Hochzeitsfotografie – Grundlagen

Kameraeinstellungen

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Was es mit den grundlegenden Kameraeinstellungen auf sich hat, und welche Einstellungen bzw. Betriebsmodi sich für die jeweilige Situation bei einer Hochzeit anbieten, das sind die Themen dieses Videos.

Transkript

Die Grundeinstellungen der Kamera sind zum Glück nicht so viele. Wir haben halt hier die Programm-Modi Manuell, dann die Blendenautomatik, die zeigt uns im Programm, den  reinen Automatikmodus. Warum erkläre ich das Ganze? Ich kenne es leider von Leuten, die gewechselt sind von einer Cropkamera auf die Vollformatkamera. Das ist so ein kleiner Sprung. Das ist ein bisschen tricky. Da gibt es dann so Besonderheiten, die zu beachten sind, und viele Fotografen, die halt eben das Problem hatten, vorher ihre Kamera gut einstellen konnten, auch im manuellen Modus, die sind auf einmal dahin gewechselt, dass sie gesagt haben: "Oh Gott, ich fühle mich sehr unter Druck gesetzt, das passt alles noch nicht so von den Einstellungen." Und da sind wir diejenigen, die dann immer selber empfehlen, dann verwendet doch eine von den "Programmodus", um dir letztendlich selber so ein bisschen Ruhe herein zu geben, dir selber so ein bisschen Zeit zu geben. Wir nutzen das selber auch, wenn das sehr, sehr tricky ist mit den Lichtverhältnissen, weil wir haben das sehr schnell zu wechseln, wenn wir halt tatsächlich nach draußen fotografieren, weil die Gäste draußen stehen, und uns direkt wieder umdrehen und nach innen in die Küche herein fotografieren, wo es dann sehr dunkel ist, d. h., wir haben sehr stark schwankende Lichtverhältnisse. Das ist dann oftmals ein Moment, wo wir auch in den Programm-Modus wechseln, meistens in den Blenden-Prioritäten-Modus, weil wir hier nicht die ganze Zeit an der Kamera herumdrehen wollen, sondern uns auf den Augenblick konzentrieren, wo etwas passiert. Der ist mir allemal wichtiger. Dann überlasse ich es eben einmal der Kamera, sozusagen die richtige Einstellung - das Verhältnis Blende zu Zeit - zu wählen. Fangen wir einmal einfach der Chronologie halber an mit dem Programm-Modus. Das ist eigentlich der Modus, wo man sagt, da wird der Fotograf am Stärksten entmündigt. Das ist also der Bereich, wo die Kamera für die Belichtung im Wesentlichen alles selber vorwählt, d. h., sie wählt selber die Blende und stimmt dazu die Zeit ab, die sie benötigt, um das Bild korrekt zu belichten. Das ist eigentlich eine ganz tolle Sache für die Leute, die sich darauf konzentrieren sollten wirklich den Moment richtig zu fassen. Die also sozusagen sich eigentlich die Stimmung so ein bisschen einfangen möchten, aber nicht ganz sicher sind, passt das von der Belichtung her oder nicht, oder wie hätte ich das gerne. Macht euch da jetzt nicht zum Affen und macht euch nicht verrückt damit, dass ihr sagt: "Oh Gott, das ist ja so ein ganz cooler, unprofessioneller Modus, da macht die Kamera alles." Ist gar nicht wahr. Ich würde sogar einmal behaupten, zu 90 Prozent ist der Bildausschnitt - das, was ihr wählt - viel, viel wichtiger, als das, was die Kamera, sozusagen der technische Part, ist. Deswegen ist es völlig legitim, auch einmal den Programmmodus zu wählen. Wenn es euch erleichtert, wenn es euch zu besseren Bildern führt, macht das Sinn. Nutzt den Programmmodus! Es gibt also innerhalb der Fotografie dahingehend