Blitz-Fotografie: Systemblitz auf der Kamera

Kamera bewegen

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Die Bewegung der Kamera durch den Fotografen erzeugt innerhalb einer Aufnahme einen Freistellungseffekt und dient dazu, äußerst emotionale Bilder zu erzeugen.
10:06

Transkript

Ich möchte Dynamik darstellen. Dynamik. Im Bild eine Dynamik erzeugen. Wie erzeuge ich die eigentlich? Mit der Kamera, wenn ich eine längere Zeit habe, in dem Belichtungsvorgang, um die Kamera zu verwackeln, zu bewegen oder die Brennweite zu verändern. Das heißt, das sind eigentlich alles Sachen, die wir im normalen Fotografiervorgang vermeiden. Aber hier möchte ich die bewusst ein- setzen, und will dadurch Effekte erzeugen, so dass das Bild irgendwie mehr Power bekommt. Ich möchte die Bianca mit dem Blitz beleuchten, und die Bianca ist sozusagen der Mittelpunkt im Bild, auch vom Licht her, und das wenige Licht, was uns hier zur Verfügung steht, ist elektronisches, ein elektrisches Licht, was fotografisch gesehen relativ spärlich ist. Aber genau das spielt uns jetzt, oder mir jetzt in die Hände, um diesen Effekt zeigen zu können. Weil ich brauche eben diese Zeit. Gefühlt ist das vielleicht ein Zehntel hier drin, hängt natürlich auch von der Blende ab. Muss ich einfach mal sehen. Aber was natürlich auch hier ist, wie eben angesprochen, dieses Licht, dieses elektrische Licht hat natürlich einen ganz anderen Wärmewert als mein Blitz. Um dieses auszugleichen, würde man vielleicht eine Folie nehmen, um dies dann einheitlich darzustellen, den Weißabgleich, zu verändern, das alles beides gleich ist. Ich würde eine orange Folie in dem Fall nehmen. Aber dann wäre das ja neutral. Und ich möchte hier einen Effekt erzeugen, auch einen Effekt in der Farbe, der sehr sehr warm dargestellt werden soll, meines Erachtens. Weil hier drin ist eine sehr, sehr warme Raumatmosphäre und die kann ich jetzt noch verstärken, indem ich eigentlich einen fotografischen Fehler mache, sozusagen, Aber ich möchte das jetzt bewusst einsetzen. Und ich nehme jetzt einfach mal meine Kamera, und messe erst einmal das Licht hier drin. Um natürlich auf diese lange Belichtungszeit zu kommen, muss ich natürlich die Blende, gepaart mit der Belichtungszeit, so verändern, dass ich hier drin.... Gefühlt würde ich versuchen wollen, eine Unterbelichtung darzustellen, weil dem Raum möchte ich gar nicht so viel Platz lassen im Bild, Es sollen schemenhaft Sachen angedeutet werden und die Lichter sollen Streifen erzeugen, Effekte erzeugen und deshalb möchte ich eine Unterbelichtung darstellen. Ich nehme jetzt einfach mal eine Blende... Oh da muss ich schon die Blende ziemlich zumachen. Ich habe eine drittel Sekunde und Blende 9 und habe über eine Blende unterbelichtet. Das ist gefühlt so, dass das hier drin relativ dunkel wahrscheinlich wird, Und der Blitz hier diesen Vordergrund total ausleuchtet. Jetzt mache ich einfach mal ein Testbild. Ohne Bewegung, um einfach mal das Licht zu testen. Das ist jetzt schon mal etwas, das mir absolut nicht gefällt. Der Raum ist mir auch noch ein bisschen zu hell. Aber der Blitz soll eigentlich gefühlt nur die Bianca anleuchten, anhauchen eher. Ich muss das Licht einengen. Das Licht hier, also der Blitz wirft sogar noch hinten an die Wand sichtbar, seine Power. Zwar nicht stark, aber da will ich überhaupt kein Blitzlicht haben. Hier daneben, der Treppenaufgang ist sehr hell. Den will ich eigentlich gar nicht be- leuchten. Bloß was mache ich jetzt damit? Das ist natürlich jetzt die entscheidende Frage. Einpacken und heim gehen wäre jetzt falsch. Ich will das natürlich lösen. Und das ist bei jedem Setup, was man on location macht, man hat immer wieder neue Lücken, braucht neue Lösungsansätze, oder muss auf Lösungskonzepte zurückgreifen, die schon mal vorher gefruchtet haben. Ich möchte hier diesen Blitz, der ja ab hier alles bestrahlt, einengen Es würde vielleicht sogar so gehen, wenn ich das jetzt hier mit der Hand... leider habe ich bloß zwei Hände. hier muss ich irgendwas machen, um dieses Licht nur nach vorne zu schicken, zu bündeln. Und dazu möchte ich einfach, Hilfsmittel benutzen. Und zwar ist das ein Hilfsmittel, das man hier direkt vor die vor den Blitz machen kann. Da wird er letztendlich