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Immer diese Hintergrundebene in Photoshop

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Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
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Transkript

Die Hintergrundebene, jeder von Ihnen kennt sie in Photoshop und weiß auch, dass man sie entsperren kann. Aber wissen Sie auch, was es mit diesem Ebenentyp auf sich hat? Wenn nicht, bleiben Sie dran. Wenn Sie nicht gerade eine Raw-Datei öffnen und die vom Raw-Converter in Photoshop als Smartobjekt senden, dann haben Sie in der Regel immer eine Hintergrundebene. Also das kennen Sie alle, wenn Sie eine JPEG-Datei, wie in diesem Fall öffnen, oder wenn Sie eine unbearbeitete TIF-Datei öffnen, die haben in der Regel eine Hintergrundebene und das hat einen guten Grund, beziehungsweise mehrere gute Gründe. Oft wird behauptet, dass diese Hintergrundebene nicht bearbeitet werden kann, weil sie dieses Schlosssymbol hat. Man müsse also diese Ebene zuerst entriegeln, bevor man damit irgend etwas anstellen kann. Aber das stimmt natürlich nicht. Sie können hier diese ganzen Korrekturen hier anwenden, Sie können die Filter direkt anwenden und so weiter. Sie können auf dieser Ebene malen, also da geht schon einiges. Was Sie nicht machen können, ist diese Ebene frei zu verschieben, weil diese Arbeitsfläche auf den sichtbaren Bereich begrenzt ist. Und das hat noch eine andere Auswirkung, auf die komme ich gleich zu sprechen. Auf jeden Fall, wenn ich versuche, diese Ebene zu verschieben, dann bekomme ich diesen Dialog und der sagt im Prinzip, genau aus, was Sie mit dieser Ebene eben nicht machen können. Zum einen können Sie deren Zeichenortung nicht ändern und ich gehe mal davon aus, dass damit gemeint ist, dass Sie diese Eben nicht umbenennen können, weil eine Hintergrundebene heißt immer Hintergrundebene. Da können Sie keinen anderen Namen vergeben. Und außerdem weil wir hier drunter keine Ebenen liegen haben, weil es nicht außer der Arbeitsfläche gibt, können Sie auch nicht den Mischmodus, also diese Füllmethode und auch nicht die Deckkraft verändern. Ja und das ist im Prinzip alles, was diese Hintergrundebene kann beziehungsweise nicht kann. Aber was hat das für einen Sinn? Einmal haben Sie durch die Beschränkung auf die Hintergrundebene eine sehr viel kleinere Dateigröße. Wenn Sie also beispielsweise hier mal auf das Schloss klicken und damit diese Ebene in eine normale schwebende Ebene umwandeln, haben Sie im Prinzip damit sofort die Dateigröße verdoppelt. Das möchte ich Ihnen mal zeigen. Ich habe jetzt mal diese Datei, Die hat jetzt, bei einer Größe von 1024 Pixel in der Höhe ungefähr 2 MB und die Datei habe ich gespeichert. Einmal als TIF mit Hintergrundebene und einmal als TIF mit der Hintergrundebene umgewandelt in eine normale Ebene. Und jetzt vergleichen wir mal die Dateigrößen. Mit Command + I mache ich das hier auf dem Mac. Und dann sehen Sie schon nur die Hintergrundebene 2,2 MB, , also ungefähr so, wie es die Vorschau versprochen hat und wenn ich eine normale Ebene habe, sind wir schon, schwups, bei 4 MB. Also die Dateigrö0e wird verändert und das liegt daran, dass Sie jetzt im Prinzip nicht nur diese Ebene haben, nicht nur das was ich hier sehe, sondern auch transparente Bereiche rund um diese Ebene. Also wenn ich diese Ebene verschiebe, sehen Sie das. Da ist Transparenz an den ecken. Ich kann hier auch mit dem