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Photoshop-Tipps: Jede Woche neu

JPEGs als Smart-Objekte – Herrjeh!

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Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
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Transkript

In dieser Folge des Tipps am Donnerstags geht es um ein kleines Problem, das sie haben, wenn Sie ein JPG als ein Smartobjekt platzieren. Da haben Sie das Problem, wenn Sie dieses Smartobjekt öffnen, irgendetwas darin ändern, zum Beispiel eine Ebene hinzufügen, den Ebenenmodus ändern oder irgendetwas anderes tun, und das Smartobjekt dann speichern möchten, dann funktioniert das nicht so, wie Sie es erwarten würden. Genau um dieses Problem geht es in dieser Folge des Tipps am Donnerstags, schauen Sie einfach mal rein und lernen Sie die Möglichkeiten kennen, wie Sie dieses Problem vermeiden, oder wie Sie ein Workaround durchführen können, um dieses Problem zu umschiffen. Ein sehr schönes Feature von Photoshop sind die Smartobjekte. Dank der Smartobjekte können Sie Ebenen beliebig größer und kleiner skalieren, und das auch beliebig oft ohne Qualität zu verlieren. Sie können beispielsweise auch Filter so anwenden, dass diese als Smartfilter angewendet werden, auf eben Smartobjekte, und dadurch sind auch diese nicht destruktiv, das heißt, auch die können Sie jederzeit ändern oder wieder zurücknehmen. Bei dem Ganzen gibt es aber ein Problem, und zwar, dass sich diese Smartobjekte den Inhalt merken, und zwar nicht nur den Inhalt als Ebene, sondern den Inhalt im Originalformat. Das ist im Falle von Camera Raw ganz toll. Das heißt, wenn Sie eine Raw-Datei in einem Bild platzieren oder als Smartobjekt öffnen, dann merkt sich Photoshop, dass in diesem Smartobjekt quasi eine Raw-Datei steckt, und wenn Sie dann einen Doppelklick auf das Smartobjekt machen, öffnet sich dieses wiederum in Camera Raw. Und genauso merkt sich Photoshop aber auch andere Formate, wenn Sie beispielsweise als TIF-Format eine Ebene platzieren, dann können Sie alles in diesem Smartobjekt anstellen, was das TIF-Format kann, und das ist im Prinzip alles, was auch Photoshop kann, insofern besteht da keine Einschränkung, ebenso bei PSD-Formaten und so weiter. Ein Problem gibt es aber, und zwar, wenn Sie ein JPG als Smartobjekt platzieren. Das möchte ich Ihnen einfach mal zeigen, und zwar habe ich hier diese Unterwasserszene gebastelt, und da möchte ich vielleicht einige Luftbläschen hinzufügen, also nehme ich mir hier eine JPEG-Datei, ziehe sie einfach mal hier in diese Datei hinein, also aus dem Finder in meine Photoshop-Datei, und skaliere sie mir etwas größer, so mit "Cmd+T", und dann mit "Shift" und "Alt" ziehe ich das hier einfach auseinander und drücke "Enter". Platziert wird das dann standardmäßig hier als Smartobjekt. Das ist im Prinzip wunderbar, und wenn ich hier einen Doppelklick drauf mache, sehen wir auch, wir haben hier eine Hintergrundebene und so weiter, und Sie sehen auch hier den Originalnamen, "bubbles_01.jpg". Ja, so weit, so gut, und das kann ich jetzt hier auch wie gesagt, frei transformieren, hin und her, wie ich möchte, ohne dass ich Qualität verliere, ich kann hier Filter drauf anwenden, ich kann, wenn ich hier die Farbe verändern möchte, das problemlos mit einer Einstellungsebene durchführen, und hier auf diese Ebene wirken lassen, in Schnittmaske beispielsweise möchte ich hier das Ding entsättigen, und das mache ich mit einer Schwarz-Weiß-Ebene, und klicke dann hier einmal auf dieses Symbol, um eine Schnittmaske zu erzeugen, und kann jetzt hier über die Blauregler die Helligkeit einstellen. Wenn ich jetzt die Füllmethode dieser Ebene verändere, beispielsweise in "Ineinanderkopieren", schauen wir mal, ja, oder "Weiches Licht". Ja, "Weiches Licht" passt ganz gut, dann finde ich das soweit alles ganz passend, aber was, wenn ich jetzt zum Beispiel diese eine Blase hier