Canon EOS 700D Grundkurs

Kamera halten

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Festhalten, aber nicht verkrampfen – und bloß nicht wackeln! Vom Fachmann bekommen Sie wertvolle Tipps, wie Sie die Kamera sicher und entspannt halten können.
08:30

Transkript

Wenn die 700D Ihre erste Spiegelreflexkamera ist, dann helfen Ihnen sicherlich die folgenden Tipps zum Halten der Kamera. Vielleicht sind Sie ja auch schon fortgeschrittener Anwender, haben schon einmal mit einer Spiegelreflexkamera fotografiert, und auch da ist sicher der ein oder andere Tipp für Sie in diesem Film dabei. Zunächst stellt sich natürlich die Frage, warum ist es überhaupt wichtig, sich mit dem Halten der Kamera zu beschäftigen. Es gibt zwei Gründe: Der erste ist, Sie möchten auf dem Bild tatsächlich das haben, was sie sich vorgestellt haben, was Sie eingestellt haben, und insofern ist es sinnvoll die Kamera so festzuhalten, dass Sie nicht im letzten Moment die noch ein bisschen verreißen und ganz was anderes auf dem Bild drauf ist. Das muss jetzt nicht so extrem sein, wie ich das gerade gezeigt habe, aber wenn Sie aus der Hand fotografieren, und wollen vielleicht die Kamera geradeaus ausrichten und Architektur fotografieren oder einen Wald, geprägt von sehr vielen senkrechten Linien, dann möchten Sie natürlich, dass die auch auf dem Bild senkrecht drauf sind. Und da wäre es ja fatal, wenn Sie  im letzten Moment die Kamera ein bisschen kippen, verreißen, dass der Bildaufbau, um den Sie sich vorher viele Gedanken gemacht haben, dann doch nicht mehr so gegeben ist. Das ist das eine, dass der Bildausschnitt stimmt, sollten Sie die Kamera so halten, dass es auch im Moment des Auslösens sicher ist. Und der zweite Punkt, der ist mindestens genauso wichtig: Sie wollen natürlich auch richtig fokussierte und scharfe Aufnahmen haben, das heißt, die Aufnahmen sollen nicht verwackelt sein. Und Verwacklungsgefahr besteht einerseits bei langen Brennweiten, also Teleobjektiven, und andererseits bei langen Belichtungszeiten. Je länger die Belichtungszeit ist, desto größer ist die Gefahr der Verwacklung. Sie haben natürlich hier die Möglichkeit, auch noch dieser Verwacklungsgefahr entgegen zu wirken, wenn Sie den Bildstabilisator einschalten. Der beugt dieser Verwacklungsgefahr ein bisschen vor. Aber beim Halten der Kamera geht es ja zunächst einmal darum: Wie fasse ich das Ding überhaupt an? Auf der rechten Seite hat die Kamera den Griff, oben ist der Auslöser. Logischerweise umfassen Sie den Griff mit der rechten Hand und mit dem Zeigefinger kommen Sie an den Auslöser. Das ganze Gewicht der Kamera ist jetzt in der rechten Hand, und Sie können jetzt durch einen leichten Druck auf den Auslöser Ihre Aufnahme belichten. So bräuchten Sie im Grunde die linke Hand erst einmal gar nicht. Und die dient eigentlich nur noch dazu, zu stabilisieren. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, auch abhängig davon machen Sie hoch- oder querformatige Aufnahmen. Bei Querformataufnahmen empfehle ich, die linke Hand unter die Kamera zu legen. Und da gibt es verschiedene Möglichkeiten: Entweder fassen Sie so drunter, oder aber so. Es kommt immer ein bisschen darauf an, wie groß sind Ihre Hände, wie groß ist das Objektiv, oder haben Sie vielleicht einen Batteriegriff drunter, der für die rechte Hand die Situation, besonders bei großen Händen, natürlich erleichtert. Dann haben Sie hier unten unter dem kleinen Finger auch noch etwas zum greifen. Der liegt bei mir schon fast drunter. Da kommt es immer ein bisschen drauf an. Die andere Möglichkeit ist natürlich, das Objektiv zu umfassen. Von der Stabilität her ist es eine gute Idee, vorausgesetzt, der kleine Finger ragt nicht vorne in das Bild herein. Das ist das eine, und das andere ist, wenn Sie mit dem eingebauten Blitz fotografieren, dann schattet besonders bei kürzeren Brennweiten natürlich auch — schatten die Finger noch ein bisschen die Wirkung vom Blitz ab. Insofern sollten Sie da ein bisschen darauf achten. Fotografieren Sie nur mit Blitz oder gewöhnen Sie sich eine Haltung an, wo Sie einfach sagen: Ich mache das immer so, und dann passt es egal, ob ich jetzt mit Blitz oder ohne fotografiere. Beim Hochformat ist die Sache ähnlich, und es gibt zwei Möglichkeiten: Die eine ist, nach wie vor Kamera in der rechten Hand, die Hand nach oben. Mit der zweiten Hand können Sie abstützen oder umfassen, ganz wie es Ihnen beliebt; das geht. Was sie jetzt aber auch sehen, ist das der rechte Ellenbogen recht viel Raum einnimmt. Je nachdem, wenn Sie sich irgendwie vorarbeiten möchten, oder zeigen wollen, dass Sie bedeutungsvoller Fotograf sind, dann können Sie das natürlich so machen. Aber es gibt auch Situationen, wo das gar nicht so hilfreich ist, wo Sie einfach vielleicht gar nicht so viel Platz haben, weil daneben entweder