Freistellungswerkzeug die Arbeitsfläche erweitern und auch dann sehen Sie hier sofort, dass hier Transparenz angestrickt wird. Wenn ich das Gleiche machen würde mit einer Hintergrundebene, dann würden die Bereiche hier, also bei dieser aktiven Option, also auch außerhalb liegende Pixel löschen mit der Hintergrundfarbe gefüllt werden. Also da besteht dann auch keine Transparenz. Das ist also der eine Vorteil. Der Hintergrundebene, ein anderer Vorteil ist, dass Sie keine Interpolation- Artefakte an den Rändern erhalten. Das klingt jetzt erstmal abenteuerlich, aber ich möchte Ihnen das auch gleich mal zeigen. Und zwar mache ich hier den Schritt mal rückgängig, so dass ich hier wieder eine Hintergrundebene habe und dupliziere mir mal die Datei. Über Bild duplizieren, nenne das Ganze mal ohne Hintergrundebene, so, dann wissen wir gleich, was los ist und entsperre hier mit einem Klick auf das Schlosssymbol und weiter Varianten zeige ich Ihnen noch. Wie Sie eine Hintergrundebene in eine normale Ebene umwandeln und umgekehrt. Die verwandeln wir in eine normale schwebende Ebene und können jetzt vergleichen, was passiert, wenn wir diese Datei verkleinern. Also jetzt einmal mit Hintergrundebene und einmal ohne Hintergrundebene. Und das mache ich hier über Bild - Bildgröße. Und nehme da jetzt einfach mal 200 Pixel. Dann müsste man das eigentlich schön sehen können. Wenn wir nachher mal gleich stark rein zoomen. Und auch hier mache ich da Gleiche, also 200 Pixel in der Höhe. So und dann stelle ich diese beiden Dateien mal nebeneinander über Anordnen - zwei neben einander und zoome hier mal weit rein auf den Bildrand, sagen wir mal, so an diese Bildstelle. Jetzt mache ich das Gleiche für die andere Datei, und das geht schneller, wenn ich hier über Fenster Anordnen und alles angleichen gehe. Also ich könnte hier auch gleiche Zoomstufe und dann gleiche Position nehmen und falls das Bild gedreht sein sollte auch Drehung angleichen. Schneller geht es für alle drei Sachen mit alles angleichen. Jetzt bin ich an der gleichen Stelle. Jetzt vergleichen Sie mal. Hier rechts haben wir die Datei, wo nur eine Hintergrundebene vorliegt und hier links haben wir die Datei, wo diese Hintergrundebene in eine normale schwebende Ebene umgewandelt wurde. Und wenn Sie jetzt mal auf die Bildräder achten, dann haben Sie hier einen unschönen transparenten Saum. Und das liegt einfach daran, dass beim Verkleinern oder Vergrößern Pixel einfach, ja, verloren gehen müssen, weil sie hinzugedichtet werden müssen. Und da Ganze nennt man Interpolation. Also Photoshop muss sich da was ausdenken, wie es mit den Pixel umgeht, also um Pixel loszuwerden oder um die hinzu zu erfinden. Und hier in diesem Fall bei einer schwebenden Ebene liegt ja außerhalb der Arbeitsfläche Transparenz. Und die wird hier dann natürlich mit verrechnet. Wenn Photoshop das Bild hier also verkleinert, dann wird hier der Durchschnitt an der Stelle gebildet, zwischen der Transparenz und den Pixel und deswegen haben wir hier so teil durchsichtige Pixel. Nun könnten Sie denken, ja, dann wandle ich jetzt einfach diese Ebenen in eine Hintergrundebene um und dann habe ich das Problem beseitigt. Ganz so einfach ist das nicht. Wenn ich jetzt mal, um das zu verdeutlichen, rot als Hintergrundfarbe einstelle und jetzt mal alle Ebenen auf eine Hintergrundebene reduziere über diesen Befehl, dann sehen Sie wie hier das Ganze nicht so schön wird, sondern mit einer roten Transparenz