Photoshop: Bilder schärfen und stilisieren

Illustrationseffekt mit HDR-Tonung, Ölfarbe und Grunge-Ebenen

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In wenigen Schritten vom Foto zur Illustration – ermöglicht wird dies mit HDR-Tonung, den Filtern Ölfarbe und Hochpass sowie einer kantenbetonenden Ebene.
12:04

Transkript

In diesem Film möchte ich Ihnen zeigen, wie Sie mit dem Filter HDR-Tonung einen illustrativen Effekt erzielen können. Den werden wir noch etwas glätten mit dem Ölfarbe-Filter und einige Strukturen herausarbeiten mit einer sogenannten Grunge-Ebene. Aber das machen wir am besten Schritt für Schritt. Die Möglichkeiten sind da sehr vielfältig und Sie können da auch sehr viel Zeit investieren, indem Sie diese Schritte nicht alle wie wir jetzt in einem Durchgang machen, sondern immer mit geringer Deckkraft arbeiten und diese Schritte miteinander kombinieren. Also wir machen hier Gebrauch von dem mitgelieferten Filter in Photoshop HDR-Tonung. Der hat eine kleine Macke, und zwar können Sie diesen nur auf eine Hintergrundebene anwenden. Beziehungsweise wenn Sie den Filter anwenden, wird Ihre Datei auf die Hintergrundebene eingedampft. Das macht aber nichts, denn ich zeige Ihnen gleich einen Workaround dafür. Ich habe hier schon eine Hintergrundeben. Insofern stört mich das nicht. Aber angenommen, ich hätte hier noch andere Ebenen, zum Beispiel eine Gradationskurve, sagen wir mal so, dann müsste ich zuerst diese Datei auf die Hintergrundebene eindampfen. Das machen Sie über Ebene Dann können Sie über Bild Korrekturen HDR-Tonung den entsprechenden Befehl aufrufen. Hier wählen Sie die Methode Lokale Anpassung. Die Stärke sollten Sie möglichst gering wählen. Der Radius entspricht dem, was Sie aus Unscharf maskieren und Co. kennen. Also den sollten Sie so wählen, dass die Formen im Bild möglichst gut betont werden. Das wäre vielleicht zu viel des Guten. Nehmen wir eine etwas kleinere Zahl, einen kleineren Wert. Dann ist noch wichtig, dass Sie mit dem Gamma-Regler und dem Detail-Regler spielen. Mit dem Gammaregler können Sie die Helligkeitsbereiche aneinander angleichen. Und mit dem Detailregler verstärken Sie die Details so dramatisch. Also wenn hier Bereiche ausfressen, können Sie hier am Gammaregler noch etwas nachkorrigieren. Und mit dem Radius bestimmen Sie dann das Aussehen des Effekts. Ich nehme hier meistens etwas, das die Armkonturen etwas glänzen lässt, dass das wirklich dreidimensional aussieht und nicht einfach ein Schärfungseffekt ist. An einigen Konturen, werden Sie dann feststellen, sieht das Ganze nicht so schön aus. Da würde ich Ihnen empfehlen, mit einer Kantenmaske zu arbeiten. Das würden Sie später in Photoshop machen. Hier können Sie zwar auch Kanten glätten wählen, das ist etwas Ähnliches, aber hier verlieren Sie die Kontrolle darüber. Und Sie sehen, Sie verlieren auch viele Details. Das würde ich jetzt nicht machen. Deshalb klicke ich, so wie es ist, auf OK. Alles andere können Sie hier eigentlich mehr oder weniger zu diesem Zweck ignorieren. Also auf OK geklickt. Das ist mein Ergebnis. Das brauche ich jetzt in der Zwischenablage. Also wähle ich zuerst das gesamte Bild aus über Auswahl Alles auswählen, also Command+A. Kopiere das in die Zwischenablage über Bearbeiten Kopieren, also Command+C. Und mache jetzt alle Schritte rückgängig bis zum zusammenfassenden Schritt. Also gehe ich in die Protokoll-Palette. Da habe ich irgendwo die Ebenen zusammengefasst. Auf Hintergrundebene reduzieren, das möchte ich natürlich nicht. Ich gehe also hierhin. Sie sehen, da ist auch meine Kurve wieder. Die habe ich zwar nicht benutzt, aber sie ist wieder da. Jetzt kann ich hier über das Ergebnis aus der Zwischenablage wieder einfügen und habe jetzt hier HDR-Tonung als eigene Ebene. Da wir die Kurve nicht brauchen, lösche ich sie wieder, und mache mit dieser Ebene weiter. Die soll im Prinzip so bleiben. Ich hätte aber gern, dass diese etwas weicher wirkt, etwas wie gemalt. Da können Sie beispielsweise den Rauschen-reduzieren-Filter nehmen. Aber in der aktuellen Photoshop-Version