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Composing mit Photoshop: Lady in Black

Kameraeinstellungen

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Die Kameraeinstellungen gehören auf den Studioeinsatz vorbereitet. So erfahren Sie, welche Belichtungszeit, Blende und ISO-Einstellung gewählt werden und weshalb die Brennweite nur eine untergeordnete Rolle spielt.
05:01

Transkript

Jetzt schauen wir uns doch erst einmal an, wie die Kamerasettings aussehen. Das erste, was auffällt, ist natürlich dieses unförmige Gerät, hier oben auf der Kamera drauf. Das ist ein kleiner Funkauslöser, der, wenn man draufdrückt, nicht nur, wenn man draufdrückt, sondern natürlich auch, wenn man die Kamera auslöst, damit den Blitz auslöst. Das hat den großen Vorteil, dass man nicht mit einem Synchronisationskabel mit dem Blitzen verbunden ist, man hat mehr Bewegungsfreiheit, und so ein Ding kostet nicht die Welt. Also, das ist schon einmal ein ganz gutes Gerät, um überhaupt im Studio frei arbeiten zu können. Schauen wir uns einmal die Kamerasettings an. Die Kamera ist auf "M" gestellt, auf dem "M", sprich "manuellen Modus", damit ich sowohl die Belichtungszeit als auch die Blende selbst wählen kann. Die Belichtungszeit ist auf eine 1/125 Sekunde eingestellt. Dss ist eine ganz gute Blitzsynchronisationszeit, so nennt man das und man nennt die deswegen so, weil der Blitz in der Zeit, wo der Verschluss offen ist, komplett leuchten kann. Das heißt, erster Verschlussvorhang geht auf, Blitz beginnt zu leuchten, leuchtet, leuchtet, leuchtet, wird schwächer, hört auf und erst dann geht der zweite Verschlussvorhang zu und das Ganze in 1/125 Sekunde. Wenn ich auf beispielsweise 1/1000 stellen würde, dann wäre der Verschluss zu schnell für den Blitz, und man würde ein teilbelichtetes Bild bekommen, was nicht gerade schön aussieht. Zur Blende kann man sagen, ich habe eine Blende von 11 gewählt, und die Blende 11 hat gleich zwei große Vorteile. Erstens einmal ist die Blende weit genug geschlossen, damit ich davon ausgehen kann, dass mein Model wirklich auch scharf abgebildet wird. Also von vorne bis hinten, von der Nasenspitze von der Hand, die hinter den Rücken gehalten wird. Der zweite große Vorteil: ich habe meine Optik ein bisschen abgeblendet, denn wenn ich mit offener Blende fotografiere, könnte es sein, dass die Linsenfehler, die jedes Objektiv besitzt, ein bisschen deutlicher und je weiter ich abblende, desto kleiner diese Linsenfehler werden, die werden also minimiert, je weiter die Blende geschlossen wird. Wenn man zu weit geht, also mit einer Blende 22 arbeitet, kann es sein, dass man sogenannte "Beugungsunschärfen" bekommt. Das ist also auch nicht schön, weil dann das Loch der Blende zu klein ist, wo das ganze Licht durch muss. Eine Blende zwischen 5,6 und 11 ist zumindest für dieses Objektiv perfekt. Jetzt schauen wir uns einmal an, wie das ganze Ding aussieht. Ich bitte deswegen mal die Bianca und wir gehen mal hier auf unser Set. Wunderbar, als ob sie nicht alleine hingehen könnte. Aber wunderbar. - Stellst du dich bitte einmal hier auf den schwarzen Punkt. So und jetzt geht es darum, warum fotografiere ich denn eigentlich genau von hier und nicht von hier, von da drüben oder sonst wo. Wie komme ich auf meinen Standpunkt? Wie kommt man auf den Standpunkt, den man sich wirklich ausgewählt und warum gibt es wirklich nur diesen einen? Das hat damit zu tun: Wenn ich draußen fotografiere, also draußen quasi meine Außenszene aufnehme, dann weiß ich in dem Moment schon, wo später das Model stehen soll und das war in diesem Fall 3 1/2 Meter weg von der Kamera. Es gibt in den Außenszenen auch so eine ganz kleine Marikierung, die sehe nur ich, nur ich weiß, wo sie ist, aber ich weiß schon während ich diese Aufnahme mache oder sogar bevor ich mit der Außenaufnahme beginne, wo mein Model später stehen muss. Der zweite wichtige Punkt ist die Kamerahöhe. Die Außenaufnahme habe ich ungefähr aus dieser Höhe hier gemacht, das heißt, das Model wird ebenfalls genau aus dieser Höhe fotografiert. Insofern stimmt der Abstand und auch die Perspektive perfekt mit der Außenszene überein. Jetzt fragen Sie sich vielleicht, mit welcher Brennweite ich das mache. Draußen haben wir mit relativ kurzer Brennweite fotografiert. Natürlich könnte man jetzt im Studio exakt dieselbe Brennweite verwenden. Muss man aber nicht. Der Vorteil ist der, wenn ich meinen Standpunkt habe, dann habe ich damit auch die Perspektive festgelegt. Die Brennweite selber ist für die Perspektive überhaupt nicht verantwortlich. Das können Sie selber austesten, indem Sie beispielsweise eine 20-Millimeter-Aufnahme machen und eine 200-Millimeter-Aufnahme machen. Sie werden sehen, dass Sie den Ausschnitt immer aus der 20-Millimeter-Aufnahme heraus vergrößern können, natürlich nicht in der gleichen Qualität, aber die Perspektive hat mit der Brennweite überhaupt nichts zu tun. Da ich meinen Standpunkt also habe, kann ich die Perspektive nicht mehr wählen, habe sie schon gewählt. Die Brennweite aber wähle ich so, dass mein Model formatfüllend im Sucher zu sehen ist. Und das hat den Vorteil, dass ich genügen Details habe, ich habe eine genügend große Datei und kann sie natürlich auch entsprechend leicht freistellen. Deswegen: Brennweite wählen Sie so, wie Sie wollen, dass sie schön perfekt in den Sucher hineinpasst, nicht zu klein, aber auch nichts abgeschnitten und die Perspektive wird durch die Außenaufnahme vorgegeben. Ich glaube, wenn Sie das so nachvollziehen, dann können Sie ab jetzt immer Szenen hier fotografieren, dort fotografieren und beide in Photoshop zusammenbringen.

Composing mit Photoshop: Lady in Black

Sehen Sie, wie ein Compositing entsteht - von der Fotoaufnahme des Models über das Bearbeiten der einzelnen Bilder in Photoshop bis hin zum kombinierten Ergbnis mit Texteffekt.

2 Std. 42 min (31 Videos)
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