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Excel 2016 Grundkurs

Intervallsuche mit dem SVerweis()

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Was macht die SVerweis()-Funktion und wie kann sie eingesetzt werden? Dieses Video erklärt Ihnen das Grundprinzip von SVerweis() und stellt als erste Möglichkeit die Suche nach Intervallen vor.
11:14

Transkript

Als letzte Funktion möchte ich Ihnen noch gerne den SVerweis zeigen, denn der SVerweis ist eine Funktion, die in der Praxis öfters gebraucht wird aber die Funktion ist leider nicht so einfach zu verstehen, und deswegen möchte ich versuchen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Die erste Verwirrung beginnt beim Namen, denn gerne wird der SVerweis auch als Spaltenverweis übersetzt, was vielleicht inhaltlich richtig sein mag, aber offiziell heißt der SVerweis senkrechter Verweis. Das werden sie spätestens merken, wenn sie auf die zweite Verweisfunktion aufmerksam werden, nämlich auf den sogenannten WVerweis und das heißt dann in dem Fall waagerechter Verweis. Okay, genug mit den Namen, denn eigentlich interessiert uns, wie der SVerweis funktioniert und nicht wie er offiziell heißt. Wichtiger ist eigentlich auch, dass es vom SVerweis zwei Varianten gibt. Es gibt einmal die sog. Intervallsuche, mit der wir uns jetzt beschäftigen und dann gibt es später noch die exakte Suche. Da muss man sagen, die wird meistens in der Praxis etwas öfters gebraucht, aber ich habe mich bewusst entschlossen, mit der Intervallsuche anzufangen, denn wenn Sie beide Varianten durcharbeiten, erhöht das hoffentlich ihr Verständnis. Jetzt erstmal zur Intervallsuche. Deshalb rein in unser Beispiel und hier haben wir einen Probenwert. Am Ende der Produktion eines Bieres geht der Braumeister hin, nimmt eine Probe und bestimmt über diesen Wert den Trübheitsgrad meines Bieres. So wenig, wie Ihnen diese Zahl was sagt, so wenig sagt das auch unseren Kunden was. Aus diesem Grunde möchte ich gerne diesen Probenwert übersetzen in ein sehr helles, normales oder ein sehr trübes Bier. Deswegen habe ich extra hier eine zweite Tabelle angelegt, die habe ich auch Trübheitsgrad genannt. und hier habe ich auch die Grenzen, Zwischen 0 und 0,33 ist es ein sehr helles Bier, zwischen 0,34 und 0,45 ist es ein helles Bier, und so weiter und so fort. Und jetzt haben Sie auch schon verstanden, wofür ich den SVerweis brauche, denn es ist immer so, wenn ich zwei Tabellen habe, die ich miteinander kombinieren möchte, dann ist der SVerweis Ihr Kandidat. Wir wollen noch ein bisschen konkreter machen, und zwar spielen wir jetzt mal ein kleines bisschen SVerweis, auch um ihn besser zu verstehen und, natürlich, damit Sie die Aufgabenstellung besser verstehen, und dafür füge ich erstmal hier eine Spalte ein, und die nenne ich dann auch Trübheit des Bieres und los geht's. Ich nehme hier diese 0,29, möchte davon gerne die Trübheitsbezeichnung wissen. Also merke ich mir die 0,29 in meinem Köpfchen, gehe in die andere Tabelle hinein, und schaue mir an, was der SVerweis macht. Er guckt mich an und sagt: "Ist die denn 0,29 kleiner als die 0?" Nein, ist sie nicht. Dann geht er in die nächste Zelle, und prüft hier: Ist denn die 0,29 kleiner als 0,34? Ja, das ist der Fall, deswegen springt er zurück auf das nächstkleinere, und sagt dann, das ist ein sehr helles Bier. Also will ich das hier auch mal tun. Ich will jetzt hier hinten eintragen: "sehr