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Aktives Zuhören sichert gegenseitiges Verständnis und wirkt Missverständnissen entgegen. Es ist weit mehr, als selbst nicht zu sprechen – es ist vielmehr eine aktive Gesprächstechnik.
06:10

Transkript

"Die Natur hat uns nur einen Mund, aber zwei Ohren gegeben, was darauf hindeutet, dass wir weniger sprechen und mehr zuhören sollten.", so Zenon von Kition, ein antiker griechischer Philosoph. Sein Hinweis ist immer noch aktuell, denn zuhören können ist nicht nur wichtig, sondern es ist die Kontaktfähigkeit, die wir tatsächlich am häufigsten gebrauchen. 85 Prozent dessen, was wir wissen, haben wir durch zuhören gelernt. Sie lernen auch gerade durch zuhören. Studien belegen, dass wir rund 70 Prozent unseres Tages mit irgendeiner Kommunikationsform verbringen. Davon entfallen 45 Prozent aufs Zuhören. Carl Rogers, ein amerikanischer Psychologe und Psychotherapeut aus dem letzten Jahrhundert hat den Begriff des "aktiven Zuhörens" geprägt. Zuhören ist nämlich eine Aktivität und hat wenig damit zu tun, selber nicht zu sprechen. Erst aus dem interessierten, geduldigen und konzentrierten Zuhören ist es möglich, in einen echten Dialog mit dem Gesprächspartner zu treten. Was glauben Sie? Was machen viele Menschen, während der Gesprächspartner spricht? Zuhören? Meine Erfahrung ist, dass viele Gesprächspartner in der Zeit ihren nächsten Wortbeitrag planen. Sie sind mit der Aufmerksamkeit und den Gedanken nicht beim anderen, sondern überlegen, was denn z.B. ihr nächstes schlagendes Argument sein könnte. Sehr oft ist das damit verbunden zu glauben, man wisse sowieso schon, was der andere zu sagen hat. Diese Überzeugung verhindert aber natürlich zu hören, was der andere wirklich zu sagen hat. Der Nutzen von aktivem Zuhören liegt auf der Hand. Natürlich bekommen Sie mehr Informationen, wenn Sie zuhören. Das liefert Ihnen vielleicht Anhaltspunkte für Ihre eigene Argumentation. Aktives Zuhören hilft Missverständnisse vermeiden. Und schließlich bringt aktives Zuhören Wertschätzung zum Ausdruck und hilft, den Kontakt zu verbessern. Aktives Zuhören hat drei Elemente: Das erste ist überhaupt das Zuhören. Damit signalisieren Sie Ihre Aufmerksamkeit. Sie zeigen dem Sprechenden nonverbal und auch verbal, dass Sie ihm zuhören und Interesse an seinen Äußerungen haben. Das tun Sie mit Gesten wie Nicken, mit Blickkontakt, mit einer ihrem Gesprächspartner zugewandten Körperhaltung und mit diesen kurzen Worten wie "Oh", "Interessant", "Mhm", "Wirklich" und so weiter. Beim zweiten Element geht es darum, den Inhalt zu verstehen. Melden die wesentlichen Äußerungen mit den Schlüsselworten des Sprechenden oder auch in eigenen Worten zurück, um deutlich zu machen, dass Sie den anderen verstanden haben, inhaltlich. Lassen Sie Ihre eigenen Gedanken beiseite und sprechen Sie nur das aus, was der andere nach Ihrem Verständnis sagen wollte. Fassen Sie die wichtigsten Aussagen zusammen. Man nennt dieses Element des aktiven Zuhörens auch "Paraphrasieren". Ich gebe Ihnen ein Beispiel für diese Form des aktiv Zuhörens. Da sagt vielleicht jemand: "Herr Maier kommt als Einziger als Leiter des Projekts in Frage." Aktiv zugehört auf der Inhaltsebene könnten Sie sagen: "Wenn ich Sie richtig verstanden habe, meinen Sie, dass er über die meisten Erfahrungen verfügt?" Oder vielleicht sagt jemand: "Ich bin mir nicht sicher, ob wir das in der gegenwärtigen Situation finanzieren können." Aktiv zugehört erwidern Sie vielleicht: "Sie sehen die Kosten als kritisch an, oder?" Der dritte Teil des aktiven Zuhörens bezieht sich nicht auf den Inhalt, sondern auf die Befindlichkeit Ihres Gesprächspartners. Oft - ja eigentlich sogar fast immer - transportieren Aussagen auch Botschaften über die Befindlichkeit des Sprechers. Nur selten aber spricht jemand offen aus, was er fühlt; dass er z.B. verärgert ist, unsicher oder überfordert. Trotzdem teilt sich das dem aufmerksamen Zuhörer mit, nämlich in der Wortwahl, dem Gesichtsausdruck, einem Zögern, einer leiser werdenden Stimme usw. Die Kunst ist, diese Signale wahrzunehmen und darauf einzugehen. Auch hierzu ein Beispiel. Da sagt vielleicht jemand etwas aufgebracht: "Die haben doch nur wieder mal keinen Doofen gefunden, der den Job übernimmt." Aktiv zugehört, auf der Befindlichkeitsebene könnten Sie antworten: "Das hört sich an, als ob Sie sich ein bisschen ausgenutzt fühlen, stimmt das?" Oder jemand sagt zu Ihnen: "Ich glaube, das Gespräch mit meinem Kollegen hat überhaupt nichts gebracht." Sie könnten antworten: "Sie sind enttäuscht von dem Gespräch, oder?" Aktiv zuhören bedeutet Aufmerksamkeit signalisieren, sicher stellen, dass Sie den Inhalt richtig verstanden haben, und auf die Befindlichkeit, auf die emotionalen Botschaften ihres Gesprächspartners einzugehen. Welche Empfehlungen leiten sich daraus ab? Nutzen Sie die Redezeit ihres Gesprächspartners zum Zuhören, nicht zum Nachdenken. Fassen Sie zusammen, was sie gehört und verstanden haben, und fragen Sie nach, ob das so stimmt. Trauen Sie sich auch, emotionale Botschaften aufzugreifen. Das festigt den Kontakt. Zu diesem sicher anspruchsvollsten Element des aktiven Zuhörens möchte ich Ihnen wieder eine kleine Geschichte erzählen: Ein Mann, der andauernde Streitigkeiten mit seiner Frau nicht länger ertragen konnte, bat einen Meister um Rat. "Kaum macht einer von uns den Mund auf, unterbricht ihn der andere auch schon. Ein Wort, dann haben wir gleich wieder Streit miteinander, und jeder von uns ist mürrisch und schlecht gelaunt", sagte der Mann. "Dabei lieben wir uns, aber es macht einfach keinen Sinn so. Ich weiß einfach nicht mehr, was ich machen soll." "Du solltest lernen, Deiner Frau zuzuhören", sagte der Meister. "Und wenn Du sicher bist, dass Du diese Regel beherrschst, dann komm wieder zu mir." Nach drei Monaten sprach der Mann wieder beim Meister vor und erklärte, er habe jetzt gelernt auf jedes Wort, das seine Frau sagt, zu hören. "Gut", sagte der Meister mit einem Lächeln. "Wenn Du in einer glücklichen Ehe leben möchtest, solltest Du jetzt auch noch lernen, auf jedes Wort zu hören, das sie nicht sagt."

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1 Std. 41 min (33 Videos)
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