und in Photoshop CS6 haben Sie dafür einen Stilisierungsfilter, der nennt sich Ölfarbe. In Photoshop CC finden Sie den unter den Stilisierungsfiltern. In CS6 hing er noch hier oben irgendwo. Da brauchen Sie nicht lange suchen. Das machen wir natürlich auf einer eigenen Ebenenkopie. Also kopiere ich diese Ebene mit Command+J und wenn auf diese jetzt den Ölfarbe-Filter an. Wie gesagt Als Allererstes sollten Sie hier die Beleuchtung ausschalten, denn diese macht im Prinzip eine Art Struktur ins Bild. Die soll einen Pinselstrich simulieren. Das möchte ich aber nicht, sondern ich möchte nur diese Weichzeichnung haben. Alles, was Sie hier beachten müssen, sind diese beiden Regler, die Stilisierung und die Reinheit. Und hier ist das Programm im Prinzip Versuch und Irrtum. Ziehen Sie einfach so lang an diesen Reglern herum, bis Sie ein gewünschtes Ergebnis erhalten. Sie sehen, bei hoher Reinheit verschwinden hier Details, bei kleiner Reinheit sieht das Ganze schon deutlich illustrativer aus. Mit der Stilisierung können Sie das Ganze noch extremer gestalten. Das hängt wirklich extrem von der Bildgröße ab, die Sie gerade verwenden. Bei größeren Bildern kann es durchaus vorkommen, dass Sie hier mit höheren Reinheitswerten arbeiten. In diesem Fall würde ich eher einen ganz geringen Wert nehmen. Denn jetzt habe ich genau diese kleine Detailverschmelzung, die ich gern hätte. Ich klicke also auf OK und habe mein illustratives Ergebnis. Aber das gefällt mir insofern nicht so gut, als es wieder zu weich geworden ist. Ich könnte hier beispielsweise die Deckkraft dieser Ebene senken und so wieder etwas von der darunter liegenden Ebene sichtbar machen, also von der HDR-Tonung. Das benenne ich gleich mal, damit wir wissen, was diese Ebenen machen. Das hier ist Ölfarbe. Ich würde Ihnen aber empfehlen, das anders zu lösen. Und zwar können Sie die Details der Hintergrundebene auf diese Ölfarbeebene anwenden, und zwar mit dem Hochpassfilter. Also dupliziere ich den Hintergrund, ziehe ihn ganz nach oben, blende die anderen beiden Ebenen wieder ein. Und wende auf diese Ebene den Hochpassfilter an, nachdem ich die Füllmethode in Ineinanderkopieren geändert habe. Den Filter finden wir unter Sonstige Filter Hochpass. Hier nehme ich jetzt natürlich nur einen ganz kleinen Wert, weil ich möchte nur die originalen Details ein wenig in dieses Bild zurückbringen. Das reicht mir so schon aus. Ich klicke also auf OK und muss diese Ebene natürlich entsättigen. Also Shift+Command+U gedrückt. Das ist der gleiche Befehl wie Bild Korrekturen und Sättigung verringern. So weit, so gut. Das ist vorher, das ist nachher. Das wirkt schon ganz schön illustriert. Jetzt würde ich aber gern die Kanten noch wieder nachzeichnen lassen, also wie mit einem Tuschkasten. Das können Sie machen mit einer sogenannten Grunge-Ebene. Das können wir im Prinzip allein mit dem Unscharf-maskieren-Filter schon bewirken. Aber ich zeige Ihnen gleich, warum das nicht die optimale Methode, warum wir das gleich anders lösen werden. Und zwar fasse ich zuerst alle Ebenen zusammen mit Shift+Alt+Command+E. Und versetze diese Ebene jetzt in die Füllmethode Abdunkeln. Wenn ich nun Scharfzeichnungsfilter mit einem etwas höheren Radius, dann habe ich hier zwar schön die Konturen, aber das sieht nicht an allen Stellen so aus, wie ich das gern hätte. Das wird teilweise sehr pixelig. Man kann mit dem Schwellenwert auch die Flächen ein wenig ausnehmen. Hier würde ich auch nur mit einem kleinen Radius arbeiten. Das Problem ist, dass die dunklen Säume, die Unscharf maskieren entfernt, nur an den Außenkanten zum Tragen kommen. Das möchte ich nicht, sondern ich möchte diese Säume schon relativ mittig einer Kante haben. An sich gefällt mir der Effekt aber sonst ganz gut. Oder? Schauen Sie mal hier auf das Kleid, auf die Falten. Das ist nachher, das sieht schon deutlich illustrativer aus. Also das gefällt mir, aber ich hätte das Ganze gern so, dass hier die Säume etwas besser steuerbar sind. Das können Sie machen, indem Sie solche Säume auf einer eigenen Ebene erzeugen. Wir haben hier