Ideation: Visuelles Denken und Ideenfindung

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Sie sehen, welche technischen Kniffe es im Umgang mit Flipchart, Papier und Stiften gibt, und lernen, wie man improvisiert, falls keine Farben oder vernünftiges Papier zur Hand sind.
07:18

Transkript

Auch sein Werkzeug sollte man vorbereiten. Sehen Sie sich das Flipchart an. Bei vielen kann man die Höhe einstellen. Machen Sie das, damit tun Sie sich später einen Gefallen. Müssen Sie im unteren Bereich des Flipcharts schreiben, dann gehen Sie besser in die Knie und beugen sich nicht einfach vor. Das sieht nie besonders elegant aus, wenn man sich nur so vorbeugt. Oder Sie ziehen sich ein Stuhl heran und schreiben den unteren Teil im Sitzen. Hat der Ständer Räder, dann fixieren Sie die. So rollt er Ihnen nicht weg, während Sie schreiben. Kontrollieren Sie vor dem Start, ob das Papier reicht. Nichts ist blöder, als während der Besprechung festzustellen, dass nicht mehr genügend Blätter da sind. Und Sie müssen dann losrennen und Nachschub holen. Sehen Sie sich auch an, wie das Abreißen geht. Die meisten Blöcke haben eine Perforation. Wenn es bei Ihnen nicht so ist, dann können Sie auch einen Reißnagel nehmen und mit dem einfach hier oben langfahren, dann haben Sie auch eine schöne Kante. Oder zur Not tut es auch eine aufgebogene Büroklammer. In unserem Fall hier haben wir aber eine tolle Perforation und mit etwas Glück kriegen wir hier eine schöne gerade Kante. Am Ende muss man immer ein bisschen aufpassen, dass es nicht hässlich ausreißt. Und diese abgetrennten Bögen, die können Sie mit Kreppband aufhängen. Kreppband müssen Sie selbst mitbringen. Das gibt es praktisch in keinem Konferenzraum. Krepp wird verwendet, um bei Malern Wände abzukleben und es hinterlässt fast immer keine Spuren auf Tapete oder Wandfarbe. Und wenn Sie so einen Bogen aufhängen wollen, dann rollen Sie von der Krepprolle hier ein längeres Stück ab. Ein bisschen Gefummel ist es immer, hier den richtigen Anfang zu finden und den loszulösen. Und zum Aufhängen können Sie natürlich einfach kleben, dann sieht man halt diese hässlichen Streifen, oder Sie machen eine sogenannte Kreppschlange. Das geht so: Sie haben ein längeres Stück und dann drehen Sie hier und schlängeln dieses Ding möglichst eng auf, dass das Ganze auf beiden Seiten klebrig wird. Das ist ein bisschen aufwändiger, aber es lohnt sich in jedem Fall für das Ergebnis. Am Ende haben Sie nämlich hier ein schönes, pappiges, langes Stück. Das fixieren Sie hier hinten dran und damit können Sie Ihre Bögen schön an die Wand hängen. Ein bisschen knittert es hier vorne, aber man sieht kein Kreppband mehr und das Ganze sieht schön ordentlich aus. Am besten finde ich persönlich kariertes Papier, wenn die Linien so zart sind wie hier. Ist in Ihrem Besprechungsraum liniertes Papier oder sind die Linien ganz dick gedruckt, dann probieren Sie aus, den ganzen Bogen einfach umzudrehen. Die Linien scheinen dann meist noch stark genug durch, dass Sie sich daran orientieren können. Und super ist natürlich, wenn Sie ganz ohne Linien auskommen. Dann sind Sie nicht eingeschränkt in dem, was Sie zeichnen. Bei den meisten fällt der Text dann aber leider etwas ab. Die Zeilen werden schief. Und haben Sie so ein Papier ganz ohne Anhaltspunkte, kommen aber nicht ohne aus, dann können Sie sich Linien auf einem Blatt dahinter vorzeichnen. Die scheinen dann durch. Wenn Sie können, dann suchen Sie sich möglichst helles Papier aus. So ist der Kontrast auch in den hinteren Reihen groß genug. Auch Recyclingpapier gibt es mittlerweile so, dass es hell genug ist. Nun also