nicht haben möchte, oder ich habe zum Beispiel eine Person hier hinzugefügt, und die möchte ich jetzt gerne retuschieren. Da habe ich zum Beispiel einen Pickel vergessen, und das möchte ich nun nicht destruktiv machen. Also das naheliegendste wäre dann ja, zum Beispiel hier in das Smartobjekt hineinzugehen, eine neue leere Ebene anzulegen, und dann zum Beispiel hier mit dem Bereichsreparaturpinsel einfach das zu retuschieren, was man nicht sehen möchte, also einfach mal hier draufklicken auf die entsprechenden Elemente, so, und dann würde ich diese Datei schließen, und einmal speichern, und dann bekomme ich diese Meldung: "bubbles_01", "Speichern Unter". Da fragen Sie sich natürlich, was soll das jetzt? Ich habe doch meine Datei und jetzt plötzlich möchte er das als PSD speichern. Das liegt ganz einfach daran, dass Sie in JPG nur eine Hintergrundebene speichern können, und nicht mehrere Ebenen. Das ist natürlich jetzt ein Problem, ich kann diese Datei irgendwo hinspeichern, zum Beispiel auf den Schreibtisch, und dann hier mal auf "Sichern" klicken. Dann landet die Datei auf dem Schreibtisch, aber hier das Smartobjekt behält seinen originalen Inhalt. Das sehen Sie, wenn ich hier einen Doppelklick drauf mache: Da ist gar nichts retuschiert, da fehlt auch die Ebene, das heißt, hier ist offensichtlich etwas schief gelaufen. Das liegt wie gesagt daran, dass Adobe denkt, dass es eine gute Idee ist, das Originalformat sich zu merken in den Smartobjekten, und das trifft auch für die meisten Formate zu, gerade bei Camera Raw, aber bei JPG finde ich das ziemlich sinnfrei. Jetzt gibt es einige Lösungen dafür, wie Sie solche Probleme verhindern können. Wenn Sie daran denken, ist es das einfachste, dass Sie vor der Änderung dieses Smartobjektes einfach das nochmal in ein neues Smartobjekt stecken. Also, hier einen Rechtsklick drauf machen, und dann wählen Sie "In Smartobjekt Konvertieren", und dieses Smartobjekt kann ich jetzt betreten, mit einem Doppelklick, bin dann hier drin, Sie sehen, dann ist hier das nächste Smartobjekt, und jetzt haben Sie zwei Möglichkeiten, Sie können entweder hier das so belassen, und dann auf einer neuen Ebene stempeln, oder Sie können auch gleich hier das Ganze auf die Hintergrundebene eindampfen, über "Ebene" "Auf Hintergrundebene reduzieren". Dann können Sie hier jetzt wirklich auch Ebenen anlegen, wie Sie möchten, denn ein Smartobjekt, das Sie in Photoshop selbst erzeugt haben, also nicht direkt aus einer Datei, die Sie in Photoshop reingezogen haben, ist immer im PSB-Format angelegt durch Photoshop selbst. Das PSB-Format ist das große Dokumentformat in Photoshop, das heißt, hier haben Sie keine Größenbeschränkung, hier haben Sie keine funktionellen Beschränkungen, und deshalb ist das eigentlich das optimale Format, ein platziertes JPG speichert nur etwas Speicherplatz und etwas Arbeitsspeicher, das haben Sie hier dann nicht ganz so ausgeprägt, aber jetzt haben Sie die Möglichkeit, hier alle Retuschen durchzuführen, wie Sie es möchten. Nur müssen Sie dazu jedes Mal daran denken, dass Sie ein JPG platziert haben in dem Smartobjekt, und dass Sie deshalb das Smartobjekt nochmal in ein neues Smartobjekt stecken. Jetzt kann ich das hier mal schließen und speichern, und dann haben wir hier auch die Retusche im Bild. Eine weitere Möglichkeit ist, dass Sie einfach den Smartobjektinhalt ersetzen. Das machen Sie mit einem Rechtsklick, und dann wählen Sie hier Inhalt ersetzen. Da müssen Sie jetzt einfach zu der Datei navigieren, die Sie gespeichert haben, also das, was ich vorhin vorgeschlagen hatte, auf dem Schreibtisch am besten speichern, das ist dann diese hier, die "bubbles_1.psd". Da klicken Sie dann auf "Platzieren" und jetzt haben Sie hier, auch inklusive der Retusche, die PSD-Datei platziert, und da sehen Sie auch schon, das ist die retuschierte Variante, die ich jetzt hier in der Datei habe. Aber da müssen Sie aufpassen, denn