Grundlagen der Fotografie: Zeitraffer

Kameraeinstellungen für die Beispiel-Zeitrafferszene

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Tobias Gawrisch geht mit Ihnen die einzelnen Kameraeinstellungen durch: Vom Automatik-Modus bis hin zu separat fixierten Einstellungen wie ISO-Wert, Weißabgleich oder der fürs Ziel-Video besser geeigneten Kameraauflösung.
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Transkript

Jetzt werden wir die Kamera für unsere Zeitrafferaufnahme erst einmal richtig einstellen. Wir müssen dazu an der Kamera einige Einstellungen vornehmen und die gehen wir jetzt nacheinander einmal durch. Zunächst werden wir die Aufnahme im A- beziehungsweise AV-Modus machen. Das hat den Hintergrund, dass die Kamera in diesem Modus die Belichtungszeit selber regulieren kann und so Helligkeitsunterschiede, die eventuell hier in der Szene auftreten, ausgleichen kann. Wir versuchen aber trotzdem, möglichst viele Einstellungen in der Kamera zu fixieren, dass sie nicht veränderlich sind während der Aufnahme, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen. Das bedeutet, wir wählen unseren ISO fest auf einen Wert von ISO 100. Hier an einem schönen Tag draußen ist ISO 100 völlig ausreichend. Außerdem werden wir den Weißabgleich fixieren, und zwar am besten auf den passenden Wert für die Szenarie, die wir gerade vorfinden. Hier ist es jetzt gerade bewölkt, das bedeutet, ich stelle meinen Weißabgleich auf wolkig ein. Generell kann ich Ihnen empfehlen, den Weißabgleich immer eher wärmer einzustellen als zu kühl, das heißt wolkig oder Schatten ist ein Weißabgleich, den man zum Beispiel auch gut benutzen kann für den Sonnenuntergang, um dem noch mal zusätzlich Farbe zu verleihen. Als Nächstes werden wir die Auflösung etwas runterschrauben, mit der wir die Bilder aufnehmen werden, denn das volle RAW-Format, in dem Fall an dieser Kamera 20 Megapixel, ist eigentlich zu groß. Am Ende kommt ein Video dabei raus, was wir in der Auflösung Full-HD oder eventuell in einer 4K-Auflösung ausgeben wollen, aber da sind die vollen 20 Megapixel viel zu viel Datenmasse, die wir am Ende verarbeiten müssten. Stattdessen können wir hier auf den Modus M-RAW oder sogar S-RAW gehen, je nachdem, mit welcher Größe wir das finale Video ausgeben möchten. Ich entscheide mich hier für M-RAW und habe damit von der Auglösung her genug Puffer, um das Video selbst in 4K am Ende zu erstellen. Jetzt bleibt noch das Fokussieren. Auch das Fokussieren machen wir manuell, das bedeutet, ich schalte zuerst an meiner Kamera den Autofokus aus und wechsle dann wieder in den Liveview-Modus. Im Liveview-Modus habe ich nämlich die Möglichkeit, über das Lupensymbol hier an meiner Kamera in die Szenarie reinzuzoomen und so den Fokus sehr präzise setzen zu können. Wir sehen auch gerade, dass das Display noch sehr dunkel ist, das bedeutet, ich geh einmal aus dem Liveview wieder raus, geh in meine Belichtungskorrektur rein und sage der Kamera, sie soll bitte etwas heller belichten; wechsle wieder in den Liveview und kann jetzt unten die Szenarie besser beurteilen. Ich wähle mir einen Ausschnitt aus, der ziemlich weit am Horizont liegt, zoome dort rein und kann jetzt sehr präzise manuell diesen Bereich scharf stellen. Zoome wieder raus und habe jetzt die Kamera für den Zeitraffer vorbereitet. Das eingeblendete Histogramm hier im Liveview-Modus ermöglicht es mir noch einmal, die Belichtung zu kontrollieren. Wir können hier sehen, dass am linken und am rechten Rand des Histogramms noch etwas Platz ist, das bedeutet, unsere Belichtung ist insgesamt sehr ausgeglichen, wir haben sowohl die tiefen Bereiche als auch die hellen Bereiche abgedeckt und können mit dieser Belichtung unseren Zeitraffer jetzt laufen lassen.

Grundlagen der Fotografie: Zeitraffer

Lernen Sie, wie Sie selbst spannende Zeitrafferaufnahmen erstellen, bearbeiten und als Video ausgeben, und erfahren Sie, welche Motive sich besonders für diesen Effekt eignen.

2 Std. 43 min (39 Videos)
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Erscheinungsdatum:30.05.2018

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