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Office 365: Excel Grundkurs

Intervallsuche mit dem SVerweis()

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Was macht die SVerweis()-Funktion und wie kann sie eingesetzt werden? Dieses Video erklärt Ihnen das Grundprinzip von SVerweis() und stellt als erste Möglichkeit die Suche nach Intervallen vor.
11:14

Transkript

Als letzte Funktion möchte ich Ihnen noch gerne den SVerweis() zeigen, denn der SVerweis() ist eine Funktion, die in der Praxis öfters gebraucht wird, aber die Funktion ist leider nicht so einfach zu verstehen, und deswegen möchte ich versuchen etwas Licht ins Dunkle zu bringen. Die erste Verwirrung beginnt beim Namen, denn gerne wird der SVerweis() als Spaltenverweis übersetzt, was vielleicht inhaltlich richtig sein mag, aber eben offiziell heißt der SVerweis() "Senkrechter Verweis". Das werden Sie spätestens merken, wenn Sie auf die zweite Verweisfunktion aufmerksam werden, nämlich auf den sogenannten WVerweis(). Und jetzt wissen wir auch, das heißt nämlich in dem Fall "Wagerechter Verweis". Okay, genug mit den Namen. Denn eigentlich interessiert uns ja wie der SVerweis() funktioniert und nicht wie er offiziell heißt. Wichtiger ist eigentlich auch, dass es vom SVerweis() zwei Varianten gibt. Es gibt einmal die sogenannte Intervallsuche, mit der wir uns jetzt beschäftigen, und dann gibt es später noch die exakte Suche. Da muss man sagen die wird meistens in der Praxis etwas öfters gebraucht, aber ich habe mich bewusst entschlossen mit der Intervallsuche anzufangen, denn wenn Sie beide Varianten durcharbeiten, erhöht das hoffentlich Ihr Verständnis. So jetzt erstmal zu Intervallsuche, deshalb rein in unser Beispiel und hier haben wir einen Probenwert. Am eben der Produktion eines Bieres geht der Braumeister hin, nimmt eine Probe und bestimmt über diesen Wert den Trübheitsgrad meines Bieres. So wenig wie Ihnen die Zahl was sagt, so wenig sagt es auch unseren Kunden was, und aus diesem Grunde möchte ich natürlich gerne diesen Probenwert übersetzten in ein sehr helles, normales oder ein sehr trübes Bier, und deswegen habe ich extra hier eine zweite Tabelle angelegt, die habe ich auch Trübheitsgrad genannt und hier habe ich auch die Grenzen, also zwischen 0 und 0,33 ist es ein sehr helles Bier, zwischen 0,34 und 0,45 ist es ein sehr helles Bier und so weiter und so fort. Und jetzt haben Sie auch schon verstanden, wofür ich den SVerweis() brauche, denn es ist immer so, wenn ich zwei Tabellen habe, die ich miteinander kombinieren möchte, dann ist der SVerweis() ihr Kandidat. Wir wollen das noch ein bisschen konkreter machen, und zwar spielen wir jetzt mal ein kleines bisschen SVerweis() auch um ihn besser zu verstehen und natürlich damit Sie die Aufgabenstellung besser verstehen und dafür füge ich erstmal hier eine Spalte ein und die nenne ich dann auch "Trübheit" des Bieres und los geht es. Also, ich nehme sozusagen hier, diese 0,29 und möchte davon gerne die Trübheitsbezeichnung wissen. Also merke ich mir die 0,29 in meinen Köpfchen, gehe in die andere Tabelle hinein und schaue mir das jetzt an, was der SVerweis() macht, er guckt nämlich an und sagt, ist den die 0,29<0? Nein ist sie nicht. Dann geht er in die nächste Zelle und prüft hier: Ist denn die 0,29<0,34? Ja, das ist der Fall und deswegen springt er sozusagen zurück auf das nächstkleinere und sagt dann, das ist ein sehr helles Bier. Also würde ich das auch mal tun, ich würde jetzt hierhin eintragen "sehr hell", perfekt. Dann machen wir gleich das nächste Beispiel. 