Raspberry Pi für Profis

Internetverbindung mit USB-Surfstick herstellen

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Ein USB-Surfstick bietet innerhalb eines Mobilnetzes Zugriff auf das Internet. Der Raspberry Pi greift im Bedarfsfall für die Internetverbindung auf den Stick zu, wofür dieser zunächst in den Modem-Modus transferiert werden muss.
08:08

Transkript

Wenn Sie kein WLAN oder LAN zur Verfügung haben, aber dennoch mit Ihrem Raspberry ins Internet möchten, dann hilft nur noch ein Surfstick, mit dem Sie überall dort ins mobile Internet gehen können, wo sie auch Zugriff aufs Handynetz haben. Und wie das geht, zeige ich Ihnen in diesem Video. Zunächst einmal brauchen wir eine neue Software, "sg3-utils" mit "sudo apt-get install" können Sie sich das Ganze auf dem Raspberry installieren. Das habe ich schon getan. Außerdem habe ich einen Surfstick eingesteckt und in diesem Surfstick ist natürlich auch eine gültige SIM-Karte Und jetzt schauen wir uns mal an, ob der Raspberry diesen Surfstick auch tatsächlich erkannt hat mit "lsusb". Da habe ich hier diese letzte Zeile "Huawei Technologies", da wurde dieser Surfstick auch erkannt. Dieses "12d1", das ist der Hersteller Huawei, und "1f01", das ist das Modell und der Modus, in dem sich dieses Modell befindet. Dieser Surfstick wurde vom Raspberry zwar erkannt, allerdings glaubt der Raspberry, dass es sich hier um einen ganz normalen USB-Stick handelt auf dem man dann Dateien ablegen kann. Das ist natürlich falsch Wir müssen diesen USB-Stick erst in den Modem-Modus transferieren und das mache ich hier mit diesem Befehl, den kopiere ich mir einfach rein. Und wenn ich jetzt das Ganze noch einmal mit "lsusb" überprüfe, dann sehen Sie, hat sich hier diese ID verändert von "1f01" in "14db" und erst jetzt befindet sich dieser Surfstick auch tatsächlich im Modem-Modus. Das Ganze gilt für den Huawei 303, wenn Sie einen anderen Surfstick verwenden, dann habe ich hier in der Projektdatei nochmal die unterstützten Geräte verlinkt für Ubuntu-User. Ubuntu ist ja ein ähnliches Linux-System, das auch auf Debian basiert genauso wie Raspbian. Und hier sehen Sie eben die verschiedenen Handelsnamen und die jeweiligen IDs als Datenträger. Das wäre falsch beziehungsweise als Modem. Und erst wenn Sie diese USB-ID als Modem sehen, dann ist das Gerät richtig eingestellt. Als nächstes müssen wir uns noch eine IP-Nummer geben lassen von unserem Surfstick, das machen wir mit "sudo dhclient eth1", "eth1" das überprüfen wir mal. Wir zeigen uns mit "ifconfig" mal die verschiedenen Netzwerkschnittstellen an und da sehen wir, da haben wir neben "eth0", das ist die LAN-Buchse, auch einen neuen Adapter "eth1" und das ist eben unser Surfstick. Jetzt kann es sein, dass alles schon in Ordnung ist und wir über den Surfstick auch tatsächlich surfen können, allerdings kann es auch sein, dass wir erst eine PIN eingeben müssen. Entweder schalten Sie die PIN auf Ihrer SIM-Karte ab oder Sie tragen sie über einen anderen Computer auf dem Surfstick ein. Sie können das Ganze aber auch direkt auf Raspbian machen, und dazu verbinde ich mich jetzt mal mit meinem Remotedesktop. Ich suche hier einfach mal nach "remote" und dann habe ich hier "Remotedesktopverbindung" und ich möchte mich mit "raspberrypi.local" verbinden, das ist der Name meines Raspberry hier in diesem LAN. Und wenn ich jetzt auf "Verbinden" gehe, werde ich nochmal aufgefordert, den Benutzernamen einzugeben und mein Passwort. Das bestätige ich mit "Okay". Und jetzt befinden wir uns direkt auf unserem Raspberry. Ich kann jetzt hier auf dem Raspberry einen eigenen Browser starten, das mache ich hier links unten und jetzt habe ich hier einen ganz normalen Browser, von meinem Raspberry und Huawei hat es ja so eingestellt, dass man den Surfstick jeweils unter der Adresse "192.168.1.1" erreichen kann. Also gebe ich das jetzt hier mal ein. Es ist wichtig, dass ich