-Programme werden dazu auf sogenannten Kodierungsblättern geschireben, und in denen gibt es 80 Zeichenpositionen in jeder Zeile. Das ist das, was wir eben im Quelltext gesehen haben. Das hier ist so ein Kodierungsblatt und eben das Format ist festgelegt. Die Spalten haben hier definierte Bedeutungen. Sie müssen diese Regeln, wie Sie die Spalten verwenden, unbedingt einhalten. Auf so einem Kodierungsblatt gibt es 5 Gruppen für diese Spalten. Die Position 1 bis 6 sind die Zeilennummern. Die Zeilennummern von Anweisungen in Ihrem COBOL-Quelltext, die sind optional, sollten aber immer gesetzt werden, um die Übersichtlichkeit zu behalten. Ich hatte das angedeutet mit diesem Vergleich der alten Lochkarten. Hier sehen Sie die Zeilennummern für die verschiedenen Anweisungen im Quellcode, und Sie sehen, es werden die Spalten 1 bis 6 dafür benutzt. Die Position 7 ist der sogenannte Indikator. Dort können Sie ein Asterisk, also ein Stern (*) notieren, um einen Kommentar zu kennzeichnen, eine Bindestrich für eine Fortsetzung und ein Slash (/) für einen Seitenvorschub. Die wichtigste Bedeutung ist vermutlich der Asterisk, der Stern für Kommentare. Hier sehen Sie so einen Kommentar. Das ist die Spalte 7, und das ist eine Kommentarzeile, übrigens der Beginn eines größeren Kommentars, der in der Regel durch eine durchgängige Anzahl von Sternen, von Asteriskzeichen gekennzeichnet wird. Das ist nicht zwingend, aber das ist ein Spiel, den man sehr oft so benutzt, übrigens auch in vielen anderen Programmiersprachen. Die eigentliche Kommentarzeile beginnt wieder in Spalte 7 mit einem Stern. Danach kommen beliebige Texte, und am Ende notiert man, aber das ist nur Konvention, wieder ein Stern, und das Ende von einem Kommentarblog wird wieder durch so eine durchgängige Linie an Stern gekennzeichnet. Auch das ist Konvention. Wichtig ist nur, dass der Stern in Spalte 7 steht und damit ein Kommentar gekennzeichnet wird. Die Spalten 8 bis 11 stehen für den sogenannten Bereich A in einem Kodierungsblatt. Alle Devisions oder Divisionen, alle Abschnitte, Absätze und einige spezielle Einträge müssen in diesem Bereich A, man nennt ihn auch die Region A, beginnen. Erst ab Spalte 12 beginnt der Bereich B, und dort werden alle COBOL-Statements, alle COBOL-Anweisungen notiert. Sie stehen in dem Bereich B und dürfen die Spalten zuvor nicht benutzen, aber auch nicht über die Spalte 72 hinausgehen. Am Ende einer Zeile ab der Spalte 73 bis zur Spalte 80 gibt es den Identifizierungsbereich. Das ist ein optionaler Bereich, wo man gewisse Kennzeichen notieren kann. In der Regel ist dieser Bereich allerdings leer. Gehen wir nochmal in den Quellcode hinein, und Sie sehen hier, das ist die Spalte 7, die Spalte 8, die Spalte 8, die Spalte 8. Hier wird eine Diversion gekennzeichnet, hier eine Procedure Diversion und erst hier in der Spalte 12 gibt es konkrete COBOL-Statements, in dem Fall eine Display-Anweisung zur Ausgabe auf dem Bildschirm. Ergänzen zu diesen vorgegebenen Spalten gibt es diverse Dinge in einem COBOL-Programm, die vorgegebene sind, beispielsweise hier diese Identification Diversion oder die Programm ID. Hier kann man auch den Autor notieren und noch einige andere Dinge. Manche dieser Angaben sind optional, andere sind, wie gesagt, zwingend. Kommen wir noch zum Zeichensatz, der in COBOL erlaubt ist, denn dieser ist auch extrem angestrengt gegenüber dem, was man in modernen Programmiersprachen zur Verfügung hat. Diese Zeichen stehen am Ende einer Hierarchie von Strukturen on COBOL, und zwar an der niedrigsten Stelle. Das bedeutet, Zeichen können nicht weiter unterteilt werden. Man sagt, sie sind Atoma. Die Besonderheit ist, dass der COBOL-Zeichensatz nur 78 Zeichen erlaubt, und das sind diese. Sie haben selbstverständlich die Großbuchstaben und Kleinbuchstaben zur Verfügung, aber das ist nur der normale Zeichensatz, nicht die deutschen Umlaute beispielsweise. Zahlen gehen das Leerzeichen, Plus (+), Minus(-), Stern (*), Slash (/), Dollarsymbol ($), Komma (,). Sie sehen, dass hier diese Zeichen sind erlaubt in COBOL und alle anderen eben nicht. Was Sie also in diesem Video erhalten haben, ist eine kurze Einführung in die syntaktischen Grundlagen von COBOL. Ganz wichtig, das Kodierungsblatt ist streng in Spalten unterteilt mit definierter Bedeutung. Der Punkt beendet eine Anweisung, und Sie dürfen nur eine gewisse Anzahl an Zeichen im Quelltext verwenden.

COBOL Grundkurs

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3 Std. 4 min (45 Videos)
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Erscheinungsdatum:21.11.2016

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