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Photoshop CS6: Retusche & Restaurierung

Knicke entfernen

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Welche Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen, um zum Beispiel Knicke aus alten Fotos zu entfernen, das sehen Sie in diesem Beispiel.
07:56

Transkript

Ich zeige Ihnen hier, welche Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen, wenn Sie Knicke oder Risse aus alten Fotos entfernen möchten. Hier haben wir so ein altes Porträtfoto, und Sie sehen in der Mitte den großen Knick, der durch das Bild geht. Ich zoome jetzt mal auf 100 Prozent ran und dann vielleicht auf 200, dann sehen Sie, dass dieses Foto auch noch diese ganz, ganz alte Oberflächenstruktur hat. Und diese Oberflächenstruktur macht es für Photoshop extrem schwierig, hier etwas automatisch zu reparieren. Ich mache hier eine Ebenenkopie mit Strg+J, bzw. Apfel+J, und gehe in die Gruppe der Retuschewerkzeuge und zeige Ihnen, was das Ausbessern-Werkzeug - hier im Modus "Inhalt" basiert - aus so einer Störung machen würde. Ich ziehe das auf den Bereich runter und hebe die Auswahl mit Strg+D bzw.Apfel+D auf. Und Sie sehen: Das hat den Riss zwar hier kaschiert und auch zum Teil, wenn auch nicht so ganz, die richtige Struktur übernommen, aber die Helligkeitsunterschiede stimmen hier überhaupt nicht. Ich kann also dieses Werkzeug in dem Bereich nicht verwenden und gehe jetzt nochmal zwei Schritte zurück und schaue mir das nächste Werkzeug an, das sich anbietet. Das wäre der "Bereichsreparaturpinsel" - im Modus "Normal" ebenfalls inhaltsbasiert - mit einer relativ scharfen Kante. Dann ziehe ich hier einfach mal drüber und Sie sehen: Photoshop weiß hier nicht richtig was damit anzufangen. Außen herum bekomme ich relativ dunkle, schwammige Bereiche - innen passt das mit der Struktur wieder - aber so kann ich das Werkzeug leider auch nicht benutzen. Was haben wir hier noch für Möglichkeiten? Zuerst möchte ich Ihnen sagen, dass Sie hier nicht auf Kopien arbeiten sollten, sondern bei "Retusche" immer auf leeren Ebenen. Die meisten Werkzeuge bieten hier die Funktion an, entweder "alle Ebenen aufzunehmen", oder z.B., wie beim nächsten Werkzeug, dem "Reparaturpinsel" - da haben Sie sogar noch mehr Auswahl - auf der aktuellen Ebene zu arbeiten; auf der aktuellen Ebene und darunter - oder auf allen Ebenen. Also vollkommen egal, wie groß ihr Ebenenstapel hier wird, wenn sie die Funktion "alle Ebenen" ankreuzen, können Sie jederzeit eine leere Ebene einfügen, und damit hier sehr praktisch mit diesem Werkzeug arbeiten - das ist der Reparaturpinsel. Und hier können Sie Photoshop ganz genau zeigen, von wo die Information genommen werden soll. Wenn ich hier drüber pinsele, dann sehen Sie: Photoshop verrechnet mir diese Strukturen auch. Da bekomme ich nichts Matschiges, allerdings habe ich auch mehr Arbeit, denn ich muss jedes Mal wieder neu aufnehmen. Ich kann nicht einfach hier unten einmal quer unter der Störung entlangziehen - dann hätte ich wieder verschiedene Strukturen drin - ich muss jedes Mal auf die Helligkeitsunterschiede achten, und muss mir das dann hier manuell reinholen. Und diese kleinen Kanten muss ich alle relativ sauber ergänzen. Dann schauen wir hier mal noch weiter. Auch hier hinten habe ich noch einiges zu tun- es geht natürlich nicht, wenn hier diese helle Kante ist. Da muss ich von etwas weiter oben ausholen, dann funktioniert das auch wieder. Und auch hier habe ich den Riss noch ganz leicht angedeutet. Hier empfiehlt es sich, immer wieder mal ein- und auszuzoomen, in verschiedenen Auflösungen zu arbeiten und auch die Pinselgröße zu variieren. Wenn man hier zu lange und zu nahe bei 200-300 Prozent Ansicht davor sitzt, wird das Auge sozusagen betriebsblind und kann diese feinen Nuancen, die man hier retuschieren muss, gar nicht mehr erkennen. Das Vorher - Nachher kann man sich hier jederzeit einblenden lassen. Wenn