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Photoshop-Tipps: Jede Woche neu

Immer diese Farbprofil-Warnungen

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Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
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Transkript

Im Tipp dieser Woche geht es um die Farbprofilwarnung, die vor allem Einsteiger in Photoshop ziemlich nerven können. Das ganze komplexe Thema Farbmanagement möchte ich Ihnen heute nicht erklären, sondern nur, was es mit diesen Farbprofilwarnungen auf sich hat und wie Sie diese in den Griff bekommen. Die Sache mit den Farbprofilwarnungen ist natürlich sehr nervig und man muss sich schon ein bisschen mit Farbmanagement auskennen, um genau zu wissen, was man da tut. Und ich kann mich erinnern, als ich mit Photoshop angefangen habe, bin ich genau über das gleiche Problem gestolpert, und zwar über diese ständigen Farbwarnungen. Und ich zeige Ihnen hier mal, was damit gemeint ist. Ich öffne mal eine JPEG-Datei, die ein Adobe RGB-Profil eingebunden hat. Also ohne jetzt in die Tiefen, des Farbmanagements zu gehen, möchte ich Ihnen einfach mal eine Lösung zeigen, für diese Warnungsprobleme. Ich möchte Ihnen auch zeigen, was Sie auf keinen Fall machen sollten. Auf jeden Fall, ich öffne hier mal die Datei mit einem Doppelklick und bekomme hier diese Warnung, dass eine Abweichung vom eingebetteten Profil vorliegt. Und zwar eine Abweichung zwischen dem eingebetteten Profil und dem eingestellten Arbeitsfarbraum. Was möchte ich tun? Und dann sollten Sie auf keinen Fall hier auf "Eingebettetes Profil verwerfen" klicken, denn dann würden Sie das Farbmanagement ausschalten, und Sie sollten vielleicht entweder diese Option nehmen oder die "Dokumentfarben in den Arbeitsfarbraum konvertieren". Da kommt es aber drauf an, was Sie als Arbeitsfarbraum eingestellt haben. Denn wenn Sie in erste Linie für das Internet arbeiten, dann sollten Sie heutzutage immer noch in erster Linie auch als Arbeitsfarbraum sRGB benutzen, der jetzt hier auch als Arbeitsfarbraum eingestellt ist. Falls Sie drucken und hochwertige Bearbeitungen machen, dann sollten Sie die Adobe RGB nehmen, aber das würde ich Ihnen auch nur dann empfehlen, wenn sie sich mit Farbmanagement auskennen, und wirklich wissen, was Sie tun, was Sie wo einstellen müssen und wenn Sie einen wirklich gut kalibrierten und profilierten Monitor benutzen. Ja, auf jeden Fall können Sie dann hier draufklicken. Also "Dokumentfarben in den Arbeitsfarbraum konvertieren" oder "Eingebettetes Profil verwenden" und auf "OK" klicken. Ja, und falls Sie diese Meldung nicht möchten, dann haben Sie die Möglichkeit, an zwei Stellen etwas zu ändern. Und zwar, wenn Sie in JPEG fotografieren, können Sie an der Kamera einstellen, welches Profil eingebettet werden soll. Und das ist in der Regel entweder sRGB oder Adobe RGB. Also wenn Sie bspw. an der Kamera jetzt eingestellt haben, dass diese in sRGB fotografieren soll und dann ein JPEG öffnen in Photoshop und hier über "Bearbeiten" "Farbeinstellungen" eingestellt haben, dass der Arbeitsfarbraum auch sRGB sein soll, dann erhalten Sie keine solche Farbprofilwarnungen mehr. Also das Problem hätten Sie dann gelöst, wenn Sie in JPEG fotografieren und wenn Sie hier das gleiche Profil wie an der Kamera eingestellt haben. Ein Problem gibt es dann aber noch, und zwar wenn Sie in Raw fotografieren. Und da könnten Sie z. B. jetzt hier mal einfach eine RAW-Datei öffnen, und wenn Sie die Einstellungen richtig getroffen haben, wie ich jetzt, also richtig, also so, dass Sie die Farbprofilwarnung unterdrücken, dann können Sie hier auf "Bild öffnen" klicken und erhalten keine Farbprofilabweichung. Aber viele erhalten dann trotzdem eine Profilabweichungsmeldung. Und da fragen die sich dann: Warum, ich habe an der Kamera sRGB eingestellt? Ich hab hier in den Farbeinstellungen in Photoshop sRGB eingestellt und trotzdem bekomme ich immer diese Meldung. Ja, und das liegt ganz einfach daran -- und