0,72, das merken Sie sich bitte wieder im Köpfchen, gehen in die Tabelle "Trübheitsgrad" und dann geht das Spielchen wieder von neuem los, das heißt er fragt: Ist denn die 0,72<0? Nein, also geht er eins weiter. Ist die 0,72<0,34? Nein. 0,45? Nein. Also geht er immer weiter, immer weiter und dann kommt er irgendwann auf die 0,91. Und jetzt prüft er, ist denn die 0,72<0,91? Und da heißt natürlich die Antwort: ja. Deswegen springt er wieder eins runter und sagt, das ist ein trübes Bier und hier würden wir dann eintragen "trüb". Ich hoffe Sie haben ein bisschen verstanden, wie der SVerweis in der Intervallsuche funktioniert. Und da natürlich bei 599 Zeilen Excel viel schneller ist, würde ich sagen, ist es mal Zeit, dass den Rest der SVerweis() übernimmt, beziehungsweise natürlich von Anfang an, deswegen lösche ich die beiden. Bevor ich anfange, ein kleiner Trick. Ich werde natürlich diese Tabelle wieder als Tabelle formatieren. Um es perfekt zu machen, würde ich natürlich auch noch einen Namen vergeben wollen, hier oben ein Tabellenname und dann würde ich sagen "Trübheit" und dann passt das. Los geht es. Ich gehe wieder in die Umsatztabelle, dort in die Zelle J7, gehe über den Funktionsassistent auf den SVerweis() und tippe den hier ein, bestätigen das mit OK und bin sehr überrascht, denn der VWerweis() wird angezeigt, aber der SVerweis(), der eigentlich viel häufiger gebraucht wird, wird nicht angezeigt, ich würde sagen das ist sehr ungewöhnlich. Nichtsdestotrotz kann ich hier natürlich einen Trick zeigen, wie ich trotzdem an den SVerweis() komme. Ich habe nämlich hier eine Kategorie, die heiß"Alle" und dann klicke ich einfach hier unten in diesen Bereich, wo alle Funktionen stehen und gebe einfach mal SV ein, für die ersten beiden Buchstaben des den SVerweis() und schon sehen Sie spring er dorthin, überhaupt kein Thema, dann kann ich nämlich OK klicken und jetzt habe ich meinen SVerweis(). Ja, das Suchkriterium, danach fragt er mich. Und jetzt geht eigentlich schon die nächste Verwirrung weiter, denn alle sagen, na ja, ich suche doch eigentlich das "sehr hell" oder "trüb". Nein, nein, nein, das suchen wir nicht. Wir suchen die 0,29 in der anderen Tabelle und wir möchten gerne "sehr hell" oder "trüb" oder "normal" augegeben haben. Und da würde ich Sie bitten drauf zu achten, damit man eben nicht durcheinander kommt. Ich wiederhole nochmal: Das Suchkriterium ist die 0,29. Dann klicke ich in die Matrix, nämlich er möchte jetzt gerne wissen, wo er denn in der anderen Tabelle die 0,29 suchen soll. Und natürlich suchen wir hier in der unteren Grenze, also in der zweiten Spalte und markieren das nach unten, denn die erste Spalte kann ich nicht benutzen, da stehen keine Zahlen drin, da haben wir das zwar vielleicht für uns ganz nett aufbereitet, aber aus diesem wirrwarr von Zahlen kann leider Excel nichts erkennen, er braucht die Zahl, hier einzeln dargestellt. Wunderbar soweit. Leider nicht ganz. Wir haben zwar die richtige Spalte ausgewählt, aber Excel will es natürlich uns leichter machen, denn er sagt Mensch, wenn Sie schon einmal am markieren sind, dann markieren Sie doch auch gleich die Spalte, die Sie ausgegeben haben gleich mit. Das ist nämlich total einfach, ich muss nur einmal nach rechts gehen und schon habe ich im Grunde genommen das komplett, nämlich dort wo er die 0,29 suche soll und auch gleichzeitig den Wert markiert, den er