Grundlagen der Fotografie: Zeitraffer

Keyframes bearbeiten, Teil 2

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Lernen Sie, die Bearbeitungsschritte mit Hilfe des LRTimelapse Sync-Keyframes-Skripts auf nachfolgende Keyframes zu übertragen und diese im Verlauf der Zeitraffersequenz wiederholt an die Lichtsituation anzupassen.
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Transkript

Das Anwenden dieser Bearbeitungsschritte auf die restlichen Keyframes erfolgt jetzt in zwei Schritten. Den ersten Schritt können wir direkt für alle weiteren Keyframes anwenden. Der zweite Schritt sollte immer dann wiederholt werden, wenn bei einem späteren Keyframe noch etwas an der Bearbeitung verändert werden soll. Zunächst einmal markieren wir wieder alle Keyframes über die schon bekannte Tastenkombination Cmd+A beziehungsweise Strg+A auf Windows-Rechnern. Jetzt gehen wir hier unten rechts auf Einstellungen synchronisieren und bekommen jetzt hier eine Übersicht über die ganzen Einstellungen, die Lightroom in der Lage ist zu machen und auf andere Bilder zu übertragen. Wir wollen jetzt nur den Bereich Objektivkorrektur, Transformation und Freistellung übertragen. Alles andere, also alle anderen Farbeinstellungen, Kontrasteinstellungen, Schärfe und so weiter werden später über ein spezielles Skript von LRTimelapse auf die anderen Keyframes übertragen. Das funktioniert allerdings nicht so gut mit eben diesen drei Punkten und deshalb werden die einmal separat synchronisiert. Alles andere kann also ausgeschaltet werden, nur die Bereiche Objektivkorrektur, Transformieren und Freistellen sollten aktiv sein und dann klicken wir einmal hier auf Synchronisieren und können jetzt sehen, dass alle Fotos zum Beispiel direkt in 16:9-Format gebracht wurden, und zwar auch alle auf genau der gleichen Höhe, sodass es da natürlich später auch keine Schwierigkeiten gibt beim Rendern des Zeitraffers. Jetzt habe ich also dieses erste Foto bearbeitet, wir können uns das mal angucken und im Vergleich dazu der nächste Keyframe, der natürlich noch unbearbeitet daherkommt. Wir sehen also schon, gerade der Himmel ist natürlich deutlich dramatischer geworden, die Lichtstimmung ist viel angenehmer geworden. Die Schatten sind aufgehellt, dass wir insgesamt mehr sehen können auf dem Bild. Und genau das wollen wir natürlich auf die anderen Bilder übertragen. Dazu markieren wir wieder alle Bilder und benutzen jetzt das entsprechende Sync-Skript von LRTimelapse. Das findet sich nach der Installation von LRTimelapse in diesem neuen Skriptmenü oben in der Menüleiste. Wenn ich hier einmal drauf gehe, finde ich hier das LRTimelapse Sync Keyframes-Skript und genau das wird jetzt angewendet. Ich klicke da einmal drauf und jetzt werden alle Bearbeitungsschritte auf die restlichen Bilder angewendet. Wir haben gesehen, wie sich das sofort veränderte. Und wenn wir uns jetzt mal die nächsten Keyframes im Vergleich anschauen, ist die Bearbeitung jetzt identisch. Und das bedeutet also, wir haben jetzt einen sauberen Übergang zwischen den einzelnen Keyframes. Wir sehen, manchmal muss es noch schnell nachladen, aber die Bearbeitung, die Farbanpassung, die wir gemacht haben, die zusätzliche Dramatik im Himmel, die ist jetzt auf allen Keyframes gegeben. Jetzt kommt der Punkt, wo wir uns überlegen können, wollen wir eventuell im Verlauf des Zeitraffers noch Anpassungen machen, um dem Ganzen zum Beispiel noch mal mehr Farbe zu verleihen ab einem bestimmten Punkt oder auf irgendeine andere Art und Weise mehr Dramatik zu verleihen. Ich würde dazu so vorgehen, dass