ebenfalls versehen wird und das kann es natürlich nicht sein. Deshalb würde ich Ihnen empfehlen, wenn Sie Bilder für das Internet verkleinern, und das wird umso auffälliger, umso mehr Sie das Bild verkleinern, also aus einer großen Größe auf Webgröße, dann haben Sie da eine stärkere Interpolation und deshalb sollten Sie ausschließlich mit einer vorliegenden Hintergrundebene das Bild skalieren. Also machen Sie das nicht, wenn alle Ebenen normale Ebenen sind, sondern haben Sie zumindest eine Hintergrundebene im Bild, die sozusagen die Bildränder schützt. Ja, was machen Sie jetzt, wenn Sie so eine Hintergrundebene niemals brauchen, außer zum Schluss zu verkleinern, das können Sie dann aufzeichnen im Rahmen einer Aktion, dann können Sie auch Photoshop mitteilen, dass bitte jede Datei ohne Hintergrundebene geöffnet werden soll. Und das machen Sie über den Skriptereignismanager. Den finden Sie hier über Datei - Skript - Skriptereignismanager. Und der ist etwas verwirrend. Weil Sie hier nicht einfach von oben nach unten durchgehen können, sondern Sie machen das im Prinzip gegen den Uhrzeigersinn, aber wenn Sie die Schritte verstanden haben, dann ist das im Prinzip auch recht einfach. Also das nächste Mal müssen Sie das Ding aktivieren über Ereignisse zum Ausführen von Skriptenaktionen aktivieren, indem Sie hier diese Checkbox setzen, dann wählen Sie das Photoshop-Ereignis. Hierbei handelt es sich darum, dass Sie die Datei öffnen möchten, also schauen wir, ob hier so was ist, genau Dokument öffnen und dann können Sie einen dieser vorgefertigten Skripte wählen und das in diesem Fall ist als Ebene öffnen. Wenn Sie das aktiviert haben, sind Sie im Prinzip fast durch. Sie dürfen jetzt nicht einfach auf fertig klicken, denn dann haben Sie gar nichts erreicht sondern Sie müssen dieses Photoshop-Ereignis noch hier oben hinzufügen. Deswegen meinte ich entgegen des Uhrzeigersinns, erstmal hier klicken, dann da klicken, dann da klicken und jetzt hier wieder hoch auf Hinzufügen klicken. Und dann weiter entgegen des Uhrzeigersinns jetzt erst auf fertig. So und wenn ich diese Datei jetzt mal schließe und die wieder öffne, als JPEG Datei, dann sehen Sie, ist hier keine Hintergrundebene vorhanden. Sie wurde auch direkt umbenannt 01_Hintergrundebene. jpeg, also mit dem Dateinamen, das ist sehr praktisch. So können Sie zum Beispiel diese Ebene einfach in eine andere Datei reinziehen. Wissen sofort, wie hier diese Datei geheißen hat und Sie können hier auch da runter jetzt andere Dateien hinzufügen, Sie können die Füllmethode ändern, Sie könne die Deckkraft ändern und so weiter. Ja und wenn Sie das mal nicht mehr möchten, dann gehen Sie einfach in den Skriptereignismanager hinein und nehmen hier oben einfach die Checkbox wieder raus, klicken auf fertig und wenn Sie die Datei dann gleich nochmal öffnen, das mache ich hier mal, dann müsste ich wieder die normale Hintergrundebene haben. Genau und das ist hier auch der Fall, also alles gut. Aber Sie können das natürlich nicht nur so automatisch entsperren mit Skript, sondern Sie können das auch manuell machen. Und das geht auf verschiedene Art und weisen. Einmal, das haben Sie bereits gesehen, können Sie hier in Photoshop CC ein Klick auf das Schloss machen. Der Aufwand hält sich also in Grenzen, aber wenn Sie ganz viele Bilder entsperren müssen immer erst, dann ist das natürlich schon ein bisschen nervig. Aber dann können Sie ja das Ganze ausschalten. Eine