eine Wand ist oder schon jemand steht. Dann ist es sinnvoll, die Kamera umgekehrt zu halten, das heißt, den Auslöser nach unten. Und bei mir passt es von den Proportionen Kamera und Hand sehr genau. So, dass ich die Kamera hier hinten auf dem kleinen Finger abstütze. Und jetzt liegt die in der Hand, ich kann nach wie vor so auslösen, und kann natürlich jetzt von dieser Seite die Kamera umfassen, weil der Blitz auf der anderen Seite ist, ist da überhaupt keine Gefahr, dass ich da irgendwas abschatte. So kann ich Hochformataufnahmen fotografieren. Das eingebaute Display bietet natürlich noch zusätzliche Möglichkeiten. Wenn ich mit dem Live-View fotografiere, dann kann ich natürlich das Display entweder so hinter der Kamera halten, dann halte ich die Kamera vor mir. Und auch hier sollte ich drauf achten, sicher zu halten, und da ist es sicher unten oder hier ums Objektiv ganz gut. Wobei ich das eingebaute Display im Allgemeinen ungern nutze, ich gucke lieber durch den Sucher. Auch ist es von der Statik sehr viel schlechter, als wenn ich die Kamera direkt am Körper habe. Denn, man sieht's ja auch ganz gut, ich habe hier die Möglichkeit, wenn ich so durchgucke, die Kamera noch über die Arme am Körper abzustützen. Wenn ich die Kamera weiter vor mir halte, dann ist es doch schon bisschen eine wacklige Angelegenheit. Und noch wackliger wird die ganze Sache natürlich so, wenn ich die Kamera — ich habe das öfter schon gesehen: Leute betrachten hier dieses Display als zusätzlichen Griff, und fassen hier an, und fassen da an. Und es ist natürlich so: Das ist ein relativ langer Hebel, wenn ich hier nur ein winzig kleines Stück bewege, bewegt sich natürlich hier vorne die Kamera entsprechend mit. Und da ist es auch cleverer, auch wenn das Display aus welchen Gründen auch immer ausgeklappt ist, die Kamera hier zu fassen, das ist weitaus sicherer. So viel zum Halten der Kamera. Wenn ich sie in der Hand halten möchte, und symbolisch habe ich hier für verschiedene Stativmöglichkeiten das Tischstativ stehen. Wenn die Belichtungszeit so lange ist, dass Sie aus der Hand kein verwacklungsfreies Bild machen können, und wenn der Bildstabilisator auch nichts nützt, oder Sie ihn schon ausgereizt haben, dann sollten Sie auf jeden Fall zu einem Stativ greifen. Es gibt ganz unterschiedliche Stative. Ein Tischstativ ist für die Reise ganz praktisch. Das können Sie in jede Fototasche stecken oder auch in eine Handtasche, wenn Sie wollen, und können dann die Kamera drauf schrauben, und das auch wie jetzt hier auf dem Tisch auf einer Mauer aufstützen. Sie könnten auch die Kamera drauf stützen und seitlich das Ganze an eine Mauer dran drücken. Auch dann können Sie sehr viel längere Belichtungszeiten scharf belichten, als Sie das aus der Hand können. Natürlich gibt es eine Vielzahl an größeren und höheren Stativen. Was Sie beim Stativkauf bedenken sollten: Natürlich sagt man sich immer: Es darf relativ klein sein, damit es transportabel ist, damit ich das mitnehmen könnte. Ein riesen Vorteil andererseits, wenn Sie sich ein Stativ kaufen, welches eine Auszugshöhe hat von, sagen wir mal, 1,30 Meter, dann müssen Sie jedes Mal, wenn Sie durch den Sucher schauen, gebückt durch den Sucher schauen. Das macht auf Dauer nicht wirklich viel Spaß. Hier sollten Sie also darauf achten, dass das Stativ so weit auszuziehen ist, so hoch, dass Sie bequem aus Ihrem normalen Blickwinkel, aus Ihrer normalen Blickhöhe, durch den Sucher schauen. Wenn das Stativ darüber hinaus noch eine Mittelsäule hat, dass Sie vielleicht auch mal einen höheren Standpunkt einnehmen können, dann ist das sicherlich ein zusätzliches Plus. Nicht unbedingt das schwerste Stativ ist das stabilste. Es kommt auch immer darauf an, welche Ausrüstung Sie auf dem Stativ montieren wollen. Wenn Sie eh nur kleine oder leichte Objektive haben, muss das Stativ natürlich ganz anderen Anforderungen genügen, als wenn Sie ein riesen spezial Teleobjektiv für die Tierfotografie verwenden wollen. Darüber hinaus gibt es natürlich auch Einbeinstative, die ein Kompromiss sind zwischen keinem Stativ und einem Dreibeinstativ. Einbeinstative werden auch oft von Sportfotografen verwendet, um das Gewicht des großen Objektivs einfach ein Bisschen aufzufangen, aber dennoch mit der Kamera relativ flexibel zu sein. Ich bin mir sicher, Sie finden für sich und Ihre Fotografie, wenn Sie sich für ein Stativ interessieren, mit diesen Tipps ganz sicher das geeignete Stativ.

Canon EOS 700D Grundkurs

Lassen Sie sich die Bedienung Ihrer EOS 700D vom ersten Einschalten der Kamera bis hin zum richtigen Belichten erklären und erfahren Sie, wie Sie Ihre Kamera gekonnt einsetzen.

3 Std. 33 min (37 Videos)
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Erscheinungsdatum:07.11.2013

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