ich mir jetzt einmal den Punkt suche, ab wo es anfängt, lila-pink zu werden im Himmel und das müsste dieser Keyframe hier sein. Vorher ist es noch sehr warm und ab hier merkt man, es kommt so eine leichte lila Note durch. Das bedeutet, ich nehme mir jetzt diesen Keyframe, das ist hier der sechste Keyframe, gehe jetzt wieder ins Entwickeln-Menü und werde jetzt für dieses Bild konkret die Bearbeitung noch ein bisschen anpassen. Ich möchte jetzt diesen Lichteffekt, was ich gerade beschrieben habe, dieses pinkige, lilane Licht auch nur im Himmel haben und das bedeutet, ich nutze dafür die linearen Verlaufsfilter von Lightroom. Bei den Verlaufsfiltern ist jetzt ganz wichtig zu beachten: LRTimelapse gibt mir hier vier Verläufe vor, die ich benutzen kann, die ich völlig frei anpassen kann und die ich auch verschieben kann. Wichtig ist nur, Sie dürfen keinen zusätzlichen Verlauf einziehen, so wie jetzt hier, sondern Sie müssen die vorgefertigten Verläufe nutzen, können diese dann verschieben an die richtige Stelle auch noch ein bisschen drehen, das ist alles kein Problem, aber Sie dürfen keinen neuen Verlauf erstellen, denn diese könnten nicht auf die weiteren Keyframes sauber synchronisiert werden. Ich nutze also hier diesen zweiten Verlauf von oben, die Weichheit ist auch schon relativ groß eingestellt. Wenn wir hier mal die Maus darüber liegen lassen, sehen wir nämlich diesen roten Bereich, das Ganze wird also sehr sanft nach unten auslaufen. Und ich habe das jetzt noch ein bisschen gedreht, sodass es ungefähr auf der Horizontlinie liegt und möchte jetzt den Himmel da drüber noch weiter rot einfärben. Und dazu benutze ich einfach hier im Bereich Weißabgleich die Tonung und ziehe das Ganze hier in den Magentabereich rein, dass das Ganze so ein bisschen lilaner wird, so mit +20 sieht das schon ganz gut aus. Wenn wir schon mal dabei sind, können wir auch hier vielleicht noch minimal Dunst entfernen, um den Himmel noch mal einen Tacken dramatischer zu machen, das Ganze auch noch mal mit ein bisschen Kontrast versehen. Und so haben wir jetzt separat nur den Himmel an dieser Stelle bearbeitet und dem Ganzen noch mal einen neuen Farblook gegeben. Ich gehe wieder aus den linearen Filtern raus und habe jetzt diesen Keyframe angepasst. Wichtig ist jetzt an dieser Stelle, dass Sie zurückgehen ins Bibliotheksmodul und ab hier, also ab dem Keyframe, den Sie gerade neu verändert haben, alle weiteren Keyframes markieren. Das geht, indem Sie den ersten Keyframe markieren und dann mit gedrückter Shift-Taste den letzten anklicken. Jetzt sind alle Keyframes markiert, die quasi hinter diesem Keyframe kommen, den wir gerade bearbeitet haben, und auch jetzt wird wieder das LRTimelapse-Sync-Skript angewendet, damit die neuen Veränderungen ab dem Keyframe Nummer 6 auch auf alle darauf folgenden Keyframes übertragen werden. Und in der Vorschau können wir schon sehen, überall ist der Himmel jetzt ein wenig mehr lila geworden. Wir können jetzt weitergehen in den Keyframes und gucken, wie uns die Bilder so gefallen. Und ich sehe zum Beispiel ab hier wieder eine Veränderung in der Farbe. Der Himmel wird blauer, weil die Sonne untergeht, das ist auch alles soweit okay. Gleichzeitig wird die Stadt aber auch ein bisschen dunkler als hier vorn. Das bedeutet, hier möchte ich auch noch mal reingehen, ich gehe wieder auf Entwickeln und gehe wieder in meine linearen Verlaufsfilter und wähle diesmal diesen Verlaufsfilter von hier unten, ziehe den nach oben, sodass die komplette Stadt abgedeckt ist und möchte nämlich die Stadt jetzt noch mal