das vom Raspberry aus mache und nicht von meinem normalen Rechner, vor dem ich direkt sitze. Und Sie sehen ich bin jetzt hier über das O2-Netz verbunden. Und es kann sein, dass ich an dieser Stelle aufgefordert werde, die PIN einzugeben, das tun Sie dann und dann ist automatisch auch Ihr Surfstick freigeschaltet. Ich gehe jetzt nochmal heraus aus diesem Remotedesktop Übrigens, ein ganz kurzer Hinweis, wenn Sie diesen Remotedesktop noch nicht bei sich sehen, dann müssen Sie erst mit "sudo apt-get install xrdp" diese Remotedesktopverbindung auf dem Raspberry installieren. Soweit mal dazu. Wir haben jetzt eine Verbindung über unseren Surfstick. Und jetzt möchte ist es noch so einrichten, dass diese Verbindung automatisch beim Rebooten des Raspberry gestartet wird und dass eine Willkommens-E-Mail verschickt wird. Wie mache ich das? Zunächst einmal lege ich eine neue Datei an mit "nano surfstick.sh" und dann kopiere ich mir die Befehle, die wir gerade auf der Kommandozeile eingetragen haben hier nochmal direkt rein. Wichtig ist, dieses "dhclient" braucht hier einen absoluten Pfad, das heißt, es muss mit "/sbin" anfangen, sonst findet man das vom Cronjob aus später nicht. Als nächstes gebe ich dann hier ein "Raspberry ist online" und dieses "echo" pipe ich direkt an "mail". Wichtig ist natürlich, dass ich ein Mailsystem auf meinem Raspberry installiert habe. Auch hier wichtig, ein absoluter Pfad und das fängt mit "/user/bin" an. Und dann sage ich "Der Raspberry ist online" und das Ganze möchte ich an meine Mailadresse verschicken und die heißt "raspi@webevangelisten.de". Ich speichere das Ganze mit "Strg+O" ab und mit "Strg+X" gehe ich raus. Als nächstes muss ich jetzt noch die entsprechenden Rechte verändern, also mit "chmod 755 surfstick.sh" sage ich, dass diese Datei auch ausführbar sein soll. Und jetzt möchte ich, dass bei jedem Booten des Raspberry automatisch diese Datei ausgeführt wird und dazu gehe ich mit "sudo crontab -e" in die Cronjobs des Benutzers Root, denn nur der Root-Benutzer darf diese Änderungen vornehmen. Jetzt gehe ich hier rein, gehe ans Ende dieser Zeile. und mit "@reboot" sage ich, dass immer dann, wenn der Raspberry neu gestartet hat, dass diese Datei ausgeführt werden soll. Ich brauche dann den absoluten Pfad "/home/pi/sufstick.sh", speichere das Ganze ab, gehe raus. Jetzt bin ich schon fast soweit, dass ich fertig bin. Ich muss als allerletztes noch die Network-Interfaces anpassen: "sudo nano /etc/network/interfaces". Das ist die Datei, die dafür sorgt, dass der Raspberry weiß, über welche Schnittstelle er überhaupt ins Internet kommt. Und ganz wichtig ist hier diese neue Zeile "iface eth1 inet dhcp". Das bedeutet, wenn er über das "eth0", also über das LAN-Kabel, keine Verbindung bekommt, dass der Raspberry automatisch dieses "eth1" ausprobiert und dann eben über diesen Surfstick reingeht. Wenn Sie diese Zeile nicht darin haben, fügen Sie diese Zeile einfach bei sich ein. Ich gehe jetzt hier raus und wenn ich Raspberry neu starte, verbindet er sich automatisch mit dem Surfstick. Ich teste das Ganze mal, indem ich als der User "Root" mit "sudo" diese Datei "surfstick.sh" aufrufe. Jetzt hat er diese Datei ausgeführt und ich gehe jetzt mal in mein Mailprogramm herein und überprüfe das Ganze, ob ich hier auch tatsächlich eine Mail bekommen habe. "Der Raspberry ist online", das wurde gerade eben verschickt. und ich habe auf diese Weise dafür gesorgt, dass der Raspberry automatisch nach dem Booten über einen Surfstick ins Internet geht.

Raspberry Pi für Profis

Sehen Sie, wie Sie den Minicomputer Raspberry Pi im W-LAN betreiben, damit ins Internet gehen, ihn per E-Mail steuern, SMS versenden, QR-Codes entziffern und vieles mehr.

1 Std. 38 min (27 Videos)
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Erscheinungsdatum:30.06.2014
Aktualisiert am:01.04.2016

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