hell", perfekt. Dann machen wir gleich das nächste Beispiel: 0,72. Das merken Sie sich bitte wieder im Köpfchen, gehen in die Tabelle "Trübheitsgrad", und dann geht das Spielchen wieder von neuem los. Das heißt, er fragt: Ist denn die 0,72 kleiner als die 0, Nein, also geht er eins weiter, ist die 0,72 kleiner als 0,34, nein. 0,45, nein. Also, geht er immer weiter, immer weiter, und dann kommt er irgendwann auf die 0,91, und jetzt prüft er, ist denn die 0,72 kleiner als die 0,91, und da heißt die Antwort "Ja", deswegen springt wieder eins runter und sagt, das ist ein trübes Bier, und hier würden wir dann eintragen: "trüb". Ich hoffe, Sie haben ein bisschen verstanden, wie der SVerweis in der Intervallsuche funktioniert und da natürlich bei 599 Zeilen Excel viel schneller ist, würde ich sagen, ist es mal Zeit, dass den Rest der SVerweis übernimmt, beziehungsweise natürlich von Anfang an, deswegen lösche ich die beiden. Bevor ich anfange, ein kleiner Trick, ich werde natürlich diese Tabelle wieder als Tabelle formatieren. Um es perfekt zu machen, würde ich auch noch einen Namen vergeben wollen. Hier oben der Tabellename, und da würde ich sagen: "Trübheit", und dann passt das. Los geht's. Ich gehe wieder in die Umsatz-Tabelle, dort in die Zelle J7. gehe über den Funktionsassistent auf den SVerweis und tippe den hier ein, bestätige das mit "OK", und bin sehr überrascht, denn der WVerweis wird angezeigt, aber der SVerweis, der viel häufiger gebraucht wird, wird nicht angezeigt, ich würde sagen, das ist sehr ungewöhnlich. Nichtsdestotrotz kann ich hier einen kleinen Trick zeigen, wie ich trotzdem an den SVerweis komme, ich habe hier eine Kategorie, die heißt "Alle", und da klicke ich einfach hier unten in diesen Bereich, wo alle Funktionen stehen, und gebe einfach mal "sv" ein, die ersten beiden Buchstaben des SVerweis, und schon sehen Sie, springt er dorthin, überhaupt kein Thema dann kann ich "OK" klicken und jetzt habe ich meinen SVerweis. Das Suchkriterium, danach fragt er mich, und jetzt geht eigentlich schon die nächste Verwirrung weiter, denn alle sagen, ich suche doch eigentlich das "sehr hell" oder "trüb". Nein, das wir suchen wir nicht. Wir suchen die 0,29 in der anderen Tabelle und wir möchten gerne "sehr hell" oder "trüb", oder "normal" ausgegeben haben. Da würde ich Sie bitten, drauf zu achten, damit man nicht durcheinander kommt. Ich wiederhole noch mal, das Suchkriterium ist die 0,29. Dann klicke ich in die Matrix, er möchte jetzt gerne wissen, wo er denn in der anderen Tabelle die 0,29 suchen soll. Natürlich suchen wir hier in der unteren Grenze, also in der zweiten Spalte, markieren das nach unten, denn die erste Spalte kann ich nicht benutzen, da stehen keine Zahlen drin. Das haben wir zwar vielleicht für uns ganz gut aufbereitet, aber aus diesem Wirrwarr von Zahlen kann leider Excel nichts erkennen. Er braucht die Zahl hier einzeln dargestellt. Wunderbar soweit. Leider nicht ganz, wir haben zwar die richtige Spalte ausgewählt, aber Excel will es uns leichter machen, denn er sagt: "Wenn Sie schon am Markieren sind, dann markieren Sie doch auch gleich die Spalte, die Sie ausgegeben haben, gleich mit. Das ist total einfach, ich muss nur einmal nach rechts gehen und schon habe ich, im Grunde genommen, das komplett, nämlich dort, wo er die 0,29 suchen soll, und auch gleichzeitig den Wert markiert, den er ausgegeben haben möchte, nämlich die Klassifizierung. Jetzt