extra aufhellen. Das heißt, ich ziehe die Tiefen noch mal etwas hoch, nicht viel, 10 reicht völlig, aber einfach um dafür zu sorgen, dass in der Stadt die Helligkeit nicht zu stark abfällt. Gleichzeitig, dadurch dass der Himmel blauer wird, möchte ich dafür sorgen, dass die Stadt ein wenig wärmer, ein bisschen gelber wirkt, denn das ist ein sehr schöner Komplementärkontrast, der natürlich im Bild immer eine gewisse Dramatik hervorruft, und das Ganze einfach hübscher wirken lässt. Das sind jetzt also die Anpassungen hierfür, ich gehe auch hier wieder aus dem Tool raus, gehe zurück in die Bibliothek, mache mir das Bild wieder klein und wende jetzt wieder auf alle folgenden Keyframes das LRTimelapse-Sync-Skript an, um diese Änderungen wieder zu synchronisieren. So. Wir schauen uns die Keyframes wieder weiter an. Das war also das, was wir gerade bearbeitet haben und so geht es jetzt weiter. Und hier können wir sehen, am Ende sinkt die Helligkeit natürlich rapide ab. Und das möchte ich eigentlich noch ein bisschen ausgleichen. Hier ist es noch okay und ab hier wird es deutlich dunkler, das heißt, ab diesem Keyframe werde ich noch mal die Helligkeit der Stadt ein wenig erhöhen. Ich gehe also wieder in mein lineares Verlaufswerkzeug-Tool, habe hier ja schon den Keyframe vorhin synchronisiert gehabt, deshalb ist dieser Verlauf auch übernommen worden, indem ich ja bereits die Tiefen erhöht habe. Und das erhöhe jetzt einfach noch ein Stück weiter. Ich gehe mal direkt auf 20, mache bei der Gelegenheit das Ganze auch noch mal einen Tacken wärmer, gehe wieder raus, zurück in die Bibliothek und auch das wird jetzt wieder synchronisiert auf die letzten drei Keyframes. Sync Keyframes. Und auch hier hat sich die Änderung jetzt wieder bemerkbar gemacht. Ich kann hier weitersehen und sehe, gerade hier beim zweiten Bild, das sieht gut aus. Das allerletzte ist mir noch einen Tacken zu dunkel, das heißt, in das allerletzte gehe ich auch noch rein, gehe wieder in die Verlaufsfilter, nehme mir den Verlauf und mache das Ganze noch mal heller, so auf 30. Gucke auch, dass ich jetzt hier an dieser Stelle zum Schluss hin noch mal die Lichter etwas runterziehe, damit es nicht so blendet, gerade die Kirche da unten ist sehr hell, mache es auch noch mal einen Tacken wärmer und habe jetzt hiermit meine Bearbeitung der Keyframes abgeschlossen. Dadurch dass das der letzte Keyframe war, kann ich hier natürlich auch nichts mehr synchronisieren. Das heißt, wir sind jetzt hier mit der Bearbeitung unserer Keyframes durch. Und jetzt ist der entscheidende Punkt, dass diese Bearbeitungsschritte natürlich auch für LRTimelapse wieder sichtbar gemacht werden müssen. Und das geschieht wieder über die Metadaten. Das heißt, zu diesem Zweck müssen wir wieder alle Keyframes markieren, also wieder Cmd+A beziehungsweise Strg+A, und gehen jetzt hier oben in der Menüleiste auf Metadaten. Vorhin haben wir ja die Metadaten gelesen, jetzt möchten wir die Metadaten in Dateien speichern. Also wählen wir diesen Punkt aus. Lightroom sagt uns einmal wieder, was das bedeutet, wissen wir, wir wollen Fortfahren und jetzt wurden die Metadaten in den Dateien gespeichert. Und diese Metadaten kann LRTimelapse jetzt im nächsten Schritt wieder auslesen, um dann auch die Bearbeitung anzupassen und an die Sequenz anzugleichen.

Grundlagen der Fotografie: Zeitraffer

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2 Std. 43 min (39 Videos)
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Erscheinungsdatum:30.05.2018

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