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Raspberry Pi für Profis

IP-Adresse vorlesen

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Der Raspberry Pi liest nach der Erstellung eines entsprechenden Skripts die IP-Adresse automatisch nach dem Bootvorgang vor.
05:52

Transkript

In diesem Video zeige ich Ihnen einmal, wie Sie sich die IP-Adresse des Raspberry Pi automatisch nach dem Bootvorgang vorlesen lassen können. Das ist zum Beispiel hilfreich, wenn Sie diese IP-Adresse brauchen, aber keinen Monitor zur Verfügung haben, der diese IP-Adresse anzeigen kann. Wir brauchen drei Dinge, wir brauchen die IP-Adresse, wir brauchen die Möglichkeit, die IP-Adresse vorlesen zu lassen und wir brauchen zu guter Letzt die Möglichkeit, das Skript, das wir schreiben, direkt nach dem Bootvorgang auszuführen. Schauen wir uns zunächst einmal die IP-Adresse an mit "ifconfig" lasse ich mir mal anzeigen, welche verschiedenen Schnittstellen ich habe. Ich habe hier eine Ethernet-Schnittstelle, da habe ich momentan kein Kabel angeschlossen, sonst hätte ich hier eine IP-Adresse bekommen. Ich habe eine lokale Schleife, das ist mein berühmtes "127.0.0.1", das brauche ich natürlich auch nicht. Spannend ist hier meine WLAN-Schnittstelle, also mein WLAN-Stick, den ich eingesteckt habe. Hier ist die IP-Adresse "192.168.0.14". Die möchte ich haben. Die bekomme ich auch mit dem Befehl "hostname". das ist der Hostname "raspberrypi", aber mit "hostname" und dann "-I" bekomme ich eben genau meine IP-Adresse. Wenn ich das Ganze vorlesen lassen möchte, brauche ich den Befehl "espeak". Wenn Sie eSpeak bei sich auf dem Raspberry noch nicht installiert haben, dann können Sie das nachholen mit "sudo apt-get install espeak". Und wenn ich das Ganze hier mache, werden schnell die Paketlisten eingelesen und mir wird hier gemeldet, ich hätte schon die neueste Version von eSpeak installiert. Wunderbar, das heißt, ich hole meinen Hostname "-I" her, und alles, was hier herauskommt, das pipe ich direkt an diesen Befehl "espeak". Dieses Pipe-Symbol, das ist der senkrechte Strich. Und das hören wir uns jetzt mal an. (computer voice) 192.168.0.14 Also, wenn Sie sich genau konzentriert haben, dann haben Sie vielleicht meine IP-Adresse verstanden. Auf dem Monitor sind noch ein paar Fehlermeldungen durchgerauscht. Diese Fehlermeldungen interessieren mich nicht weiter, denn tatsächlich hat es ja funktioniert und eine IP-Adresse wurde vorgelesen. Ich möchte jetzt aber nicht, dass diese vier Zahlen so schnell hintereinander vorgelesen werden, sondern ich möchte, dass eine kleine Pause dazwischen passiert. Das heißt, ich nehme diesen Hostname "-I", also diese IP-Adresse, und die pipe ich an ein Befehl, der heißt "awk". "awk" ist bei Ihnen wahrscheinlich schon installiert, das gehört zu den core utils von Linux-Systemen. Und dann sage ich, ich möchte das Ganze spaltenweise haben. Das Trennzeichen ist ein Punkt, den ich hier gerade eingetippt habe. Das ist der Punkt zwischen diesen vier Zahlen und das, was dann hier spaltenweise vorgegeben wird, möchte ich mir vorlesen lassen, und zwar zuerst die erste Spalte. Ich muss hier noch eine geschweifte Klammer darum schreiben. Und mit diesem "$1" sage ich eben, dass ich die erste Zahl vorgelesen haben möchte. (computer voice) 192 Das Gleiche funktioniert dann natürlich auch mit den Spalten zwei, drei und vier. Holen wir uns mal die "0" her. (computer voice) zero Das heißt, ich kann jetzt diesen Befehl hier nehmen, eine kurze Pause dazwischen machen und mir das Ganze dann vorlesen lassen. Ich starte mal ein Skript mit "nano", das ist mein Editor, "myip.sh" und da schreibe ich jetzt Folgendes hinein: Zunächst einmal ein "bin/bash", dann habe ich hier noch einen Kommentar. Normalerweise könnte ich eine Vorschleife mit "1..4" angeben, das fuinktioniert allerdings nicht in Cronjobs, das ist das für die Profis unter Ihnen. Hier geht das eigentliche Programm los. Ich habe eine Vorschleife, das heißt, die Variable "I" soll der Reihe nach die Werte 1, 2, 3 und 4 bekommen. Und dann habe ich genau hier meinen Hostname "-I", "awk". Das soll dann spaltenweise anhand des Punktes als Trenner hier vorgelesen werden, was denn in der ersten Spalte, in der zweiten, vierten und dritten ist. Dann mache ich eine Sekunde Pause und mit "done" schließe ich die Schleife ab und gehe in die nächste Ausführung. Mit "Strg+O" speichere ich das Skript ab und mit "Strg+X" gehe ich wieder zurück in meine Kommandozeile. Als nächstes muss ich nur noch das Skript ausführbar machen. Normalerweise ist das nicht der Standardfall. Das heißt, mit "chmod 755" sage ich, ich möchte dieses Skript ausführbar haben und mit "./myip.sh" hören wir uns das Ganze mal an. (computer voice) 192 (computervoice) 168 Und Sie merken, nach jeder Zahl macht das System eine Sekunde Pause, ich kann mir das Ganze dann in Ruhe aufschreiben. und dann mit dieser IP-Adresse arbeiten. Was wir abschließend noch brauchen, ist eine Möglichkeit, dass dieses Skript, das wir gerade geschrieben haben, nach dem Starten von Raspberry automatisch ausgeführt wird und dafür verwenden wir dann Cronjob und Cronjobs starte ich mit "crontab -e". Wenn ich jetzt hier hineingehe, habe ich eine Liste mit Skripten, die nach einem bestimmten Schema ausgeführt werden sollen. Wenn der Raspberry neu gebootet hat, also nach einem "@reboot", Leerzeichen, da soll das Skript "home/pi/myip.sh" ausgeführt werden. Dieses "@reboot" ist der Befehl, der dem Raspberry sagt, was nach einem Neustart ausgeführt werden soll. Mit "Strg+O" speichere ich das Ganze ab, mit "Strg+X" gehe ich heraus und dann bekomme ich hier die Meldung: "crontab: installing new crontab". Und wenn Sie jetzt einen Kopfhörer an den Raspberry anschließen, ihn aus- und wieder einschalten, bekommen Sie die IP-Adresse des Raspberrys auf dem Kopfhörer vorgelesen.

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Sehen Sie, wie Sie den Minicomputer Raspberry Pi im W-LAN betreiben, damit ins Internet gehen, ihn per E-Mail steuern, SMS versenden, QR-Codes entziffern und vieles mehr.

1 Std. 38 min (27 Videos)
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Erscheinungsdatum:30.06.2014
Aktualisiert am:01.04.2016

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