ausgegeben haben möchte, nämlich die Klassifizierung. Ja, jetzt ist nämlich die Frage: Was kommt als nächstes? Und da würden Sie sahen, ahh, Spaltenindex, ahh, das ist der Wert, den er ausgeben möchte, also das "sehr hell", "normal" oder "sehr trüb", und dann würden Sie vielleicht auf die Idee kommen dort als Spaltenindex die Spalte C anzugeben. Ja, es war vielleicht eine naheliegende Idee, aber Excel möchte das anders haben. Excel möchte nämlich den Spaltenindex, ausgehend von Ihrer Markierung haben. Und wenn wir unsere Markierung nochmal l anschauen, ist das die erste Spalte und das ist die zweite Spalte, und deswegen müssen wir hier auch eine 2 eingeben. Als nächstes kommt dann die Frage nach dem Bereich_Verweis. Und dort unten können wir uns mal eine kleine Info durchlesen, nämlich hier steht: Der Bereich_Verweis gibt an, ob eine genaue Übereinstimmung gefunden werden soll oder eben die Intervallsuche. Und wenn Sie hier das Wort WAHR eingeben, dann würde er nämlich wirklich die Intervallsuche nutzen, die wir haben wollen, nämlich als eine aufsteigend sortierten Reihenfolge der Werte, mit der wir zurückgegeben er am dichtesten am gesuchten Wert liegt. Das heißt, wenn wir hier WAHR eingeben, ich erkläre das vielleicht gleich nochmal, aber lassen Sie mich erstmal die Funktion zu Ende eingeben, weil sonst kommen wir vor lauter Erklärung gar nicht mehr zum Ergebnis, aber ich verspreche, dass ich da gleich nochmal drauf zurückkomme. Wenn ich jetzt also sage OK, sehen Sie , dann hat er das hier eingegeben, hier steht "sehr hell"', wie wir das schon gesagt haben, 0,72 recht trüb, 0,86 ist auch trüb. Wollen wir mal kontrollieren, 0,86, jawohl, wunderbar, passt. Die 0,1 ist sehr "hell", nochmal kontrollieren, 0,1, jawohl, das passt alles. Damit hoffe ich, dass der SVerweis() einigermaßen verständlich geworden ist, aber ich hatte Ihnen ja versprochen, dass ich nochmal zurückkomme zu der Erklärung, was den der Bereich_Verweis ist und deswegen mache ich hier auch mal eine kleine Änderung, ich sage nämlich, ich habe bewusst 0,9 und nehme dann nochmal hier den Funktionsassistent zu Hilfe, denn ich will Ihnen eine Sache noch kurz erklären, nämlich was hat es sich genau mit dem Bereich_Verweis auf sich. Und zwar sehen Sie hier steht: Auf einer aufsteigend sortierten Reihenfolge der Werte. Die hier sind natürlich nicht aufsteigend, das ist auch gar nicht gemeint. Die aufsteigenden Werte müssen in der Matrix sein, da sehen Sie, habe ich ja 0, 0,34, 0,45 und so weiter und so fort, denn ich habe ja gesagt er springt immer zum nächst kleineren wert zurück, um dann im Grunde mir die richtige Klassifizierung anzuzeigen. Etwas was mir auch wichtig ist, dass Sie bitte nochmal das Wort "am dichtesten" hier lesen, denn leider ist das ein Übersetzungsfehler, den es schon länger gibt und ich will Ihnen beweisen, dass das wirklich ein Übersetzungsfehler ist, und deswegen habe ich auch vorhin gerade die 0,9 verändert, denn wenn Sie sich das mal anschauen, die 0,9 die liegt natürlich am dichtesten an der 0,91 und 0,91 wäre natürlich "sehr trüb", aber hier steht bei 0,9 eindeutig Trübheitsgrad "trüb". Und das ist sozusagen das, was ich vorhin schon gesagt habe, nämlich er prüft, ob die 0,9<0,91, das ist richtig, dann springt er sozusagen zum nächst kleineren Wert, 0,58 und gibt dort den Trübheitsgrad aus, also achten Sie bitte drauf, dass Sie nicht über diesen Übersetzungsfehler stolpern.

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