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Das Deuser-ABC: Auftritts-Tipps vom Bühnenprofi: Jede Woche neu

J wie Jobverständnis: Nur so können Sie sich gut vorbereiten

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Jede Woche präsentiert Klaus-Jürgen Deuser eine neue Folge mit ganz konkreten Tipps und Tricks aus der Bühnen- und Vortragswelt. Von A wie Ablauf bis Z wie Zeit lässt er Sie an seiner über 30-jährigen Bühnenerfahrung teilhaben. Sie erhalten dabei ungewöhnliche und außergewöhnlich Tipps, Tricks und praktische Ansätze, die Sie so wahrscheinlich noch nie gehört und trainiert haben. Die einzelnen Folgen sind so angelegt, dass Sie zum jeweiligen Thema Anregungen und Tipps erhalten, die Sie sofort umsetzen können. Gut und unterhaltsam vorzutragen und zu präsentieren, ist kein Geheimnis. Es ist letztendlich harte Arbeit und Klaus-Jürgen Deuser liefert Ihnen den passenden Weg.
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Transkript

Je genauer Sie wissen, was Ihr Job wirklich beinhaltet, welche Arbeitsfelder er abdeckt, wie dieser Job auch von außen gesehen und betrachtet und bewertet wird, umso besser können Sie ihn letztendlich auch durchführen. Wenn ich von Auftreten, Präsentieren und Vortragen spreche, so sehe ich das immer in einem professionellen oder beruflichen Umfeld. Sie sehen schon, allein diese drei Begriffe decken sehr unterschiedliche Facetten von öffentlichen Reden und Performances ab. Aber genauso unterschiedlich sind auch die Jobs, wo diese Fähigkeiten eingesetzt werden. Ich versuche heute mal, ein ganz klein wenig Licht in dieses Dunkel zu bringen. Fangen wir einmal bei beruflichen Präsentationen an. Sie müssen zum Beispiel an der Uni oder in Ihrem Unternehmen ein Referat halten und die Ergebnisse einer Gruppen- oder Teamarbeit oder Ihre eigene Arbeit präsentieren. Die Aufgabe ist es, Informationen und Wissen zu vermitteln. Aber jeder öffentliche Auftritt bietet natürlich auch noch weitere Chancen, denn nicht nur Ihr Wissen, sondern auch Sie als Persönlichkeit stehen plötzlich in der Öffentlichkeit. Genau genommen können Sie zwei Themen transportieren. Ihr Wissen und eben Ihre Persönlichkeit. Und wenn Ihnen das klar ist, dann können Sie diesen Job auch dementsprechend besser vorbereiten. Diese Aussage, dass Sie immer Ihren Inhalt und Ihre Persönlichkeit transportieren, gilt für alle, die auftreten. Was aber immer unterschiedlich ist, ist die Erwartungshaltung der Zuschauer. Wenn Sie in Ihrem Unternehmen präsentieren, müssen Sie sich eigentlich keine Sorgen machen, ob Zuschauer kommen, aber Sie müssen sich klarmachen, dass sich fast alle im Zuschauerraum fragen, ob Sie das Präsentieren überhaupt können. Doch wenn Sie das schon mal verstanden haben, also, wenn Sie verstanden haben, was Menschen über Sie möglicherweise denken, dann können Sie sich doch viel besser vorbereiten und auch die Zuschauer besser abholen, lenken und leiten. Auf der anderen Seite des Spektrums stehen die professionellen Künstler, die Shows. Hier kommen Zuschauer bewusst zu Künstlern und Künstlerinnen und zahlen auch noch Eintrittsgeld. Das heißt, die wenigsten der Zuschauer werden das Können der Künstler und Künstlerinnen in Frage stellen. Das Problem ist nur, dass nicht immer so viele kommen. Und zwischen dem beruflichen Präsentieren und dem professionellen Auftreten gibt es eine riesige Facette von unterschiedlichen Jobs und Einsatzmöglichkeiten. Je besser Sie das verstehen, umso besser können Sie sich vorbereiten und vor Ort mit der Situation umgehen. Vielen Künstlern ist es nicht immer klar, dass wenn man von einem Unternehmen gebucht wird, um auf deren Veranstaltung oder auf einem Kongress aufzutreten, Sie sozusagen vom Künstler zum Dienstleister werden. Das Unternehmen benutzt Sie und Ihren Namen und Ihren Glamour, um etwas anderes, zum Beispiel ein Produkt oder ein Unternehmen, ins rechte Licht zu rücken. Das bedeutet, dass man von Ihnen eigentlich auch ein anderes Handling erwartet. Ja, aber wenn, dann muss man eben auch diese Spielregeln einhalten, also zum Beispiel sich nicht aufregen, wenn der Name mal falsch angesprochen wird. Vielen Künstlern gefällt das nicht. Ich kann da immer nur sagen, man muss den Auftritt ja nicht annehmen. Und dann gibt es den Bereich der klassischen Impulsvorträge. Also, hier wird man auch von Unternehmen gebucht, möchte aber ganz klar Ihr Wissen und Ihren Impuls. Natürlich sollte man sich auf das Unternehmen vorbereiten und wissen, mit wem habe ich es hier zu tun. Man bekommt ja in der Regel häufig viel Geld. Aber inhaltlich darf man sich, finde ich, auch nicht zu sehr anpassen, denn die Zuschauer möchten Ihren Erkenntnissen lauschen. So, der Erwartungsdruck an die Redner ist aber immer viel größer als bei den Künstlern und deren eigenen Shows, denn Sie als Redner, Sie gehen -- Sie gehen -- zu dem Kunden. Verstehen Sie? Also, die Zuschauer kommen zu den Künstlern, aber Sie gehen zu den Kunden. Das heißt, die Zuschauer wissen oft gar nicht, wer kommt denn da. Das heißt auch, dass die Zuschauer gerade in den ersten Minuten oft nicht so euphorisch reagieren, wie Sie es sich vielleicht wünschen, weil die Zuschauer erst mal wissen wollen, wer steht denn da vor uns. Natürlich geht man davon aus, dass Sie reden können, aber von Ihnen möchte man Inhalt. Das heißt, als Redner oder Rednerin müssen Sie nebenher zeigen, dass Sie präsentieren können, aber schon sehr früh eine inhaltliche Note setzen. Ich hoffe, Sie merken, dass je besser Sie Ihre Aufgabe kennen, umso klarer es Ihnen wird, was die Erwartungshaltung der Zuschauer an Sie ist und welche Spielregeln gelten, umso genauer und entspannter können Sie sich vorbereiten. Und wenn Sie jetzt noch mehr Tipps für Ihren Auftritt bekommen wollen, dann schauen Sie gerne wieder hier bei uns bei LinkedIn Learning vorbei oder gehen Sie einfach mal auf meine Homepage oder meinen Blog. Danke.