ist die Frage, was kommt als nächstes? Und dann würden Sie sagen: "Spaltenindex, ah, das ist der Wert, den er ausgeben möchte, also das 'sehr hell', 'normal' oder 'sehr trüb'." Und dann würden Sie vielleicht auf die Idee kommen, dort als Spaltenindex die Spalte C anzugeben. Es war vielleicht eine naheliegende Idee, aber Excel möchte es anders haben. Excel möchte nämlich den Spaltenindex ausgehend von Ihrer Markierung haben. Wenn wir uns unsere Markierung anschauen, ist das die erste Spalte und das ist die zweite Spalte, und deswegen müssen wir hier auch eine "2" eingeben. Als nächstes kommt dann die Frage nach dem Bereichverweis, und dort unten können wir uns mal eine kleine Info durchlesen. Hier steht: "Der Bereichverweis gibt an, ob eine genaue Übereinstimmung gefunden werden soll, oder eben die Intervallsuche." Und wenn Sie hier das Wort "wahr" eingeben, dann würde er nämlich wirklich die Intervallsuche nutzen, die wir haben wollen. Nämlich als eine aufsteigend sortierte Reihenfolge der Werte wird der Wert zurückgegeben, der am dichtesten am gesuchten Wert liegt. Das heißt, wenn wir hier "wahr" eingeben, ich erkläre das vielleicht gleich nochmal, aber lassen Sie mich erst mal die Funktion zu Ende eingeben, sonst kommen wir vor lauter Erklärung gar nicht mehr zum Ergebnis. Aber ich verspreche, dass ich da noch mal darauf zurückkomme. Wenn ich jetzt also sage, "OK", sehen Sie, dann hat er das hier eingegeben. Hier steht "sehr hell", 0,72 "trüb", 0,86 ist auch "trüb", wollen wir noch mal kontrollieren, 0,86. Wunderbar, passt. Die 0,1 ist "sehr hell", noch mal kontrollieren, 0,1. Jawohl, das passt alles. Damit hoffe ich, dass der SVerweis einigermaßen verständlich geworden ist. Aber ich habe Ihnen versprochen, dass ich noch mal zurückkomme zu der Erklärung, was denn der Bereichverweis ist, und deswegen mache ich hier eine kleine Änderung. Ich sage hier bewusst 0,9 und nehme dann nochmal hier den Funktionsassistent zu Hilfe, denn ich will ihn noch eine Sache kurz erklären, nämlich, was es sich genau mit dem Bereichverweis auf sich hat. Und zwar sehen Sie, hier steht: "aus einer aufsteigend sortierten Reihenfolge der Werte" die hier sind natürlich nicht aufsteigend, das ist auch gar nicht gemeint, sondern, die aufsteigenden Werte müssen in der Matrix sein. Da sehen Sie, habe ich ja 0 , 0,34 , 0,45 usw. und so fort, denn ich habe ja gesagt, er springt immer zum nächstkleineren Wert zurück, um dann in Grunde die richtige Klassifizierung anzuzeigen. Etwas, was auch mir wichtig ist, dass Sie bitte noch mal das Wort "am dichtesten" hier lesen, denn leider ist das ein Übersetzungsfehler, den schon länger gibt und ich will Ihnen beweisen, dass es wirklich ein Übersetzungsfehler ist, und deswegen habe ich auch vorhin gerade die 0,9 hier verändert. Wenn Sie sich das mal anschauen, die 0,9, die liegt natürlich "am dichtesten" an der 0,91 und 0,91 wäre natürlich "sehr trüb", aber hier steht bei 0,9 eindeutig als Trübheitsgrad "trüb". Das ist sozusagen das, was ich vorhin schon gesagt habe, er prüft, ob die 0,9 kleiner ist als 0,91, das ist richtig, dann springt er sozusagen zum nächstkleineren Wert 0,58 und gibt dort den Trübheitsgrad aus. Also achten Sie darauf, dass Sie nicht über diesen Übersetzungsfehler stolpern.

Excel 2016 Grundkurs

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8 Std. 6 min (106 Videos)
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