gar kein No-Go, wo man sagt: Mach das auf keinen Fall, das ist unprofessionell! Das ist totaler Quark. Wenn ihr euch damit sicherer fühlt, dann nutzt den Programmmodus. Das ist wunderbar. Als nächsten, wir sind hier gerade beim Canon-Modell, wir sind darauf gewechselt, einfach weil sie dieses schöne Drehrad an der Kamera hat. D. h., diese Einstellung, die wir hier jetzt erklären, die gibt es natürlich an den anderen Modellen ganz genauso. Entweder als Drehrad oder halt eben digital eingeblendet. Das ist halt von Modell zu Modell verschieden. Als nächstes hier steht "TV", bei Nikon ist es der reine T-Modus, d. h. also, das ist der Zeitmodus, aus dem englischen von Time Shift-Modus, d. h. also, das ist der Modus, wo ich im Grunde genommen die Zeit vorwähle. Wann nutze ich das? Speziell dann, wenn es z.B. ein bisschen dämmrig wird und ich einfach mit einer gewissen Zeit mir sicher bin, dass ich nicht verwackle. Hier auch immer ein bisschen Bedenken, wenn ich nicht verwackle, heißt das nicht, dass das Objekt, was sich vor der Linse befindet, sich nicht trotzdem weiterbewegt. Das würde bedeuten, wenn ich bei einer fünfzehntel, was schon ganz schön schwer ist, aber sagen wir bei einer dreißigstel Sekunde. Eine dreißigstel Sekunde, die halte ich vielleicht noch ruhig, vielleicht auch, weil ich so tolle Objektive verwende, die hier einen Verwacklungsschutz bieten. Das bedeutet aber nicht, dass das Objekt, was sich vor meiner Linse befindet, sich auch ruhig verhält. Und damit kam ich dann trotzdem zu verwackelten Bildern. Um das einfach zu eliminieren dieses Phänomen oder einfach um da ein bisschen besser zu sein, kann ich hier die Zeit direkt vorwählen. Das geht natürlich dann auch irgendwann nicht mehr ohne Weiteres. Natürlich stellt die Kamera dann nicht eigenhändig den ISO um. Es gibt diese Funktion. Ich persönlich würde davon abraten. D. h. also, man kriegt dann eher mit, dass die Kamera sagt mit einem Blinken: Ich kann in meiner Blende nicht weiter runter gehen, aber die Zeit, die kann ich auf jeden Fall dann noch halten. Wir stellen in solchen Momenten, wobei wir den Mode weniger benutzen, wir stellen dann aber in solchen Momenten eine Zeit ein, vielleicht eine Hundertfünfundzwanzigstel, wo ich ganz genau sicher bin, das Objekt vorne an der Kamera, das bewegt sich eben nicht so schnell, dass es verwackelt. Und ich selber kann eine Hundertfünfundzwanzigstel auch super gut halten. Der dritte Modus hier bei Canon AV - bei Nikon ist es nur das reine A, das kommt von dem Aperture, das englische Wort für Blende. Das ist also etwas, das verwenden wir dann sehr viel, wenn es wirklich so ein bisschen tricky wird, wie eben gerade erwähnt, wo ich eben ständig hin und her wechsle, in die Kirche herein fotografieren, wieder aus der Kirche heraus fotografieren. D. h. also, wo ich mich ständig immer wieder drehe, weil auf beiden Seiten irgendetwas passiert und meine Lichtverhältnisse extrem unterschiedlich sind. In solchen Fällen wähle ich die Blende vor und zwar auf der Basis, dass ich einfach sage: "Was interessiert mich? Wie stark möchte ich den Hintergrund zeigen oder eben nicht zeigen?" Das kann ich hier sehr gut machen, wenn ich sage, ich stelle hier eine Blende 4 ein, als so eine klassische Blende, wo man sehr viel im Vordergrund noch scharf hat, aber der Hintergrund dann schon verschwommen dargestellt wird. Den stelle ich