andere Version ist und die funktioniert auch in allen Photoshop Versionen, indem Sie hier ein Rechtsklick auf die Ebene machen und dann Ebene aus Hintergrund wählen oder indem Sie ein Doppelklick auf die Ebene, beziehungsweise das Schloss machen. Also das hängt von der Photoshop Version ab und dann erscheint dieser Dialog, wo Sie gleich einen passenden Namen vergeben können, die Farbe für diese Ebene wählen den Modus und die Deckkraft. Wenn Sie dann auf OK drücken, haben Sie Wiederrum eine schwebende Ebene erzeugt. Und ebenfalls in allen Photoshop Versionen gibt es mit der gehaltenen ALT-Taste, dass Sie hier einen Doppelklick auf die Ebene machen und dann haben Sie das Gleiche erreicht, wie in Photoshop CC mit einem einfachen Klick auf das Schlosssymbol. Sie haben Wiederrum ohne Dialog eine schwebende Ebene erzeugt. Wie können Sie jetzt diese Ebene wieder in eine Hintergrundebene verwandeln? Falls das erforderlich ist. Ja, das können Sie machen, ganz einfach indem Sie Ebene auf Hintergrundebene reduzieren, wählen. Wenn Sie jetzt aber beispielsweise verschiedene Einstellungsebenen angewendet haben, nämlich wenn ich zum Beispiel hier das Bild bisschen stilisiere, sagen wir mal so und ich möchte jetzt gerne diese Einstellungsebene behalten, aber trotzdem aus dieser Ebene wieder eine Einstellungsebene machen, dann gehen Sie über Ebene neu und Hintergrund aus Ebene. Und voilà, haben wir wieder einen Hintergrund. Ja, eine Sache, die gibt es noch, wie Sie eine Hintergrundebene in eine normale Ebene erzeugen. Und zwar auch Wiederrum in Photoshop CC, indem Sie zum Beispiel einfach eine Auswahl treffen mit dem Schnellauswahl-Werkzeug und dann eine Maske erstellen. Ich mache das mal ganz grob nur. Ich wähle mal hier den Oberkörper aus, ziehe mal hier schnell die Arme ab, also nicht die Arme, die Armzwischenräume, so, das ist jetzt hier etwas ungenau mit dem Pinsel und mit der Maus, aber Sie haben die Idee. So sieht es aus und wenn ich jetzt auf Maske hinzufügen klicke, wird Automatsch die Maske hinzugefügt und die Hintergrundebene in eine schwebende Ebene umgewandelt. Wenn Sie diese jetzt Wiederrum in eine Hintergrundebene umwandeln, dann werden diese transparenten Bereiche mit der eingestellten Hintergrundfarbe gefüllt. Also das müssen Sie auch noch dazu wissen, wenn ich das also gerade mache, Ebene neu, Hintergrund aus Ebene, dann habe ich hier die Hintergrundebene. Und Sie sehen, das ist jetzt umgesprungen auf Rot und das lag nur daran, dass ich hier die Maske aktiv habe und in einer Maske gibt es ja keine Farben, sondern ausschließlich Schwarz und Weiß, wenn ich hier das Bild anklicke, sehen Sie, Weiß ist als Vordergrundfarbe eingestellt, Rot als Hintergrundfarbe und wenn ich das jetzt nochmals mache, dann ist es auch offensichtlich, was hier passiert ist. Diese transparenten Bereiche wurden mit Rot gefüllt. Das ist im Prinzip das Wichtigste, was Sie wissen müssen zur Hintergrundebene. Vielleicht ist es auch sogar alles, was Sie wissen müssen. Dann habe ich vielleicht etwas, da bin ich mir nicht ganz sicher. Aber ich glaube schon das ist das Allerwichtigste, was man unbedingt kennen muss und Sie wissen jetzt, wie man eine Hintergrundebene in eine normale Ebene umwandelt, Sie wissen, wie man eine normale Ebene in eine Hintergrundebene umwandelt und Sie wissen, wie man automatisch eine Datei so öffnen kann, dass sie keine Hintergrundebene enthält. Also viel Spaß mit diesen Funktionen.