befestigt. Aber es sind eigentlich nur abgeschnittene Trinkhalme. Die man auf verschiedene Längen... Schwarz ist ganz gut, weil wenn wir hier Licht durch jagen. Der Blitz hat ja teilweise eine enorme Power. wird natürlich das Licht, was hier drin, oder die Farbe mit transportiert. Wenn das jetzt rot wäre oder grün, würde das Licht natürlich auch diese Farbe mitnehmen, zum Teil, und das will ich ja verhindern. Deshalb nehme ich schwarze Halme und die habe ich auf eine Länge von 3-4 cm gekürzt, Zu hause habe ich auch noch längere. und die kann man auf verschiedene Längen kürzen und Klebeband außen rum machen und schon hat man einen Lichtformer, eine Wabe, die eigentlich nur das Licht behindern soll, richten soll, in eine Richtung drängen. Ein super Lösungskonzept. Ich will jetzt noch etwas anderes zeigen, was im Prinzip genau das Gleiche ist, ist die Lösung, die ich gerne benutze weil das einfach schnell reproduzierbar ist, wieder dranmachbar und das ist ein Andocksystem. Das ist jetzt von der Firma Lastolite. Was man festmachen kann am Blitz und vor diesem Haltesystem kann man verschiedene Sachen andocken. Und zwar funktioniert das mit einem Magnet Wenn ich es richtig herum mache ist es auch magnetisch - und zwar so, Und letztendlich ist es nicht viel anders als die Strohhalme. Es sind Waben. Hier ist auch das Wabenmuster zu erkennen in der Struktur, und ich möchte jetzt das richtig einengen das Licht, und mache die beiden zusammen, um die maximale Einengung zu haben, das heißt breite Wabe, etwas breiter gestreut, enge Wabe noch enger, und so ist es dann noch enger. Und jetzt mache ich das jetzt hier fest. Das ist das Haltesystem, jetzt kommen nur noch meine Waben vorne dran. Hält. Und dadurch muss jetzt das Licht, wenn ich es jetzt auf die Bianca schicke, soll es gebündelt werden, soll gespottet werden. Das ist mein Wunschtraum. Und jetzt sehen wir einfach mal, ob das so funktioniert. Und jetzt mache ich wieder eine Testaufnahme, Einfach um das Licht zu kontrollieren und danach mache ich meine Bewegungsaufnahme. Jetzt machen wir wieder einen Test. Und das ist cool. Das ist jetzt viel eingeengter. Man kann jetzt wirklich diesen Spot erkennen, diesen Lichtspot, und es ist viel weniger Licht, bzw. überhaupt keins mehr hinten im Raum, da will ich auch gar keins haben. Jetzt möchte ich meine Bewegung machen. Und zwar werde ich jetzt die Brennweite während des Belichtungsvorgangs, ich habe ja eine drittel Sekunde Zeit, die Brennweite zu verändern. Und jetzt machen wir eine Aufnahme. Kannst du mal genau zu mir schauen, super. Und jetzt mache ich gleich noch mal einen Test. Wunderbar und super. Genau das das soll der Effekt darstellen. Hier fliegen jetzt die Lichter. Die fliegen alle zur Bianca hin bzw. in die Mitte, Und da ist auch unser Lichtspot. Und das finde ich einfach... Ja, ist ne tolle Lösung, um Dynamik ins Bild zu bekommen. Jetzt mache ich mal eine andere Variante, hier verändere ich keine Brennweite mehr sondern ich fange an zu zittern oder bewege die Kamera leicht im Kreis. Verreiße die Kamera, was ich also sonst immer streng vermeiden möchte. Und dann sehen wir uns mal den Effekt an, wie der unterschiedlich sein kann, oder wie der aussieht. Jetzt dreh ich mal die Kamera angedeutet. Super. Und jetzt zittere ich mal. Nochmal gezittert. Ja cool. Und durch diesen Effekt des Zitterns, des Verwackelns, habe ich natürlich auch einen Freistellungseffekt einen Freistellungseffekt, weil ich hab ja hier eigentlich Blende 9 eingestellt, Was ja praktisch eine extreme Schärfentiefe ergibt, aber durch dieses Wackeln, gepaart mit dem Einfrieren des Blitzes auf der Bianca ist die Bianca fast freigestellt. Und dadurch kommt natürlich noch mal mehr dieser Vordergrund, der springt uns dann viel mehr an. Und das ist etwas... Diesen Effekt kann man super gut einsetzen, um viel stärkere, emotionalere Bilder zu machen. ♪ (Musik) ♪

Blitz-Fotografie: Systemblitz auf der Kamera

Lernen Sie, wie Sie Ihre Bilder mit einem Systemblitz, der immer auf der Kamera montiert ist, spannend ausleuchten und interessante Lichtstimmungen erzeugen.

2 Std. 12 min (28 Videos)
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Erscheinungsdatum:25.02.2015

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