dann einfach hier fest ein und egal in welche Richtung ich fotografiere, die Kamera passt dann die Zeit dementsprechend an und das funktioniert ausgesprochen gut. Als für uns häufigster Modus ist halt eben der manuell eingestellte Modus, d. h. also, hier wähle ich selber die Blende und natürlich auch selber die dazugehörige Zeit. Den verwenden wir sehr, sehr viel, weil wir unsere Bilder häufig etwas überbelichten. Aber wie gesagt, auch das ist so eine Sache, die ist so ein bisschen von Kamera zu Kamera selbst in den Modellen unterschiedlich. D. h., die eine Kamera braucht vielleicht ein bisschen mehr überbelichtet, um auf das Ergebnis zu kommen, eine andere ist vielleicht leicht unterbelichtet, und kriegt dann trotz alledem das gleiche Ergebnis. Also, dieser manuellen Modus ist für uns relativ gut zu handlen, weil wir halt dadurch sehr schnell und sehr flexibel sind. Da mag ich ganz gern ein Beispiel angeben, wenn das Brautpaar z.B. in die Kirche hier hereinkommt, dann haben wir draußen diesen sehr hellen Hintergrund oder draußen meinetwegen den tollen Sonnenschein. Die Kirche selber ist etwas dunkler. Das ist so eine sehr klassische Gegenlichtsituation und da muss ich in dem Moment dann halt eben sehr stark überbelichten, damit ich halt eben das Brautpaar oder die Braut, die hier hereinkommt, dass ich die halt eben noch sichtbar habe. Ich habe einen völlig überstrahlten Hintergrund in dem Moment, aber die Braut, die ist noch gut zu erkennen. Und das wiederum erreiche ich in solchen Momenten manuell wesentlich leichter, weil natürlich meine Kamera in einem der Modi versucht ein ausgewogenes Verhältnis zu schaffen. Und wenn ich mir jetzt einfach einmal diese Szenerie vor Augen nehme, da kommt eine Braut mit einem weißen Kleid und sie kommt halt eben durch diese Tür herein, dann ist in diesem Ausschnitt, ist der überwiegende Teil halt eben weiß, und nur ihr Gesicht ist halt etwas, was halt eben nicht weiß ist. Aber prozentual für das Bild gesehen, wäre das halt eben so, dass die Kamera würde versuchen, das Ganze herunter zu drücken. Und das würde dann bedeuten, dass ihr Gesicht immer dunkel ist, weil sie halt einfach - es ist zu wenig Nicht-Weiß da. Die Kamera versucht dieses ausgewogene Verhältnis. Und das ist halt eben so ein bisschen das Problem im Programm-Modus, dafür gibt es eine Korrektur, die man vornehmen kann. Die ist aber, wie gesagt, tatsächlich dann ein bisschen anders, die werden wir anders erklären. Insofern sind das so die Ausnahmemomente, wo wir sagen, da ist es ein bisschen leichter im manuellen Modus für uns zu fotografieren. Aber die anderen Modi, wie eben gerade beschrieben, die sind nicht an der Kamera aus Spaß oder aus Jux oder, weil man sie eben vergessen hat, sondern sie sind unglaublich hilfreich und für mich immer allemal lieber zu verwenden, anstatt hier Stunden rundum auf die Kamera zu gucken, und den tollen Moment, den ich eigentlich einfangen möchte, zu verpassen. Nutzt daher lieber diesen Programm-Modus und konzentriert Euch darauf, dass Euer Bild, Euer Bildausschnitt, dann genau der richtige ist.

Hochzeitsfotografie – Grundlagen

Machen Sie sich mit dem emotionalen, erlebnisorientierten Stil der Hochzeitsreportage vertraut und profitieren Sie von den Erfahrungen und Ideen zweier professionellen Fotografen.

5 Std. 51 min (52 Videos)
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