durch das Verschachteln habe ich im Prinzip die Ausgangsposition verändert, die Transformation, und deshalb erscheint jetzt hier diese Datei, wenn Sie das mal sehen, deutlich kleiner als vorher. Also das sollten Sie dann wirklich direkt im Anschluss machen, wenn Sie die Datei gespeichert haben, nicht erst weiter transformieren und dann platzieren oder austauschen, sondern direkt speichern und dann direkt austauschen. Dann haben Sie auch nicht so einen Versatz, wie ich jetzt in diesem Fall. Eine weitere Lösung, bei der Sie nicht immer dran denken müssen, was Sie platziert haben, ist es, einfach Dateien, die Sie in Photoshop reinziehen, nicht als Smartobjekt zu platzieren. Dazu lösche ich mal diese beiden Ebenen hier wieder, und gehe in die Voreinstellungen. Da müssen wir mal schauen, wo das jetzt versteckt ist hier. Die Option, dass Sie Bilder platzieren, und zwar ist es diese Option, gleich im Allgemeinbereich, "Beim Platzieren immer Smartobjekte erstellen". Wenn ich das jetzt mal ausschalte und dann hier auf "OK" klicke und nochmal die gleiche Datei reinziehe, also in diesem Fall ist das diese hier, die "bubbles", die ziehe ich jetzt direkt aus dem Finder hier hinein, kann das dann noch etwas größer skalieren, sagen wir mal so, drücke Enter, und dann sehen Sie, ist das jetzt keine Smartobjekt-Datei, und wenn ich jetzt diese Ebene in ein Smartobjekt verwandle, dann merkt sich Photoshop nicht, oder kann es sich gar nicht merken, dass das mal ursprünglich ein JPG war, sondern speichert das Smartobjekt im PSB-Format. Das heißt, hier treffen Sie gar nicht erst auf das Problem, dass Sie eine Datei nicht speichern können, weil es ursprünglich ein JPG war. Also, ich mache einen Rechtsklick drauf, wähle "In Smartobjekt konvertieren", betrete das, sehe hier oben, das ist ein PSB, super, kann eine neue Ebene anlegen, und hier frei retuschieren, was ich möchte, kann das dann schließen und speichern, und hab dann meine Retusche hier im Bild, alles problemlos möglich. Dann ändere ich hier natürlich noch die Füllmethode in "Weiches Licht", um das hier mit dem Bild zu verrechnen, und kann das dann hier noch herumschieben, jeweils so, wie es mir am besten gefällt. Also das wären dann die drei Möglichkeiten, die Sie haben, wenn Sie ein JPG platziert haben, und zwar erstens, dass Sie daran denken, dass Sie ein JPG platziert haben als Smartobjekt, und das Smartobjekt in ein weiteres Smartobjekt verschachteln, damit Sie nicht auf dieses Problem stoßen, oder dass Sie einfach, wenn Sie etwas in dem Smartobjekt verändert haben, also eine zusätzliche Ebene hinzugefügt haben, beispielsweise, dass Sie dann das ganze als PSD-Datei oder PSB-Datei auf den Desktop speichern, und dann mit einem Rechtsklick und "Inhalt Ersetzen" den Inhalt des Smartobjekts ersetzen, also direkt im Anschluss nach dem Speichern, oder dass Sie halt die Option in den Voreinstellungen deaktivieren, dass Sie Bilder beim Platzieren immer als Smartobjekte platzieren. Ja, und die beste Lösung wäre natürlich, dass Adobe aufhört, diesen in meinen Augen Bug als Feature zu betrachten, und das mal repariert, dass also JPGs immer zunächst als JPGs zwar platziert werden, um Speicherplatz zu sparen, wenn man dann aber eine Ebene hinzufügt, dass dann automatisch das Smartobjekt als PSB gespeichert wird, beziehungsweise im Format konvertiert wird, intern natürlich, weil es ja keine wirkliche Datei, sondern eher eine Datei in einer Datei ist, und dann hätten wir alle dieses Problem nicht und ich hätte dieses Video nicht machen müssen. Ich hoffe, Sie haben verstanden, worum es geht. Es klingt zunächst einmal komisch, aber wenn Sie auf dieses Problem treffen, dann werden Sie dieses Video vielleicht nochmal anschauen, und sich sagen, da hat er aber recht gehabt, das könnte etwas anders laufen. Also, Augen auf beim JPG-Platzieren und beim nachträglichen Bearbeiten des dadurch entstandenen Smartobjekts.