zum Werkzeug, was Sie in der Hand halten, den Stiften. Sehen Sie sich auch hier am Anfang an, was da ist. Oder besser noch, gehen Sie auf Nummer sicher und bringen Sie Ihre eigenen Stifte mit. Wirklich wichtig ist nur ein schwarzer Stift für den Text. Nehmen Sie keinen blauen. Schwarz hat den höchsten Kontrast und auch Teilnehmer ganz hinten können das dann noch gut sehen. Meist finden Sie im Besprechungsraum aber Stifte mit Rundspitzen, wie diesen hier. Text wird damit gleichförmig, sieht schon in Ordnung aus, aber schöner wird das Ganze mit einer Keilspitze. Eine Keilspitze ist eben hier keilförmig und nicht überall gleich. Und wenn ich den richtig halte, dann sieht das so aus. Die waagerechten und die senkrechten Linien sind also unterschiedlich dick. Die Anschriften sehen damit fast immer besser aus und nach ganz wenig Übung schreibt es sich mit denen genauso angenehm wie mit einer Rundspitze. Die Idee bei einer Keilspitze ist, dass die senkrechten Striche eben breit sind -- wie hier -- und die waagerechten schmal. Halten Sie den Stift also so, dass die Spitze parallel zum Fussboden ist. Das längere Ende, das zeigt nach links. Und wer es richtig gut machen will, der setzt im 45-Grad-Winkel an. Das Ende der Spitze, also das lange Ende, das zeigt nach links unten, etwa auf 8 Uhr. Bei Linkshändern, da kommt die Spitze auf 2 Uhr. Farbige Stifte sind zur Ergänzung nicht schlecht. Da ist es eigentlich egal, ob Sie Keilspitze oder Rundspitze haben. Die eignen sich hauptsächlich dafür, eben einzelne Teile hervorzuheben. Zum Schreiben sind sie nicht ganz so gut geeignet, eben wegen des geringeren Kontrasts, da ist Schwarz immer die beste Wahl. Jetzt noch eine weitere Spezialität aus dem Moderatorenkoffer: die Wachsmalblöcke. Die sehen so aus und die kann ich verwenden, um meine Zeichnung ein bisschen aufzupeppen. Ich mache jetzt hier also den klassischen Pfeil, der in fast jedem Flipchartbild vorkommt, und mit diesen Wachsmalblöcken kann ich jetzt hier so Schatten machen. Wenn ich dann ein bisschen fester aufdrücke oder mehrfach die Linie ziehe, kann ich bestimmen, wie dick der Auftrag wird und kann damit auch so mit ein bisschen Übung Verläufe hinzaubern. Ich kann zum Beispiel auch Schatten machen für meine Elemente, dann kriegt das Ganze so ein bisschen eine Dreidimensionalität. Und prinzipiell ist das ein ganz netter Effekt, den manche sehr schön finden. Mir persönlich wirkt das manchmal etwas zu naiv, aber Sie bekommen schnell eindrucksvolle Effekte, die noch ein bisschen mehr hergeben als bloß eine schwarz-weiße Anschrift. Man kann mit den Farben ja ein bisschen sparsam sein und die Hervorhebungsfarbe benutzen, hier in meinem Fall Orange, und eben Schwarz für Schatten. Dann wirkt das Ganze immer noch einigermaßen edel. Ich kann die Wachsmalblöcke natürlich auch benutzen wie so einen Textmarker und kann mit denen einfach hier über die wichtige Stelle drüberfahren, dann sieht das tatsächlich aus wie so eine Textmarkierung mit einem Textmarker; hat den kleinen Nachteil, dass der Kontrast dadurch sinkt. Daher sollte man das nur vorsichtig einsetzen. Besser ist es, wenn die Schrift frei bleibt und Sie nur drumherum die Farbakzente setzen. Hat man gar keine Farben zur Hand, dann finden sich in jedem Büro Textmarker. Die kann man natürlich genauso nutzen, um seine Flipchartanschriften etwas aufzupeppen.

Ideation: Visuelles Denken und Ideenfindung

Lernen Sie, mit visuellem Denken an neue Lösungsansätze zu kommen. Jens Jacobsen zeigt Ihnen dafür die notwendigen Fertigkeiten am Whitboard.

2 Std. 40 min (33 Videos)
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