noch die zusammengefasste Ebene. Die dupliziere ich ein weiteres Mal mit Command+J, und invertiere diese Ebene. Diese Ebene muss jetzt in eine andere Füllmethode versetzt werden, und zwar in Linear abw. (Add.). Wenn Sie alles richtig gemacht haben, haben Sie jetzt ein weißes Bild. Eins muss ich noch anmerken, und zwar diese Ebene liegt noch in der Füllmethode Abdunkeln vor. Das ist natürlich nicht richtig. Das würde nur gelten, wenn Sie hier mit dem Unscharf-maskieren-Filter arbeiten. Also die muss auch in der Füllmethode Normal vorliegen. Okay, also das spielt nur gleich eine Rolle, wenn wir diese beiden Ebenen zusammenfassen. Um hier die Kanten sichtbar zu machen, muss ich diese Ebene weichzeichnen. Also Filter Weichzeichnungsfilter Da suchen Sie sich eine Kontur aus. Das wäre eine Verstärkung der Bildformen. Wenn ich das sehr klein mache, habe ich eher einzelne Konturen nachgezeichnet. Ich denke, bei 2 bis 3 Pixeln passt das eigentlich ganz gut zum Bild. Ich bleibe eher bei einem kleinen Radius und damit bei eher dünneren Konturen. Dann klicke ich auf OK und fasse jetzt diese beiden Ebenen zusammen, damit ich eine andere Füllmethode anwenden kann. Drücke also Command+E. Und diese Ebene kann ich jetzt in die Füllmethode Multiplizieren versetzen. Aber bevor ich das mache, zeige ich Ihnen, was man mit dieser Ebene machen kann, weil man das im Modus Normal einfach besser sieht. Zuerst würde ich diese Ebene entsättigen, um diese Farben loszuwerden, weil die nützen uns nichts. Also drücken Sie am besten Shift+Command+U. Dann sind wir die Farben los. Und mit einer Einstellungsebene Tonwertkorrektur in Schnittmaske auf diese Ebene können Sie hier die Kontraste noch verändern. Also Sie können hier deutlich an diesen Strukturen arbeiten und zum Beispiel durch Nach-links-Ziehen des weißen Reglers die weißen Flächen vereinheitlichen, durch Ziehen des grauen Reglers bestimmen, wie viel von den mittelhellen Bereichen hier zum Tragen kommen soll, und mit dem schwarzen Regler, wie dunkel die Konturen werden sollen. Das Ganze ist wunderbarerweise nicht-destruktiv. Das heißt, auch wenn wir jetzt die Füllmethode dieser Ebene verändern, die wir gleich umbenennen in Grunge, können wir trotzdem nachträglich die Konturen nochmal beeinflussen. Diese Grunge-Ebene muss natürlich im Modus Multiplizieren vorliegen, um das ganze Weiß loszuwerden und um nur noch diese nachgezogenen Konturen zu haben. So sieht das aus. Das war vorher und das ist nachher. Wie gesagt, das können wir noch beeinflussen. Wenn das Schwarz zu dunkel ist oder wenn wir zu wenig Details sehen, können wir hier jederzeit noch an dieser Einstellungsebene Tonwertkorrektur herumzupfen. Ich finde das eine sehr spannende Möglichkeit. Natürlich können Sie auch hier die Deckkraft des Ganzen wieder etwas zurücknehmen. Das können Sie auch machen für den Ölfarbefilter, wenn Ihnen das Ganze zu weich geworden ist. Selbst die HDR-Tonung können Sie noch etwas zurücknehmen, wobei diese Ebene natürlich vom Ölfarbefilter hier überdeckt wird. So haben Sie gesehen, dass man in wenigen Schritten, und zwar um genau zu sein, in 1, 2, 3, 4 Schritten zu einem recht ansehnlichen Illustrationseffekt kommen kann. Und auch diesen können Sie in einer Gruppe zusammenfassen. Also einfach die Ebenen markieren und Command+G drücken. Das Ganze benennen wir Illu. Auch hier können Sie natürlich die Füllmethode nachträglich anpassen oder den ganzen Effekt ein wenig zurückfahren. Das ist immer eine gute Idee, weil man neigt in der Regel dazu, sowas viel zu sehr zu übertreiben. Aber schauen Sie mal, so ist vorher, das ist nachher, bei nur 58 Prozent Deckkraft. Ich finde das ist ein recht hübscher Effekt. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Nachbauen mit Ihren eigenen Fotos.

Photoshop: Bilder schärfen und stilisieren

Lernen Sie, wie Sie Schärfe und Details Ihrer Bilder mit Photoshop optimieren. Schärfen Sie vor der Bearbeitung oder gezielt für die Ausgabe, und heben Sie Details kreativ hervor.

4 Std. 6 min (30 Videos)
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