dazu muss ich den Raw-Konverter nochmal öffnen mit dieser Datei --, dass Sie hier auch einstellen können, welches Farbprofil an Photoshop übergeben werden soll. Denn eine Raw-Datei die hat noch kein fertiges Farbprofil. Da können Sie also an der Kamera einstellen, was Sie möchten, sRGB, Adobe RGB oder was auch immer Ihre Kamera anbietet, in dem Moment, wo Sie im Raw-Format fotografieren, nehmen Sie kein fertiges Bild auf und die Kamera bettet auch kein Profil ein, sondern das machen Sie dann in Ihrem Raw-Konverter. Und in diesem Fall ist das Camera Raw und hier können Sie das einstellen. Und wenn man sich den Dialog ankuckt, dann ist das nicht ganz ersichtlich, wo das geht. Wenn man es weiß, dann sieht man es sofort. Also jeder von Ihnen, der jetzt weiß, worauf ich hinaus will, der sieht sofort, wo man das ändern kann, aber so als Einsteiger würde man vielleicht, wenn man das kennt, hier in der "Kamerakalibirierung" mal nachschauen, unter "Prozesse", nein, hier Kameraprofile, nein, da ist das auch nicht versteckt. Wo kann ich denn jetzt hier auf sRGB oder Adobe RGB umstellen? Und das passiert hier über diese Arbeitsablaufoption. Das sieht jetzt nicht aus, wie eine anklickbare Schaltfläche, sondern nur wie ein Link. Also wenn man da draufklickt würde man erwarten, irgendwo im Internet zu landen, aber nein, damit öffnen Sie einfach nur diese Arbeitsablaufoption, also einen weiteren Dialog, in dem Sie die verschiedenen Einstellungen vornehmen können. Und hier sollten Sie dann das Profil nehmen, was Sie auch als Arbeitsfarbraum definiert haben. Also entweder Adobe RGB oder sRGB oder ProPhoto RGB, aber davon würde ich Ihnen wirklick raten, die Finger zu lassen, solange Sie von Farbmanagement noch nicht wirklich etwas verstehen. Also bleiben Sie solange bitte bei sRGB, denn damit haben Sie die geringsten Probleme. Ja, und hier können Sie es öffnen. Dann können Sie auf "OK" klicken und wenn Sie dann auf "Bild öffnen" klicken, dann haben Sie auch das entsprechende Farbprofil eingebunden. Das Sie sich hier unten noch anzeigen lassen können, über "Dokumentprofil". Ja und das sehen Sie hier, da ist jetzt sRGB eingebunden. Eine Sache möchte ich Ihnen noch empfehlen und zwar bei den "Farbeinstellungen". Also wir gehen da nochmal rein, "Bearbeiten" "Farbeinstellungen". Und hier ist als Standard eingestellt "In RGB-Arbeitsfarbraum konvertieren". Und da möchte ich Ihnen raten, hier das umzustellen und zwar in "Eingebettete Profile beibehalten". Sie können dann trotzdem hier wählen bei "Profilabweichung", dass dieser Dialog erscheinen soll, also entweder beim Einfügen oder beim Öffnen. Also, Sie sind dann nicht festgelegt, Sie können dann selbst bestimmen, ob konvertiert werden soll oder das Profil des Bildes übernommen werden soll, aber auf jeden Fall stellen Sie das hier ein, und das hat einen ganz einfachen Grund, und zwar weil seit Jahren verschiedene Bugs bestehen, die dafür sorgen, dass Sie bei einigen Dialogen falsche Farbdarstellungen erhalten, nachdem Sie auf "OK" klicken. Ein Beispiel wäre "HDR Tonung". Und wenn Sie "HDR Tonung" aufrufen und dort bestimmte Einstellungen durchführen, dann haben Sie Ihr bestimmtes Vorschaubild, was Sie dann sehen, das genau Ihren Vorstellungen entspricht, wenn Sie dann auf "OK" klicken, dann verändert sich die Darstellung. Sie haben also nicht genau das gleiche Ergebnis, wie das, was Sie in der Vorschau gesehen haben, und das liegt ganz einfach daran, dass bei Ihnen hier "In RGB-Arbeitsfarbraum konvertieren" eingestellt ist. Und wenn Sie das auf "Eingebettete Profile beibehalten" einstellen, dann ist dieser Bug sozusagen behoben, und Sie haben das Problem nicht. Das ist der einzige Grund, warum ich Ihnen empfehle, hier eingebettete Profile beizubehalten. Ja, und damit haben Sie im Prinzip die wichtigsten Stellschrauben für dieses Farbprofilwarnungen kennengelernt, und Sie haben gleichzeitig einen Workaround für einen unschönen Bug kennengelernt. Also ab jetzt viel Spaß mit Photoshop.