Sie die Hintergrundebene ausblenden, dann sehen Sie den Vorteil, den die leere Ebene bietet: Wenn Sie mal einen Fehler gemacht haben oder einen ganz groben Schnitzer, dann können Sie hier jederzeit ganz einfach mit dem Radiergummi die Fehler wieder korrigieren, und alles ist beseitigt. Dann gehen wir hier weiter mit dem Reparatur-Pinsel und ich sehe schon: Hier muss ich noch etwas näher ranzoomen und den Radius noch etwas verkleinern. Das funktioniert übrigens sehr, sehr gut über den Shortcut Ctrl+Alt bzw. Strg+Alt. Wenn Sie hier nach links oder rechts ziehen, können Sie die Größe ändern. Und  bei rauf oder runter wird die Härte des Pinsels verstellt. Ich finde es immer sehr, sehr mühsam, wenn ich jedesmal für die Pinselverstellung, hier auf diese Schaltfläche "Größe"-"Härte" gehen muss, es dann doch nicht passt und ich dann wieder hier hinklicken muss. Da ist dieser Shortcut mit "ziehen, rauf - runter, links - rechts" viel, viel besser. Da spart man sich viel, viel Zeit. Dann  machen wir das Ganze hier noch etwas kleiner und retuschieren auch das hier weg, diese dunkle Lücke, die durch den Riss entstanden ist. Die kann ich hiermit sehr gut auffüllen. Wenn Sie hier Helligkeitsunterschiede haben, und Sie möchten die Information nicht direkt hier drüberlegen, dann können Sie auch noch den Modus des Reparaturpinsels hier z.B. auf "Luminanz" setzen. Wenn ich dann hier drübergehe, dann sehen Sie die Strukturen - die werden 1:1 übernommen. Allerdings wird die Helligkeit jetzt quasi hier verrechnet. Auch damit lässt es sich sehr gut arbeiten. Also Sie sehen schon: Sie müssen immer variieren, variieren, variieren, um hier zu einem guten Ergebnis zu gelangen. Schauen wir uns an, was es im Modus "Luminanz" ausrichtet, wenn ich hier so drübergehe. Das kann man eigentlich fast verwenden. In den dunklen Stellen des Risses funktioniert es nicht so gut. Da muss ich doch wieder im Modus "Normal" arbeiten. Hier habe ich jetzt viel Platz, hier kann ich wirklich entlangziehen. Da muss ich jetzt nicht mehr so genau arbeiten, aber hier habe ich ja auch keine verschiedenen Strukturen mehr drin enthalten. Diesen Fleck, den können wir auch gleich noch mitnehmen. Und hier am Rand muss ich wieder mit einer kleineren Pinselspitze arbeiten. Dann zoome wir hier raus und schauen uns das Ergebnis an: Ich denke, das sieht auf den ersten Blick schon mal ganz gut aus. Hier habe ich noch so eine dunkle Verfärbung, die möchte ich auf jeden Fall noch kaschieren und wähle hier den Reparatur-Pinsel nochmal im Modus "Luminanz" an. Dann gehe ich einfach nochmal mit einer anderen Helligkeit drüber. Hier hinten sah das auch noch etwas schwammig aus - in dem Bereich hier - da habe ich auch noch einen Helligkeitsunterschied, den ich noch etwas anpassen möchte. Jetzt sieht es eigentlich schon ganz gut aus - vielleicht noch hier diese zwei hellen Flecken etwas kaschieren. Ich denke, so kann man das mit dem Riss hier gut stehen lassen. Wir schauen uns das Vorher-Nachher an: Ich denke, der Riss ist auf jeden Fall erfolgreich entfernt und Sie sehen, es hat zwar etwas gedauert, aber die Mühe hat sich gelohnt, denn den Riss kann man optisch so nun gar nicht mehr feststellen. Sie kennen nun also die verschiedenen Möglichkeiten der Retuschewerkzeuge, um so einen Riss zu beseitigen. Sie haben gesehen: Man kann nicht immer gleich das erstbeste oder automatische Werkzeug benutzen. Probieren Sie also aus, welches zuerst am besten funktioniert, und finden Sie dann die Zeit und die Muse, das alles in Ruhe und sehr, sehr genau zu machen, denn nur wenn Sie hier sauber arbeiten, bekommen Sie ein gutes Ergebnis.

Photoshop CS6: Retusche & Restaurierung

Lernen Sie vielfältige Korrekturmöglichkeiten kennen und verschaffen Sie sich das notwendige Know-how, um Ihre Bilder mit Photoshop perfekt zu retuschieren oder zu restaurieren.

5 Std. 3 min (47 Videos)
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